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Kartei der Not: Mit Fujitsu in ein neues Leben

Karriere in der Not
Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Haben Sie schon ein­mal in einer tie­fen Lebens­kri­se gesteckt? Man­chen Men­schen spielt das Schick­sal übel mit und sie gera­ten unver­schul­det in ech­te Not­la­gen. Job­ver­lust, schwe­re Krank­heit oder das Ver­lie­ren der Woh­nung kön­nen sol­che Kri­sen aus­lö­sen und bedin­gen sich manch­mal sogar gegen­sei­tig. In Schwa­ben bie­tet das Elli­nor-Hol­land-Haus der Stif­tung „Kar­tei der Not” die­sen Men­schen schnel­le und unbü­ro­kra­ti­sche Hil­fe an. Fuji­tsu enga­giert sich von Beginn an für die­ses tol­le Pro­jekt und unter­stützt die Hil­fe zur Selbst­hil­fe für Men­schen in Not.

Das Ellinor-Holland-Haus: Gemeinsam neu starten

Das Elli­nor-Hol­land-Haus ist ein Pro­jekt der Stif­tung Kar­tei der Not und bie­tet Wohn­raum, Begeg­nungs­stät­te und vie­les mehr für Men­schen, die drin­gend Hil­fe benö­ti­gen. Die Kar­tei der Not wur­de vor über 50 Jah­ren von Elli­nor Hol­land, der ehe­ma­li­gen Her­aus­ge­be­rin der Augs­bur­ger All­ge­mei­nen Zei­tung, ins Leben geru­fen und unter­stützt seit­dem Men­schen im Ver­brei­tungs­ge­biet der Augs­bur­ger All­ge­mei­nen und des All­gäu­er Zei­tungs­ver­la­ges mit sei­nen Hei­mat­zei­tun­gen. Mit dem Elli­nor-Hol­land-Haus erfüll­te die Stif­tung den Wunsch der ver­stor­be­nen Grün­de­rin nach einem Pro­jekt, das Men­schen über die Hil­fe mit Spen­den hin­aus unbü­ro­kra­tisch und nach­hal­tig in Kri­sen­si­tua­ti­on unter­stützt.

Im Elli­nor-Hol­land-Haus gibt es über 28 güns­ti­ge Woh­nun­gen, einen Kin­der­gar­ten, eine Kin­der­ta­ges­stät­te, Sport- und Spiel­flä­chen und Gemein­schafts­räu­me. Die Bewoh­ner sind bunt gemischt: Von allein­er­zie­hen­den Eltern­tei­len mit ihren Kin­dern bis hin zu Men­schen mit chro­ni­schen Erkran­kun­gen oder Behin­de­rung. Jung und Alt, mit unter­schied­li­cher Her­kunft, leben hier zusam­men. Im Elli­nor-Hol­land-Haus fin­den alle eine siche­re Blei­be in schwie­ri­gen Zei­ten und kön­nen Kraft tan­ken, um das Leben neu anzugehen.

Wer bei­spiels­wei­se wegen einer Erkran­kung sei­nen Job ver­lo­ren hat und sei­ne Woh­nung nicht mehr hal­ten kann, bekommt im Elli­nor-Hol­land-Haus die Zeit, sich auf sei­ne neue Lebens­si­tua­ti­on ein­zu­stel­len und einen alter­na­ti­ven Lebens­ent­wurf zu ent­wi­ckeln. Bei ande­ren Bewoh­nern ist der Part­ner plötz­lich ver­stor­ben oder ein Kind schwer erkrankt. Auf ihrem Weg aus der Kri­se unter­stüt­zen sich die Bewoh­ner gegen­sei­tig mit ihren indi­vi­du­el­len Kom­pe­ten­zen. Eine älte­re Bewoh­ne­rin kann einem jun­gen Geflüch­te­ten zum Bei­spiel Nach­hil­fe in Deutsch anbie­ten, wäh­rend er ihr mit ihren Com­pu­ter­pro­ble­men hilft. Das Prin­zip der Nach­bar­schafts­hil­fe funk­tio­niert im Elli­nor-Hol­land-Haus sehr gut und die Gemein­schaft­räu­me sind immer gut besucht.

Hilfe zur Selbsthilfe

Ein wich­ti­ger Unter­schied zu ande­ren Ein­rich­tun­gen ist, dass die Bewoh­ner im Elli­nor-Hol­land-Haus selbst­be­stimmt in ihrer eige­nen Woh­nung auf Zeit leben. Es geht ja gera­de dar­um, wie­der zurück zu einem selbst­stän­di­gen Leben zu fin­den und dabei unter­stützt die Ein­rich­tung sei­ne Bewoh­ner von Anfang an. Die Kin­der­ta­ges­stät­te för­dert die Kin­der von Anfang an und ermög­licht den Eltern, sich um einen Job oder ihre beruf­li­che Qua­li­fi­zie­rung zu küm­mern. Eine immer ansprech­ba­re päd­ago­gi­sche Fach­kraft unter­stützt die Bewoh­ner in allen Lebens­be­rei­chen, bei­spiels­wei­se bei Behör­den­an­ge­le­gen­hei­ten, Schul­den oder der Suche nach geeig­ne­tem Wohn­raum. Außer­dem fin­den Eltern hier Hil­fe in Erzie­hungs­fra­gen und die Kin­der Ansprech­part­ner für ihre Sor­gen. Die Woh­nun­gen ste­hen den Bewoh­nern für jeweils bis zu 3 Jah­ren zur Ver­fü­gung. Zu Beginn geht es dar­um, nach schwe­ren Schick­sals­schlä­gen zur Ruhe zu kom­men und sich neu auf­zu­stel­len. Spä­ter machen sich die Bewoh­ner dann mit neu­er Kraft und der Unter­stüt­zung des Elli­nor-Hol­land-Hau­ses dar­an, sich ein neu­es Leben aufzubauen.

Fujitsu im Ellinor-Holland-Haus: Von Anfang an ein Herzensprojekt

Sie fra­gen sich, wie ein IT-Kon­zern Men­schen in schwe­ren Zei­ten unter­stüt­zen kann? Schließ­lich sind wir weder Sozi­al­ar­bei­ter noch Psy­cho­lo­gen. Ganz ein­fach: Wir unter­stüt­zen das Selbst­hil­fe-Prin­zip des Elli­nor-Hol­land-Hau­ses. Einer­seits spen­det Fuji­tsu IT in Form von moder­nem Equip­ment und küm­mert sich um die Instal­la­tio­nen vor Ort. Wir stat­te­ten zum Bei­spiel die Gemein­schafts­räu­me mit neu­en PCs, Moni­to­ren und Note­books aus. Für Men­schen, die sich nicht viel leis­ten kön­nen, ist die­ser Zugang zu moder­ner IT eine wich­ti­ge Grund­vor­aus­set­zung, um wie­der im Leben Fuß fas­sen zu kön­nen. Mit den Gerä­ten kön­nen sie Bewer­bun­gen schrei­ben, nach Stel­len recher­chie­ren oder mit Ämtern kommunizieren.

Ande­rer­seits haben wir bei Fuji­tsu eine Men­ge enga­gier­ter Mit­ar­bei­ter, die sich in ihrer Frei­zeit ehren­amt­lich im Elli­nor-Hol­land-Haus ein­set­zen. Sehr beliebt sind bei­spiels­wei­se kos­ten­lo­se IT-Schu­lun­gen zu ganz unter­schied­li­chen The­men, die unse­re Mit­ar­bei­ter dort nach Fei­er­abend anbie­ten. Nico­le Krebs und Flo­ri­an Frim­mel bie­ten den Kurs „PC-Basics: Was ist ein PC und wie nutzt man ihn?“ an. Beson­ders für älte­re Bewoh­ner oder Kin­der aus bedürf­ti­gen Fami­li­en bie­ten die­se Kur­se die Chan­ce, an zeit­ge­mä­ßer Kom­mu­ni­ka­ti­on teil­zu­ha­ben und grund­le­gen­de digi­ta­le Kom­pe­ten­zen zu erwerben. 

Der Umgang mit dem PC gehört heu­te zum All­tags­wis­sen. Des­halb bin ich sehr dank­bar dafür, dass sich Fuji­tsu und sei­ne Mit­ar­bei­ter auch per­sön­lich enga­gie­ren, um unse­re Bewoh­ner im Elli­nor-Hol­land-Haus in IT-Kom­pe­ten­zen fit zu machen. Arnd Han­sen, Geschäfts­füh­rer Kar­tei der Not und Ellinor-Holland-Haus

Ich selbst unter­stüt­ze Bewoh­ner auf Job­su­che mit dem Kurs „Stel­len­su­che im Inter­net“. Hier ler­nen Arbeits­su­chen­de, wie sie das Inter­net effi­zi­ent nut­zen kön­nen, um pas­sen­de Stel­len für ihren wei­te­ren Lebens­weg zu fin­den. Auch Word und Excel Ein­füh­rungs­kur­se fin­den regel­mä­ßig statt. 

Ob beim PC-Dok­tor, für Bewer­bun­gen, bei der Inter­net­re­cher­che oder beim Umgang mit sozia­len Medi­en: Unse­re Bewoh­ner pro­fi­tie­ren bei den PC-Work­shops von Fuji­tsu in jedem Alter ganz enorm und sind sehr ange­tan von der gut ver­ständ­li­chen Ver­mitt­lung durch das Team der Mit­ar­bei­ter von Fuji­tsu. Susan­ne Wein­reich, päd­ago­gi­sche Lei­te­rin Ellinor-Holland-Haus

Haben Sie auch Lust bekom­men, sich zu enga­gie­ren? Ich ver­mit­te­le Ihnen ger­ne den Kon­takt zur Stif­tung und infor­mie­re Sie über aktu­el­le Pro­jek­te und Mög­lich­kei­ten, sich ein­zu­brin­gen. Wir suchen immer nach ehren­amt­li­chen Hel­fern. Die Kar­tei der Not und wir freu­en uns über Ihre Anfra­ge.

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