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Cloud-Nutzung für Sparfüchse – ein Erfahrungsbericht

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten
PiCCO_Header_Fujitsu - was kostet die Cloud?
Was kos­tet die Cloud? Anwen­der berich­ten von ihren Erfah­run­gen  (das Foto bil­det unbe­tei­lig­te Per­so­nen ab)

Wir haben es immer schon geahnt – die Nut­zung von Cloud-Res­sour­cen ist zwar kom­for­ta­bel, aber nicht auto­ma­tisch kos­ten­güns­tig. Das gilt für Ange­bo­te von Ama­zon Web Ser­vices oder Goog­le genau­so wie für die eige­ne Pri­va­te Cloud. Wie­viel Geld sich aller­dings spa­ren lässt, wenn man etwas genau­er hin­schaut, hat uns dann doch über­rascht. Und das alles ohne Ein­bu­ßen bei der nutz­ba­ren Leis­tung. Man braucht dazu nur etwas Hil­fe von einem unbe­stech­li­chen Analyse-Werkzeug…

PICCOWir, die Fuji­tsu Enab­ling Soft­ware Tech­no­lo­gy GmbH, sind ein Münch­ner Soft­ware-Unter­neh­men, das mit 40 Ent­wick­lern nicht nur Soft­ware für die Cloud ent­wi­ckelt, son­dern die­se auch pro­duk­tiv nutzt. Auch unse­re haus­in­ter­nen Res­sour­cen sind vir­tua­li­siert und via „Self-Ser­vice“ ver­füg­bar. Wir waren uns zu Beginn sicher, dass damit auto­ma­tisch auch eine effi­zi­en­te Nut­zung unse­rer IT-Infra­struk­tur sicher­ge­stellt sein wür­de. Lei­der ent­sprach unse­re tat­säch­li­che Kos­ten­ent­wick­lung so gar nicht die­ser Theo­rie, sodass wir uns irgend­wann gezwun­gen sahen, etwas genau­er hin­zu­se­hen. Zu aller Über­ra­schung stell­te sich dabei her­aus, dass wir so ohne gro­ße Mühe etwa 20 Pro­zent Kos­ten ein­spa­ren konn­ten – aufs Jahr gese­hen stol­ze 25.000 Euro!

Bei der Lösung des Pro­blems haben uns vier grund­le­gen­de Tricks gehol­fen – alle­samt eigent­lich gut bekannt, aber ohne ein geeig­ne­tes Tool nicht ganz leicht umzusetzen.

Trans­pa­renz erzeugen

Da die Rech­nun­gen von den ver­schie­de­nen Cloud-Anbie­tern zwar in der Buch­hal­tung zusam­men­lau­fen, aber nicht in direkt ver­gleich­ba­ren For­ma­ten, brauch­ten wir zunächst ein­mal einen Import-Mecha­nis­mus in eine gemein­sa­me, über­sicht­li­che Gesamt­dar­stel­lung. Dies geschah über die APIs der Anbie­ter, über die wir Rech­nungs­da­ten im größt­mög­li­chen Detail­lie­rungs­grad impor­tie­ren. So war schon ein­mal dafür gesorgt, dass sich kei­ne Kos­ten ver­ste­cken konnten.

Ursprung der Kos­ten analysieren

Was sich auf Neu­deutsch „drill-down“ nennt, ist in der Pra­xis der Cloud-Nut­zung nicht tri­vi­al. Für eine soli­de Ver­ur­sa­cher-Ana­ly­se müs­sen Kos­ten ein­zel­nen Pro­jek­ten, Abtei­lun­gen, Nut­zern oder Nut­zer­grup­pen zuge­wie­sen wer­den. Das muss – um prak­ti­ka­bel zu sein – wei­test­ge­hend auto­ma­tisch erfol­gen (z.B. durch Ana­ly­se wie­der­keh­ren­der Merk­ma­le wie Ver­trags­num­mer oder Ser­vice-URL). Da aber meist Daten­sät­ze übrig blei­ben, die nicht ins vor­de­fi­nier­te Ana­ly­se-Ras­ter pas­sen, brauch­ten wir auch eine Mög­lich­keit, fle­xi­bel und doch kom­for­ta­bel neue, eige­ne Regeln zu defi­nie­ren (und zwar durch den Kos­ten­ver­ant­wort­li­chen selbst). So man­cher hat sich dann gewun­dert, wel­che „unassi­gned cost“ eigent­lich in sei­ner Ver­ant­wort­lich­keit lag, und wie schnell man durchs Abschal­ten einer unge­nutz­ten VM mal eben 50 bis 100 Euro pro Monat ein­spa­ren konnte.

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Pri­va­te-Cloud-Kos­ten nicht unterschätzen

Weil die Kos­ten von Ama­zon, Goog­le & Co. immer „tröpf­chen­wei­se“ und in Sam­mel­rech­nun­gen anfal­len, liegt der Ver­dacht nahe, dass sich die­se beson­ders schwer kon­trol­lie­ren las­sen. Das stimmt sicher auch – bei uns ist aber das Volu­men der Pri­va­te-Cloud-Nut­zung noch deut­lich höher. Daher lag bei uns der größ­te Ein­spa­rungs­ef­fekt auch in die­sem Bereich. Also: das ein­schlä­gi­ge Tool soll­te auch Kos­ten von VMWare, Open­Stack & Co. mit berück­sich­ti­gen. Dafür ist sehr wich­tig, dass eine Kos­ten­be­wer­tung von genutz­ten Kapa­zi­tä­ten im Tool unter­stützt wird („Rating“) – Open­Stack Cei­lo­me­ter z.B. bie­tet ja nur „genutz­tes Res­sour­cen-Volu­men“ als Infor­ma­ti­on an, nicht aber die „Über­set­zung“ in Euro und Cent. Unse­re Pri­va­te-Cloud-Kos­ten sieht man in der Abbil­dung übri­gens unter „Pro­vi­der: ESTESS“ – ESS für „Enter­pri­se Solu­ti­on Store“, weil wir alle Pri­va­te-Cloud-Ange­bo­te über einen Ser­vice-Markt­platz buchen. AWS, Goog­le und Fuji­tsu TPS5 sind die genutz­ten und über­wach­ten Public-Cloud-Angebote.

Alle Mit­ar­bei­ter ein­bin­den – „das Team ist der Star”

Beson­ders gründ­lich, nach­hal­tig und vor allem auch rei­bungs­los läuft die Opti­mie­rungs-Übung, wenn jeder Ein­zel­ne die Mög­lich­keit hat, die Kos­ten­da­ten ein­zu­se­hen und ggfs. zuzu­wei­sen. (Natür­lich muss es für die Berech­ti­gung hier­zu ein paar Regeln geben, die das Tool unter­stüt­zen muss, aber inter­es­san­ter­wei­se gilt in die­sem Fall nicht, dass vie­le Köche den Brei ver­der­ben). Zusätz­lich unter­stützt unser Tool die­se Selbst­kon­trol­le über die Mög­lich­keit vor­ge­ge­be­ner oder selbst­de­fi­nier­ter Bud­get-Limits, die im Pro­blem­fall auch auto­ma­tisch Alar­me aus­lö­sen kön­nen. Schließ­lich beim The­ma „Mit­ar­bei­ter“ noch ein Wort zur Benut­zer­ober­flä­che: berück­sich­tigt man die Mobi­li­täts­an­for­de­run­gen im moder­nen Unter­neh­men, ist natür­lich eine Adap­ti­ve-Design-Nut­zer­ober­flä­che schon fast Pflicht, um das Tool auf mög­lichst allen Devices sinn­voll nut­zen zu können.

Fazit

Unser Manage­ment war ange­nehm über­rascht, wie viel Geld sich ohne Leis­tungs­ein­bu­ße ein­spa­ren lässt. Und jeder ein­zel­ne Mit­ar­bei­ter freut sich jetzt, dass auf Dau­er durch die hohe Kos­ten­trans­pa­renz auch kei­ne Beschwer­den über unnö­ti­ge Kos­ten mehr mög­lich sind.

Wei­te­re Informationen

Wenn Sie mehr über das Werk­zeug erfah­ren möch­ten, mit dem wir die­se Ergeb­nis­se erzielt haben, fin­den Sie hier eine Kon­takt­adres­se.

PICCOCloud Ser­vice PICCO ist ein SaaS-Ange­bot von Fuji­tsu. Es kann ein­zeln bezo­gen wer­den, aber auch als Teil der umfas­sen­den Cloud-Manage­ment-Lösung „Fuji­tsu Cloud Ser­vices Manage­ment“ genutzt wer­den. Mehr Infor­ma­tio­nen zu „Fuji­tsu Cloud Ser­vices Manage­ment“ fin­den Sie unter: http://www.fujitsu.com/de/solutions/cloud/solutions/integration-platform/.

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