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Fujitsu Perspectives — der Weg in die Nachhaltigkeit birgt mehr Facetten als bloßes Energie sparen

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Nach­haltigkeit ist ein Schlag­wort, das gegen den Raub­bau an natür­lichen Ressourcen gerichtet ist und das immer mehr einen ernst zu nehmenden Fak­tor in unser­er Wirtschaft darstellt. Doch der Begriff ist nicht neu. Bere­its 1713 for­mulierte Hans Carl von Car­lowitz (1645 — 1714) in seinem Werk „Sylvi­cul­tura oeco­nom­i­ca” erst­mals den Gedanken der Nach­haltigkeit. Sein Prinzip beruhte auf ein­er ein­fachen Gle­ichung: Wir kön­nen immer nur so viel Holz ver­brauchen, wie wir wieder auf­forsten kön­nen. Bis heute stellt das The­ma Nach­haltigkeit Unternehmen vor große Her­aus­forderun­gen. Wie Andrew Lewis in seinem englis­chsprachi­gen Beitrag fest­stellt, steckt hin­ter diesem Begriff eben weit mehr als eine ein­fache Rech­nung.

Energie sparen allein reicht auf Dauer nicht

NachhaltigeitViele Facetten spie­len eine Rolle, wenn sich Unternehmen auf den Weg in die Nach­haltigkeit machen. Ohne motivierte Mitar­beit­er zum Beispiel brauchen wir den ersten Schritt gar nicht erst zu gehen. Langfristig gese­hen kom­men wir nur ans Ziel, wenn wir dieses sowohl auf der sozialen als auch auf der wirtschaftlichen Ebene ver­ankern. Was aber bedeutet das genau für Unternehmen? Energie sparen allein reicht auf Dauer nicht. Um echte Nach­haltigkeit zu erzie­len, müssen wir uns bre­it­er auf­stellen. Ohne die Kosten und sowohl die ökol­o­gis­chen als auch die sozialen Auswirkun­gen zu berück­sichti­gen, kön­nen wir nicht erwarten, das Wirtschaftswach­s­tum in Zukun­ft weit­er voranzutreiben.

In diesem Punkt sind sich Andrew Lewis und Hans Carl von Car­lowitz einig: wir kön­nen nur soviel Holz ver­brauchen, wie wir wieder auf­forsten kön­nen. Dabei müssen wir uns auf drei Fak­toren statt auf einen konzen­tri­eren. Nach­haltigkeit sei eben keine Ergänzung, auf die wir zur Not verzicht­en kön­nen, das macht Andrew Lewis deut­lich. Vielmehr spie­len ökonomis­che, soziale und ökol­o­gis­che Maß­nah­men eine rich­tungsweisende Rolle für die Zukun­ft. Um klar zu definieren, wohin die Reise gehen soll, müssen Führungskräfte ihre Strate­gien zunächst ein­mal in eine Sprache über­set­zen, die alle Mitar­beit­er ver­ste­hen. Mit anderen Worten: es braucht gute Verkehrss­childer, damit alle ihr Ziel erre­ichen. Als Team.

Nur wenn alle die Verkehrsschilder lesen können, kommen auch alle ans Ziel

Wie aber gelingt uns das? Andrew Lewis zufolge müssen wir dafür in Zukun­ft Begriffe mit ein­er weitre­ichen­den Bedeu­tung in unsere Strate­gie mit ein­beziehen. „Naturkap­i­tal”, „gesellschaftliche Auswirkun­gen” und „Leben­squal­ität” wer­den in Zukun­ft eine Rolle spie­len. Zum Beispiel muss uns klar sein, dass die Leben­squal­ität mehr als lei­det, wenn Ressourcen wie Nahrung und Wass­er nicht mehr zur Ver­fü­gung ste­hen wür­den. Um unsere Sit­u­a­tion bezüglich aller Para­me­ter der Nach­haltigkeit beurteilen zu kön­nen, brauchen wir nach Andrew Lewis aus­sagekräftige, mess­bare Werte. Doch nicht alles lässt sich in nüchter­nen Zahlen messen und hier stoßen Unternehmen auf die ersten Schwierigkeit­en. Ein CO2-Wert beste­ht aus Zahlen, aber wie ste­ht es mit der gesellschaftlichen Auswirkung ein­er Strate­gie? Wie messen wir einen sozialen Fak­tor?

NachhaltigkeitAus diesem Grund brauchen Unternehmen eine Sprache für alle und darüber hin­aus motivierte Mitar­beit­er, die diese Werte in weit­ere Kreise tra­gen. Dieser Ansatz bezieht sich nach Andrew Lewis auch nicht auf die näch­sten drei, son­dern auf die näch­sten 30, vielle­icht sog­ar 50 Jahre. Nach­haltigkeit gilt in Japan nicht als Son­der­fall, son­dern als Teil eines har­monis­chen Lebens mit der Natur. Als japanis­ches Unternehmen schaut Fujit­su daher weit in die Zukun­ft und arbeit­et an mit­tel­fristi­gen Zie­len, um das langfristige zu erre­ichen. Eines dür­fen wir dabei nicht vergessen. Egal was wir tun, das „wir” und eine klar ver­ständliche Kom­mu­nika­tion zählen. Für Unternehmen bedeutet diese Per­spek­tive eine langfristige Ver­ant­wor­tung — die Fujit­su akzep­tiert und lebt.

IKT als essentieller Teil von Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit Infor­ma­tions- und Kom­mu­nika­tion­stech­nolo­gie (IKT) trägt diese Ver­ant­wor­tung mit. Wie sie das tut, lässt sich eben doch wieder an nüchter­nen Zahlen fest­machen. So trägt zum Beispiel Cloud Com­put­ing zu ein­er besseren Energieef­fizienz bei. Die Fortschritte der Branche in den let­zten Jahren bele­gen eine  zukün­ftig pos­i­tive Bilanz, die sich auf alle Bere­iche des Lebens auswirkt. Bis zum Jahr 2030 lassen sich die CO2-Emis­sio­nen um bis zu 20 Prozent ver­ringern, sagt der Smarter2030 Report voraus, den Lewis in seinem Beitrag auf­greift. Dem­nach kön­nten wir bis zu 300 Tril­lio­nen Liter Wass­er pro Jahr sparen. Für die Wirtschaft ergibt diese Bilanz ein Plus von über 11 Bil­lio­nen Dol­lar. Mit IKT lassen sich die weltweit­en Ern­teerträge um bis zu 30 Prozent erhöhen.

Den­noch bleiben für die Zukun­ft noch viele Fra­gen offen. Um Antworten zu find­en, müssen wir alle Facetten der Nach­haltigkeit betra­cht­en. Wir bei Fujit­su sehen das The­ma Nach­haltigkeit nicht als Her­aus­forderung — son­dern als echte Chance.

Mehr Perspektiven — alle Facetten der Digitalisierung auf den Punkt

Sie möcht­en mehr wis­sen? Auf unser­er Inter­net­seite „Fujit­su Per­spec­tives” beleucht­en wir die Dig­i­tal­isierung regelmäßig aus ver­schiede­nen Per­spek­tiv­en. Bis­lang sind auf Fujit­su Aktuell fol­gende Beiträge erschienen:

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