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Managed Services und Partner Managed Cloud – einfach erklärt

Managed Services: So entlasten Sie Ihre IT-Abteilung
Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Managed Services unterstützen Unternehmen dabei, sich auf ihre Geschäftstätigkeit zu fokussieren und Fixkosten zu senken: Ein Service Provider übernimmt Teilaufgaben im IT-Bereich, die in Art, Umfang und zeitlicher Dimension zuvor präzise definiert werden. Diese Dienstleistungen können von der Infrastruktur über Anwendungen bis zu Instandhaltungsmaßnahmen reichen. Welche Optionen sich umsetzen lassen, möchten wir Ihnen in diesem Beitrag anhand des Fujitsu SAP Systemhauses zeigen. Jens Neumann, Senior SAP Sales Manager bei Fujitsu, erklärt im Interview, wie das Konzept funktioniert und welche Vorteile insbesondere die Partner Managed Cloud (PMC) im Lizenzmanagement bietet.

Hallo Jens. Was genau versteht man unter dem Begriff „PMC“?

„PMC“ ist zunächst einmal die Abkürzung für „Partner Managed Cloud“. Der Begriff Cloud drückt hier bereits aus, dass Lizenzen im Hosting bzw. Outsourcing betrieben werden; ein Geschäftsfeld, in dem Fujitsu bereits seit Jahrzehnten erfolgreich tätig ist. Das heißt, als SAP-Partner betreiben wir die Lizenzen – und im Gegensatz zu vielen anderen Cloud-Angeboten ist dem Kunden mithin von vornherein klar, mit welchem Dienstleister bzw. Cloud-Anbieter er es zu tun hat. Neu an diesem Konzept ist aber, dass die SAP-Lizenzen darüber hinaus auch als Mietlizenzen angeboten werden.

Welche Kunden können denn überhaupt einen PMC-Vertrag abschließen?

Im Prinzip alle SAP-Kunden. Für uns als SAP Systemhaus besteht die klassische Zielgruppe zunächst einmal aus Mittelstandskunden mit einem Jahresumsatz unter 200 Mio. Euro. Doch auch größere Kunden können unter bestimmten Voraussetzungen PMC-Verträge mit uns abschließen.

Was sind denn die Vorteile eines PMC-Konzepts?

Jens Neumann, Senior SAP Sales Manager bei Fujitsu
Jens Neumann, Senior SAP Sales Manager bei Fujitsu

Mietlizenzen müssen betriebswirtschaftlich nicht als Vermögenswerte bilanziert und abgeschrieben werden, sondern gehen lediglich als laufende Kosten ein. Finanzexperten reden hier auch von einem OPEX-Ansatz statt eines CAPEX-Modells. Kundenintern entfallen damit häufig notwendige Investitionsanträge und Budgetierungen. Und es gibt einen weiteren Vorteil: SAP-Kunden wissen, dass es schwierig ist, einmal gekaufte Lizenzen, für die ja dann auch eine fortlaufende Wartungsverpflichtung besteht, in ihrer Struktur zu verändern. Teilkündigungen sind nach den SAP-Regularien nicht möglich, und so bleiben einmal gekaufte Lizenzen im Wartungsbestand bestehen – gleichgültig, ob sie so noch gebraucht werden oder nicht. Bei PMC-Modellen wird dagegen ein Mietvertrag genau über die benötigte Struktur und für die vom Kunden gewünschte Laufzeit abgeschlossen. Damit ist das PMC-Konzept sehr flexibel.

Stichwort „Flexibilität“. Wie flexibel ist der Kunde wirklich?

Ein Neukunde kann sich von Anfang an entscheiden, ob er Lizenzen lieber kauft oder mietet. Er braucht außer seinen persönlichen Rahmenbedingungen nichts weiter zu beachten. Für Kunden, die bereits SAP-Lizenzen im Bestand haben, kann ein Wechsel vor allem dann interessant werden, wenn die bisher gekauften Lizenzen bereits abgeschrieben sind. Wenn außerdem die bisher aufgelaufene Lizenzstruktur die realen Verhältnisse nicht mehr abbildet, macht es sehr viel Sinn, diese Veränderungen mit einem PMC-Konzept abzubilden. Ansonsten ist der Kunde nach dem Ende der Laufzeit wieder in der Lage, die dann notwendige Lizenzstruktur aktuell darzustellen. Und während der Laufzeit können zusätzlich benötigte Lizenzen natürlich in den bestehenden Vertrag eingebunden werden.

Für welche Kunden kommt denn PMC typischerweise infrage?

Für Kunden mit einer sehr dynamischen Entwicklung, bei denen sich die benötigte Lizenzstruktur stark verändert, z. B. bei Aufgabe alter Geschäftsfelder bzw. der Einrichtung neuer Geschäftsmodelle. Aber auch neu anzubindende Tochtergesellschaften im Ausland können einen solchen Veränderungsbedarf auslösen.

Es war vorhin von Voraussetzungen die Rede, die u. U. gegeben sein müssen, damit ein PMC-Vertrag abgeschlossen werden kann. Welche Voraussetzungen wären das denn?

Bei Bestandskunden besteht ja bereits ein Wartungsvertrag. Dieser muss abgelöst werden, und dabei sind gegebenenfalls Fristen zu beachten. Besteht der Vertrag außerdem mit SAP selbst, ist die Mitwirkung von SAP notwendig. Aber auch hier hat es in der Vergangenheit die Konstellation gegeben, dass Kunden definitiv einen anderen Wartungspartner wünschten, und sie haben sich damit durchgesetzt. Auch hybride Konstruktionen sind möglich, das heißt, dass ein Kunde für bestimmte Bereiche Kauflizenzen und für andere Bereiche PMC-Lizenzen haben kann. Wir helfen gern dabei, im Vorfeld die nötigen Voraussetzungen zu prüfen.

Jens, vielen Dank für das Gespräch.

Möchten Sie mehr über die Möglichkeiten von Managed Services und die Partner Managed Cloud erfahren? Die wichtigsten Fakten finden Sie in unserem Video von Julian Staudt auf den Punkt gebracht.

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