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Fujitsu und VisiConsult: Partnerschaft für intelligente Inspektion

Fujitsu und VisiConsult: Partnerschaft für intelligente Inspektion
Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Rei­bungs­lo­se Inspek­ti­ons­pro­zes­se sind der Schlüs­sel zu einer gleich­blei­bend hohen Pro­dukt­qua­li­tät und damit zum nach­hal­ti­gen, wirt­schaft­li­chen Erfolg eines Fer­ti­gungs­un­ter­neh­mens. Um die Qua­li­täts­si­che­rung prä­zi­ser, schnel­ler und effi­zi­en­ter zu gestal­ten, ist eine durch­gän­gi­ge Auto­ma­ti­sie­rung der Pro­zess­ket­te sinn­voll. Einen wich­ti­gen Bei­trag hier­zu leis­tet der geziel­te Ein­satz von künst­li­cher Intel­li­genz (KI). Gemein­sam mit Visi­Con­sult, einem Spe­zia­lis­ten für indus­tri­el­le Rönt­gen­sys­te­me, arbei­ten wir mit Hoch­druck dar­an, die­sem Ziel einen ent­schei­den­den Schritt näher­zu­kom­men. In einer stra­te­gi­schen Part­ner­schaft bün­deln wir unse­re Kom­pe­ten­zen und brin­gen dadurch intel­li­gen­te Inspek­ti­ons­lö­sun­gen auf den Weg, von denen unse­re Kund*innen enorm pro­fi­tie­ren. Chris­tof Schleidt, Pro­jekt­ver­ant­wort­li­cher bei Fuji­tsu, erklärt gemein­sam mit Lenn­art Schu­len­burg, Geschäfts­füh­rer bei Visi­Con­sult, die Hin­ter­grün­de sowie Zie­le der Pro­jekt­part­ner­schaft und beleuch­ten die kon­kre­ten Vor­tei­le für die Anwender*innen.

Kernkompetenzen optimal zusammenführen

Kernkompotenzen optimal zusammenführenChris­tof Schleidt: Lenn­art, mit Visi­Con­sult ver­bin­det uns eine sehr erfolg­rei­che Part­ner­schaft. Ihr seid Exper­ten und Markt­füh­rer im indus­tri­el­len Rönt­gen, wir sind Spe­zia­lis­ten für IT-Inte­gra­ti­on, KI und visu­el­le Inspek­ti­on. Was meinst du: wie kön­nen wir unse­re Kern­kom­pe­ten­zen opti­mal ein­brin­gen und zusam­men­füh­ren, sodass sowohl die Kund*innen als auch der gesam­te Markt in hohem Maß profitieren?

Lenn­art Schu­len­burg: Ich sehe unse­re bei­den Unter­neh­men hier als Spar­ring­part­ner, die ihre Fähig­kei­ten, Lösun­gen und Tech­no­lo­gien per­fekt ergän­zen, um nach­hal­ti­ge Mehr­wer­te zu schaf­fen. Mit unse­ren auto­ma­ti­sier­ten Rönt­gen­sys­te­men haben wir in den ver­gan­ge­nen Jah­ren den Work­flow in der zer­stö­rungs­frei­en Prü­fung (Non Dest­ruc­ti­ve Tes­ting / NDT) digi­ta­li­siert und den Pro­zess auto­ma­ti­siert. Auf­grund von hoch­ge­nau­en, digi­ta­len Rönt­gen­de­tek­to­ren lie­gen umfang­rei­che digi­ta­le Bild­da­ten vor. Mit euch gehen wir jetzt den Schritt in Rich­tung Indus­trie 4.0. Mit eurer Exper­ti­se in Sachen KI gelingt uns der Step von der klas­si­schen Bild­ver­ar­bei­tung zu auto­ma­ti­schen Aus­wer­tun­gen. So kön­nen wir gemein­sam unse­re Kund*innen dabei unter­stüt­zen, die Detek­ti­ons­wahr­schein­lich­kei­ten und gleich­zei­tig den Durch­satz zu erhöhen.

Chris­tof Schleidt: Das sehe ich auch so. Zudem kön­nen wir durch die Ver­net­zung von Anla­gen, die Cloud-Anbin­dung und den Ein­satz von KI noch ein­fa­cher und sehr pro­zess­si­cher opti­ma­le Erken­nungs­er­geb­nis­se lie­fern. Ihr seid ja in Bran­chen unter­wegs, in denen höchs­te Qua­li­täts­stan­dards umzu­set­zen sind. Ich den­ke da an kri­ti­sche Bau­tei­le wie bei­spiels­wei­se die Rad­auf­hän­gung im Auto­mo­ti­ve-Sek­tor oder Tur­bi­nen­schau­feln im Aero­space-Bereich. Hier herr­schen maxi­ma­le Anfor­de­run­gen an die Genau­ig­keit und an die Erken­nungs­ra­ten der Algo­rith­men. Wir schät­zen daher eure lang­jäh­ri­ge Erfah­rung in der zer­stö­rungs­frei­en Prü­fung und euren geziel­ten Fokus auf die Industrie.

Erfolgreiche Use Cases

Lenn­art Schu­len­burg: Und genau hier­für bie­tet ihr mit eurem Port­fo­lio die idea­le Ergän­zung – mit tief­ge­hen­der KI-Exper­ti­se, smar­ten Tech­no­lo­gien für visu­el­le Inspek­ti­on und der fun­dier­ten Kennt­nis des Mark­tes. So haben wir gemein­sam bereits zwei weg­wei­sen­de Pilot­kun­den­pro­jek­te aus dem Bereich Schweiß­naht­prü­fung auf den Weg gebracht – mit einem Her­stel­ler von geschweiß­ten Roh­ren aus dem Pipe­line­bau und einem Fer­ti­ger von geschweiß­ten, dünn­wan­di­gen Tita­ni­um-Roh­ren aus der Luft­fahrt­bran­che. Bei­des sind sehr sicher­heits­kri­ti­sche Anwen­dun­gen. Sowohl Hydrau­lik­lei­tun­gen im Flug­zeug als auch Pipe­lines müs­sen abso­lut dicht sein, um die Betriebs­si­cher­heit zu gewähr­leis­ten und ernst­haf­te Gefah­ren auszuschließen.

Chris­tof Schleidt: Und mit die­sen erfolg­rei­chen Use Cases zei­gen wir, dass unser Ansatz nicht nur auf rei­ner Theo­rie basiert. Statt­des­sen brin­gen wir kon­kre­te und pra­xis­taug­li­che Anwen­dungs­sze­na­ri­en auf den Weg. Unser zen­tra­les Ziel ist es, KI naht­los in Appli­ka­tio­nen für die zer­stö­rungs­freie Prü­fung zu inte­grie­ren. Um hier die Kund*innen opti­mal abzu­ho­len und ihre Bedürf­nis­se pass­ge­nau zu adres­sie­ren, habt ihr eine durch­dach­te Vor­ge­hens­wei­se ent­wi­ckelt. Kannst Du die­se mal genau­er beschreiben?

Lenn­art Schu­len­burg: Wir fah­ren hier einen Ansatz, der sich aus vier auf­ein­an­der­fol­gen­den Schrit­ten zusam­men­setzt: Select – Pro­ve – Qua­li­fy – Exe­cu­te. In der ers­ten Pha­se bie­ten wir Unter­neh­men die Mög­lich­keit, akti­ver Teil des Pro­gramms, also ein Pilot­kun­de zu wer­den. In der Pro­ve-Pha­se erar­bei­ten wir in enger Abstim­mung mit ihnen einen Pro­of-of-Con­cept, unter­su­chen also die tech­ni­sche Mach­bar­keit des Pro­jekts. Anschlie­ßend gehen wir in die Qua­li­fy-Pha­se. Da wir uns in einem sicher­heits­kri­ti­schen Bereich bewe­gen, müs­sen wir die Algo­rith­men prä­zi­se qua­li­fi­zie­ren. Und wir müs­sen demons­trie­ren, dass die Erken­nungs­ge­nau­ig­keit die­sen hohen Anfor­de­run­gen stand­hält. Abschlie­ßend folgt dann die Exe­cu­te-Pha­se, in der das Pro­dukt in den Live-Betrieb geht.

Vorteile für Anwender*innen

Vorteile für Anwender*innenChris­tof Schleidt: Inter­es­sant! Ich den­ke, durch die­sen Pro­zess bekom­men die Kund*innen ein Gespür für den zu erwar­ten­den Nut­zen der Tech­no­lo­gie und kön­nen selbst ent­schei­den, ob sie wei­ter inves­tie­ren möch­ten oder nicht.

Lenn­art Schu­len­burg: Ja, genau. Und wir zei­gen damit, dass es nicht nur tech­nisch funk­tio­niert, son­dern auch betriebs­wirt­schaft­lich ren­ta­bel ist. Die Unter­neh­men spa­ren damit Geld und pro­fi­tie­ren von einer siche­ren Tech­no­lo­gie. Denn unser lang­fris­ti­ges Ziel ist ein uni­ver­sel­les, durch­gän­gig auto­ma­ti­sier­tes Auswertesystem.

Chris­tof Schleidt: Zusätz­lich pro­fi­tie­ren die Kund*innen von vie­len wei­te­ren kon­kre­ten Vor­tei­len. So gehen wir im Rah­men unse­rer Part­ner­schaft gemein­sam ein The­ma an, das für ein ein­zel­nes Unter­neh­men in der Regel mit einem zu hohen Auf­wand ver­bun­den wäre. Die Ver­ant­wort­li­chen müss­ten sich mit vie­len unter­schied­li­chen Ansprechpartner*innen aus­ein­an­der­set­zen, etwa mit Spezialist*innen für KI und Expert*innen für zer­stö­rungs­freie Mate­ri­al­prü­fung. In der Pra­xis wür­de dies hohe Inves­ti­tio­nen nach sich zie­hen und wäre für die meis­ten Unter­neh­men kaum ren­ta­bel. Wir neh­men ihnen die­se Arbeit ab und bie­ten eine paten­te, gut umsetz­ba­re Lösung. Ein wei­te­rer wesent­li­cher Vor­teil ist natür­lich eine Genau­ig­keit und Schnel­lig­keit in der Feh­ler­erken­nung, wie sie sich bis­her mit manu­el­ler Inspek­ti­on oder regel­ba­sier­ten Sys­te­men nicht rea­li­sie­ren ließ. Und oben­drein wer­den die Kos­ten redu­ziert, da durch die KI-basier­te Qua­li­täts­si­che­rung fol­gen­schwe­re Feh­ler in sicher­heits­kri­ti­schen Pro­duk­ten mini­miert werden.

Lenn­art Schu­len­burg: Dar­über hin­aus kön­nen wir die Inspek­ti­ons­pro­zes­se durch­gän­gig auto­ma­ti­sie­ren und dadurch die Pro­duk­ti­vi­tät in einem zen­tra­len Glied der betrieb­li­chen Wert­schöp­fungs­ket­te ent­schei­dend erhö­hen. Zudem erleich­tert die par­al­le­le Abstim­mung mit den Regu­lie­rungs­be­hör­den und ‑gre­mi­en das Ver­fah­ren für die Kund*innen. Denn bei der ope­ra­ti­ven Ein­füh­rung von KI-Tech­no­lo­gien sind zahl­rei­che Zer­ti­fi­zie­rungs­richt­li­ni­en zu beach­ten. Und nicht zuletzt pro­fi­tie­ren die Kund*innen natür­lich von unser bei­der Exper­ti­se – von eurer Kom­pe­tenz in Sachen KI und visu­el­ler Inspek­ti­on und unse­rer 26-jäh­ri­gen Erfah­rung in der zer­stö­rungs­frei­en Prü­fung sowie unse­rer Markt­füh­rer­schaft in der Röntgentechnik.

Ein Blick in die Zukunft

Chris­tof Schleidt: Lenn­art, wol­len wir abschlie­ßend noch einen Blick in die Zukunft wagen?

Lenn­art Schu­len­burg: Ja, ger­ne. Was meinst du, wohin soll die Rei­se bei der KI-basier­ten, visu­el­len Inspek­ti­on gehen?

Chris­tof Schleidt: Ich den­ke, dass wir auch in Zukunft unse­re Kom­pe­ten­zen gezielt zum Vor­teil der Kund*innen bün­deln. Fuji­tsu und Visi­Con­sult ver­fü­gen gemein­sam über das Poten­zi­al, um den Markt zu revo­lu­tio­nie­ren. Ich den­ke da an nie dage­we­se­ne Mög­lich­kei­ten, um die Pro­duk­ti­ons­li­nie zu opti­mie­ren und die Trans­pa­renz der Pro­zes­se zu erhö­hen. Ein Ziel könn­te bei­spiels­wei­se sein, die Inter­ak­ti­on zwi­schen Bear­bei­tungs­zen­tren wie etwa einer Guss­zel­le und der prü­fen­den Rönt­gen-Tech­no­lo­gie in Echt­zeit abzustimmen.

Lenn­art Schu­len­burg: Ergän­zend dazu wäre es auch prak­ti­ka­bel, bei der Lie­fe­rung qua­li­ta­tiv min­der­wer­ti­ger Mate­ria­li­en direkt und zeit­nah ein Feed­back in die Sup­ply Chain zu geben. Zudem sehe ich für die Zukunft, dass wir neben den Rönt­gen-Tech­no­lo­gien lang­fris­tig auch ande­re Metho­den der zer­stö­rungs­frei­en Prü­fung ein­be­zie­hen wie etwa Ultra­schall, Eddy-cur­rent oder die Magnetpulverprüfung.

Über Visi­Con­sult
Visi­Con­sult ist ein Fami­li­en­un­ter­neh­men aus Nord­deutsch­land und gilt als inno­va­ti­ver Spe­zia­list für Rönt­gen­lö­sun­gen und Markt­füh­rer für kun­den­spe­zi­fi­sche Rönt­gen­in­spek­ti­ons­an­la­gen. Um hohe Qua­li­täts­stan­dards zu gewähr­leis­ten, ent­wi­ckelt und fer­tigt das Unter­neh­men alle Pro­duk­te intern und setzt dabei beson­ders auf loka­le Zulie­fe­rer. Die Sys­te­me wer­den an die Pro­zes­se der Kund*innen ange­passt und schlüs­sel­fer­tig gelie­fert, wobei die­se beson­ders die hohe Fle­xi­bi­li­tät und außer­ge­wöhn­li­che Zuver­läs­sig­keit schät­zen. Mehr als 25 Jah­re Erfah­rung in der Bild­ver­ar­bei­tung und ins­be­son­de­re in Auto­ma­ti­scher Feh­ler­erken­nung (ADR) garan­tie­ren hoch­ef­fi­zi­en­te Lösungen. 

 

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