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IoT in der deutschen Fertigungsindustrie: Aktuelle Studienergebnisse – Teil II

Studie zu IoT in der deutschen Fertigungsindustrie - Teil II
Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Wie sehen die Geschäfts­mo­del­le der digi­ta­len Zukunft in der deut­schen Fer­ti­gungs­in­dus­trie aus und wie kön­nen Unter­neh­men im digi­ta­len Ren­nen in Füh­rung gehen? Der zwei­te Teil unse­rer Zusam­men­fas­sung der CXP Group Com­pa­ny PAC Trend­stu­die „IoT in der deut­schen Fer­ti­gungs­in­dus­trie. Auf­bruch in die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on“ beant­wor­tet ent­schei­den­de Fra­gen. Im ers­ten Teil unse­rer Zusam­men­fas­sung infor­mier­ten wir Sie über den digi­ta­len Sta­tus und aktu­el­le Inves­ti­ti­ons­plä­ne der deut­schen Fer­ti­gungs­in­dus­trie. Im zwei­ten Teil unse­res Stu­di­en­über­blicks geht es um neue Ser­vices und Geschäfts­mo­del­le. Außer­dem erfah­ren Sie, wo Unter­neh­men die größ­ten Her­aus­for­de­run­gen im Chan­ge Manage­ment sehen.

Datenanalyse liefert die Grundlage für neue Services:

Ein Ser­vice stößt auf beson­ders gro­ßes Inter­es­se in der deut­schen Fer­ti­gungs­in­dus­trie: Pre­dic­ti­ve Main­ten­an­ce. Die­ser Ser­vice bie­tet eine opti­mier­te War­tung, die auf der Vor­her­sa­ge von mög­li­cher­wei­se auf­tre­ten­den Feh­lern beruht. Über die auto­ma­ti­sche Ana­ly­se gesam­mel­ter Daten von Sen­so­ren, Platt­for­men und Netz­wer­ken ermit­teln Pre­dic­ti­ve Main­ten­an­ce Ser­vices opti­ma­le War­tungs­fens­ter, die sich rei­bungs­los in den Betrieb inte­grie­ren las­sen. Auch Remo­te Main­ten­an­ce sorgt für einen aus­fall­si­che­ren Maschi­nen­be­trieb durch geplan­te Fern­war­tun­gen zu einem ver­ein­bar­ten Zeit­punkt.

Die­se Vor­tei­le nutzt schon ein Groß­teil der deut­schen Unter­neh­men: 61 % haben Remo­te Main­ten­an­ce Ser­vices schon rea­li­siert und 52 % nut­zen bereits Pre­dic­ti­ve Main­ten­an­ce. Die vor­aus­schau­en­de War­tung wird bei den daten­ba­sier­ten Dienst­leis­tun­gen inner­halb der nächs­ten 2 Jah­re am meis­ten zule­gen – gan­ze 65 % pla­nen hier wei­te­re Initia­ti­ven.

Die Unter­neh­men sind im War­tungs­be­reich unter ande­rem des­we­gen so gut auf die Digi­ta­li­sie­rung vor­be­rei­tet, da Auto­ma­ti­sie­rungs­lö­sun­gen und Manu­fac­tu­ring Exe­cu­ti­on Sys­tems häu­fig schon gut ins Unter­neh­men ein­ge­bun­den sind.

Die Services der Zukunft:

Zukünf­tig set­zen Unter­neh­men noch stär­ker auf daten­ba­sier­te Ser­vices. Neben Secu­ri­ty­lö­sun­gen flie­ßen die meis­ten geplan­ten Inves­ti­tio­nen in Sen­so­ren und Big Data Ana­ly­tic Tools zur Daten­samm­lung und Daten­aus­wer­tung. Anony­mi­siert lüf­te­ten vie­le Unter­neh­men für die Stu­die das Geheim­nis ihrer kon­kre­ten Plä­ne für die Zukunft.

Fol­gen­de Zie­le fin­den wir beson­ders häu­fig in den Digi­ta­li­sie­rungs­agen­das:

Neue Services in der deutschen Fertigungsindustrie
  • Digi­ta­le Pro­dukt­da­ten ermög­li­chen die Beglei­tung eines Pro­duk­tes über sei­nen Lebens­zy­klus von der Ent­wick­lung bis zum Betrieb
  • Qua­li­täts­stei­ge­rung durch einen bes­se­ren Über­blick über Lie­fer­ket­ten und Pro­duk­tio­nen
  • Öko­sys­te­me schaf­fen über auto­ma­ti­sier­te Schnitt­stel­len eine Ver­bin­dung zwi­schen Mit­ar­bei­tern, Kun­den, Part­nern und Ver­triebs­net­zen
  • Intel­li­gen­te Pro­duk­te lie­fern die Basis für Fern­zu­grif­fe, bes­se­re War­tung und neue Miet­mo­del­le

Die größten digitalen Herausforderungen für Unternehmen

Die digi­ta­len Tech­no­lo­gien bie­ten ganz neue Geschäfts­mög­lich­kei­ten und damit gro­ße Gewinn­chan­cen. Trotz­dem geht die Digi­ta­li­sie­rung vie­ler Unter­neh­men lang­sa­mer vor­an, als sie könn­te. Wor­an liegt das? Als größ­te Hin­der­nis­se nann­ten die befrag­ten Orga­ni­sa­tio­nen feh­len­de IT-Res­sour­cen und man­geln­des Fach­wis­sen. Da tief­grei­fen­de Inno­va­tio­nen immer auch ein gewis­ses Risi­ko ber­gen, scheu­en sich vie­le Unter­neh­men davor, wich­ti­ge Digi­ta­li­sie­rungs­pro­zes­se zeit­nah anzu­sto­ßen.

Dadurch geht wert­vol­le Zeit ver­lo­ren, denn die Digi­ta­li­sie­rung der deut­schen Indus­trie ent­wi­ckelt sich rasant. Ein wei­te­res Hin­der­nis sind feh­len­de Stan­dards im Bereich M2M und Indus­tri­al IoT und gleich­zei­tig hohe Com­pli­an­ce- und Sicher­heits­an­for­de­run­gen.

Exter­ne Dienst­leis­ter könn­ten den Unter­neh­men mit ihrer Exper­ti­se und Erfah­rung hel­fen, die genann­ten Hin­der­nis­se erfolg­reich zu über­win­den. In den Berei­chen SAP-Erneue­rung und Secu­ri­ty neh­men vie­le Orga­ni­sa­tio­nen bereits exter­ne Hil­fe in Anspruch. Bei IoT-Imple­men­tie­run­gen reagiert die deut­sche Fer­ti­gungs­in­dus­trie noch zurück­hal­ten­der. Vie­le Ent­schei­der fürch­ten um die Siche­rung ihres geis­ti­gen Eigen­tums, da für IoT-Imple­men­tie­run­gen eine ver­hält­nis­mä­ßig tie­fe Ein­ar­bei­tung in die Unter­neh­mens­spe­zi­fi­ka sei­tens der Dienst­leis­ter not­wen­dig ist.

„Krea­tiv­ar­bei­ten, bei denen es um die Digi­ta­li­sie­rung unse­rer Pro­duk­te und Kern­pro­zes­se geht, machen wir selbst. Wir lagern nur Rou­ti­ne­ar­bei­ten an exter­ne Dienst­leis­ter aus.“
Aus­sa­ge eines Stu­di­en­teil­neh­mers

Für die digi­ta­le Agen­da der Unter­neh­men sind aber gera­de IoT- und Cloud-Lösun­gen grund­le­gen­de Tools. Daher ist ein ver­trau­ens­vol­les Ver­hält­nis zu erfah­re­nen Dienst­leis­tern eine wich­ti­ge Vor­aus­set­zung für ein gelin­gen­des Chan­ge Manage­ment.

Die digitale Zukunft beginnt jetzt

Ins­ge­samt bestä­tigt der zwei­te Teil der Stu­die den Ein­druck aus dem ers­ten Teil: Der digi­ta­le Wan­del ist ein Top­the­ma in der deut­schen Fer­ti­gungs­in­dus­trie. Vie­le der Unter­neh­men sind bereits gut auf die Digi­ta­li­sie­rung vor­be­rei­tet und haben kon­kre­te Plä­ne für ihren digi­ta­len Fort­schritt. Das größ­te Hin­der­nis sind feh­len­de IT-Res­sour­cen. Mit Ver­trau­en in kom­pe­ten­te und seriö­se exter­ne Dienst­leis­ter kön­nen die Unter­neh­men aber auch die­se Her­aus­for­de­rung meis­tern und erfolg­reich in ihre digi­ta­le Zukunft star­ten.

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