Benjamin Zeller

Benjamin Zeller

Wir gratulieren unserem Kollegen Benjamin Zeller zum Gewinn des „Young Engineers Award“!

Benjamin entwickelte ein hocheffizientes 65-W-Netzteil für ein PC Mainboard und reichte dies als Beitrag für den Award ein. Der Preis wurde während der PCIM Europe 2014 verliehen, welche die international bedeutendste anwenderorientierte Konferenz zum Thema Leistungselektronik ist. Sie rückt Zukunftsthemen wie regenerative Energiegewinnung, Elektromobilität und Energiemanagement in den Vordergrund.

Wir waren neugierig und fragten Benjamin im Interview u. a., wie die Entwicklung des Netzteils vonstatten ging und wie lange er dafür brauchte.

Hallo Benjamin, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast für das Interview. Wie lange arbeitest Du schon bei Fujitsu und wie kamst Du zu uns?

Ich habe bereits während meines Studiums als Praktikant und Werkstudent einige Zeit bei Fujitsu in der Stromversorgungsentwicklung am Standort Augsburg verbracht. Nach meinem Abschluss und einem kurzen Zwischenstopp bei einem anderen Arbeitgeber bin ich über einen netten Zufall auf eine ausgeschriebene Stelle meines damaligen und heutigen Chefs in derselben Abteilung aufmerksam geworden. Dort arbeite ich nun seit etwas mehr als drei Jahren an der Entwicklung von auf dem Mainboard integrierten Netzteilen.

Was hat Dich dazu bewogen, ein hocheffizientes Netzteil zu entwickeln?

Dafür werde ich bezahlt … nein, Spaß: Zu Beginn stand natürlich die Produktidee – nicht von mir –, einen extrem kleinen, sparsamen und schicken Bürorechner zu entwickeln, der sich vom hochstandardisierten PC-Markt abheben sollte. Ein besonderes Merkmal ist das integrierte Netzteil, mit dem Fujitsu und die ESPRIMO Q Serie bis heute einzigartig sind.

Für unsere Kunden steht neben der Leistung eine hohe Effizienz ganz oben auf der Anforderungsliste für ein Netzteil. Mit diesem Hintergrund und meinem eigenen Bestreben immer 100% aus den vorhandenen Ressourcen zu holen, ist dieses hocheffiziente Netzteil entstanden.

Wie lange hast Du daran gearbeitet?

Bis die erste Generation des Netzteils zur Marktreife gebracht war, hat es etwa neun Monate gedauert. Die Weiterentwicklung für die zweite Generation, die auch Grundlage für den Award war, ist nach sechs Monaten in Serie gegangen.

Wer hat Dich dabei unterstützt?

Da muss ich natürlich meinen besonderen Dank an die Kollegen aus meiner Abteilung richten, die ausnahmslos alle einen riesigen Erfahrungsschatz haben und immer voller innovativer Ideen stecken. Hier entstand beispielsweise schon das Konzept des 0-Watt-PCs. In so einer Umgebung seine ersten Entwicklungsschritte zu machen, prägt äußerst positiv!

Was sind genau die Vorteile des Netzteils und wofür kann es eingesetzt werden?

Die bereits erwähnte hohe Energieeffizienz ist besonders für das Szenario des normalen Bürobetriebs optimiert und ist somit die Grundlage für eine niedrige Stromaufnahme des gesamten Systems. Neben mehreren anderen Vorteilen ist die hohe Lebensdauer hervorzuheben. Es wird in unseren Produkten ESPRIMO Q, X und dem FUTRO X als Zwischenstufe zur Energieversorgung der Systemkomponenten wie CPU, Speicher und Festplatte, eingesetzt.

Und wie funktioniert es?

Nun muss es zwangsweise etwas technischer werden … die aus der Steckdose zur Verfügung stehende 230-V-Wechselspannung wird gleichgerichtet und anschließend über einen mit hoher Frequenz getakteten isolierten Schaltwandler in eine 20-V- bzw. 12-V-Ausgangsspannung umgewandelt.

Was hat die Jury als Begründung dafür genannt, Dich als Preisträger auszuwählen?

Neben der äußerst hohen Effizienz in dieser Geräteklasse basiert das Konzept meines eingereichten Papers darauf, dass es selbst in der heutigen Zeit mit einem aus Entwicklungs- und Fertigungssicht asiatisch dominierten Markt noch möglich ist, mit europäischer Expertise solch ein Produkt mit hoher Stückzahl in Augsburg/Europa zu entwickeln und zu fertigen.

Genau diese Themen haben auch bei der Jury gepunktet.

Wie sah der Preis aus?

Im Rahmen einer Preisverleihung bei der Energietechnikmesse PCIM wurden mir eine Urkunde, ein sehr schöner Pokal und ein noch schöneres Preisgeld überreicht!



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