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Die digitale Fertigung im Griff

Die digitale Fertigung im Griff - mit Fujitsu und SAP
Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

SAP AIN ermög­licht eine durch­gän­gi­ge, Cloud-basier­te Kol­la­bo­ra­ti­on in der Fer­ti­gung – Fuji­tsu unter­stützt bei der Umsetzung.

Um die Vor­tei­le einer durch­gän­gig digi­ta­li­sier­ten Fer­ti­gung in vol­lem Umfang zu nut­zen, ist der Ein­satz Cloud-basier­ter Sys­te­me für Unter­neh­men heu­te unver­zicht­bar. So kön­nen dar­über bei­spiels­wei­se neue Anwen­dun­gen ein­schließ­lich Front-End-Visua­li­sie­rung in agi­ler Wei­se und mit hohem Tem­po ent­wi­ckelt wer­den. Dabei las­sen sich über die Cloud ska­lier­ba­re Platt­for­men nut­zen, die für moder­ne Tech­no­lo­gien und Trends wie Big Data und maschi­nel­les Ler­nen aus­ge­legt sind. Unter­neh­men kön­nen hier­bei zunächst mit über­schau­ba­rem Auf­wand und einem Pro­of-of-Con­cept star­ten und dann schnell auf Betriebs­grö­ße ska­lie­ren. Zudem lässt sich der gesam­te Zyklus von der Ent­wick­lung bis zum Betrieb der Anwen­dun­gen nach Dev­Ops-Prin­zi­pi­en realisieren.

Die Cloud-Nut­zung in der Fer­ti­gung birgt jedoch auch eini­ge Her­aus­for­de­run­gen und Risi­ken. So las­sen sich bestehen­de Soft­ware-Land­schaf­ten meist nur schwer um Funk­tio­nen inner­halb der Soft­ware selbst erwei­tern. Beim Ein­satz von MES-Soft­ware müs­sen Gren­zen hin­sicht­lich Ska­lier­bar­keit und Ergän­zung um Funk­tio­nen für maschi­nel­les Ler­nen über­wun­den wer­den. Eine Her­aus­for­de­rung besteht dar­über hin­aus in der Har­mo­ni­sie­rung von Daten, die aus ver­schie­de­nen Quel­len und Anwen­dun­gen stam­men. Zudem sind die Sys­te­me meist starr und in sich geschlos­sen, was eine fle­xi­ble Ska­lie­rung behin­dert. Und nicht zuletzt ist es not­wen­dig, Pro­zes­se und Daten naht­los in bestehen­de Pro­duk­ti­ons­li­ni­en und Part­ner­netz­wer­ke inner­halb der Lie­fer­ket­te zu integrieren.

Sicherheit von IT und OT gewährleisten

Die größ­te Her­aus­for­de­rung beim Ein­satz von Cloud-Lösun­gen in der Fer­ti­gung besteht jedoch dar­in, die Sicher­heit der IT- und OT-Sys­te­me zu gewähr­leis­ten. So müs­sen digi­ta­li­sier­te Pro­duk­ti­ons­um­ge­bun­gen ver­läss­lich vor Bedro­hun­gen und Angrif­fen aus dem Cyber­space abge­schirmt wer­den, um sta­bi­le und kon­ti­nu­ier­li­che Fer­ti­gungs­pro­zes­se sicher­zu­stel­len. Erschwe­rend kommt hin­zu, dass Unter­neh­men tra­di­tio­nell ihr Geschäft und ihre ope­ra­ti­ven Funk­tio­nen getrennt ver­wal­ten. Die betriebs­wirt­schaft­li­chen Pro­zes­se wie ERP, CRM oder HR wer­den in der Regel von der Unter­neh­mens-IT unter­stützt, wäh­rend die Pro­duk­ti­ons­an­la­gen auf dem Shopf­loor mit Ope­ra­tio­nal Tech­no­lo­gy (OT) abge­bil­det und gesteu­ert wer­den. Im Zuge einer digi­ta­li­sier­ten Fer­ti­gung müs­sen die­se bei­den Wel­ten zusam­men­ge­bracht wer­den – und zwar auf allen Ebe­nen wie Men­schen, Pro­zes­sen und Tech­no­lo­gien. Dies bedeu­tet, dass auch die Cyber­si­cher­heit ganz­heit­lich betrach­tet wer­den muss. Fer­ti­gungs­un­ter­neh­men müs­sen daher gera­de im Hin­blick auf die Cloud-Nut­zung in ver­läss­li­che Sys­te­me für Cyber­si­cher­heit inves­tie­ren, um das gesam­te Digi­ta­li­sie­rungs­pro­jekt auf eine soli­de Basis zu stellen.

Mit SAP Intelligent Enterprise zur digitalen Fertigung

Um die Her­aus­for­de­run­gen der digi­ta­li­sier­ten Fer­ti­gung erfolg­reich zu meis­tern, unter­stützt SAP im Rah­men sei­nes Kon­zepts „Intel­li­gent Enter­pri­se” mit durch­dach­ten Tech­no­lo­gien. Den digi­ta­len Kern bil­det dabei SAP S/4HANA. Die Lösung bie­tet ein sta­bi­les Fun­da­ment, auf dem sich sämt­li­che Kern­pro­zes­se und ‑Funk­tio­nen abbil­den las­sen. SAP S/4HANA legt damit den Grund­stein für die Digi­ta­li­sie­rung aller Unter­neh­mens­be­rei­che. Bei der For­schung und Ent­wick­lung und im Engi­nee­ring bei­spiels­wei­se steu­ert die Lösung die gesam­te Pro­zess­ket­te. Die­se reicht von der Pro­dukt­ent­wick­lung und Pro­jekt­steue­rung über die klas­si­sche und erwei­ter­te Vari­an­ten­kon­fi­gu­ra­ti­on, die Ver­wal­tung von Unter­neh­mens­port­fo­lio und Pro­jek­ten bis hin zum Manage­ment des Pro­dukt­le­bens­zy­klus. Im Rah­men des Sup­ply-Chain-Manage­ments wer­den Inven­tar, Lager­hal­tung und Trans­port, Pro­duk­ti­ons­pla­nung, Bestands­füh­rung in Echt­zeit und der mehr­stu­fi­ge Waren­ein­gang abge­bil­det. Und in der Fer­ti­gung schließ­lich sorgt S/4HANA nicht nur für eine dyna­mi­sche, nach­fra­ge­ori­en­tier­te Mate­ri­al­be­darfs­pla­nung (MRP) in Echt­zeit. Auch las­sen sich damit opti­mier­te Pro­zes­se im Pro­duk­ti­ons­be­trieb, im Qua­li­täts­ma­nage­ment sowie in der erwei­ter­ten Pro­duk­ti­ons- und Lie­fer­pla­nung rea­li­sie­ren. SAP bie­tet hier­für in S/4HANA eini­ge Neue­run­gen und einen erwei­ter­ten Funktionsumfang.

Ein wei­te­res hilf­rei­ches Tool ist SAP Asset Intel­li­gence Net­work (AIN). Damit kön­nen Unter­neh­men eine durch­gän­gi­ge Kol­la­bo­ra­ti­on im gesam­ten Öko­sys­tem, ein­schließ­lich der Cloud, rea­li­sie­ren und steu­ern. Dies gilt bei­spiels­wei­se für den Digi­ta­len Zwil­ling, mit dem sich die kom­plet­te Sup­ply Chain vir­tu­ell abbil­den lässt. So pro­fi­tie­ren alle Betei­lig­ten der Pro­zess­ket­te, von den Rohstofflieferant*innen bis hin zu den Endkund*innen, von den viel­fäl­ti­gen Vor­tei­len der SAP AIN-Lösung. Damit las­sen sich nicht nur die enor­men Daten­men­gen (Big Data) effi­zi­ent ver­ar­bei­ten. Auch kann mit dem Sys­tem der digi­ta­le Zwil­ling der gesam­ten Sup­ply Chain erstellt, ver­wal­tet und über­wacht wer­den. Die Platt­form ermög­licht zudem die Kol­la­bo­ra­ti­on aller am Pro­duk­ti­ons­pro­zess Betei­lig­ten, von den Hersteller*innen, Lieferanten*innen und Anlagenbetreiber*innen, über Dienstleister*innen und Partner*innen bis hin zu Entwickler*innen, Produktdesigner*innen und Kund*innen. Sie fun­giert über­dies als Appli­ka­ti­ons­frame­work für die Erstel­lung von neu­en Ser­vices oder Apps und als Manage­ment-Tool für die kurz‑, mit­tel- und lang­fris­ti­ge Datenhaltung.

Mit SAP AIN komplettes Wartungsmanagement optimieren

SAP AIN bie­tet dar­über hin­aus vie­le wei­te­re Vor­tei­le: So lässt sich damit auch das kom­plet­te War­tungs­ma­nage­ment opti­mie­ren. Bei­spiels­wei­se kön­nen alle Betei­lig­ten auf einer gemein­sa­men, kon­sis­ten­ten Daten­ba­sis arbei­ten. Sämt­li­che Asset-Zustän­de und ‑Funk­tio­nen las­sen sich kon­ti­nu­ier­lich über­wa­chen. Dabei wer­den die Infor­ma­tio­nen zu allen Assets wie etwa Garan­tien und War­tungs­plä­nen in einem Cloud-Por­tal mit ein­deu­ti­ger Iden­ti­fi­zie­rung per Uni­que ID gespei­chert. Das Sys­tem stellt die Ein­heit­lich­keit, Voll­stän­dig­keit und Rich­tig­keit der geteil­ten Daten als Basis für die kor­rek­te, zuver­läs­si­ge Zusam­men­ar­beit mit allen Part­nern sicher. Über­dies kön­nen exter­ne Dienstleister*innen auf Basis der AIN-Daten das benö­tig­te Per­so­nal oder Ersatz­tei­le für anste­hen­de War­tungs­zy­klen zum ent­spre­chen­den Zeit­punkt bereit­stel­len. Zudem las­sen sich mit SAP AIN pro­fes­sio­nel­le Pre­dic­ti­ve-Main­ten­an­ce-Sze­na­ri­en umset­zen. So kön­nen durch fun­dier­te Daten­ana­ly­sen und früh­zei­ti­ge Gegen­maß­nah­men teu­re Aus­fäl­le und Maschi­nen­still­stän­de ver­hin­dert werden.

Und nicht zuletzt legt das Sys­tem die Basis für ein siche­res Netz­werk zur unter­neh­mens­über­grei­fen­den, Cloud-basier­ten Kol­la­bo­ra­ti­on und ver­bin­det dabei Hersteller*innen, Dienstleister*innen und Betreiber*innen. Dabei tei­len alle invol­vier­ten Par­tei­en ihre Daten über jedes ein­zel­ne Asset und die Anla­ge als Gan­zes, um Pro­zes­se in Echt­zeit zu opti­mie­ren und Best Prac­ti­ces zu defi­nie­ren. Nach dem Kon­zept des Co-Designs kön­nen Anbieter*innen in direk­ter Zusam­men­ar­beit mit Kund*innen und ande­ren Sta­ke­hol­dern im Öko­sys­tem die Pro­duk­te ver­bes­sern. So ent­steht Raum für krea­ti­ve Metho­den als Basis für Innovationen.

Fujitsu unterstützt mit ganzheitlichem Lösungsportfolio

Beim Ein­satz von SAP AIN unter­stützt Fuji­tsu Fer­ti­gungs­un­ter­neh­men mit einem ganz­heit­li­chen Lösungs­port­fo­lio aus Con­sul­ting und Imple­men­tie­rung. Dar­über hin­aus über­nimmt Fuji­tsu auch den Betrieb einer Pri­va­te Cloud sowie die War­tung, Opti­mie­rung und Ska­lie­rung des Sys­tems. Dank fun­dier­ter SAP-Kom­pe­tenz und lang­jäh­ri­ger Erfah­rung in der Fer­ti­gungs­in­dus­trie kann Fuji­tsu in allen Belan­gen der Digi­ta­li­sie­rung kom­pe­tent bera­ten und unter­stüt­zen. Dies gilt sowohl für die „Pflicht”, also die S/4HA­NA-Migra­ti­on als ers­ten Schritt und Kern sämt­li­cher Digi­ta­li­sie­rungs­pro­zes­se in der Fer­ti­gung, als auch für die gewinn­brin­gen­de Nut­zung von SAP AIN als „Kür”. Dabei ent­wi­ckeln die Fuji­tsu Exper­ten nach dem bewähr­ten Co-Design-Prin­zip in enger Zusam­men­ar­beit mit den Kun­den gemein­sa­me Lösungen.

Wie das kon­kret funk­tio­niert, demons­triert Fuji­tsu in sei­nem unter­neh­mens­über­grei­fen­den S/4HANA Trans­for­ma­ti­on Work­shop am 2. Febru­ar 2022. Die­ser bie­tet wert­vol­le Hil­fe­stel­lung und inspi­rie­ren­de Impul­se für einen ganz­heit­li­chen Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess in Rich­tung Digi­ta­li­sie­rung. Teilnehmer*innen kön­nen sich dabei zu lau­fen­den und geplan­ten S/4HA­NA-Pro­jek­ten aus­tau­schen und Chan­cen sowie Her­aus­for­de­run­gen der Trans­for­ma­ti­on dis­ku­tie­ren. Hier­bei neh­men die Akteur*innen die Per­spek­ti­ve ver­schie­de­ner Pro­jekt­be­tei­lig­ter und Sta­ke­hol­der ein. Pro­fi­tie­ren Sie von die­sem enor­men Wis­sens­vor­sprung und regis­trie­ren Sie sich hier für den Workshop.

Gelungene SAP S/4HANA-Migration

Wie Fuji­tsu die SAP S/4HA­NA-Migra­ti­on erfolg­reich beglei­ten kann, zeigt die Zusam­men­ar­beit mit dem Fern­lei­tungs­netz­be­trei­ber GASCADE. Dabei ana­ly­sier­te Fuji­tsu zunächst in einer umfang­rei­chen Vor­stu­die gemein­sam mit dem Kun­den den Zustand des vor­han­de­nen Sys­tems und die künf­ti­gen Anfor­de­run­gen. Dar­auf­hin ermit­tel­te Fuji­tsu den opti­ma­len Migra­ti­ons­pfad: Eine kom­plet­te Neu­im­ple­men­tie­rung auf Basis von SAP S/4HANA mit selek­ti­ver Daten­mi­gra­ti­on. GASCADE pro­fi­tier­te hier­bei von der bewähr­ten Fuji­tsu Xpress­Way-Metho­dik und konn­te den Zeit- und Bud­get­plan in vol­lem Umfang einhalten.

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