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Das Internet der Dinge ist bereits jetzt schneller voran geschritten, als wir es uns vor einigen Jahren überhaupt vorstellen konnten. Und die Prognosen zu den in fünf Jahren miteinander vernetzten Dinge bewegen sich in Spannen von 12 bis 212 Milliarden – Tendenz steigend. Wie sehr sich unsere Welt schon verändert hat und noch verändern wird, stelle Rupert Lehner, Geschäftsführer Deutschland, Vice President & Head of Sales Central Europe, Fujitsu in seiner Keynote gestern Abend um 18.00 Uhr auf dem Fujitsu Forum schnell klar. Es ging dabei nicht nur um die Chancen in einer digitalen Welt, sondern auch um die Risiken, die eine Hypervernetzung mit sich bringt. Wussten Sie, dass eine harmlose E-Zigarette ein ganzes Firmennetz infizieren kann?

Die Digitalisierung aussitzen zu wollen, ist für Rupert Lehner keine Option, die der Markt gestatten würde. Ob wir es wollen oder nicht – das Internet der Dinge wird zukünftig ein zentraler Bestandteil unseres Lebens und Handels sein. Für IT-Verantwortliche bedeutet das: wer seine Systeme zu weit öffnet, kann zum Angriffsziel werden. Wer sich hingegen der Digitalisierung verschließt, wird vom Markt verschwinden. Alle Geschäftsprozesse basieren auf einer immer stärkeren Vernetzung von Menschen, Dingen und Maschinen. IT-Verantwortliche stehen somit vor dem Spagat, die sich überall durchsetzenden digitalen Prozesse zu unterstützen und auszubauen sowie auf der anderen Seite für die notwendige Sicherheit, das Vertrauen und den Datenschutz zu sorgen. Wie aber kann uns das gelingen?

Der Trend geht nicht zum Patentrezept, sondern zu einer Mischung 

Zunächst müssen Unternehmer Rupert Lehner zufolge eine Entscheidung treffen: die klassische make-or-buy-Entscheidung. „Buy“ stehe dabei mittlerweile in den meisten Fällen für die Cloud, die in den unterschiedlichsten Betriebsmodellen in der IT-Welt Einzug hält. Der Trend gehe zu einem bunten Mix aus all diesen Modellen – zu Hybrid IT. Gründe gebe es dafür viele, auf drei ging Rupert Lehner genauer ein. Für Hybrid-IT sprechen die Kosten und die Flexibilität. 70 bis 80 Prozent des IT-Budgets eines Unternehmens stecken in der Aufrechterhaltung des Status Quo, damit bleiben lediglich 20 bis 30 Prozent für Innovationen und Weiterentwicklung. Als weiteren Grund nannte Lehner den Fachkräftemangel. Geeignetes Personal stellen zu können, gestalte sich immer schwieriger. Welchen Stellenwert die Themen „Cloud“ und  „Hybrid IT“ mittlerweile einnehmen und den Trend zum „Mix“ demonstrierte Rupert Lehner am Beispiel der Kunden VBH und SupplyOn.

Unabhängig davon, welches Betriebsmodell zum Einsatz kommt – Daten stehen den Unternehmen heute jede Menge zur Verfügung und das Datenvolumen wächst jeden Tag rasant. Gerade einmal fünf Prozent der ihnen zur Verfügung stehenden Daten werten Unternehmen laut Lehner heute aus. Wirkliches Potential liege demzufolge in den Big Data Analysen. Zum Beispiel für Onlineshop-Betreiber: 70 Prozent ihrer Bestellungen brechen Kunden ab, obwohl die Ware bereits im Warenkorb liegt. Mit Echtzeit-Analysen könnten Betreiber rechtzeitig Impulse setzen, um den Kauf abzuschließen. Echtzeit sei gefragt, um den maximalen Wert zu erzielen.

Wenn sich Dinge vernetzten, entsteht ein „gewisser Wildwuchs“

In der rasant wachsenden Datenmenge, den „Siegeszug der intelligenten Maschinen“ und den sich vernetzenden Dingen liegen jedoch nicht nur unglaublich Potentiale, sondern auch Gefahren. Alle Systeme die online sind, können von überallher angegriffen werden. Am Beispiel eines beängstigenden und beeindruckenden Szenarios zeigte Rupert Lehner, welche Ausmaße digitale Angriffe nehmen können. Angreifer verschafften sich Zugriff auf das Büronetz eines Stahlwerkes und arbeiteten sich bis in das Produktionsnetz vor. Gezielt setzten die Hacker Steuerungskomponenten außer Kraft. Schließlich konnten die Mitarbeiter einen Hochofen voll mit flüssigem Stahl nicht mehr kontrollieren. Ein zerstörter Ofen und ein Schaden in Millionenhöhe blieben als traurige Bilanz des Hackerangriffs am Ende übrig. Angriffe auf Stromnetze könnten sogar ganze Regionen und Länder lahmlegen. Vor dem so genanten „Black Out“ warnen Sicherheitsexperten eindringlich.

Damit es gar nicht erst zu solchen Szenarien kommt, arbeitet Fujitsu mit Hochdruck an den Themen Sicherheit und Vertrauen. Wie Sicherheit im Rechenzentrum aussehen kann und was er mit einem „gewissen Wildwuchs“ im Bezug auf vernetzte Dinge meint, sehen Sie im oben eingebundenen Video. Genießen Sie eine halbe Stunde voller Impulse, Informationen und Innovationen – mit Rupert Lehner auf dem Fujitsu Forum 2015. Wie könnte unsere Zukunft aussehen? 12 bis 210 Milliarden vernetzte Dinge, die untereinander automatisch kommunizieren – in jedem Fall stoßen wir in Dimensionen vor, die wir so noch nicht erfassen können. Willkommen in der Zukunft.

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