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Die digitale Kompetenz sinkt, während die Internetnutzung steigt – der D21-Digital-Index auf den Punkt

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Bei­na­he jeden Tag begeg­net uns die Digi­ta­li­sie­rung als medi­en­be­herr­schen­des The­ma. Jeden Tag schrei­ben wir E‑Mails, durch­fors­ten sozia­le Medi­en oder recher­chie­ren im Inter­net. Mit ande­ren Wor­ten wir leben zuneh­mend online. Aber wie hat sich die digi­ta­le Gesell­schaft tat­säch­lich ent­wi­ckelt? Auf die­se Fra­ge geht der D21-Digi­tal-Index 2016 ein. Rund 33.000 Befrag­te äußer­ten sich zum Digi­ta­li­sie­rungs­grad in Deutsch­land – auch wenn das Inter­net eben ein­mal nicht den All­tag beherrscht. Immer­hin ste­hen ca. 18.000 Mil­lio­nen Men­schen der Ent­wick­lung wei­ter­hin skep­tisch gegen­über und bil­den damit nicht die kleins­te Grup­pe der zuneh­mend digi­ta­len Gesell­schaft. Auf einem Fach­kon­gress stell­ten die Exper­ten ihre Ergeb­nis­se vor. 

Das Smartphone als das meist genutzte Endgerät und das Internet als Antwort-Maschine der Wahl

Der D21-Digi­ta­l­in­dex ging im Jahr 2013 aus den Stu­di­en „N(ONLINER) Atlas” und „Digi­ta­le Gesell­schaft” her­vor. Als Pre­mi­um­part­ner tra­gen wir mit dem Digi­ta­l­in­dex maß­geb­lich dazu bei, die Ent­wick­lun­gen der digi­ta­len Gesell­schaft bes­ser zu ver­ste­hen, wei­te­re Ent­wick­lun­gen abzu­schät­zen und Fort­schrit­te zu iden­ti­fi­zie­ren. Zum Bei­spiel ver­rät uns die Stu­die, das ledig­lich die Genera­ti­on 50+ noch zu einer Ver­än­de­rung der Inter­net­nut­zung bei­trägt. Alle jün­ge­ren Genera­tio­nen leben nach dem Digi­ta­l­in­dex bereits jetzt aus­nahms­los online. 79 Pro­zent der Deut­schen nut­zen das Inter­net somit regel­mä­ßig und das längst nicht mehr nur sta­tio­när. Mit sei­nen zuneh­mend kom­ple­xen Funk­tio­nen und sei­ner Leis­tungs­fä­hig­keit löst das Smart­pho­ne ande­re End­ge­rä­te immer mehr ab.

fachkongress_digitalindex_diskussionWas wir damit tun, tun wir oft intui­tiv. Schwie­rig­kei­ten lösen wir mit Aus­pro­bie­ren oder Fra­gen. Oft­mals fin­den wir auch die Ant­wort auf IT-Fra­gen im dicks­ten Lexi­kon der Welt – dem Inter­net selbst. Auf den ers­ten Blick begeg­net die Gesell­schaft der zuneh­men­den Digi­ta­li­sie­rung also mit hohen Kom­pe­ten­zen, doch der aktu­el­le Digi­ta­l­in­dex beweist das Gegen­teil. Obwohl wir nicht mehr ohne Inter­net wol­len oder kön­nen, gehö­ren die meis­ten Befrag­ten zur Grup­pe der „digi­tal Mit­hal­ten­den”. Zwar nut­zen wir das Netz regel­mä­ßig und bei vie­len Gele­gen­hei­ten, aber laut dem Digi­ta­l­in­dex füh­len wir uns der Digi­ta­li­sie­rung weit weni­ger gewach­sen als noch vor einem Jahr. Dazu pas­sen auch die Ergeb­nis­se der mit dem Digi­ta­l­in­dex erschie­nen Son­der­stu­die „Bil­dung Digital”.

Wie Endgeräte funktionieren, müssen wir längst nicht mehr erklären

Genau wie Mathe und Deutsch ste­hen auch Medi­en­kom­pe­ten­zen seit gerau­mer Zeit auf dem Stun­den­plan in vie­len Schu­len. Wie ein Smart­pho­ne, Tablet oder PC funk­tio­niert müs­sen wir der „Like & Share – Genera­ti­on” längst nicht mehr erklä­ren. Stän­den Snap­chat, House­par­ty auf dem Unter­richts­plan, könn­ten die Schü­ler ver­mut­lich den Spieß umdre­hen und ihre Leh­rer unter­rich­ten. Schu­len ste­hen im Zuge der Digi­ta­li­sie­rung vor ganz ande­ren Her­aus­for­de­run­gen. Wie ver­wan­deln wir Schu­len in „Smart Schools” und wie ver­mit­teln wir die nöti­gen Kom­pe­ten­zen, um sicher durch das Inter­net zu kom­men? Dar­auf geht die Son­der­stu­die gezielt ein. Ledig­lich End­ge­rä­te über den Schu­len aus­zu­schüt­ten, nüt­ze dabei gar nichts.

Wor­um es wirk­lich geht, erfah­ren Sie im aktu­el­len D21 Digi­ta­l­in­dex. Alle Infor­ma­tio­nen zur Stu­die und eine Zusam­men­fas­sung der wich­tigs­ten Ergeb­nis­se erhal­ten Sie auch auf der Inter­net­sei­te der Initia­ti­ve D21. Alle Bil­der des Fach­kon­gres­ses zum Index fin­den Sie auch auf flickr. Andre­as Klein­knechtMit­glied der Geschäfts­lei­tung Fuji­tsu Deutsch­land und Haupt­vor­stand der Initia­ti­ve D21, bringt die Bedeu­tung der Stu­die für uns auf den Punkt:

Mit der Digi­ta­li­sie­rung sind Infor­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gien (IKT) aus dem „Schat­ten­da­sein” für das Geschäft und die Wert­schöp­fung eines Unter­neh­mens bzw. die Leis­tungs­er­brin­gung öffent­li­cher Ein­rich­tun­gen her­aus­ge­tre­ten. IKT und deren intel­li­gen­te Nut­zung prä­gen, wie Orga­ni­sa­tio­nen funk­tio­nie­ren, wel­che Wert­schöp­fung sie erzie­len, wel­chen Nut­zen sie stif­ten. Die Digi­ta­li­sie­rung ist eine grund­le­gen­de Ver­än­de­rung, kei­ne kos­me­ti­sche Anpas­sung. Men­schen begeg­nen in ihrem pri­va­ten und geschäft­li­chen Umfeld neu­en Her­aus­for­de­run­gen. Der Auf­bau und die kon­ti­nu­ier­li­che Ent­wick­lung digi­ta­ler Kom­pe­ten­zen wer­den zu wesent­li­chen Erfolgs­fak­to­ren für den Stand­ort Deutsch­land. Der D21-Digi­tal-Index ist hier ein wich­ti­ger Grad­mes­ser und Impulsgeber.

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