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Hybrid Schooling erfolgreich umsetzen

Hybrid Schooling erfolgreich umsetzen
Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Die Digi­ta­li­sie­rung ist in der Arbeits­welt all­ge­gen­wär­tig. Kaum ein Unter­neh­men oder eine Behör­de kann sich ihr ent­zie­hen. Aber auch die Lern- und Schul­welt unse­rer Kin­der ver­än­dert sich. Bereits seit Jah­ren wird der Prä­senz­un­ter­richt digi­tal gestützt: Mit digi­ta­len White­boards statt einer Tafel, mit mobi­len oder sta­tio­nä­ren End­ge­rä­ten im Unter­richt – und ent­spre­chen­den Lern­ma­te­ria­li­en für die­se. Video-Inhal­te sind eben­falls schon lan­ge nichts Neu­es mehr.

Die all­ge­mei­ne Ent­wick­lung geht aller­dings noch ein Stück wei­ter, nicht nur als Reak­ti­on auf die pan­de­mie­be­ding­ten Schul­schlie­ßun­gen im Früh­jahr 2020 und die aktu­el­le Aus­set­zung der Prä­senz­pflicht. So wur­de bereits 2019 der Digi­tal­pakt Schu­le ver­ab­schie­det, der die Not­wen­dig­keit der digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on unter­mau­ert. Um unse­re Kin­der aus­rei­chend auf eine digi­tal gepräg­te Arbeits­welt vor­zu­be­rei­ten, muss die Schu­le einen Schritt wei­ter­ge­hen: vom digi­tal gestütz­ten Prä­senz­un­ter­richt hin zum Hybrid Schooling.

Sind Sie Lehr­kraft und / oder für den IT-Betrieb in Ihrer Schu­le zustän­dig? Dann möch­ten wir Ihnen in die­sem Bei­trag ein paar Tipps an die Hand geben, was Sie für einen erfolg­rei­chen Umstieg auf Hybrid Schoo­ling beach­ten sollten.

Wozu Hybrid Schooling?

Hybrid Schoo­ling bezeich­net den Mix aus Prä­senz­un­ter­richt im Klas­sen­raum und Fern­un­ter­richt von poten­zi­ell jedem Ort aus. Digi­ta­le Lern­räu­me sind somit – im Gegen­satz zum „nur” digi­tal gestütz­ten Unter­richt – nicht mehr auf bestimm­te Orte und Zei­ten ein­ge­grenzt. Schüler*innen kön­nen zum Bei­spiel ihre Haus­auf­ga­ben am Nach­mit­tag auf einer digi­ta­len Platt­form erle­di­gen. Oder sie kön­nen mit den Mate­ria­li­en der Lehr­kraft einen Schul­aus­flug ins Muse­um vorbereiten.

Bei Schul­schlie­ßun­gen kann Hybrid Schoo­ling dabei hel­fen, den gewohn­ten Betrieb wei­test­ge­hend auf­recht zu erhal­ten. So kön­nen die Lehrer*innen den Unter­richt für den Fol­ge­tag zu Hau­se vor­be­rei­ten. Die Schul­ma­te­ria­li­en stel­len sie dann über die Schul-Cloud zur Ver­fü­gung. Die Schüler*innen grei­fen für (Haus-)aufgaben auf die Mate­ria­li­en zu und schi­cken ihre Ergeb­nis­se wie­der­um per Schul-Cloud an die Lehr­kraft zurück.

Auch unab­hän­gig von gene­rel­len Schul­schlie­ßun­gen gilt: Digi­ta­le Platt­for­men sind eine wert­vol­le Ergän­zung für den Unter­richt. Was, wenn Schüler*innen oder Lehrer*innen für län­ge­re Zeit an kei­nem Unter­richt an der Schu­le vor Ort teil­neh­men aber sich durch­aus von zu Hau­se aus betei­li­gen kön­nen? Und wie kön­nen wir Kin­dern die not­wen­di­gen digi­ta­len Medi­en­kom­pe­ten­zen bes­ser ver­mit­teln als durch die akti­ve Nut­zung von Medi­en? Auf all die­se Her­aus­for­de­run­gen ist Hybrid Schoo­ling die Antwort.

Was Sie für Hybrid Schooling benötigen

Das wohl wich­tigs­te für Hybrid Schoo­ling ist eine soli­de Grund­la­ge. Die­se kann bei­spiels­wei­se der Medi­en­ent­wick­lungs­plan (MEP) im Rah­men des Digi­tal­pak­tes Schu­le sein. Mit einem sol­chen Plan kann sicher­ge­gan­gen wer­den, dass die päd­ago­gi­schen Vor­aus­set­zun­gen für die Medi­en­nut­zung mit den finan­zi­el­len Gege­ben­hei­ten des Schul­trä­gers ver­ein­bart wer­den. Mit die­sem kön­nen sich dann Schul­trä­ger, die Schul­lei­tung, Lehrer*innen, Eltern und Schüler*innen an einem Tisch ver­sam­meln und gemein­sam die digi­ta­le Road­map für ihre Schu­le ent­wi­ckeln. Sie kön­nen sich natür­lich für das Auf­set­zen eines sol­chen Plans auch einen kom­pe­ten­ten Part­ner an die Sei­te holen, der Sie bei der Umset­zung berät und unterstützt.

Wich­tig sind außer­dem geeig­ne­te Medi­en: durch die Lehrer*innen erstell­te, von Schul­buch­ver­la­gen, Medi­en­dis­tri­bu­tio­nen und nicht zuletzt OER-Mate­ria­li­en, also Bil­dungs­ma­te­ria­li­en jeg­li­cher Art und in jedem Medi­um, die unter einer offe­nen Lizenz ver­öf­fent­licht wer­den. Essen­ti­ell sind eben­falls gut geschul­te Pädagog*innen. Mög­li­cher­wei­se schei­nen man­che klei­ne „Digi­tal Nati­ves” im Umgang mit Lap­top und Co. über­le­gen – doch Lehrer*innen brin­gen neben ihrer päd­ago­gi­schen Aus­bil­dung als „Digi­tal Migrants” jah­re­lan­ge Lern­er­fah­rung in Sachen Tech­no­lo­gie mit. Um die­se effek­tiv zu nut­zen, ist eine ent­spre­chen­de Aus- und kon­ti­nu­ier­li­che Fort­bil­dung natür­lich unabdingbar.

Verlässliche IT als solide Basis

Ohne eine ver­läss­li­che IT kann Hybrid Schoo­ling nicht funk­tio­nie­ren. Dabei sind zwei Arten von Lern­or­ten zu berück­sich­ti­gen: Was wird in der Schu­le benö­tigt und was außer­halb, zum Bei­spiel Zuhause?

Im Zen­trum des Gan­zen steht eine Lern­platt­form, an die viel­fäl­ti­ge Anfor­de­run­gen bestehen: Sie muss stän­dig ver­füg­bar sein und dabei sta­bil und sicher lau­fen. Sie muss Kom­mu­ni­ka­ti­on, Kol­la­bo­ra­ti­on und Orga­ni­sa­ti­on ermög­li­chen sowie das Hin­ter­le­gen von Medi­en in der Cloud. Eine hohe IT-Sicher­heit und Daten­schutz­kon­for­mi­tät sind eben­so wich­tig. Dabei soll die Platt­form noch leicht zu nut­zen und ein­fach zu admi­nis­trie­ren sein. Schon bei klei­nen Schu­len mit viel­leicht 200 bis 400 Schü­lern ist das eine Her­aus­for­de­rung. Bei gro­ßen Schu­len mit 800, 1000 oder gar 1.200 Schü­lern glei­chen die Instal­la­ti­on und vor allem Betrieb und Sup­port schnell einem IT-Großprojekt.

Um die Platt­form im Prä­senz­un­ter­richt nut­zen zu kön­nen, muss dort die ent­spre­chen­de Hard­ware zur Ver­fü­gung ste­hen. Das kön­nen in Medi­en­räu­men All-in-One-Gerä­te oder Mini PCS mit Moni­tor, mit USB-Port und viel­leicht sogar DVD-Lauf­wer­ken sein. In den Klas­sen­räu­men bie­ten sich robus­te All-Round-Note­books für eine fle­xi­ble Nut­zung an. Ein gutes und sta­bi­les WLAN ist selbstverständlich.

Auch für die Nut­zung an einem ande­ren Lern­ort ist neben einem Inter­net­an­schluss die rich­ti­ge Hard­ware wich­tig. Die­se soll­te mög­lichst mobil sein, um glei­cher­ma­ßen für die­sen Lern­ort und den Prä­senz­un­ter­richt nutz­bar zu sein. Um eine rei­bungs­lo­se Kom­mu­ni­ka­ti­on zu ermög­li­chen, wer­den dabei Gerä­te benö­tigt, die für Video­kon­fe­ren­zen und inter­ak­ti­ven Unter­richt mit Kame­ra, Mikro­fon und Laut­spre­cher aus­ge­stat­tet sind. Wel­che Gerä­te sich eig­nen, hängt vom Alter der Ler­nen­den ab. So sind in der Grund­schu­le meist Tablets (ger­ne spritz­was­ser- und staub­ge­schützt, mög­lichst robust) die bes­te Lösung, in der Mit­tel­stu­fe dann All-Round-Note­books. Für die anspruchs­vol­le­re Nut­zung in Ober­stu­fe, Berufs­schu­le und Uni­ver­si­tät sind dann 2‑in-1-Con­ver­ti­bles eine gute Wahl.

Unser Tipp: Suchen Sie sich einen starken Partner

Die Last für Betrieb und Sup­port der IT muss und soll­te sich nicht auf Ihnen oder dem Schul­trä­ger lie­gen. Fin­den Sie den rich­ti­gen Tech­no­lo­gie-Part­ner und suchen Sie sich pro­fes­sio­nel­le Unter­stüt­zung. Eine mög­li­che Lösung für Ihren Zugang zu Hybrid Schoo­ling sind unse­re Con­nec­ted Ser­vices für Smart Edu­ca­ti­on mit Fuji­tsu Secu­ron for Schools. Die ganz­heit­li­che Lösung umfasst Hard­ware, Bera­tungs- und Inte­gra­ti­ons-Ser­vices und ver­eint Por­tal, Cloud und (vor Ort)-Services und ermög­licht AR, AI und Adap­ti­ve Lear­ning. Die Inte­gra­ti­ons­platt­form Secu­ron von Fuji­tsu hat sich als Por­tal für die hybri­de Schu­le, für vir­tu­el­le Lern­räu­me und inter­ak­ti­ve Inhal­te bewährt.

Mit der Lern­platt­form kommt Ihre Schu­le in Ver­bin­dung: mit exter­nen Por­ta­len, mit ande­ren Schu­len, mit ver­bun­de­nen Lern­räu­men – ganz nach Wunsch. Und sie ver­bin­det ver­schie­de­ne Ebe­nen: Schu­len, Kom­mu­na­le-Schul-Cloud und Lan­des-Schul-Cloud. Wir bera­ten und unter­stüt­zen Sie ger­ne mit unse­rem Know-how und unse­rer Erfahrung.

Weitere Informationen

Wenn Sie noch mehr dar­über wis­sen möch­ten, wie Sie Ihre Schu­le für Hybrid Schoo­ling fit machen, emp­feh­len wir Ihnen die Auf­zeich­nung unse­res Webi­nars: „Bil­dung 4.0: Auf dem Weg in ein hybri­des Schul­sys­tem”. Erfah­ren Sie dort, wel­che tech­no­lo­gi­schen Lösun­gen für ein „digi­ta­les Klas­sen­zim­mer” bereit­ste­hen. Außer­dem haben wir Ihnen hier sie­ben Tipps für Hybrid Schoo­ling zusammengestellt.

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