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Design Thinking-Workshop nach der HXD-Methode von Fujitsu beim Digitalgipfel der Bundesregierung in Nürnberg

Design Thinking-Workshop nach der HDX-Methode von Fujitsu beim Digitalgipfel der Bundesregierung in Nürnberg
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In zweieinhalb Stunden zu fünf Konzepten für eine bessere Kommunikation zwischen Bürgern, Verwaltungen und der Wirtschaft.

Ute Umzug, Gerhard Gewiss, Bettina Bau, Manfred Netz und Sarah Sicher. Die eine ist bequem und souverän, der andere gewissenhaft und sinnsuchend. Die eine will den Aufwand gering halten und sucht nach Mehrwerten, der andere sucht nach guten Mitarbeitern und will rechtliche Regulierungen abbauen. Und wieder eine andere ist korrekt und geschäftstüchtig und stellt die Sicherheit an die erste Stelle.

So unterschiedlich die Motive, Interessen und Bedürfnisse auch sind, alle haben ein Problem. Bei einem Umzug werden zahlreiche unterschiedliche Prozesse in Verwaltung und Wirtschaft angestoßen. Diese laufen unkoordiniert nebeneinander, es werden immer wieder dieselben Daten erfasst, einige Prozesse werden digital unterstützt, andere laufen analog. Die Plattform „Digitale Verwaltung und öffentliche IT“ des Digitalgipfels der Bundesregierung hat in einem von Fujitsu organisierten Design-Thinking-Workshop nach Wegen aus diesem Dilemma gesucht – aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Es ging darum, Mehrwerte einer sicheren Verknüpfung von dezentralen Datenbeständen für unterschiedlichen Beteiligten am Beispiel der „Lebenslage Umzug“, erfolgreich nutzbar zu machen.

Die heutige Situation ist unbefriedigend: Bürger, Verwaltung, und Wirtschaft haben einen hohen manuellen Aufwand, vorliegende Daten werden nicht allen berechtigten Beteiligten verfügbar gemacht. Alle Beteiligten verlieren Zeit durch unproduktive Arbeit, die Fehleranfälligkeit wird erhöht, die Verfahren laufen langsam.

Enorm war es, welche Kreativität in nur 2,5 Stunden zielgerichtet freigesetzt wurde. Denn die Ansprüche waren hoch: 80 Prozent der Bürger sollen mit den neuen Prozessen innerhalb der ersten zwei Jahre messbar zufriedener sein als in der Vergangenheit. Alle Beteiligten, also Bürger, Verwaltungen, Wirtschaft und Politik sollen von der Lösung profitieren. Und: Die Lösung muss eine hohe Sicherheit bieten, die Souveränität der Bürger über ihre Daten gewährleisten und Datenschutzkonform sein.

„Gerhard, der effiziente BÜRGERLOTSE“, „Miet-me-Plattform“, „DDSV – Dezentrale Daten Sicher Vernetzt“; „Co-Creation“ und „SoSi – Sorglos Sicher“ – so lauteten die Titel der entworfenen Konzepte. Chatbot, Blockchain-Technologie, Künstliche Intelligenz oder Service-Konto, die Teilnehmer entwickelten interessante Ansätze für eine Lösung und arbeiteten wesentliche Knackpunkte für die weitere Entwicklung heraus. Insbesondere die Frage, wie die Plattform auf den aktuell zu entwickelnden Portalverbund des OZG (Online-Zugangs-Gesetz) aufgesetzt werden kann, wurde kontrovers betrachtet und im Design unterschiedlich berücksichtigt.

Einig waren sich alle Gruppe in einem: Die Lösungen müssen auf den Menschen zugeschnitten werden und zügig in ihren ersten Komponenten erprobt werden. Es gibt also viel zu tun. Bis zum kommenden Gipfel ist ein Jahr Zeit. Die müssen wir nutzen!

PDF Download der Ergebnisse finden Sie hier: Design Thinking – Workshop der Plattform Digitale Verwaltung und öffentliche IT

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