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Intelligente Mobilität für smarte Städte – Einsatzszenarien für die Stadtverwaltung von morgen

Intelligente Mobilität für smarte Städte – Einsatzszenarien für die Stadtverwaltung von morgen
Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Auch abseits der momen­ta­nen Pan­de­mie sind die Her­aus­for­de­run­gen heu­ti­ger Städ­te immens und viel­fäl­tig: Stei­gen­de Ein­woh­ner­zah­len, Über­al­te­rung, Luft­ver­schmut­zung, Staus, zuneh­men­der Lie­fer­ver­kehr, Über­las­tung des ÖPNV, Lärm, Kri­mi­na­li­tät etc. In länd­li­chen Regio­nen sehen sich Bürger*innen zudem häu­fig einem ein­ge­schränk­ten Mobi­li­täts­an­ge­bot gegen­über.

Wie kön­nen Städ­te und Kom­mu­nen die­sen Her­aus­for­de­run­gen begeg­nen? Natür­lich gibt es dafür jede Men­ge Schlag­wor­te. Städ­te und Regio­nen sol­len lebens­wer­ter, nach­hal­ti­ger, sau­be­rer und siche­rer wer­den – sprich: eine „Smart City” oder gar eine „Smart Regi­on”. Aber was bedeu­tet das genau? Was sind mög­li­che Stra­te­gi­en? Wor­auf müs­sen wir den Fokus legen?

Herausforderungen und Lösungsoptionen bewertbar machen

Inno­va­ti­ve Tech­no­lo­gi­en hel­fen zunächst ein­mal, die Her­aus­for­de­run­gen sicht­bar und bewertbar zu machen: Zu wel­chen Tages­zei­ten ent­steht der Stau in den Stra­ßen? Wie vie­le und wel­che Fahr­zeu­ge bewe­gen sich dort zu wel­chen Zei­ten? Wie hoch ist die Luft­ver­schmut­zung an bestimm­ten Stel­len in der Stadt und besteht eine Kor­re­la­ti­on zum dor­ti­gen Umfang des Ver­kehrs? Hier­bei kom­men zum Bei­spiel Sen­sor­tech­nik und moder­ne Tools zur Daten­ana­ly­se und Visua­li­sie­rung zum Ein­satz.

Big Data-Aus­wer­tun­gen kön­nen dabei hel­fen, die rich­ti­gen Maß­nah­men im pas­sen­den Umfang umzu­set­zen – wie eine Erhö­hung der Takt­fre­quenz oder die Opti­mie­rung der Rou­ten von Bus und Bahn. Durch Echt­zeit­ana­ly­sen kön­nen zudem auto­ma­ti­sier­te Aktio­nen aus­ge­löst wer­den. So wäre es denk­bar Kos­ten zu sen­ken, indem die Fahr­zeu­ge der städ­ti­schen Müll­ent­sor­gung jeweils nur zu den wirk­lich vol­len Müll­con­tai­nern geschickt wer­den. Unser Mana­ge­Now for Data Ana­ly­tics Tech­no­lo­gie- und Ser­vice-Port­fo­lio kann bei der Ana­ly­se gro­ßer Daten­men­gen wert­vol­le Unter­stüt­zung leis­ten.

Städtischer Verkehr im Wandel

In den heu­ti­gen auto­zen­trier­ten Städ­ten ver­brin­gen die Men­schen viel Zeit im Stau oder bei der Park­platz­su­che. Neben dem damit ein­her­ge­hen­den Zeit­ver­lust stei­gen auch die Gesund­heits­kos­ten und vor­zei­ti­gen Todes­fäl­le durch Luft­schad­stof­fe – zu etwa einem Drit­tel ver­ur­sacht vom Auto­ver­kehr in der Stadt. Auch wenn die Zah­len schwan­ken: Stu­di­en berech­nen, dass dies allein in Deutsch­land pro Jahr für meh­re­re zehn­tau­send Todes­fäl­le ver­ant­wort­lich ist. Nicht zu ver­ges­sen: die hohe Zahl an Ver­kehrs­to­ten jedes Jahr. Ver­ur­sa­cher sind zumeist Pkw und Lkw, Leid­tra­gen­de über­pro­por­tio­nal häu­fig Fußgänger*innen und Radfahrer*innen.

Nicht von unge­fähr for­dern vie­le Expert*innen ver­än­der­te Ver­kehrs­kon­zep­te in den Städ­ten. Neben der Ver­mei­dung von Staus ist es dafür ein ele­men­ta­rer Fak­tor, die Nut­zung von Fahr­rä­dern und öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln aber auch das Zufuß­ge­hen attrak­ti­ver zu machen.

Verkehrsflussoptimierung und Multimodalität

Verkehrsflussoptimierung und MultimodalitätZu inno­va­ti­ven Mobi­li­täts­stra­te­gi­en gehört es letzt­lich auch, den Ver­kehrs­fluss ALLER Verkehrsteilnehmer*innen zu opti­mie­ren. Dabei ist es wich­tig, einen mul­ti­moda­len Ansatz zu ver­fol­gen – also eine Viel­falt an Mobi­li­täts­op­tio­nen (Fahr­rad, ÖPNV, e‑Scooter, Car Sharing) sinn­voll mit­ein­an­der zu ver­knüp­fen. Wie wäre es zum Bei­spiel, wenn jede Per­son, die vom Umland in die Stadt fah­ren möch­te, mor­gens am Früh­stücks­tisch über ein mobi­les Device ihre aktu­el­le, indi­vi­du­el­le, inter­mo­da­le Rou­te abru­fen kann? Und wenn dabei nicht allein ihre eige­ne Rou­te und Ver­kehrs­mit­tel­wahl opti­miert ist, son­dern das Ver­kehrs­sys­tem ins­ge­samt? Dann könn­ten Staus, Stand­zei­ten an Ampeln und der Park­platz­such­ver­kehr redu­ziert wer­den. Es könn­ten mehr Bürger*innen vom Umstieg auf Bahn, Bus und Fahr­rad über­zeugt wer­den. Die Luft­ver­schmut­zung durch den moto­ri­sier­ten Indi­vi­du­al­ver­kehr wür­de sin­ken und die Lebens­qua­li­tät zuneh­men.

Für städ­ti­sche Planer*innen stellt eine sol­che Ver­kehrs­fluss­op­ti­mie­rung eine immens anspruchs­vol­le Auf­ga­be dar, die nur mit geeig­ne­ter tech­no­lo­gi­scher Unter­stüt­zung zu bewäl­ti­gen ist. Mit dem Digi­tal Annea­ler hat Fuji­tsu einen hoch inno­va­ti­ven Lösungs­bau­stein zur Ver­fü­gung, der bei genau die­ser Auf­ga­be hel­fen kann. In Sekun­den­schnel­le führt er hoch­kom­ple­xe Berech­nun­gen durch und zeigt dar­auf basie­ren­de opti­ma­le Ver­kehrs­we­ge auf. Bei Stö­run­gen durch Unfäl­le oder ande­re Grün­de benö­tigt die Neu­be­rech­nung der Rou­ten nur Bruch­tei­le einer Sekun­de. Wir als Fuji­tsu unter­stüt­zen unse­re Kun­den nicht allein mit dem Ange­bot des Digi­tal Anne­aling Ser­vices, son­dern ins­be­son­de­re auch bei der Ent­wick­lung der pas­sen­den Berech­nungs­we­ge.

Der Mensch im Mittelpunkt

Wir stel­len jedoch nicht nur inno­va­ti­ve Tech­no­lo­gi­en zur Ver­fü­gung. Viel­mehr legen wir in unse­ren Gesprä­chen und Pro­jek­ten mit Städ­ten und Kom­mu­nen einen beson­de­ren Schwer­punkt dar­auf, den Men­schen in den Mit­tel­punkt smar­ter Regio­nal­stra­te­gi­en zu stel­len („human-centric approach”). Das heißt zum Bei­spiel kon­kret, weg­zu­kom­men von der auto­zen­trier­ten Stadt­pla­nung – hin zu mehr inner­städ­ti­schem Bewe­gungs­spiel­raum für Fußgänger*innen, Kin­der und Radfahrer*innen. Die­ser Ansatz bedeu­tet dar­über hin­aus, die Bürger*innen in Form von Bür­ger­be­tei­li­gung deut­lich stär­ker als bis­her in Ent­schei­dungs­pro­zes­se der Stadt­ver­wal­tun­gen ein­zu­be­zie­hen. Das kann etwa in Living Labs, Work­shops oder auf Bür­ger­be­tei­li­gungs­platt­for­men erfol­gen.

Als welt­weit agie­ren­der Tech­no­lo­gie­an­bie­ter hat sich Fuji­tsu den Sustainab­le Deve­lop­ment Goals der UN ver­schrie­ben. Das City-spe­zi­fi­sche Ziel „Sustainab­le Cities & Com­mu­nities” geht dabei Hand in Hand mit unse­rem Anspruch an Human-centri­ci­ty und dem Auf­bau von Part­ner­netz­wer­ken, um Her­aus­for­de­run­gen gemein­sam anzu­ge­hen.

Unser Ansatz sind die Con­nec­ted Ser­vices. Gemein­sam mit den Städ­ten und Kom­mu­nen ent­wi­ckelt das Fuji­tsu Smart City Team die jeweils pas­sen­de Stra­te­gie gemein­sam. Co-crea­ti­on, kun­den- und bür­ger­zen­trier­te Inno­va­tio­nen und unser umfas­sen­des Part­ner-Netz­werk spie­len dabei eine wich­ti­ge Rol­le.

Am 17. März 2020 infor­mier­ten Stef­fi Brau­er und Dr. Kat­rin Schlei­fe in einem Web­cast über die beschrie­be­nen Her­aus­for­de­run­gen zu den The­men Ver­kehr und Mobi­li­tät für gro­ße wie klei­ne Städ­te und Kom­mu­nen in Deutsch­land.

Sie möch­ten mehr wis­sen? Die Auf­zeich­nung des Web­casts fin­den Sie hier.

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