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Das vernetzte e‑Auto als Teil des Arbeitsplatzes der Zukunft

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Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Ein Bei­trag von Jens Bei­er, Petra Schä­fer und Anja Rothe.

Durch den Pan­de­mie-beding­ten Lock­down hat sich der beruf­li­che Tätig­keits­schwer­punkt vie­ler Men­schen ins Home­of­fice ver­la­gert. Dies ver­än­dert auch unse­re Sicht auf die Mobi­li­tät der Arbeit. Was kön­nen wir dar­aus zum Bei­spiel für die Ein­bin­dung des ver­netz­ten Fahr­zeugs in digi­ta­li­sier­te Arbeits­pro­zes­se ableiten?

New Work, …

die Digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on der Arbeit, das „neue Nor­mal” … Syn­ony­me gibt es vie­le! Es ist an der Zeit, über neue Per­spek­ti­ven zum The­ma „Office auf Rädern” nach­zu­den­ken. Dazu habe ich mit Anja Rothe, Busi­ness Deve­lo­p­ment Mana­ger Auto­mo­ti­ve & Mobi­li­ty und Petra Schä­fer, Mar­ke­ting Mana­ge­rin für Work Life Shift bei Fuji­tsu, gespro­chen.

Jens: Anja, wann waren unse­re Kollegen*innen mit ihrem Dienst­wa­gen das letz­te Mal auf dem Weg zu Kund*innen?

Anja: Das liegt in der Tat eine Wei­le zurück. Ent­spre­chen­de Lea­sing­ver­trä­ge gehen von Lauf­leis­tun­gen aus, die im Lock­down defi­ni­tiv nicht erreicht werden.

Jens: Das heißt doch im Klar­text: Öko­no­misch betrach­tet sind Fir­men­au­tos der­zeit eher eine Inves­ti­ti­ons­rui­ne für alle Betei­lig­ten. Ein Groß­teil der Arbeit fin­det doch woan­ders statt, nicht mehr auf der A5.

Petra: Das ist aber nicht die ein­zi­ge Lern­kur­ve aus Pan­de­mie und Lock­down. Denn wir haben auch eine tief­grei­fen­de Ver­än­de­rung von grund­le­gen­den Arbeits­pro­zes­sen erlebt ‒ Stich­wort Home­of­fice. Rich­tig ist: Man­che Berufs­grup­pen haben kei­ne Mög­lich­keit, von zu Hau­se aus zu arbei­ten. Aber das Aus­maß, in dem gan­ze Fir­men oder Abtei­lun­gen in kür­zes­ter Zeit umge­stellt wur­den und ihre Net­ze vom Fir­men­cam­pus in die Wohn­räu­me der Mitarbeiter*innen aus­ge­dehnt haben, konn­te sich nie­mand vorstellen.

Dazu kommt eine unge­ahn­te Tole­ranz für die hei­mi­sche Lebens­si­tua­ti­on der Kolleg*innen ‒ wenn sich bei­spiels­wei­se ein Kind wäh­rend eines Online-Mee­tings laut­stark bemerk­bar macht oder der Post­bo­te mehr­mals klin­gelt. Die gesam­te Pla­nung eines Arbeits­ta­ges rund um Home­schoo­ling-Ter­mi­ne, Mee­tings und Mit­tags­pau­se gestal­tet sich nun wesent­lich fle­xi­bler. Dies hat nicht nur mit dem The­ma Fami­lie zu tun, son­dern auch mit der ganz per­sön­li­chen Tages­ge­stal­tung wie etwa einer Jog­gin­grun­de am Mit­tag oder einem mor­gend­li­chen Fri­seur­be­such. Für die Arbeit im Unter­neh­men vor Ort oder bei Kun­den­be­su­chen sind unter­des­sen strengs­te Hygie­ne­re­geln einzuhalten.

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Wie sich der Arbeitsalltag an die neue Situation anpasst

Jens: Ist es nicht auch gut, dass wir qua­si zu unse­rem Glück oder zur Ein­sicht ­‒ je nach Per­spek­ti­ve ‒ gezwun­gen wur­den? Wie selbst­ver­ständ­lich waren frü­her „Face-to-Face”-Meetings, Tages­rei­sen mit mehr­stün­di­gen Fahr­ten und ver­gleichs­wei­se kur­zen Bespre­chun­gen sowie zahl­rei­chen Tele­fo­na­te wäh­rend eines Staus? Die­se Sze­na­ri­en lie­gen noch nicht lan­ge zurück! Es lässt sich nicht alles im Home-Office-Kon­zept abbil­den. Aber hin­sicht­lich unse­rer Busi­ness-Mobi­li­tät gerie­ten wir völ­lig aus der Balan­ce. Den­noch haben wir die Zeit gut genutzt! Was meinst Du, Petra?

Petra: Dem stim­me ich unein­ge­schränkt zu. Denn es hat sich nicht nur unse­re Art zu kom­mu­ni­zie­ren und zu arbei­ten in den letz­ten Jahr­zehn­ten grund­le­gend geän­dert. Auch üben vie­le Berufs­grup­pen schon lan­ge kei­ne 9‑to-5-Jobs mehr aus. Eine Anpas­sung dar­an war längst über­fäl­lig – auch unter dem Gesichts­punkt, dass der Mensch nicht nur für die Arbeit lebt, son­dern von einer gesun­den Balan­ce pro­fi­tiert. Gera­de für jun­ge Mitarbeiter*innen ist es essen­zi­ell, Beruf und Frei­zeit in Ein­klang zu brin­gen. Die moder­ne Tech­nik ermög­licht das schon lange.

Anja: „Balan­ce” – die­sen Gedan­ken möch­te ich noch ein­mal auf­grei­fen: Gehen wir davon aus, dass die Digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on der Arbeit in die­sem Tem­po wei­ter vor­an­schrei­tet. Dann ist die The­se zuläs­sig, dass das Fahr­zeug ­– wo nötig – in das Fir­men­netz ein­ge­bun­den ist. Auch müs­sen alter­na­ti­ve Verkehrsträger*innen wie etwa der ÖPNV in Zukunft eine per­for­man­te Infra­struk­tur für digi­ta­les Arbei­ten wie bei­spiels­wei­se ein sta­bi­les W‑LAN bereitstellen.

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Neue Anforderungen an die vernetzte Mobilität

Jens: Anja, wel­che Anfor­de­run­gen müs­sen aus Dei­ner Sicht min­des­tens erfüllt wer­den, damit die ver­netz­te Mobi­li­tät in Zukunft auch Teil eines ver­netz­ten Arbeits­plat­zes sein kann?

Anja: Ers­tens: 5G ist die Ant­wort auf den wei­ter dras­tisch anstei­gen­den Daten­ver­kehr. Die 5G-Tech­no­lo­gie eig­net sich für eine ultra­zu­ver­läs­si­ge Kom­mu­ni­ka­ti­on mit gerin­ger Latenz. Ein flä­chen­de­cken­des, per­for­man­tes 5G-Netz zählt daher defi­ni­tiv zur Pflicht ‒ nicht zur Kür.

Zwei­tens: Es müs­sen die gewohn­ten, für Note­book und Han­dy übli­chen Sicher­heits­stan­dards auch für das Auto gewähr­leis­tet wer­den. Gene­rell gewin­nen Ver­füg­bar­keit, Ver­net­zung, Eigen­tum und Schutz von Daten deut­lich an Rele­vanz. Die Nutzer*innen müs­sen über die Ver­wen­dung der Daten ent­schei­den kön­nen, unab­hän­gig davon, mit wel­chem Mobi­li­täts­mo­dus sie sich gera­de fortbewegen.

Und drit­tens ste­hen den Fahrer*innen bzw. Nutzer*innen durch Funk­ver­bin­dun­gen umfang­rei­che Info­tain­ment­funk­tio­nen zur Ver­fü­gung; das Fahr­zeug kann Updates der Firm­ware, Ver­kehrs­in­for­ma­tio­nen zur Steue­rung des Ver­kehrs­flus­ses oder hoch­prä­zi­se Kar­ten für auto­no­mes Fah­ren emp­fan­gen – vie­les davon kann also auch im Kon­text des ver­net­zen Arbeits­plat­zes gese­hen wer­den. Die­se Ver­net­zung bie­tet jedoch Ansatz­punk­te für unbe­rech­tig­te Zugrif­fe Drit­ter auf die Fahr­zeug­steue­rung. Damit das Ver­trau­en der Fahrzeugbesitzer*innen und –nutzer*innen nicht durch die Kom­pro­mit­tie­rung von Sys­te­men und Kom­po­nen­ten der Fahr­zeug­au­to­ma­ti­sie­rung (ins­be­son­de­re ihrer Sicher­heit und Ver­füg­bar­keit) ver­letzt wird, sind ent­lang des gesam­ten Lebens­zy­klus von Fahr­zeu­gen geziel­te Maß­nah­men zur Sicher­heit uner­läss­lich. Das wer­den Nutzer*innen von der ver­net­zen Mobi­li­tät zuneh­mend erwar­ten – und die Erfül­lung die­ser Erwar­tun­gen schafft natür­lich Akzeptanz.

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Chancen für eine bessere Work-Life-Balance

Jens: Petra, Unter­neh­men sind bei Fuji­tsu also in guten Hän­den, wenn sie sich mit neu­er, siche­rer und wirt­schaft­li­cher Arbeit beschäf­ti­gen. Hast Du noch ein Highlight?

Petra: Es wird wohl noch eine Wei­le auf den „Abstand” bei der Arbeit ankom­men. Wir kön­nen aber in der Zwi­schen­zeit für die Rück­kehr in die Büros und Fir­men schon Raum­kon­zep­te opti­mie­ren. Smart Working und Bor­der­less Office sind hier Schlag­wor­te, unter denen wir ganz kon­kre­te Ange­bo­te zusam­men­fas­sen. Auch Quan­tum Com­pu­ting und AI sind inno­va­ti­ve Tech­no­lo­gien, zu denen unser CTO Dr. Reger in sei­ner Key­note bei der Fuji­tsu Acti­va­te­Now gespro­chen hat. Im vor­lie­gen­den Ein­satz­sze­na­rio machen sie Sinn und leis­ten einen wert­vol­len Bei­trag. Es geht dabei um die Balan­ce, siche­re, wirt­schaft­li­che und auch gesün­de­re Arbeits­um­ge­bun­gen für die Mitarbeiter*innen zu schaffen.

Jens: Anja, was ist Dein High­light, „War­um Fuji­tsu?

Anja: Neben den von Petra bereits erwähn­ten, inno­va­ti­ven Lösun­gen lie­fern natür­lich unse­re fun­dier­ten Erfah­run­gen aus Japan einen ent­schei­den­den Mehr­wert für die Kund*innen im loka­len Markt. Zum einen füh­ren in Asi­en, so auch in Japan, Mega­trends oft­mals viel schnel­ler zu dis­rup­ti­ven Ver­än­de­run­gen der Mobi­li­täts­land­schaft ‒ vor allem in Metro­po­len wie Tokio. Zum ande­ren setz­te Fuji­tsu zum Bei­spiel im Herbst 2020 mit der Vor­stel­lung der Work Life Shift-Lösungs­sui­te ein ent­schei­den­des Zei­chen für das Arbei­ten in der „neu­en Nor­ma­li­tät”. Der Ansatz basiert auf der eige­nen Trans­for­ma­ti­on der Arbeits­plät­ze für die 130.000 Mitarbeiter*innen der Fuji­tsu-Grup­pe weltweit.

Außer­dem denkt Fuji­tsu auch hier nicht in Silos. Im Gegen­teil: Wir über­set­zen unse­re sek­tor­über­grei­fen­de Kun­den- und Nut­zer­ex­per­ti­se, bei­spiels­wei­se aus der öffent­li­chen Ver­wal­tung, der Auto­mo­bil­wirt­schaft und der Finanz­in­dus­trie, in ent­spre­chen­de, über­grei­fen­de Ange­bo­te. Wir sind also ganz im Ein­klang mit der Visi­on „Zukunft der Mobi­li­tät”, bei der wir tra­di­tio­nel­le Sek­tor­gren­zen in Öko­sys­te­men überwinden.

Reimagine – Die Mobilität der Zukunft gemeinsam gestalten …

ist unser Cre­do. Wir den­ken heu­te die Arbeit und ihre Mobi­li­tät neu und lie­fern dazu Ideen, die pas­sen­den Stra­te­gien, Tech­no­lo­gien und Lösun­gen. Mehr dazu lesen Sie hier.

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