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Von sperrigen Akten zur smarten Justiz – volles Programm beim 28. EDV-Gerichtstag

Fujitsu ist auf dem 28. EDV Gerichtstag vertreten
Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Blatt­samm­lun­gen, Sam­mel­map­pen bis hin zu dicken Akten­ord­nern. Pro­zes­se und Vor­gän­ge in der Jus­tiz müs­sen lücken­los doku­men­tiert und die Daten für lan­ge Zeit archi­viert wer­den. Mit den Jah­ren reicht ein decken­ho­her Akten­schrank nicht mehr aus. Teils wer­den gan­ze Büro­eta­gen zu Archi­ven umfunk­tio­niert. Der Zugriff auf ver­gan­ge­ne Papier­ak­ten ist mit­un­ter sehr zeit­in­ten­siv und nicht effi­zi­ent zu mana­gen. Doch die sper­ri­gen und unfle­xi­blen Akten wer­den in weni­gen Jah­ren voll­stän­dig von digi­ta­ler Tech­nik abge­löst sein. Denn die Digi­ta­li­sie­rung in der deut­schen Jus­tiz schrei­tet wei­ter vor­an. Nach­dem im ver­gan­ge­nen Jahr prak­ti­sche Erfah­run­gen mit der eAk­te und dem elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehr gesam­melt wer­den konn­ten, geht es nun dar­um wei­te­re Mehr­wer­te für die Jus­tiz mit der vor­han­de­nen Daten­ba­sis zu schaf­fen.

Ein star­ker Fokus liegt dabei auf dem Ein­satz kogni­ti­ver Tech­no­lo­gi­en und künst­li­cher Intel­li­genz. Ers­te Pro­of of Con­cepts konn­ten in die­sen Berei­chen ange­sto­ßen wer­den, wei­te­re sind in Vor­be­rei­tung. Dabei kommt es stets dar­auf an das tech­no­lo­gisch mach­ba­re gegen die Anfor­de­run­gen der Jus­tiz abzu­wä­gen. Im Gegen­satz zu her­kömm­li­chen IT-Pro­jek­ten ver­schiebt sich im Zuge der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on der bei Pro­jek­ten invol­vier­te Per­so­nen­kreis. Es gilt, Tech­nik und Anwen­der zusam­men­zu­brin­gen, um gemein­sam inno­va­ti­ve Lösun­gen zu kon­zi­pie­ren.

Fuji­tsu hat dazu, auf Basis bewähr­ter agi­ler Metho­den, das Instru­ment der „Digi­tal Co-crea­ti­on“ ent­wi­ckelt. Die Idee ist ein­fach: Um zukünf­ti­ge Her­aus­for­de­run­gen anzu­ge­hen, braucht es ein Netz an leis­tungs­fä­hi­ger Part­ner, wel­che gemein­sam krea­tiv wer­den und auf Augen­hö­he prak­ti­ka­ble Lösun­gen umset­zen.
Ganz im Sin­ne der „Co-crea­ti­on“ sind wir auch in die­sem Jahr wie­der mit einer höchst span­nen­den Aus­wahl, nam­haf­ter Part­ner auf dem EDV-Gerichts­tag ver­tre­ten. Dazu zäh­len Auto­ma­ti­on Any­whe­re GmbH, CES IT-Sys­tem­haus GmbH, SRZ Ber­lin und PFU.

Zum 28. Mal prä­sen­tiert sich der EDV-Gerichts­tag – die Leit­mes­se der deut­schen Rechts­in­for­ma­tik – bunt und facet­ten­reich mit einer Men­ge an rele­van­ten The­men rund um E‑Justice in Saar­brü­cken. In die­sem Jahr haben wir unser Haupt­au­gen­merk auf fol­gen­de The­men gelegt:

Legal Vision

Im Rah­men der Arbeits­grup­pe „Legal Visi­on“ des EDV-Gerichts­ta­ges wur­de die Not­wen­dig­keit eines Wort­pro­to­kolls von Gerichts­ver­hand­lun­gen als ein Zukunfts­the­ma und Wunsch von sowohl Rich­tern, Staats­an­wäl­ten, als auch Anwäl­ten adres­siert. Dabei wur­de die Auf­zeich­nung von Gerichts­ver­hand­lun­gen als mög­li­che Lösung dis­ku­tiert. Mit der Lösung ARCONTE ver­fügt Fuji­tsu schon seit eini­gen Jah­ren über Erfah­run­gen auf die­sem Gebiet. In Spa­ni­en wur­de ARCONTE bereits in über 2000 Gerichts­sä­len aus­ge­rollt und mehr als 1,5 Mio. Stun­den Gerichts­ver­hand­lun­gen konn­ten zer­ti­fi­ziert archi­viert wer­den.
Auf dem EDV-Gerichts­tag zei­gen wir gemein­sam mit Micro­soft den Pro­to­ty­pen einer mög­li­chen Erwei­te­rung von ARCONTE. Nach der Auf­zeich­nung einer Ver­hand­lung wird das Video mit Hil­fe von KI Tech­no­lo­gie aus der Azu­re Cloud in Echt­zeit in ein schrift­li­ches Wort­pro­to­koll umge­wan­delt.

Rechtssicherer Dokumentenlebenszyklus

Scan­ner kom­men im All­tag der Jus­tiz­ver­wal­tun­gen häu­fig zum Ein­satz. In Zusam­men­ar­beit mit unse­rem Part­ner, dem Satz Rechen­zen­trum (SRZ Ber­lin), stel­len wir Ihnen eine TR RESISCAN zer­ti­fi­zier­te Lösung vor, mit der sich Doku­men­te scan­nen, klas­si­fi­zie­ren und sicher inte­grie­ren las­sen. Opti­miert für Cli­ent- und Enter­pri­se-Umge­bun­gen bie­tet Ihnen unse­re Scan-Lösung eine siche­re Digi­ta­li­sie­rung im elek­tro­ni­schen Rechts­ver­kehr.

Unse­re Über­zeu­gung ist, dass die Rechts- und Beweis­si­cher­heit nicht nur für die Ein­gangs­be­ar­bei­tung auf dem aktu­el­len Stand der Tech­nik umge­setzt wer­den soll, son­dern dass dies für alle Stu­fen der akten­re­le­van­ten elek­tro­ni­schen Unter­la­gen gilt. Wir haben gemein­sam mit der Leit­stel­le für IT der säch­si­schen Jus­tiz eine Lösung kon­zi­piert, die hohe Per­for­mance bei adäqua­ter Sicher­heit in allen Pha­sen des Doku­men­ten­le­bens­zy­klus gewähr­leis­tet.

Ergonomische Arbeitsplatzkonzepte

Auf die Fra­ge nach einem exakt auf die jewei­li­gen Bedürf­nis­se abge­stimm­ten Arbeits­platz ant­wor­tet Fuji­tsu auch die­ses Jahr mit einer wei­ter­ent­wi­ckel­ten Ver­si­on unse­res CLEAN DESKs. Die CLEAN DESK Pro­dukt­rei­he wur­de in For­schun­gen der Pro­jekt­grup­pe Office21®, unter Schirm­herr­schaft des Fraun­ho­fer IOAs ent­wi­ckelt. Der CLEAN DESK ermög­licht es unse­ren Kun­den einen moder­nen, ergo­no­mi­schen und zukunfts­rei­chen Arbeits­platz als Gesamt­lö­sung zu beschaf­fen und zu betrei­ben. Klein­tei­li­ge Ein­zel­lö­sun­gen gehö­ren damit der Ver­gan­gen­heit an.

RPA – Robotic Process Automation

Gemein­sam mit unse­rem Part­ner Auto­ma­ti­on Any­whe­re dür­fen wir Ihnen ihren neu­en, digi­ta­len Kol­le­gen vor­stel­len. Damit Sie zukünf­tig Zeit für wirk­lich wich­ti­ge Auf­ga­ben fin­den, kön­nen Soft­ware-Robo­ter Sie von läs­ti­gen Stan­dard­pro­zes­sen befrei­en. Außer­dem bie­tet Robo­tic Pro­cess Auto­ma­ti­on die Mög­lich­keit ganz­heit­li­che digi­ta­le Work­flows ein­zu­füh­ren, die das Arbeits­um­feld „mensch­li­cher“ und effi­zi­en­ter machen, auch wenn ein­zel­ne Modu­le des Pro­zes­ses eigent­lich nicht mit­ein­an­der kom­pa­ti­bel sind.
Ein Pro­zess kann von einer Per­son in 4–8 Wochen mit RPA auto­ma­ti­siert wer­den. Die Wert­stei­ge­rung erfolgt damit wesent­lich schnel­ler und kos­ten­güns­ti­ger als mit her­kömm­li­chen Metho­den zum Soft­ware-Reen­gi­nee­ring. IQ Bots ermög­li­chen eine Auto­ma­ti­sie­rung mit fort­schritt­lichs­ter kogni­ti­ver Tech­no­lo­gie, die unstruk­tu­rier­te Daten nutz­bar macht.

RPA fun­giert als digi­ta­ler Kleb­stoff der Zukunft. Erle­ben Sie an unse­rem Stand span­nen­de Use Cases für RPA oder pro­gram­mie­ren Sie ihren ers­ten, eige­nen Soft­warero­bo­ter live mit uns vor Ort.

Saal-Anzeige-Management für Gerichte

Gemein­sam mit der Säch­si­schen Jus­tiz und unse­rem Part­ner CES IT-Sys­tem­haus GmbH ent­wi­ckel­te Fuji­tsu SAM­JuS – das Sit­zungs­saa­l­an­zei­ge­sys­tem Jus­tiz Sach­sen. Sich in einem Gerichts­ge­bäu­de zurecht­zu­fin­den und zur rich­ti­gen Zeit am rich­ti­gen Ort zu sein, gestal­tet sich nicht immer ein­fach. Mit SAM­JuS las­sen sich die vom Fach­ver­fah­ren ver­ge­be­nen Ter­min­plä­ne ver­wal­ten und für die Anzei­ge im Foy­er frei­schal­ten. Das­sel­be gilt für den Gerichts­saal selbst. Hier haben wir SAM­Jus in der neu­es­ten Ver­si­on an eine pro­fes­sio­nel­le Medi­en­steue­rung gekop­pelt.

Co-creation – Zukunft gemeinsam gestalten

Wir möch­ten digi­ta­le Zukunft neu den­ken! Mit der Fuji­tsu Co-crea­ti­on Metho­de las­sen sich juris­ti­sche und tech­no­lo­gi­sche Exper­ti­se ver­bin­den und neue Wege fin­den. Auf unse­rem Mes­se­stand möch­ten wir Sie mit unse­rem Co-crea­ti­on Ansatz inspi­rie­ren – viel­leicht sehen wir uns dann spä­ter mit den Exper­ten in unse­rem Digi­tal Trans­for­ma­ti­on Cen­ter in Mün­chen.

Besu­chen sie uns vom 18. bis 20. Sep­tem­ber 2019 in Saar­brü­cken und las­sen Sie uns über die neu­es­ten Trends und Lösun­gen zum The­ma digi­ta­le Jus­tiz dis­ku­tie­ren. Wir freu­en uns auf Ihren Besuch an unse­rem Mes­se­stand 3.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen, das aus­führ­li­che Kon­gress­pro­gramm und die Anmel­dung für Tagungs­teil­neh­mer stellt der Deut­sche EDV-Gerichts­tag e.V. auf sei­ner Web­site zur Ver­fü­gung. Reden Sie mit – und wir set­zen es um.

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