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FUJITSU FlowSign: Ein Fall für’s Museum?

Fujitsu FlowSign: Ein Fall für’s Museum?
Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Stel­len Sie sich vor, Sie besu­chen ein Muse­um. Sie betre­ten einen Raum und vor Ihnen befin­det sich ein kost­ba­res archäo­lo­gi­sches Fund­stück – zum Bei­spiel der Nach­guss eines 1.000 Jah­re alten Dom­ge­läuts. Am Expo­nat fin­den Sie eine Infor­ma­ti­ons­ta­fel mit ein paar Fak­ten: die Bezeich­nung des Fund­stücks, viel­leicht wo es ent­deckt wur­de, was es damit auf sich hat. Sie sind neu­gie­rig gewor­den und wol­len mehr wis­sen? Dann holen Sie ein­fach Ihr Smart­pho­ne aus der Tasche – und rich­ten Sie es auf das Aus­stel­lungs­stück. Sofort erschei­nen auf Ihrem Dis­play wei­te­re Infor­ma­tio­nen: als Text, Bild und viel­leicht sogar als Video. Klingt futu­ris­tisch? Ein Pilot­pro­jekt im Archäo­lo­gi­schen Muse­um Ham­burg zeigt, dass die­se Mög­lich­keit bereits Rea­li­tät ist: Mit FUJITSU Flow­Sign.

Pilotprojekt im Archäologischen Museum Hamburg

Die Ursprün­ge des tra­di­ti­ons­rei­chen Archäo­lo­gi­schen Muse­ums Ham­burg rei­chen bis ins Jahr 1898 zurück. Aus dem dama­li­gen Muse­ums­ver­ein für den Stadt- und Land­kreis Har­burg ent­wi­ckel­te sich schließ­lich das Archäo­lo­gi­sche Muse­um Ham­burg als Lan­des­mu­se­um der Frei­en und Han­se­stadt Ham­burg. Der his­to­risch bedeu­ten­den Regi­on ver­pflich­tet, lie­gen die bei­den Samm­lungs­schwer­punk­te in der Archäo­lo­gie Nord­deutsch­lands sowie der Stadt­ge­schich­te Har­burgs. „Archäo­lo­gie ent­de­cken, erle­ben und ver­ste­hen“ – das ist das Mot­to des Muse­ums. Mit­tels „intel­li­gen­tem Licht“ bekommt die­ses Ent­de­cken und Erle­ben nun eine neue, durch Tech­no­lo­gie unter­stütz­te Dimen­si­on.

Die Vorstellung des Pilotprojekts Ende AprilEnde April wur­de im Bischofsturm, einer Außen­stel­le des Archäo­lo­gi­schen Muse­ums Ham­burg, ein Pilot­pro­jekt vor­ge­stellt, bei dem Flow­Sign das ers­te Mal in Euro­pa zum Ein­satz kommt. Der Bischofsturm ist das ältes­te erhal­te­ne Stein­ge­bäu­de der Ham­bur­ger Alt­stadt: er stammt aus dem 12. Jahr­hun­dert. Mit einer spe­zi­el­len App kön­nen sich Besu­cher dort jetzt per Smart­pho­ne durch den Aus­stel­lungs­raum navi­gie­ren und im Kel­ler des Gebäu­des am Speers­ort fünf der aus­ge­stell­ten Objek­te ganz neu „ent­de­cken“. Bei der Vor­stel­lung des Pilot­pro­jekts am 25. April erklär­ten Prof. Dr. Rai­ner-Maria Weiss, Direk­tor des Archäo­lo­gi­schen Muse­ums Ham­burg, und Andre­as Hen­nig, Direc­tor Public Sec­tor VC Nord bei Fuji­tsu, die neue Tech­no­lo­gie und beant­wor­te­ten Fra­gen zum Pro­jekt.

So funktioniert FlowSign

Die App zu FlowSignFlow­Sign ermög­licht es, den Muse­ums­be­su­chern – ohne umfang­rei­che Instal­la­tio­nen direkt am Objekt – wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Aus­stel­lungs­stück zur Ver­fü­gung zu stel­len. Die paten­tier­te Tech­no­lo­gie ver­knüpft mit­tels „intel­li­gen­tem Licht“ digi­ta­le Infor­ma­tio­nen mit rea­len Objek­ten. Das Flow­Sign-Sys­tem ver­fügt dabei über eine LED-Licht­quel­le, die auf ein Aus­stel­lungs­stück gerich­tet ist – zum Bei­spiel den ein­gangs erwähn­ten Nach­guss des 1.000 Jah­re alten Dom­ge­läuts. In die­sen LED-Licht­strahl sind, für das mensch­li­che Auge unsicht­bar, digi­ta­le Infor­ma­tio­nen ein­ge­bet­tet, die das jewei­li­ge Expo­nat betref­fen: die „Chro­mi­nanz­punk­te“.

Der zwei­te Bestand­teil des Sys­tems ist eine App, die die Besu­cher auf ihrem Smart­pho­ne instal­lie­ren. Mit­tels Smart­pho­ne-Kame­ra kön­nen sie dann das illu­mi­nier­te Aus­stel­lungs­ob­jekt scan­nen. Die App erkennt anhand der Chro­mi­nanz­punk­te auto­ma­tisch die ID des Objekts und ruft die damit ver­bun­de­nen Infor­ma­tio­nen auf. Das Ergeb­nis: Die Besu­cher erhal­ten direkt am Aus­stel­lungs­stück wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen – von Tex­ten über Vide­os und 360°-Ansichten bis hin zu einer mög­li­chen „Arte­fakt-Schnit­zel­jagd“.

FlowSign: kein Fall nur fürs Museum

Wie das kon­kre­te Bei­spiel in Ham­burg zeigt: Die neue Tech­no­lo­gie macht es in Muse­en mög­lich, Geschich­te noch authen­ti­scher zu erle­ben. Doch auch dar­über hin­aus erge­ben sich im All­tag zahl­rei­che wei­te­re Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten: Ohne eine Such­ma­schi­ne zu bemü­hen, könn­ten Anwen­der direkt über öffent­lich illu­mi­nier­te Lein­wän­de und Objek­te sowie über das hei­mi­sche TV-Bild Infor­ma­tio­nen erhal­ten, Bestel­lun­gen täti­gen, Fra­gen beant­wor­ten, etc.. Es las­sen sich Stadt­plä­ne mit Sehens­wür­dig­kei­ten auf­zei­gen, Urlaubs­do­mi­zi­le erkun­den, Rei­se­bu­chun­gen vor­neh­men, Tele­kol­leg-Unter­richts­stun­den ver­tie­fen, Kon­zert­kar­ten reser­vie­ren oder Details zu einem Pro­dukt auf­ru­fen, das gera­de in einer Live­show prä­sen­tiert wird. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu Flow­Sign fin­den Sie in unse­rem Info-Fly­er.

Sie möch­ten Flow­Sign ein­mal selbst tes­ten? Dann besu­chen Sie doch die Außen­stel­le des Archäo­lo­gi­schen Muse­ums Ham­burg, den Bischofsturm.

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