Dr. Dieter Steiner

Dr. Dieter SteinerDr. Dieter Steiner, Geschäftsführer des Secure Service Providers SSP EUROPE GmbH mit Sitz in München, gehört zu den Cloud-Pionieren des Landes. Sein Unternehmen erwirtschaftete einen Rekordumsatz im SaaS-Umfeld, u.a. mit Software zum sicheren Datentransfer übers Internet. SSP Europe ist mit mehreren Angeboten im Fujitsu Cloud Store vertreten.

Herr Dr. Steiner, Sie haben im Jahr 2011 fünf Millionen Euro Umsatz im Cloud- bzw. Software-as-a-Service-Umfeld erzielt. Eine sensationelle Leistung. Wann sind Sie ins SaaS-Geschäft eingestiegen?

Das war Anfang 2008. SSP Europe ist eine Ausgründung aus dem IT-Security-Unternehmen A.P.E. GmbH. Wir haben unseren Umsatz seitdem jährlich verdoppelt. Letztes Jahr haben wir nochmal einen kräftigen Schub erfahren. Jeder spricht zwar von der Cloud, aber im Business-Umfeld gibt es noch nicht so viele Firmen, die auch nennenswerte Umsätze damit erzielen. Ich denke, das liegt auch daran, dass viele Unternehmen noch abwarten.

War Ihnen klar, dass sich SaaS derart durchsetzen würde und Sie so einen großen Erfolg damit haben würden?

Also, mir war zumindest klar, dass hier die Zukunft des IT-Betriebs liegen würde. Schließlich liegen die Vorteile absolut auf der Hand. Was uns jetzt zugutekommt, sind einige Jahre Pionierarbeit, so dass wir inzwischen die Vorbehalte von Cloud-Computing gut ausmerzen konnten.

Wie haben Sie es denn geschafft, diese Bedenken von Anwenderseite auszuräumen?

Man muss als Lösungsanbieter eben darauf hören, was der Kunde will. Kunden sagen schon lange: „Ich will die Flexibilität einer monatlichen Abrechnung. Ich will User dazu- und wieder abbuchen können. Ich will nicht drei Jahre im Voraus die Lizenzkosten zahlen, denn ich weiß ja gar nicht, ob ich die im vollen Umfang benötige.“ Diesen Kundenwünschen sind wir nachgekommen. Dazu haben wir als noch kleines Start-up-Unternehmen in den Jahren 2008 und 2009 einen siebenstelligen Betrag in eine sichere Rechenzentrums-Infrastruktur investiert. Damit konnten wir SaaS sofort auf hohem Niveau anbieten. Die von uns damals schon gebotene Flexibilität hat gleich für Vertrauen gesorgt. Zudem haben wir uns früh mit dem Thema IT-Compliance beschäftigt und unsere Produkte immer wieder optimiert.

Gibt es dennoch Fehler, die Sie am Anfang gemacht haben und aus denen Sie gelernt haben? So viele können es ja nicht gewesen sein …

Natürlich haben wir uns auch das ein oder andere blaue Auge geholt. Fehler in dem Sinne haben wir wohl tatsächlich nicht gemacht. Das einzige war vielleicht der Aufbau eigener Server- und Speicher-Ressourcen. Wir sind ja ein Software-Anbieter und als solcher sollte man sich ganz auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Der Aufbau von Rechenzentrums-Kapazitäten zog anfangs aber auch die Notwendigkeit mit sich, entsprechendes Know-how vorzuhalten – verbunden mit den entsprechenden Kosten. In diesem Jahr hätten wir unsere Hardware wieder modernisieren müssen mit einem sechsstelligen Betrag …

… und dann haben Sie von dem Fujitsu Cloud Store gehört.

Genau, da war es uns sehr willkommen, mit Fujitsu einen Partner zu haben, der uns von dieser Rechenzentrums-Thematik entlastet. So müssen wir diese Investitionen nicht tätigen und können über das Revenue-Share-Modell vom Fujitsu Cloud Store inklusive der Infrastruktur profitieren und unsere Kapazitäten ganz auf die Optimierung unserer Software verwenden. Nach und nach werden wir alle unsere Angebote über das Cloud-Rechenzentrum von Fujitsu laufen lassen und können unseren Kunden eine hochsichere Basis für unsere Cloud-Angebote zur Verfügung stellen.

Cloud – aber klar! Welche Cloud-Lösung lohnt sich für wen? Wie entwickelt sich die Cloud-Technologie weiter? In diesem Fujitsu-Blog präsentieren wir aktuelle Trends, Experten und Events. Viele weitere Informationen wie WebTVs, Datenblätter und Links finden Sie in der Cloud Mediathek.


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