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Auch Helden brauchen Unterstützung – süßer Alarm in einem bedrückenden Alltag der Kinderonkologie

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Hel­den kön­nen uns täg­lich auf der Stra­ße begeg­nen. Oft erken­nen wir sie jedoch nicht, denn sie tra­gen kein beson­de­res Out­fit und besit­zen auch kei­ne Super­kräf­te. Jeden Tag set­zen sich Men­schen für ande­re Men­schen in Not ein und vie­le davon hel­fen ehren­amt­lich. Sozia­les Enga­ge­ment hat vie­le Gesich­ter, es kann aus einer war­men Mahl­zeit, einem Hän­de­druck, einer Spen­de, Zeit oder ein­fach nur aus trös­ten­den Wor­ten bestehen. Unse­re Hel­den enga­gie­ren sich, weil sie hel­fen möch­ten und als Dan­ke erwar­ten sie ein Lächeln oder – gar nichts. Wir nen­nen sie „SEIC-Cham­pions” und dahin­ter ste­cken unse­re Chan­nel-Part­ner, die sich für ein sozia­les Pro­jekt in Deutsch­land einsetzen.

Mit die­ser Serie stel­len wir Ihnen die „SEIC-Cham­pions” und ihre Pro­jek­te vor. SEIC steht für „Sozia­les Enga­ge­ment im Chan­nel” und mit unse­rem SEIC-Pro­gramm rei­chen wir den Hel­fern eine hel­fen­de Hand, denn auch Hel­den brau­chen manch­mal Unter­stüt­zung. Gera­de wenn eine Selbst­ver­ständ­lich­keit auf ein­mal eine unüber­wind­ba­re Hür­de dar­stellt. Das Pro­jekt „Fruch­t­alarm” hilft krebs­kran­ken Kin­dern, zu essen und zu trin­ken, wenn wäh­rend der Che­mo­the­ra­pie gar nichts mehr geht.

Essen und trinken – während der Chemotherapie oft eine Tortur

Sie müs­sen nicht über ihre Krank­heit reden. Sie müs­sen nicht über The­ra­pien reden. Für einen Moment kön­nen die Kin­der den Krebs ver­ges­sen. Mit wenig Kraft und wenig Aus­dau­er kön­nen sie auf ein­mal alles schaffen.

sc34125-img-03Ergo­the­ra­peu­tin Vera Fla­ming und Chef­arzt Prof. Dr. med. Johan­nes Otte wis­sen, wie sehr eine Che­mo­the­ra­pie den klei­nen Pati­en­ten zusetzt. All­täg­li­che Din­ge wie essen und trin­ken gera­ten auf ein­mal zur Tor­tur. Vie­le an Krebs erkrank­te Kin­der auf der onko­lo­gi­schen Sta­ti­on der Kin­der­kli­nik Bie­le­feld-Bethel neh­men gar kei­ne Nah­rung mehr zu sich. Sie essen nicht, sie trin­ken nicht. Sie rie­chen schme­cken nicht – bis der Roll­wa­gen kommt. Voll­ge­packt, mit süßen und sau­ren Säf­ten rollt das Pro­jekt „Fruch­t­alarm” über die Flu­re von ins­ge­samt 15 Kli­ni­ken in ganz Deutsch­land. Eine bun­te Kin­der­cock­tail­bar drängt die schreck­li­che Krank­heit für einen Moment zurück. Ohne an den fremd­be­stimm­ten Kli­nik­all­tag den­ken zu müs­sen, kön­nen die klei­nen und jugend­li­chen Pati­en­ten ihren ganz per­sön­li­chen Cock­tail mixen, dabei reden und vor allem Flüs­sig­keit zu sich nehmen.

sc34125-img-04Wäh­rend der Che­mo­the­ra­pie ver­än­dern sich oft der Geruchs- und Geschmacks­sinn. Die jun­gen Pati­en­ten kämp­fen dabei gegen einen über­mäch­ti­gen Geg­ner. Sie kämp­fen gegen den Krebs und um ihr Leben. Auch eine Bie­le­fel­der Fami­lie ging durch die­se schreck­li­che Zeit. Mit einem Schlag ver­än­der­te sich die Lebens­rea­li­tät und wech­sel­te von der Son­nen- auf die Schat­ten­sei­te. Ihr Kind erkrank­te eben­falls und ver­lor den Kampf gegen die Krank­heit – im Alter von nur acht Jah­ren. Aus die­sem Schick­sals­schlag her­aus fass­te die Fami­lie einen Ent­schluss: Wenigs­tens für ein paar Stun­den soll­ten die betrof­fe­nen Kin­der den bedrü­cken­den All­tag auf der Sta­ti­on ver­ges­sen kön­nen. Das Pro­jekt „Fruch­t­alarm” ent­stand. Mar­cel Los­sie, ehren­amt­li­cher Vor­stands­vor­sit­zen­der und Initia­tor, beschreibt die­se Geburts­stun­de so:

Wir haben sehr viel Zeit auf der onko­lo­gi­schen Sta­ti­on ver­bracht. Der Fruch­t­alarm ist für alle Kin­der, die sich durch The­ra­pien und gegen die­se schreck­li­che Krank­heit kämpfen.

Kraft tanken im wahrsten Sinne des Wortes

Mit Freu­de und süßen sowie sau­ren Geschmacks­rich­tun­gen gelingt es den Hel­fern, die­ses Ziel auch umzu­set­zen. Immer wie­der möch­ten die klei­nen Pati­en­ten „Fruch­t­alarm” erle­ben. Sie trin­ken mehr, tan­ken Kraft und für eine kur­ze Zeit steht ein­mal nicht die Krank­heit im Vor­der­grund. Fruch­t­alarm finan­ziert sich aus­schließ­lich über Spen­den. Mit Geld- und Sach­spen­den möch­te die von Laer Stif­tung Bie­le­feld die bun­te mobi­le „Bar” in noch mehr Kli­ni­ken brin­gen. Unser Part­ner „Star­ke + Rei­chert GmbH & Co. KG” unter­stützt alle Hel­fer dabei mit Geld- und Sachspenden.

sc34125-img-02Mit dem Krebs müs­sen die Kin­der einen Geg­ner besie­gen, an dem auch Erwach­se­ne schei­tern kön­nen. Wie einst von der Bie­le­fel­der Fami­lie ver­langt die Krank­heit allen Betei­lig­ten alles ab. Vor­stel­len kön­nen wir uns die­se Lebens­rea­li­tät nicht, aber wir kön­nen hel­fen. Aus die­sem Grund möch­ten wir Ihnen die­ses außer­ge­wöhn­li­che SEIC-Pro­jekt vor­stel­len, wel­ches im Rah­men des start­social-Wett­be­werbs als eines der 25 bes­ten Pro­jek­te deutsch­land­weit eine Aus­zeich­nung erhielt. Alle Infor­ma­tio­nen zu den SEIC-Pro­jek­ten erhal­ten Sie auch über unse­re Inter­net­sei­te (Part­ner Log­in not­wen­dig). Direk­ten Kon­takt zu den Initia­to­ren des „Fruch­t­alams” fin­den Sie hier. Fin­den Sie Geschmack am Hel­fen und unter­stüt­zen Sie die klei­nen Pati­en­ten im Kampf gegen einen über­mäch­ti­gen Geg­ner. Spre­chen Sie uns an!

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