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CIO: Der Hausmeister von Morgen?

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie (IT) – Die Ner­ven­bah­nen des Unter­neh­mens“ Eine Erfah­rung, die ich als CIO in einem DAX-Kon­zern – wenn auch manch­mal schmerz­lich – gemacht habe.

Eine „rund-um-gesun­de“ IT ist für Fir­men ein wesent­li­cher Schlüs­sel zum Erfolg für inter­ne und exter­ne Kun­den. In die­sem Zusam­men­hang hat der CIO oder IT-Lei­ter als Spe­zia­list aus­ge­dient. CIOs müs­sen immer schnel­ler reagie­ren und vor­aus­schau­end agie­ren: Die Tech­nik wird mobi­ler, fle­xi­bler – und nicht sel­ten unvor­her­seh­bar genutzt. Vor allem anpas­sungs­fä­hig und gestal­tend muss die IT sein, wenn sich in Zei­ten stän­di­ger wirt­schaft­li­cher Unge­wiss­heit auch die Anfor­de­run­gen der Busi­ness-User ste­tig verändern.

Damit steht ein CIO vor enor­men Her­aus­for­de­run­gen. Meis­tert er sie nicht, darf er sich bald wie ein Haus­meis­ter mit begrenz­ten Kom­pe­ten­zen um die Kern-Infra­struk­tur des Unter­neh­mens kümmern.

Zustim­mung hier­zu gibt es auch von dem ame­ri­ka­ni­schen Bera­tungs­haus Gart­ner, das in einer Pro­gno­se Trends aus­ge­macht hat: Vola­ti­li­tät, Viel­falt, Viel­sei­tig­keit und Mobi­li­tät (vgl. http://www.cio.de/rolle-des-cio/2297063). Sie ver­lan­gen neue Wege des IT-Manage­ments und eine ver­än­der­te Archi­tek­tur.

Einen Trend möch­te ich bei­spiel­haft  ver­an­schau­li­chen: Eine Archi­tek­tur schaf­fen und sie auf künf­ti­ge Auf­ga­ben vor­be­rei­ten ist teu­er. Meh­re­re kon­kur­rie­ren­de Lösun­gen müs­sen zum Ver­gleich zur Ver­fü­gung ste­hen. Pro­jekt-Bud­gets, Anbie­ter-Bin­dung aber auch begrenz­tes Wis­sen haben die heu­ti­gen Sys­tem-Struk­tu­ren geformt, die in vola­ti­len Zei­ten an ihre Gren­zen stoßen.

 

Denkanstoß für den CIO:

Modi­fi­zier­bar­keit muss ein wesent­li­ches Kenn­zei­chen der Archi­tek­tur wer­den. Homo­ge­ne Sys­te­me wie Groß­rech­ner, aber auch ERP-Lösun­gen und sogar Share­Point erlau­ben nur begrenz­te Nut­zungs­sze­na­ri­en. Künf­tig geht es dar­um, aus dem Berg von Unter­neh­mens­da­ten schnell die gewünsch­ten Infor­ma­tio­nen her­aus­zu­fil­tern und auf­zu­be­rei­ten. Ansät­ze sind Social Media, Such-Tech­no­lo­gien, Wis­sens­ma­nage­ment oder Busi­ness Intel­li­gence. Die Bedeu­tung von Cloud Com­pu­ting wächst, wenn die IT der­art ver­schie­de­ne Diens­te bereit­hal­ten muss. IT-Manage­ment bedeu­tet daher, die Samm­lung exter­ner und inter­ner Diens­te zu mana­gen, sie bei Bedarf ein­zu­schal­ten oder auch schnell aus­zu­tau­schen. Der CIO von mor­gen muss den Über­blick in einer viel­fäl­ti­ger wer­den­den Infra­struk­tur bewah­ren, die ver­schie­de­nen Sourcing-Strän­ge zusam­men­hal­ten und die Effek­ti­vi­tät der Tech­nik und sei­ner Mann­schaft steigern.

Der CIO darf nicht zum Haus­meis­ter „ver­kom­men“. Der CIO muss zum Enab­ler wer­den und mit der IT Busi­ness Inno­va­tio­nen ermög­li­chen. Er recht­fer­tigt nicht nur Kos­ten, son­dern stif­tet Mehr­wer­te in den Geschäfts­be­rei­chen. Der Inte­gra­ti­ons­grad von Busi­ness und IT zeigt, wie sich Ver­ant­wor­tung in der IT ein­ord­nen lässt.

Wird der zukünftige CIO zum „Enabler“? oder wird er doch zum Hausmeister der IT von Morgen?

Auf Ihre Mei­nung bin ich gespannt und freue mich über Ihr Feedback. 

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