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Interdisziplinär – was wird möglich, wenn wir Technologien koppeln?

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Geschätzte Lesezeit: 8 Minuten

Ein Bei­trag von Anne-Marie Tume­scheit und Jens Beier.

Min­dest­ab­stand, Hän­de des­in­fi­zie­ren, Ein­kau­fen mit Ter­min und immer wie­der Home­of­fice & Home Schoo­ling: So sieht unser aller All­tag seit mitt­ler­wei­le einem Jahr aus. Natür­lich sind auch mein Kol­le­ge Jens Bei­er und ich davon betrof­fen. Aber wir wären nicht bei einem IT-Unter­neh­men beschäf­tigt, wenn wir nicht lau­fend über­le­gen wür­den, mit wel­chen Tech­no­lo­gien sich das Bes­te aus der aktu­el­len Situa­ti­on her­aus­ho­len lässt. Vor Kur­zem haben wir mal wie­der solch ein Gespräch geführt – und möch­ten Sie an die­sen Über­le­gun­gen teil­ha­ben lassen.

Alte Wege – neu gedacht

Anne-Marie: Auch wenn es schon etwas her ist – ich den­ke wirk­lich ger­ne an die BITKOM Digi­tal Trans­for­ma­ti­on Week Ende letz­ten Jah­res zurück. Da gab es vie­le wirk­lich wert­vol­le Anregungen.

Jens: Oh ja, was für ein Event! Das war eines mei­ner High­lights Ende 2020. Und das The­ma Sek­tor­kopp­lung aus der Eröff­nungs­re­de des Staats­se­kre­tär BMWi A. Feicht zur Ener­gie­kon­fe­renz war eines mei­ner wich­tigs­ten Takea­ways über­haupt. Aus dem Mobi­li­ty-Bereich ken­ne ich das The­ma ja schon: Öko­sys­te­me, Part­ner­schaf­ten, Alli­an­zen und so wei­ter. Aber die gro­ße Rol­le, die es spielt, noch ein­mal mit solch einem Plä­doy­er bestä­tigt zu bekom­men, war moti­vie­rend. Ich fühl­te mich auch unmit­tel­bar an Dr. Regers beein­dru­cken­de Rede auf dem Auto­mo­ti­v­eIT Kon­gress 2020 erin­nert, in der er dafür ein­trat, die neu­es­ten Tech­no­lo­gien wie Quan­tum Com­pu­ting und KI jetzt beim Wie­der­an­lauf der Wirt­schaft zu nut­zen. Anne-Marie, du warst an der Vor­be­rei­tung die­ser Rede betei­ligt, rich­tig? Gera­de das The­ma „Siche­re Rück­kehr an den Arbeits­platz” ist ja ange­sichts der fort­dau­ern­den Ein­schrän­kun­gen aktu­ell wie kaum etwas anderes.

Anne-Marie: Ja, das stimmt. Natür­lich wol­len Arbeitnehmer*innen und Arbeitgeber*innen die Infek­ti­ons­zah­len eben­so schnell wie­der in einem Bereich sehen, in dem die Gesund­heits­äm­ter die Nach­ver­fol­gung gewähr­leis­ten kön­nen, wie es auch die Poli­tik will. Aber in ihrer Brust schlägt auch ein wirt­schaft­li­ches Herz. Das heißt: die Unter­neh­men müs­sen auch wei­ter­hin Umsatz erwirt­schaf­ten und Leis­tun­gen erbrin­gen. Nicht alle Jobs las­sen sich ins Home­of­fice ver­la­gern. Die Arbeitnehmer*innen sor­gen sich eben­falls nicht nur um ihre Gesund­heit und die ihrer Fami­lie. Sie möch­ten auch gute Arbeit ablie­fern und zu einer aus­ge­wo­ge­nen Work-Life-Balan­ce gelan­gen. Das sind Punk­te, denen nicht jeder im Home­of­fice aus­rei­chend Rech­nung tra­gen kann.

In die­ser schwie­ri­gen und dyna­mi­schen Situa­ti­on, in der Abstand das höchs­te Gebot ist, kön­nen neue Tech­no­lo­gien einen wich­ti­gen Bei­trag leis­ten. Wobei nicht alle zwangs­läu­fig neu sein müs­sen. Viel­mehr ist es ent­schei­dend, dass ver­schie­de­ne Tech­no­lo­gien kom­bi­niert und nicht ein­zeln für sich ein­ge­setzt wer­den. Denn nur so kön­nen Syn­er­gien ent­ste­hen, die auch eine tat­säch­li­che Unter­stüt­zung und Ent­las­tung darstellen.

Homeoffice – (k)eine Dauerlösung?

Neh­men wir als Bei­spiel die von Dr. Joseph Reger in sei­ner Key­note zur Fuji­tsu Acti­va­te Now beschrie­be­nen Ansät­ze. Stel­len wir uns daher einen pro­du­zie­ren­den Betrieb vor. Er besteht z. B. aus einer Mon­ta­ge­hal­le, einer Kan­ti­ne, Umklei­de­räu­men, ver­schie­de­nen Zugangs­kon­trol­len und einem gewis­sen Logis­tik- und Orga­ni­sa­ti­ons­be­reich, der nur bedingt ins Home­of­fice ver­la­gert wer­den kann. Um in die­sem Bereich einen effek­ti­ven Schutz vor Anste­ckun­gen auf­zu­bau­en, müs­sen meh­re­re Aspek­te betrach­tet und zeit­gleich ange­gan­gen werden.

Großraumbüro vor Corona

Da wäre zum einen die Redu­zie­rung von Kon­takt­flä­chen. Mitarbeiter*innen soll­ten mög­lichst wenig Flä­chen anfas­sen müs­sen, erst Recht, wenn es nicht ihren direk­ten Arbeits­platz betrifft. Das umfasst als ers­tes und viel­fach Zugangs­kon­trol­len – jede Art von Tür, die bei­spiels­wei­se ange­fasst wer­den muss, um sie zu öff­nen bzw. einen Schlüs­sel oder Chip benö­tigt. Hier kön­nen berüh­rungs­freie Zugangs­kon­trol­len wie Palm­Se­cu­re™ mit auto­ma­ti­schen Tür­öff­nun­gen einen wich­ti­gen Bei­trag leis­ten. Abhän­gig davon, wie die Arbeits­zeit­er­fas­sung im Unter­neh­men gehand­habt wird, kann auch hier eine Kopp­lung mit Palm­Se­cu­re™ vor­ge­nom­men wer­den. Damit wer­den wie­der Lauf­we­ge und poten­ti­el­le Kon­takt­punk­te reduziert.

Ein wei­te­res The­ma ist das kor­rek­te Tra­gen des Mund-Nasen-Schut­zes. Wir wis­sen mitt­ler­wei­le von einer Viel­zahl an wis­sen­schaft­li­chen Unter­su­chun­gen, dass es ent­schei­dend ist, die Mas­ke kor­rekt zu tra­gen. Nur so kann sie ihren Schutz ent­fal­ten und die poten­zi­el­le Virus­be­las­tung in der Umge­bungs­luft ver­rin­gern. Das ist in Räum­lich­kei­ten, in denen sich Men­schen län­ger auf­hal­ten, umso wich­ti­ger. Hier könn­ten KI-basier­te Bil­d­er­ken­nungs­al­go­rith­men unter­stüt­zen. Der Vor­teil: die­se sind mitt­ler­wei­le so weit ent­wi­ckelt, dass sie „on Edge” imple­men­tiert wer­den kön­nen. Mit ande­ren Wor­ten: die Bild­da­ten wer­den direkt an der Kame­ra aus­ge­wer­tet und nicht ins Netz­werk des Betrie­bes oder eine Cloud­um­ge­bung eingespeist.

Die­se Tat­sa­che kann dann jeder IT-Admin des Betriebs bei Bedarf nach­voll­zie­hen und den Kolleg*innen ver­si­chern, dass der Schutz der Per­sön­lich­keits­rech­te gewähr­leis­tet ist. Es kann dann bei­spiels­wei­se über einen Alarm­ton, eine Ein­blen­dung auf einem Moni­tor oder einen Hin­weis an die Werks­auf­sicht eine Anspra­che der Per­son erfol­gen, die viel­leicht die Mas­ke für den Moment ver­se­hent­lich nicht kor­rekt trägt. Das erhöht die Sicher­heit für alle Betei­lig­ten deutlich.

Mit der­sel­ben Tech­no­lo­gie kann auch die Ein­hal­tung des Min­dest­ab­stands unter­stützt wer­den. So kann über die Bild­aus­wer­tung – aber auch über Tech­no­lo­gien wie Geo­fen­cing – ein Hin­weis an die Mitarbeiter*innen erfol­gen, wenn sie den Min­dest­ab­stand unter­schrei­ten. Außer­dem kön­nen IT-Ser­vices hin­zu­kom­men, wie es sie zum Teil schon im Smart Home gibt: zum Bei­spiel mit dem auto­ma­ti­schen Lüf­ten nach fes­ten Zeit­fens­tern und einer par­al­le­len Abschal­tung der Heizung.

Optimierung des Arbeitsplatz durch smarte Technologien

Jens: Stimmt! Das könn­te sowohl für die Pro­duk­ti­on selbst als auch für Umklei­de­räu­me sehr nütz­lich sein. Die­se wer­den ja oft nur kurz genutzt und daher bei sol­chen Betrach­tun­gen leicht vergessen.

Anne-Marie: Genau. Ergän­zend ist für Umklei­de­räu­me eine Art Zähl­sys­tem denk­bar. Das zeigt dann ähn­lich wie bei moder­nen Park­häu­sern, ob der Raum gera­de frei ist und wie vie­le Per­so­nen ein­tre­ten dür­fen. Aber kom­men wir zum wirk­lich span­nen­den Teil: der Opti­mie­rung von Wegen und Sitz- bzw. Arbeits­plät­zen.

Bei die­sen Pro­ble­men muss man aus einer Viel­zahl von mög­li­chen Kom­bi­na­tio­nen eine gute – viel­leicht sogar die bes­te – iden­ti­fi­zie­ren. Und das nicht nur für ein­zel­ne Mitarbeiter*innen, son­dern für alle Kolleg*innen in einem Bereich zur glei­chen Zeit. Da sto­ßen aktu­el­le Rech­ner­ka­pa­zi­tä­ten schnell an ihre Gren­zen. Aber dann kön­nen Quan­ten-inspi­rier­te Tech­no­lo­gien wie der Digi­tal Annea­ler zum Ein­satz kom­men. Die­ser ermög­licht es, in Echt­zeit zum Bei­spiel die opti­ma­le Nut­zung eines Groß­raum­bü­ros für eine gege­be­ne Anzahl von Per­so­nen und unter Ein­hal­tung aller Hygie­ne­maß­nah­men zu berech­nen. So kann gewähr­leis­tet wer­den, dass die Men­schen, die nicht auf die Arbeit vor Ort ver­zich­ten kön­nen, den größt­mög­li­chen Abstand zuein­an­der ein­hal­ten können.

Eine ähn­li­che Über­le­gung kann für die genutz­ten Wege der Mitarbeiter*innen ange­stellt wer­den. Auf wel­chem Weg zum Ein- und Aus­gang, zur Toi­let­te und zum Geträn­ke­au­to­mat hat man einen mög­lichst gro­ßen Abstand zu den Arbeits­plät­zen der Kolleg*innen? Ich kann zu die­sem The­ma die Key­note von Dr. Reger wirk­lich nur empfehlen.

Jens: Fuji­t­sus Tech­no­lo­gie und Ser­vice Visi­on bekommt hier einen sehr greif­ba­ren Hin­ter­grund. Was siehst du als die beson­de­ren Stär­ken von Fuji­tsu, die wir für aktu­el­le Her­aus­for­de­run­gen im Bereich Wirt­schaft, Mobi­li­tät oder auch Umwelt­schutz nut­zen können?

Die Chancen der IT

Anne-Marie: Unser Ursprung als Her­stel­ler von IT-Pro­duk­ten wird von vie­len ger­ne als Her­aus­for­de­rung wahr­ge­nom­men. Aber ich glau­be, das ist unse­re größ­te Chan­ce! Anders als vie­le ande­re IT-Fir­men, die aus einem rein Ser­vice-basier­ten Ansatz kom­men, haben wir in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten eine Men­ge Know-how über IT-Infra­struk­tu­ren auf­ge­baut und mit unse­ren Kund*innen viel­fäl­ti­ge Erfah­run­gen sam­meln dür­fen. Die­ses Wis­sen ist uner­läss­lich, um IT-Ser­vices anbie­ten und imple­men­tie­ren zu kön­nen, die den Kund*innen einen wirk­li­chen Mehr­wert bie­ten und die zugleich fle­xi­bel, effi­zi­ent und effek­tiv sind. Schau­en wir uns das an einem ganz ein­fa­chen Bei­spiel an.

Aktu­el­le KI-Ent­wick­lun­gen basie­ren über­wie­gend auf maschi­nel­lem Ler­nen. Um aber einen Algo­rith­mus anler­nen zu kön­nen, wird eine gro­ße Zahl an Daten benö­tigt. Und zwar genau die Daten der Kund*innen, die den Algo­rith­mus ein­set­zen wol­len. Es nützt zum Bei­spiel einer VW nichts, Algo­rith­men anzu­wen­den, die mit Daten von Toyo­ta trai­niert wor­den sind und umge­kehrt. Die Unter­neh­mens­struk­tu­ren und Anfor­de­run­gen der Kund*innen und deren End-Kund*innen sind voll­kom­men andere.

Das heißt: Jedes Unter­neh­men, das maschi­nel­les Ler­nen zur Unter­stüt­zung sei­ner Pro­zes­se anwen­den möch­te, benö­tigt eine IT-Archi­tek­tur im Hin­ter­grund. Die­se sam­melt die Daten, spei­chert sie, ver­wal­tet sie und stellt sie in ange­mes­se­ner Geschwin­dig­keit zur Ver­fü­gung. Außer­dem müs­sen auch die Ergeb­nis­se der Algo­rith­men in die pas­sen­den Appli­ka­tio­nen ein­ge­pflegt wer­den, z.B. in eine bestehen­de SAP Umge­bung. Zusätz­lich gibt es immer wie­der Zei­ten mit Aus­las­tungs­spit­zen, zum Bei­spiel weil nach einem gro­ßen Unwet­ter der Kun­den­ser­vice einer Ver­si­che­rung über­las­tet ist. Dafür wer­den Hybrid-IT bzw. Hybrid-Cloud-Model­le benötigt.

Und wir von Fuji­tsu ken­nen die­se ein­zel­nen Ele­men­te alle. Wir ken­nen die IT-Infra­struk­tur vom Cli­ent PC bis zum Ser­ver, von der Netz­werk­struk­tur bis zu 5G und von SAP bis Ser­vice­Now. Mit die­sem gebün­del­ten Wis­sen im Hin­ter­grund arbei­ten wir Mensch- und Wer­te-zen­triert an Lösun­gen für die Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Kun­den. Das klingt für den einen oder ande­ren viel­leicht nach einem wei­te­ren Mar­ke­ting-Buz­z­word. Aber eigent­lich heißt das nur, dass wir bei der Betrach­tung von Situa­tio­nen immer den Men­schen in den Mit­tel­punkt stel­len. Das kön­nen dann die Versicherungsmakler*innen sein, die Fabrikant*innen, die Logistiker*innen oder auch die Endkund*innen. Jede Lösung muss genau der Per­son einen Mehr­wert bie­ten, die sie nutzt. Sonst ent­spricht sie nicht unse­ren Ansprü­chen, die unser Prä­si­dent Taka­hi­to Toki­ta auch in der Tech­no­lo­gie und Ser­vice Visi­on für alle Mitarbeiter*innen von Fuji­tsu for­mu­liert hat.

Die Auswertung von Daten und ihr Mehrwert

Jens: Es geht also dar­um, aus Daten einen Mehr­wert zu generieren?

Anne-Marie: Ganz genau. Daten an sich sind erst ein­mal nur Daten. Bes­ten­falls lie­gen sie geord­net und struk­tu­riert auf einer Fest­plat­te bzw. einem Sto­rage-Sys­tem. Der jah­re­lan­ge Hype um Big Data war wich­tig, um ein Bewusst­sein dafür zu schaf­fen, dass in Daten ein extre­mer Mehr­wert lie­gen kann. Aber jetzt ist es an der Zeit, aus die­sem Wis­sen auch Hand­lun­gen abzu­lei­ten – sprich, die Daten aus­zu­wer­ten und die Ergeb­nis­se zu verwenden.

Denn vie­le Her­aus­for­de­run­gen in unse­rer heu­ti­gen Welt – vom Kli­ma­schutz bis zur effi­zi­en­ten Pro­duk­ti­on – las­sen sich ohne eine sinn­vol­le Aus­wer­tung der zuge­hö­ri­gen Daten nur sehr schwer ange­hen. Hin­zu kommt, dass sich die Umge­bung und ihre Para­me­ter stän­dig ver­än­dern. Wir sind also immer wie­der auf Nach-Opti­mie­rung ange­wie­sen. Ein The­ma, bei dem wie­der der Quan­ten-inspi­rier­te Opti­mie­rungs-Ser­vice durch den Digi­tal Annea­ler zum Ein­satz kommt.

Oder um es kurz zu sagen: Wir benö­ti­gen die Daten auf einer moder­nen IT-Infra­struk­tur, um effi­zi­en­te IT-Ser­vices auf Basis moder­ner Tech­no­lo­gien imple­men­tie­ren zu kön­nen. So schaf­fen wir einen spür­ba­ren Mehr­wert. Wie genau die­se IT-Ser­vices aber aus­se­hen, wel­che Pro­zes­se zum Bei­spiel eine Künst­li­che Intel­li­genz aus­wer­ten soll, wel­che Hand­lungs­emp­feh­lun­gen sie gibt, wie Daten kom­bi­niert wer­den für neue Lösun­gen … Das alles sind Ent­schei­dun­gen, die wir als Gestal­ter die­ser IT-Ser­vices, als Men­schen, treffen.

Jens: Man sagt ja: Sport und Kat­zen­bil­der funk­tio­nie­ren immer im Mar­ke­ting. Das sind ja auch Ele­men­te des täg­li­chen sozia­len Umfelds. Gut,  Kat­zen kann man zu Hau­se haben. Aber gera­de Sport und auch das Zuschau­en bei zum Bei­spiel Fuß­ball­spie­len fehlt den Men­schen schon sehr, mich ein­ge­schlos­sen. Ich weiß, unser Incu­ba­ti­on Office hat da Ideen, wenn es um Tech­no­lo­gie-Kopp­lung und Inte­gra­ti­on geht. Aber erzähl bit­te selbst. Ich freu mich rie­sig dar­auf, denn ich wür­de selbst gern mal wie­der ins Sta­di­on. Nur eben sicher.

Stadion

Neue Chancen durch Technologie-Kopplung

Anne-Marie: Ja ger­ne. Ich glau­be, das The­ma Tech­no­lo­gie-Kopp­lung und die Inte­gra­ti­on von ganz­heit­li­chen Lösun­gen haben wir schon sehr gut dar­ge­stellt. Vie­le der Über­le­gun­gen, die sich auf ein pro­du­zie­ren­des Unter­neh­men bezie­hen, las­sen sich natür­lich auch in einem Sta­di­on oder einer Are­na abbil­den. Aber gera­de die Opti­mie­rung der Sitz­plät­ze bie­tet hier beson­ders Poten­zi­al – ein­fach, weil ein Sta­di­on davon so vie­le hat.

Kapazität Stadion Jens – neh­men wir an, du möch­test mit dei­ner Fami­lie zum Fuß­ball gehen. Ihr seid zu viert. Und eine zwei­te Fami­lie mit drei Per­so­nen möch­te das auch. Wie vie­le Mög­lich­kei­ten habt ihr, euch in einem gemein­sa­men Sta­di­onblock so hin­zu­set­zen, dass ihr jeweils als Grup­pe zusam­men­sitzt, aber der Abstand zwi­schen bei­den Fami­li­en immer min­des­tens 1,5 m beträgt? Extrem vie­le – von einer Rei­he Platz zwi­schen euch bis hin zu der Mög­lich­keit, an ver­schie­de­nen Enden des Blocks zu sit­zen. Jetzt machen wir die Über­le­gung noch kom­ple­xer: neben den bei­den Fami­li­en haben wir noch ein Pär­chen und eine Ein­zel­per­son, die eben­falls in die­sem Block sit­zen sollen.

Allei­ne schon bei vier Grup­pen sind die Mög­lich­kei­ten der Plat­zie­rung extrem groß. Nun kann ich als Ver­an­stal­ter aber nicht nur vier Grup­pen in einem Block plat­zie­ren. Denn neben dem Wunsch, die best­mög­li­che Sicher­heit zu gewähr­leis­ten, muss die Ver­an­stal­tung natür­lich wirt­schaft­lich durch­führ­bar sein. Wie also kann ich mög­lichst vie­le Zuschauer*innen in unter­schied­li­chen Grup­pen­grö­ßen sicher in einem Block plat­zie­ren?Auslastung Stadion Das ist die span­nen­de und zugleich sehr kom­ple­xe Fra­ge, die wir mit Hil­fe des Digi­tal Annea­lers beant­wor­ten kön­nen. Ers­te Ver­gleichs­rech­nun­gen mit star­ren Sitz­platz­kon­zep­ten aus dem Som­mer 2020 zei­gen, dass wir 30 % – 50 % mehr Zuschau­en­de plat­zie­ren kön­nen und den­noch alle Hygie­ne­re­geln beach­tet wer­den. Das ist natür­lich eine sehr gute Nach­richt für die Fans. Es kön­nen nicht nur mehr Fans wie­der an Events teil­neh­men, son­dern eben auch gan­ze Fami­li­en zusammensitzen.

Ver­bin­den wir die­se Idee jetzt mit der Mas­ken­er­ken­nung, kon­takt­frei­en Ticket­kon­trol­len und Bezahl­sys­te­men, wird das gesund­heit­li­che Risi­ko schon sehr mini­miert. Übri­gens nicht nur in Zei­ten von Coro­na. Eini­ge Maß­nah­men zei­gen sicher auch in der jähr­li­chen Grip­pe-Sai­son ihre Wirkung.

Vielen Dank!

Jens: Dan­ke dir, Anne-Marie. Das war zum Schluss ein ech­tes High­light! Ich fin­de das total span­nend: die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on ist hier in Deutsch­land bei Wei­tem nicht noch abge­schlos­sen.  Und gleich­zei­tig ist die nächs­te fun­da­men­ta­le Tech­no­lo­gie-Revo­lu­ti­on schon in rea­len Indus­trie­ein­sät­zen ver­füg­bar: Quan­tum Computing.

Anne-Marie: Vie­len Dank Jens. Es ist wirk­lich sehr inter­es­sant und span­nend, die Ent­wick­lung zu ver­fol­gen und selbst mit­zu­ge­stal­ten. Und neben den aktu­el­len Ein­sät­zen gemein­sam mit Fir­men wie der Deut­schen Bahn oder Pola­ris­QB steht auch die nächs­te Genera­ti­on des Digi­tal Annea­lers und damit der Quan­ten-inspi­rier­ten Ser­vices bereits vor der Tür! Wer sich ger­ne ein­mal selbst aus­pro­bie­ren möch­te, kann das übri­gens ger­ne in unse­ren Tuto­ri­als tun.

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