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Expert11: Künstliche Intelligenz gegen Ausschuss in der Produktion

Expert11: Künstliche Intelligenz gegen Ausschuss in der Produktion
Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

An einem hei­ßen Som­mer­tag lässt es sich am bes­ten am Was­ser aus­hal­ten. Da trifft es sich gut, dass wir den nächs­ten Fahr­gast unse­rer exper­t11-Tour am schö­nen Main abho­len. Gerald Bau­er war­tet bereits auf uns. Der Exper­te für Künst­li­che Intel­li­genz (KI) kann es kaum erwar­ten, ein­zu­stei­gen – sowohl in den VW T1 als auch in sein The­ma.

Wie auch unse­re ande­ren Fahr­gäs­te fra­gen wir Gerald, wen er ger­ne auf der noch frei­en Rück­bank mit­neh­men wür­de. Sei­ne Ent­schei­dung fällt schnell: Leo­nar­do da Vin­ci. Das Uni­ver­sal­ge­nie der Renais­sance erziel­te in vie­len unter­schied­li­chen Berei­chen umfang­rei­che For­schungs­er­geb­nis­se – wohl auch ein Ergeb­nis sei­ner Wiss­be­gier­de. Wiss­be­gier­de ist für Gerald Bau­er eben­falls ein gutes Stich­wort.

Vom Studium zur Love Parade

In sei­nem Stu­di­um der Infor­ma­tik hat er sich auf das The­men­ge­biet der Künst­li­chen Intel­li­genz spe­zia­li­siert. Er erin­nert sich noch genau an die ent­spre­chen­den Vor­le­sun­gen:

Den ers­ten Bezug zur KI hat­te ich dann im Haupt­stu­di­um. Da gab es eine Vor­le­sung, die hieß Soft Com­pu­ting, und da hat­ten wir zum ers­ten Mal Kon­takt mit Neu­ro­na­len Net­zen. Natür­lich haben wir damals nicht nur pro­gram­miert, son­dern auch noch alles mit Blei­stift und Papier gerech­net: Wel­che Daten schickt man in das Netz, wie pro­pa­gie­ren die Daten durch die Netz­struk­tur und was kommt letzt­end­lich aus dem Netz her­aus? Und wie kann so ein Netz eigent­lich selbst­stän­dig ler­nen und sich ver­bes­sern? Wir haben da sei­ten­wei­se gerech­net und ich fand das super span­nend. Und da habe ich gesagt: „Mensch, Gerald, das ist das, was du machen möch­test.”

Nach dem Stu­di­um folg­te die Pro­mo­ti­on am Deut­schen For­schungs­zen­trum für Künst­li­che Intel­li­genz in Kai­sers­lau­tern. Zeit­gleich grün­de­te er zusam­men mit einem Kol­le­gen ein Start­Up. Die­ses Start­Up beschäf­tig­te sich damit, wie Künst­li­che Intel­li­genz Kata­stro­phen wie bei der Love­pa­ra­de in Duis­burg im Jahr 2010 ver­hin­dern kann. Die KI wer­tet dabei Posi­ti­ons­da­ten von Smart­pho­nes aus und erstellt Model­le und Vor­her­sa­gen, an wel­chen Stel­len sich kri­ti­sche Men­schen­mas­sen bil­den kön­nen.

So lässt sich Künstliche Intelligenz effektiv einsetzen

Doch Künst­li­che Intel­li­genz lässt sich für noch weit­aus mehr ein­set­zen als „nur“ für Sicher­heit – zum Bei­spiel in der Früh­erken­nung von Krank­hei­ten im medi­zi­ni­schen Bereich. Auch im Unter­neh­mens­um­feld kann sie wert­vol­le Diens­te leis­ten und dabei hel­fen, Pro­duk­tio­nen zu opti­mie­ren und zu beschleu­ni­gen. Auch die Anpas­sung von Pro­duk­ten an dyna­mi­sche Gege­ben­hei­ten kann von KI unter­stützt wer­den. Dazu braucht es Sys­te­me, die schnell umler­nen und neue The­men bear­bei­ten kön­nen.

Expert11: Künstliche Intelligenz gegen Ausschuss in der ProduktionDer Weg zum Ein­satz Künst­li­cher Intel­li­genz besteht aus einer Rei­he ver­schie­de­ner Schrit­te. Der ers­te und wohl wich­tigs­te Schritt ist es, eine Daten­ba­sis zu erhal­ten – etwas, das vie­le Unter­neh­men, vor allem mit­tel­stän­di­sche, noch nicht besit­zen. So gibt es zum Bei­spiel in einer Fer­ti­gung eine gro­ße Men­ge an Aus­schuss. Es gibt auch einen Pro­zess für die Qua­li­täts­si­che­rung, der zur Aus­sor­tie­rung feh­ler­haf­ter Pro­duk­te führt. Doch die zugrun­de lie­gen­den Daten aus die­sem Pro­zess wer­den nur sel­ten in einer für KI-Sys­te­me nutz­ba­ren Form gespei­chert. Aber gera­de in die­sem Bereich haben KI-Sys­te­me ein gro­ßes Poten­zi­al und kön­nen eine Auto­ma­ti­sie­rung und eine signi­fi­kan­te Ver­bes­se­rung der Qua­li­täts­si­che­rung erzie­len.

Im zwei­ten Schritt geht es dann dar­um zu prü­fen, wie das not­wen­di­ge Wis­sen ins Unter­neh­men kommt. Gibt es unter den vor­han­de­nen Mit­ar­bei­tern kei­nen Exper­ten zum The­ma, kön­nen ver­schie­de­ne Frame­works hel­fen. Die­se ermög­li­chen eine ers­te Ori­en­tie­rung und einen leich­ten Ein­stieg ins The­ma. Eine bes­se­re Vari­an­te ist es jedoch, die benö­tig­ten Leis­tun­gen von extern zu holen – als Con­sul­ting von Leu­ten, die sich seit Jah­ren mit der Ein­füh­rung und Nut­zung von KI beschäf­tig­ten. Die­se ken­nen die Mög­lich­kei­ten und Chan­cen, aber auch die Her­aus­for­de­run­gen und mög­li­chen Stol­per­stei­ne meist sehr gut.

Sprechen Sie persönlich mit unserem Experten

Sie möch­ten per­sön­lich mit Gerald Bau­er dar­über spre­chen, wel­che Vor­tei­le Ihnen Künst­li­che Intel­li­genz in Ihrem Unter­neh­men brin­gen kann? Sie möch­ten erfah­ren, wie man schon heu­te einen ers­ten Blick in die Black­Box von KI Sys­te­men wer­fen kann um sicher­zu­stel­len, dass die Sys­te­me auch das gelernt haben, was Sie wol­len / erwar­ten?” Dann nut­zen Sie Ihre Chan­ce und buchen Sie Expert Talk Num­mer 21 auf dem Fuji­tsu Forum 2019.

Sie wol­len noch mehr über unse­ren Exper­ten erfah­ren und wis­sen, war­um er zum Inter­view Chop­sticks mit­ge­bracht hat? Dann sehen Sie sich doch unser Video-Inter­view mit Gerald Bau­er an:

Alle Bei­trä­ge die­ser Serie fin­den Sie übri­gens unter dem Schlag­wort „expert11“ hier in Fuji­tsu Aktu­ell.

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