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MES in der Cloud – macht das Sinn?

MES in der Cloud - macht das Sinn?
Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Ein MES in der Cloud – macht das Sinn? Die­se Fra­ge stell­te sich mir spon­tan, als ich vor kur­zem ein Webi­nar zum The­ma „Fle­xi­ble MES-Funk­tio­na­li­tä­ten für die Smart Fac­to­ry” ver­folg­te. Die Auf­zeich­nung dazu ist übri­gens noch auf die­ser Web­sei­te ver­füg­bar.

Dabei fällt auf, dass man sehr schnell in ein „ent­we­der ganz oder gar nicht” Sche­ma ver­fal­len kann, wel­ches natür­lich auch Anbie­ter ger­ne in die eine oder ande­re Rich­tung pola­ri­sie­ren. Die heu­te ver­füg­ba­ren Tech­no­lo­gien erlau­ben jedoch einen deut­lich fle­xi­ble­ren Ansatz. Dabei geht es am Ende gar nicht dar­um, dass ein Manu­fac­tu­ring-Exe­cu­ti­on-Sys­tem (MES) an einer genau defi­nier­ten Stel­le (Edge, Core oder Cloud) läuft, son­dern dass man es geschickt in ein­zel­ne funk­tio­na­le Ele­men­te zer­legt, die dann an genau der Stel­le imple­men­tiert wer­den, an der sie den opti­ma­len Mehr­wert erbrin­gen.

Edge, Core oder Cloud?

Es ist wohl unstrit­tig, dass Maschi­nen­da­ten am Shopf­loor ent­ste­hen und auch dort zuerst abge­nom­men wer­den müs­sen. Je nach Daten­men­ge und Real­time­an­for­de­run­gen kann es not­wen­dig wer­den, eine ers­te Ver­ar­bei­tung shopf­loo­r­nah an der Edge durch­zu­füh­ren. Auch sehr pro­duk­ti­ons­kri­ti­sche Pro­zes­se kön­nen sinn­vol­ler­wei­se direkt an der Edge oder in einer enger ange­bun­de­nen Rechen­zen­trums-Infra­struk­tur on-pre­mi­se („Core”) imple­men­tiert wer­den.

Aber was ist bei­spiels­wei­se mit den nicht ganz so zeit­kri­ti­schen Auf­ga­ben wie der Visua­li­sie­rung von all­ge­mei­nen Maschi­nen­zu­stän­den, der Dar­stel­lung von KPIs, der Ana­ly­se von his­to­ri­schen Daten, dem Trai­nie­ren von neu­ro­na­len Net­zen für die Qua­li­täts­si­che­rung u.v.m.? Die­se Auf­ga­ben kön­nen Sie eben­falls sehr gut in einer Cloud abwi­ckeln.

Implementieren Sie Funktionen dort, wo sie den meisten Mehrwert stiften

Aber war­um aus­ge­rech­net da? Hier fand ich, dass das Webi­nar eine sehr leben­di­ge Vor­stel­lung davon ver­mit­telt hat, dass die Geschwin­dig­keit, mit der man MES-Funk­tio­nen (sehr indi­vi­du­ell ange­passt an Kun­den­be­dürf­nis­se) imple­men­tie­ren kann, der­je­ni­gen an der Edge / Core deut­lich über­le­gen ist. Zufäl­li­ger­wei­se weiß ich, dass die Kol­le­gen aus dem Webi­nar das, was sie dort an Visua­li­sie­rung und Aler­ting gezeigt haben, inner­halb weni­ger Tage in einem Pro­of of Con­cept (PoC) rea­li­siert hat­ten. Wei­te­re Aspek­te, die die­ses The­men­feld auch von ande­ren Sei­ten beleuch­ten, wür­de ich ger­ne in einem ande­ren Blog erör­tern.

Was kann man dar­aus ablei­ten? Sie soll­ten MES-Funk­tio­nen dort imple­men­tie­ren, wo sie den meis­ten Mehr­wert stif­ten. Das heißt aber auch, dass ein mono­li­thi­sches MES eher weni­ger Sinn macht. Das ist dann auch der Schlüs­sel zu einem eher modu­la­ren Ansatz, in dem man „Rom nicht an einem Tag baut”, son­dern mit ein­zel­nen funk­tio­na­len Ein­hei­ten beginnt und ver­sucht, die­se mög­lichst schnell und schlank zu imple­men­tie­ren. Die­ses Prin­zip kann man u.U. auch nut­zen, um ein bereits vor­han­de­nes MES-Sys­tem behut­sam zu erwei­tern. Und genau hier kann die Cloud einen wert­vol­len Bei­trag leis­ten.

Erfahren Sie mehr

Und nicht nur die Cloud. Die­ser modu­la­re Ansatz ist ein wich­ti­ges Ele­ment unse­res Con­nec­ted Ser­vices  Ange­bots. Wenn Sie mehr dar­über wis­sen wol­len, dann besu­chen Sie unse­re Web­sei­te zum The­ma „Con­nec­ted Ser­vices” oder spre­chen Sie uns an.

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