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Transformation im Mittelstand: Wie gelingt die Migration in SAP S/4HANA?

Transformation im Mittelstand: Wie gelingt die Migration in SAP S/4HANA?
Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Anfang Oktober ist sie mit kleinen Schritten gestartet – unsere gemeinsame Reise in die Zukunft. Auf dem Weg in die digitale Normalität möchten wir Sie fit machen für das, was Sie in der neuen Welt erwartet und Ihnen das Rüstzeug an die Hand geben, mit dem Sie souverän zum Ziel kommen.

Falls Sie derzeit mit einem Standard-ERP-System von SAP arbeiten, wird ein Schritt auf dieser Reise eine Migration in SAP S/4HANA sein – ein Thema, das jeden Tag näher heranrückt. 2025 lässt SAP den Support des bisherigen Standard-ERP-Systems auslaufen. Die Frage für Unternehmen lautet daher längst nicht mehr, ob eine Anpassung notwendig ist, sondern in welcher Form und wann sie realisiert werden kann.

Ein Projekt – viele Fragen

Transformation im Mittelstand: Wie gelingt die Migration in SAP S/4HANA?Die Umstellung auf SAP S/4HANA stellt nicht einfach nur ein Upgrade dar. Vielmehr geht es um einen kompletten Technologiewechsel – hin zu einem flexiblen System, das den wachsenden Anforderungen gerecht wird, die Big Data und die digitale Transformation für zukunftsorientierte IT-Infrastrukturen mit sich bringen. Die vierte Generation der SAP Business Suite kombiniert dazu Daten und Prozesse auf einer einzigen Echtzeit-Datenplattform. Durch die In-Memory-Technologie entsteht ein einheitliches Datenmodell, mit dem Geschäftsprozesse vernetzt und dynamisch erweitert werden können. Alle Unternehmens- und Projektprozesse lassen sich über eine Benutzeroberfläche steuern.

Schon deutlich kleinere Veränderungen als eine neue IT-Landschaft können jeden von uns zunächst einmal verunsichern – und das ist völlig normal. Daher ist es bei einem so umfangreichen Projekt wie der Migration in SAP S/4HANA kein Wunder, das viele Fragen auftreten:

  • Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Wechsel?
  • Wie groß ist der zeitliche Aufwand, wie hoch das erforderliche Investment?
  • Auf welche Weise kann eine lückenlose Analyse der bestehenden Prozesse vollzogen und Innovationspotenzial erkannt werden?
  • Welche Prozesse lassen sich standardisieren? Inwieweit können aber auch spezifische Eigenentwicklungen übernommen werden?
  • Was ist notwendig für ein professionelles Change Management?
  • Wer gewährleistet, dass keine Störungen des laufenden Anwendungsbetriebs auftreten?

Roadmap der Transformation

Antworten auf solche Fragen gab im Oktober in einem Webinar, in dem Experten von Fujitsu und einem unserer Kunden ganz praxisnah erklärten, wie die Migration in SAP S/4HANA gelingt. Sie haben das Webinar verpasst? Gar kein Problem. Wir fassen die wichtigsten Inhalte hier für Sie zusammen und stellen Ihnen eine Aufzeichnung zur Verfügung – damit auch Ihre Migration ein Erfolg wird.  

Ulrich Schäfer, Teamleiter Competence Center Business bei der Gascade Gastransport GmbH, schilderte im Webinar die bereits begonnene Migration im Unternehmen. Er erklärte exemplarisch die einzelnen Schritte von der zugrunde liegenden Vorstudie über die Umsetzung mit erster Datenmigration bis zum Betrieb der neuen Systemlandschaft. Hans Thoma und Dominik Wagner von Fujitsu, die den Prozess begleiten, lieferten von der Praxis ausgehend weitreichende Einblicke in die maßgeblichen Methoden, Prozesse und theoretischen Grundlagen.

Wesentliche Transformationswege

Transformation im Mittelstand: Wie gelingt die Migration in SAP S/4HANA?Eine der wichtigsten Entscheidungen bei einer anstehenden Migration ist die Art des Umstiegs auf SAP S/4HANA. Grundsätzlich können vorhandene Systeme je nach individuellem Bedarf eines Unternehmens auf drei unterschiedlichen Transformationswegen migrieren: Über New System Installation, System Conversion oder Landscape Transformation.

Bei der Neueinführung, auch Greenfield-Ansatz genannt, wird das vorhandene ERP-System vollständig ersetzt. Dieses Vorgehensmodell beseitigt veraltete Prozesse, in die nicht weiter investiert werden soll, und baut stattdessen ein neues S/4HANA-System mit anschließender Datenübernahme auf.

Die System Conversion (Brownfield-Ansatz) hingegen geht schrittweise vor, um eine bestehende SAP-Suite in S/4HANA zu migrieren. Ziel ist hierbei eine Wiederverwendung von vorhandenen Ressourcen und Daten. Welche Funktionen und Eigenentwicklungen tatsächlich übernommen werden, sollte zuvor sorgfältig abgewogen worden sein. Oftmals findet sich hier Potenzial, Prozesse durch Standardisierung zu vereinfachen.

Zur Konsolidierung von unterschiedlichen, regional vorhandenen SAP-Suite-Landschaften oder zur selektiven Datentransformation in ein globales S/4HANA-System dient die Landscape Transformation. Durch sie wird eine Reduzierung der Landschaftskomplexität erreicht.

Für jedes Unternehmen eine individuell angepasste Projektmethodik

Bei unseren Projekten erarbeiten wir von Fujitsu auf der Basis erprobter Projektmethodiken für jeden Kunden eine individuelle Roadmap – wie bei der Gascade Gastransport GmbH. In umfangreichen Vorstudien werden alle zentralen Punkte geklärt: Welchen Herausforderungen sieht sich das Unternehmen, auch hinsichtlich künftiger Geschäftsmodelle, gegenüber? Wo steht es auf Basis seiner aktuellen IT-Infrastruktur? Welche Ist-Prozesse sind implementiert, welche Soll-Prozesse lassen sich mit welchem Innovationspotenzial künftig darstellen? Auf Grundlage solcher Analysen kann dann ein Management Summary erstellt werden und eine Handlungsempfehlung erfolgen.

Sowohl die New System Installation als auch die System Conversion vollzieht sich in sechs Phasen. Bei der Neueinführung führt der Weg von der ersten Stufe Discover (Workshop, um Motivation, technische Voraussetzungen und den Implementierungsansatz zu beleuchten) über Prepare (Vorstudie und Dokumentation von Ist und Soll) und Explore (Workshops mit Fachbereichen, Definition der Migrationsobjekte, Ausarbeitung des Fachkonzepts) zu Realize (Umsetzung des Fachkonzepts, Testdurchführung), Deploy (Endanwender-Schulung, Go live) und Run (Inbetriebnahme, weiterer Support).

Bei einer Conversion sind Prepare, Installation, Customizing, Migration, Post Migration und Post Migration Testing die einzelnen Steps. Sie basieren gleichermaßen auf umfangreichen Vorstudien, sind aber gemäß des Migrationsansatzes stärker technisch aufgebaut. Beide Vorgehensmodelle beinhalten umfassende Custom Code Checks, um die kundenspezifischen Anforderungen lückenlos abbilden und den Umgang mit Eigenentwicklungen definieren zu können.

Webinar zur Migration in SAP S/4 HANA – Aufzeichnung ansehen

In der Aufzeichnung unseres Webinars erfahren Sie in allen Einzelheiten, wie die Migration in SAP S/4HANA gelingt. Im Zuge der digitalen Transformation werden Echtzeitdaten und ihre effiziente Verarbeitung zweifellos noch wichtiger werden, als sie es heute bereits sind – doch lassen Sie sich nicht verunsichern. Setzen Sie stattdessen mit einer Vorstudie einfach einen Startpunkt und gewinnen Sie so die Gewissheit, welcher Weg der richtige für Ihr Unternehmen ist.

Wir freuen uns, wenn Sie auch bei unserem nächsten Webinar dabei sind, das am 15.11.2018 stattfindet. Thema ist dann die Integrierte Fabriksteuerung: Von Menschen und Daten lernen – Wie Sie die Produktion zukünftig ganzheitlich steuern und SAP-Plattformen effektiv nutzen“. Hier können Sie sich anmelden. Weitergehende Informationen, auf welche Weise die Performance-Management-Lösung LEONARDO Sie unterstützen kann, die Leistungsfähigkeit digitaler Technologien optimal einzusetzen, hält darüber hinaus unser Insight Guide für Sie bereit.

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