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Data is King – oder die vier wichtigen „V” des Datenmanagements

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Jeden Tag grei­fen wir auf sie zurück und ohne sie kom­men wir oft nicht wei­ter. Egal ob beruf­lich oder pri­vat – in einer digi­ta­len Welt zäh­len Daten als kost­ba­re Wäh­rung. Oft­mals machen wir uns die Not­wen­dig­keit der Daten gar nicht mehr bewusst und auch die täg­lich gene­rier­te Men­ge über­steigt in den meis­ten Fäl­len unser Vor­stel­lungs­ver­mö­gen. Unser Kol­le­ge Marc Asim Soy­sal hat ein­mal einen Blick auf die­ses wich­ti­ge The­ma gewor­fen und erklärt, war­um wir ohne ein sau­be­res Manage­ment kei­ne der der­zeit herr­schen­den Her­aus­for­de­run­gen an die IT bewäl­ti­gen können. 

Digi­ta­li­sie­rung, Regu­lie­rung, Indus­trie 4.0, Akti­en­kur­se, Wet­ter­vor­her­sa­gen, Inter­net of Things, Com­pli­an­ce, IT-Sicher­heit oder bei­spiels­wei­se Fin­Tech – egal wel­ches The­ma einen gera­de umtreibt, ohne ein sau­ber auf­ge­setz­tes Daten- und Infor­ma­ti­ons­ma­nage­ment wird man kei­ne der oben genann­ten Her­aus­for­de­run­gen beherrschen.

Infor­ma­ti­on ist die Wäh­rung, die heu­te zählt und in Zukunft zäh­len wird – und das ist nicht nur im mone­tä­ren Sin­ne gemeint. Wer nicht weiß, mit den vier „V“ des Daten­ma­nage­ments umzu­ge­hen, wird das Nach­se­hen haben gegen­über dem Wett­be­werb, den Cyber-Kri­mi­nel­len und den Aufsichtsbehörden. 

Volume – Größe

Unge­ach­tet des­sen, wofür Infor­ma­tio­nen benö­tigt wer­den, muss im Vor­feld sicher­ge­stellt wer­den, dass die geeig­ne­ten Pro­zes­se, Sys­te­me und Infra­struk­tu­ren zur Ver­fü­gung ste­hen, um auch gro­ße Daten­men­gen zu ver­ar­bei­ten. Dabei spielt es kei­ne Rol­le, ob man auf frem­de Infra­struk­tu­ren zugreift (bspw. Cloud Ser­vices), oder eige­ne High Per­fo­mance oder Spei­cher­sys­te­me im Ein­satz hat – je nach Anwen­dungs­ge­biet. Die Pri­vat­per­son hat hier sicher­lich ande­re Anfor­de­run­gen, als der Betrei­ber von Echt­zeit­han­dels­platt­for­men im Hochfrequenzhandel.

Velocity – Geschwindigkeit

Die Geschwin­dig­keit in der Daten­ver­ar­bei­tung spielt eine wesent­li­che Rol­le. Man muss in der Lage sein, die rich­ti­gen Infor­ma­tio­nen zur rich­ti­gen Zeit, am rich­ti­gen Ort der rich­ti­gen Per­son anbie­ten zu kön­nen. Eine zen­tra­le Vor­aus­set­zung, um als Fin­Tech oder Ins­ur­Tech wahr­ge­nom­men zu wer­den. Denn dabei geht es nicht nur dar­um, Pro­zes­se neu auf­zu­set­zen oder Geschäfts­mo­del­le neu zu defi­nie­ren, son­dern im Wesent­li­chen dar­um, maß­ge­schnei­der­te Model­le für Indus­trien und Men­schen zu ent­wi­ckeln und anzu­bie­ten – und zwar in Real-Time, oder, je nach Anwen­dung, zumin­dest inner­halb weni­ger Augenblicke.

Variety – Vielfalt

Die Königs­dis­zi­plin in der Digi­ta­li­sie­rung. Woher kom­men die Infor­ma­tio­nen? Wer ist der Eigen­tü­mer die­ser Infor­ma­ti­on? Wie lie­gen sie vor? Wie kann ich die Daten ver­edeln, aus­wer­ten und wert­vol­ler für mich machen? Wel­che Daten sind in mei­nem Bestand, wel­che lie­gen öffent­lich vor und wel­che wei­te­ren Quel­len ste­hen zur Ver­fü­gung, um die zu ana­ly­sie­ren­de Daten­ba­sis zu ver­voll­stän­di­gen und die Aus­sa­ge­kraft und Belast­bar­keit der Aus­wer­tun­gen auf höchs­tes Niveau zu heben. Die Her­aus­for­de­run­gen hier sind rie­sig und in vie­len Tei­len weiß man noch nicht, wohin die Rei­se geht, da die Ana­ly­se und Aus­wer­tung von struk­tu­rier­ten, halb­struk­tu­rier­ten und unstruk­tu­rier­ten Daten in vie­len Indus­trien noch eine jun­ge Wis­sen­schaft ist. Manch­mal steht auch „nur“ der Daten­schutz oder die Regu­lie­rungs­be­hör­de im Weg.

Veracity – Wahrhaftigkeit

Möch­te man in der Lage sein, auf­grund der vor­lie­gen­den Infor­ma­tio­nen die rich­ti­gen Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, muss man dar­auf ver­trau­en, dass die­se Infor­ma­tio­nen auch rich­tig sind und der Wahr­heit ent­spre­chen. Um die­se Anfor­de­rung zu gewähr­leis­ten, müs­sen die Infor­ma­tio­nen – für die Pro­gram­me und Sys­te­me, auf denen die­se Infor­ma­tio­nen ver­ar­bei­tet wer­den gilt das im glei­chen Maße – fol­gen­de Vor­aus­set­zun­gen erfüllen:

  • Die Infor­ma­tio­nen müs­sen inte­ger sein, das heißt, sie müs­sen ver­läss­lich und nicht ver­fälscht sein.
  • Die Infor­ma­tio­nen müs­sen ver­füg­bar sein, das heißt, dass die Daten, Pro­gram­me und Sys­te­me funk­ti­ons­be­reit und vor­han­den sein müssen.
  • Die Daten müs­sen ver­trau­lich sein, das heißt, dass Unbe­fug­ten der Zugriff oder Zugang auf die Date, Pro­gram­me und Sys­te­me ver­wehrt sein muss.
  • Es darf kein Zwei­fel an der Authen­ti­zi­tät, also der Echt­heit der Daten herr­schen. Es müs­sen zwei­fels­frei die Her­kunft, der Urhe­ber und der Inhalt bestimm­bar sein.

Man kann zusam­men­fas­sen, dass das obers­te Ziel die Bei­be­hal­tung oder Her­stel­lung der „Digi­ta­len Sou­ve­rä­ni­tät“ ist, also über die vor­lie­gen­den Daten, Sys­te­me und Anwen­dun­gen kei­ne Unge­wiss­heit herr­schen darf.

Das Beherrschen der vier „V“ ist nur der erste Schritt hin zur Digitalisierung.

Da es in den sel­tens­ten Fäl­len einen har­ten Schnitt geben wird, sind die wei­te­ren Her­aus­for­de­run­gen der Digi­ta­li­sie­rung die Inte­gra­ti­on der sel­bi­gen in das bestehen­de Geschäfts­mo­dell, die Sicher­stel­lung des ROI (Return of Invest­ment), hier aber nicht nur die Sicher­stel­lung der finan­zi­el­len Amor­ti­sa­ti­on, son­dern auch der ope­ra­tio­nel­len Aus­wir­kung und die Sicher­stel­lung der Daten­qua­li­tät, der Daten­ak­tua­li­tät, der Daten­si­cher­heit und des Datenschutzes.

Auf den Punkt gebracht sind Daten also nicht nur Köni­ge, sie wer­den es auch in Zukunft bleiben!

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