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Agile Softwareentwicklung: Flexibler zum Ziel

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Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

War­um agi­le Soft­ware­ent­wick­lung auf allen Sei­ten Dis­zi­plin und Enga­ge­ment erfor­dert und wie Sie von Fuji­tsu als Part­ner profitieren.

Die Anfor­de­run­gen an Soft­ware­pro­duk­te wan­deln sich immer schnel­ler. Kur­ze Release­zy­klen, Scopes, die sich ver­än­dern, noch bevor das Pro­jekt über­haupt star­tet und immer indi­vi­du­el­le­re Kun­den­an­for­de­run­gen set­zen Unter­neh­men unter Druck. Hin­zu kommt, dass Soft­ware­ent­wick­lung zuneh­mend auch in Bran­chen und Berei­chen rele­vant wird, die zuvor weni­ge Berüh­rungs­punk­te mit Soft­ware und deren Ent­wick­lung hat­ten. Das for­dert nicht nur zusätz­li­che Res­sour­cen, son­dern auch tief­grei­fen­des Spe­zi­al­wis­sen. Unter die­sen Bedin­gun­gen Schritt zu hal­ten oder sich – im bes­ten Fal­le – wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, ist eine enor­me Her­aus­for­de­rung. Dafür benö­ti­gen Sie einen star­ken Part­ner und die rich­ti­ge Methode.

Frühe und kontinuierliche Einbindung als Schlüssel zum Erfolg

Wenn es um geän­der­te Schnitt­stel­len­de­fi­ni­tio­nen, wech­seln­de Part­ner­sys­te­me oder geän­der­te Hosting­ver­trä­ge und ‑Infra­struk­tu­ren geht, stößt tra­di­tio­nel­le Soft­ware­ent­wick­lung zuneh­mend an ihre Gren­zen. In klas­si­schen Pro­jekt­pla­nungs­an­sät­zen bedeu­tet eine sol­che Ver­än­de­rung der Rah­men­be­din­gun­gen meist einen kom­plet­ten Neu­an­satz des Pro­jekt­grund­steins. Es muss wie­der ganz von vor­ne begon­nen wer­den: beim Las­ten­heft – inklu­si­ve des damit ver­bun­de­nen Zeit- und Res­sour­cen­auf­wands. Ein Dilem­ma, weiß auch Chris­ti­an Zie­gner, Head of Con­nec­ted Ser­vices – Deli­very Auto­mo­ti­ve bei Fuji­tsu: „Die Anfor­de­run­gen an Soft­ware wan­deln sich heu­te so schnell, dass sie sich bereits wäh­rend der Erstel­lung eines Las­ten­hefts wie­der kom­plett ver­än­dern kön­nen.” Mit klas­si­schen Metho­den kommt man in sol­chen Fäl­len nicht wei­ter. Benö­tigt wird ein agi­ler Ansatz, der sich von star­rer Pla­nung löst und mehr Fle­xi­bi­li­tät erlaubt – ohne dadurch unbe­herrsch­bar zu sein.

Durch die frü­he und vor allem kon­ti­nu­ier­li­che Ein­bin­dung der Auftraggeber*innen sind Scope Adap­ti­ons bei der agi­len Soft­ware­ent­wick­lung in das Stan­dard-Pro­jekt­ma­nage­ment inklu­diert und kön­nen zeit­nah, mit direk­tem Feed­back zwi­schen Stakeholder*innen und Ent­wick­ler­team aus­ge­tauscht und, wenn nötig, ver­fei­nert wer­den. Das ver­mei­det unnö­ti­gen Res­sour­cen­ein­satz. Zudem pro­fi­tie­ren agi­le Soft­ware­pro­jek­te von einer deut­lich ver­bes­ser­ten Ziel­er­rei­chung und Qua­li­tät. Kein unbe­deu­ten­der Aspekt. Schließ­lich ist nichts schlim­mer, als nach einem zeit- und kos­ten­in­ten­si­ven Pro­jekt sagen und hören zu müs­sen: „So war das nicht gemeint, da müs­sen wir noch ein­mal ran.”

Agile Software Entwicklung - Contentbild 1

Gewollte Veränderung braucht engen Austausch

Agi­le Soft­ware­ent­wick­lung zielt dar­auf ab, die Trans­pa­renz und Ver­än­de­rungs­ge­schwin­dig­keit inner­halb des Soft­ware­ent­wick­lungs­pro­zes­ses zu stei­gern. Ziel ist es, schnell Inkre­men­te des zu ent­wi­ckeln­den Pro­duk­tes zu gene­rie­ren. Gleich­zei­tig sol­len Risi­ken und Fehl­ent­wick­lun­gen auf ein Min­dest­maß redu­ziert wer­den. Erreicht wird dies durch eine neue Art der Pro­jekt­ar­beit, die fle­xi­bler, krea­ti­ver und pro­duk­ti­ver ist als klas­si­sche Ent­wick­lungs­me­tho­den wie dem Was­ser­fall­mo­dell, das einem star­ren, linea­ren und sehr büro­kra­ti­schen Pro­zess folgt.

Im Kern geht es bei Metho­den der agi­len Soft­ware­ent­wick­lung wie Scrum dar­um, die Ent­wurfs­pha­se eines Pro­jek­tes in klei­ne­re, fokus­sier­te­re Blö­cke zu unter­tei­len und Tei­le funk­ti­ons­fä­hi­ger Soft­ware mög­lichst schnell bereit­zu­stel­len – und im engen Aus­tausch mit den Auftraggeber*innen ste­tig wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Die Ent­wick­lung selbst fin­det dabei in inkre­men­tel­len, ite­ra­ti­ven Schrit­ten – soge­nann­ten Sprints – in klei­nen, selbst orga­ni­sie­ren­den Teams aus Entwickler*innen und Unternehmensvertreter*innen statt, die sich über den gesam­ten Soft­ware­ent­wick­lungszy­klus hin­weg eng aus­tau­schen. Das Ein­ge­hen auf Ver­än­de­rung steht dabei über der Befol­gung eines zuvor fest­ge­leg­ten Plans.

Die Ein­satz­mög­lich­kei­ten sind viel­fäl­tig. „Vie­le unse­re Kund*innen nut­zen agi­le Metho­den der­zeit im Bereich Front­end­ent­wick­lung”, sagt Chris­ti­an Zie­gner. „Ein sol­ches Vor­ge­hen bie­tet sich aber auch bei kom­plett neu­en The­men und Pro­of of Con­cepts an.”

Schritt für Schritt zum optimalen Softwareprodukt

Mit agi­len Metho­den sind Unter­neh­men wesent­lich näher am Ent­wick­lungs­pro­zess als bei klas­si­schen Vor­ge­hens­wei­sen – egal ob es sich um ein inter­nes oder ein exter­nes Ent­wick­ler­team han­delt. Das erleich­tert die Steue­rung der Ent­wick­lung und die zei­ti­ge Anpas­sung an sich ändern­de Gege­ben­hei­ten. „Mit agi­ler Soft­ware­ent­wick­lung pla­nen Unter­neh­men nicht län­ger ins Lee­re”, erklärt Chris­ti­an Zie­gner. „Bereits früh im Ent­wick­lungs­pro­zess ent­steht funk­ti­ons­fä­hi­ge Soft­ware, die in den fol­gen­den Sprints wei­ter­ent­wi­ckelt wird.” Durch den engen Aus­tausch und die for­cier­te, kon­ti­nu­ier­li­che Anpas­sung sind Soft­ware­pro­duk­te, die agil ent­wi­ckelt wur­den, erfah­rungs­ge­mäß zudem weit­aus näher an den gestell­ten Anfor­de­run­gen. Das Risi­ko an der Idee oder den Anfor­de­run­gen vor­bei zu ent­wi­ckeln, wird mini­miert und das gewünsch­te Ergeb­nis ohne Umweg erreicht. Das ist auf lan­ge Sicht kos­ten­güns­ti­ger und bie­tet auch Unter­neh­men eine Per­spek­ti­ve, die sonst vor einem Invest­ment ‘ins Blaue’ zurück­scheu­en würden.

Klingt ver­lo­ckend. Damit ein agi­les Soft­ware­pro­jekt erfolg­reich ist, müs­sen aber auch eini­ge Bedin­gun­gen erfüllt werden.

Agile Software Entwicklung - Contentbild 2

Agil heißt nicht chaotisch

Eine Vor­stel­lung, von der sich vie­le Unter­neh­men lösen müs­sen, ist, dass agi­le Pro­jek­te „chao­tisch” wie von selbst ablau­fen und damit wenig bis kei­nen Pla­nungs­auf­wand bedeu­ten. Das Gegen­teil ist der Fall. Agi­le Soft­ware­ent­wick­lung lebt von fes­ten Pro­zess­vor­ga­ben, die es für ein erfolg­rei­ches Pro­jekt akri­bisch ein­zu­hal­ten gilt. „Die Über­ra­schung ist oft groß, wenn klar wird, dass agi­le Soft­ware­ent­wick­lung in vie­len Berei­chen mehr Pla­nungs­auf­wand bedeu­tet als klas­si­sche Vor­ge­hens­mo­del­le. Was sich für Stakeholder*innen aber ändert, ist der Zeit­ho­ri­zont der Pla­nung. Statt um Mona­te oder Jah­re geht es nun um Zeit­ab­schnit­te von zwei bis drei Wochen”, sagt Chris­ti­an Ziegner.

Die engen Pro­zess­vor­ga­ben und die damit ver­bun­de­nen Anfor­de­run­gen bedeu­ten vor allem auf Auf­trag­ge­ber­sei­te eine Umstel­lung. Statt ein Ziel vor­zu­ge­ben und auf das fer­ti­ge Ergeb­nis zu war­ten, sind sie nun inten­siv in den gesam­ten Ent­wick­lungs­pro­zess invol­viert. Das ver­langt den Auftraggeber*innen eini­ges ab. Denn agi­le Metho­den sind anders als linea­re Vor­ge­hens­wei­sen von engem Aus­tausch und Kom­mu­ni­ka­ti­on geprägt. Eine beson­de­re Rol­le kommt dabei dem soge­nann­ten Pro­duct Owner zu. Er ver­tritt die Inter­es­sen der Auftraggeber*innen und legt fest, was getan wer­den muss. Dazu steht er wäh­rend des gesam­ten Pro­zes­ses in engem Kon­takt mit dem Ent­wick­ler­team und über­wacht des­sen Fortschritte.

„Ein erfolg­rei­ches Scrum-Team braucht einen star­ken Pro­duct Owner, der weiß, was er will und sein Pro­dukt kennt. Nimmt er das Vor­ha­ben nicht ernst oder hat nicht genug Zeit dafür, ist das Pro­jekt zum Schei­tern ver­ur­teilt. Das ist so, als hät­te man nur ein hal­bes Las­ten­heft erstellt”, warnt Chris­ti­an Zie­gner. Wer die­se Rol­le ein­nimmt, soll­te gut über­legt sein. „Hier muss auch die Gesamt­or­ga­ni­sa­ti­on mit­spie­len und den Mit­ar­bei­ter oder die Mit­ar­bei­te­rin frei­spie­len. Ein­fach so neben­her lässt sich ein sol­cher Pro­zess nicht bewältigen.”

Entwicklung ist keine Einbahnstraße

Der Schlüs­sel zum Erfolg agi­ler Soft­ware­ent­wick­lung ist die enge, ver­trau­ens­vol­le Zusam­men­ar­beit zwi­schen Auftraggeber*in und Auftragnehmer*in sowie eine inten­si­ve Kom­mu­ni­ka­ti­on und Abstim­mung über das gesam­te Pro­jekt hin­weg. Das bedeu­tet aber nicht nur, dass sich die Auftraggeber*innen inten­siv mit ihrem Ent­wick­ler­team beschäf­ti­gen müssen.

Agile Software Entwicklung - Contentbild 3Die enge Koope­ra­ti­on ver­än­dert auch die Anfor­de­run­gen, die an die Auftragnehmer*innen gestellt wer­den. Gefragt ist mehr als nur rei­ne Ent­wick­lungs­leis­tung, ent­schei­dend für den Erfolg ist ein tief­ge­hen­des Ver­ständ­nis für die Auftraggeber*innen und ihr Geschäft. „Benö­tigt wird ein Part­ner, der in der Lage ist, den Use Case zu ver­ste­hen und sich in die Kun­den­si­tua­ti­on hin­ein­den­ken kann”, erklärt Chris­ti­an Zie­gner. Eine bran­chen­spe­zi­fi­sche Bera­tung ist dabei eben­so wich­tig wie Ser­vice­an­ge­bo­te, die über die rei­ne Soft­ware­ent­wick­lung hin­aus­ge­hen, etwa im Bereich User Design. Ein Part­ner wie Fujitsu.

Agile Softwareentwicklung mit Fujitsu

Im Bereich Soft­ware­ent­wick­lung unter­stüt­zen wir unse­re Kund*innen als erfah­re­ner und zuver­läs­si­ger Part­ner. Dabei deckt unser Port­fo­lio eine Viel­zahl von Dienst­leis­tun­gen und Ser­vices ab – von der rei­nen Auf­trags­ent­wick­lung über die „ver­län­ger­te Werk­bank” bis hin zur voll­stän­di­gen Pro­jek­t­um­set­zung im Rah­men unse­res bewähr­ten Co-crea­ti­on-Ansat­zes. Wie und in wel­cher Form wir Ihr Soft­ware­pro­jekt umset­zen, erar­bei­ten wir dabei gemein­sam. Als glo­ba­ler Anbie­ter mit welt­weit acht Glo­bal Deli­very Cen­tern (GDC) mit einer Viel­zahl hoch­qua­li­fi­zier­ter Mitarbeiter*innen und agi­len Teams unter­stüt­zen wir Sie auch bei der Ska­lie­rung Ihrer Soft­ware­pro­jek­te – Near­shore oder Off­shore. Auf Wunsch mit deutsch­spra­chi­gen Ansprechpartner*innen.

Neben unse­rer Erfah­rung im Bereich Soft­ware­ent­wick­lung pro­fi­tie­ren Sie auch von unse­rer brei­ten Bran­chen­ex­per­ti­se. So erhal­ten Sie nicht nur her­vor­ra­gen­de Soft­ware, son­dern auch immer ein Pro­dukt, das opti­mal auf Ihr Busi­ness und Ihren Use Case abge­stimmt ist. Über den Ent­wick­lungs­pro­zess hin­aus bie­ten wir von Fuji­tsu Ihnen viel­fäl­ti­ge Bera­tungs­an­ge­bo­te, wenn es etwa um das Res­sour­cen­ma­nage­ment in einem agi­len Umfeld oder Fra­gen der User Expe­ri­ence geht. Auch Ihre haus­ei­ge­nen Ent­wick­ler­teams und Ihre zukünf­ti­gen Pro­duct Owner machen wir mit geeig­ne­ten Work­shops und Bera­tungs­an­ge­bo­ten fit für die agi­le Softwareentwicklung.

Weitere Informationen

Sie haben wei­te­re Fra­gen zum The­ma agi­le Soft­ware­ent­wick­lung? Mehr über unse­re Ange­bo­te und unse­re Exper­ti­se fin­den Sie auf unse­rer Web­sei­te.

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