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Wie raumbezogenes Smart Monitoring Shared Mobility unterstützt

Wie raumbezogenes Smart Monitoring Shared Mobility unterstützt
Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Immer mehr Städ­te wer­den zu Smart Cities und ent­wi­ckeln in die­sem Zuge effi­zi­en­te und fort­schritt­li­che Mobi­li­täts­kon­zep­te. Bereits seit Jah­ren set­zen Städ­te und Kom­mu­nen ver­stärkt auf den Ein­satz von Shared-Mobi­li­ty-Ange­bo­ten, um den Auto­ver­kehr in den Städ­ten zu redu­zie­ren. So gibt es mitt­ler­wei­le neben dem bekann­ten Car-Sharing-Modell auch ein viel­fäl­ti­ges Ange­bot an Leih­mög­lich­kei­ten für (E-)Fahrräder, E‑Roller und E‑Scooter. Beson­ders die Gesichts­punk­te Indi­vi­dua­li­tät und Fle­xi­bi­li­tät sowie die Mög­lich­keit, auch Orte ohne direk­te ÖPNV-Anbin­dung ein­fach und schnell zu errei­chen, machen die­se Art der Mobi­li­tät immer belieb­ter. Was vor ein paar Jah­ren noch befremd­lich wirk­te, gehört mitt­ler­wei­le fest zu unse­rem Straßenbild.

Falschparker als Gefahr

Das stellt die Städ­te und Kom­mu­nen aller­dings ver­mehrt vor Her­aus­for­de­run­gen: E‑Scooter, ‑Rol­ler und Leih­rä­der wer­den häu­fig ungüns­tig oder gar falsch abge­stellt. Dar­aus ent­ste­hen Kon­flik­te mit ande­ren Verkehrsteilnehmer*innen, wie zum Bei­spiel Rollstuhlfahrer*innen, Schul­kin­dern, Per­so­nen mit Kin­der­wa­gen oder Per­so­nen mit kör­per­li­chen Ein­schrän­kun­gen. Denn falsch abge­stell­te oder umge­fal­le­ne E‑Scooter stel­len für sie eine Ver­kehrs­be­hin­de­rung und nicht zuletzt eine ech­te Gefahr dar, wenn sie zum Aus­wei­chen gezwun­gen sind, den Bür­ger­steig zu ver­las­sen. Im schlimms­ten Fall kommt es durch die auf dem Boden her­um­lie­gen­den Rol­ler zu Stür­zen. Die­se Situa­ti­on führt zu Frus­tra­ti­on und Wut bei vie­len Bürger*innen und zu vie­len Dis­kus­sio­nen in den städ­ti­schen Gre­mi­en, unter ande­rem den direkt betrof­fe­nen Ordnungsämtern.

Um dage­gen vor­zu­ge­hen, haben eini­ge Städ­te bereits Regeln in Form von Ver­bots­zo­nen für die Nut­zung und das Abstel­len sowie eine Beschrän­kung der Anzahl an Fahr­zeu­gen in einem gewis­sen Gebiet fest­ge­legt bzw. den­ken inten­siv hier­über nach. Wei­ter­hin rich­ten ers­te Städ­te auch eige­ne, extra aus­ge­wie­se­ne fes­te Abstell­plät­ze ein. Aller­dings sind die­se Richt­li­ni­en nur schwer durch­setz- und kon­trol­lier­bar und es kommt sel­ten zu Kon­se­quen­zen bei Ver­stö­ßen. Die Städ­te haben zumeist kein aktu­el­les Lage­bild und damit auch kei­ne kon­ti­nu­ier­li­che Daten­auf­nah­me über das Nut­zungs­ver­hal­ten in ihrer Stadt. Ist der Ein­satz von E‑Scootern und Co. also kei­ne gute Idee?

Eine Lösungskomponente: Smart-Monitoring-Ecosystem

Doch! Mit dem Smart-Moni­to­ring-Eco­sys­tem steht eine Lösung zur Ver­fü­gung, die einen voll­au­to­ma­ti­schen digi­ta­len Moni­to­ring-Work­flow von Mobi­li­täts­an­bie­tern bie­tet und damit die Mög­lich­keit, Echt­zeit­da­ten voll­au­to­ma­tisch auf­zu­neh­men, zu ver­glei­chen, zu ana­ly­sie­ren und die Ergeb­nis­se in ver­schie­de­nen Dash­boards zu visua­li­sie­ren. So erhal­ten Städ­te und Kom­mu­nen einen aktu­el­len Über­blick, wel­che und wie vie­le Fahr­zeu­ge gera­de im Ein­satz oder abge­stellt und ver­füg­bar sind, wel­chen Bat­te­rie­la­de­zu­stand die Elek­tro­ge­rä­te aktu­ell besit­zen und wo räum­lich eine hohe Anzahl an E‑Scootern steht (soge­nann­te Hot­spots). Wei­ter­hin besteht die Opti­on, dass Städ­te und Kom­mu­nen die Ein­hal­tung von ver­ein­bar­ten Park­be­schrän­kun­gen kon­trol­lie­ren. Mit den über die Zeit gesam­mel­ten Daten und deren Ana­ly­se wer­den Erkennt­nis­se über das Nut­zungs­ver­hal­ten gewon­nen, die anschlie­ßend ein wich­ti­ger Input für die eige­nen (mul­ti­moda­len) Ver­kehrs­kon­zep­ten sind.

Die Visua­li­sie­rung der Infor­ma­tio­nen erfolgt mit­tels ver­schie­de­ner Dash­boards. Nach­fol­gend eini­ge Beispiele:

Smart-Monitoring-Ecosystem: Live Shared-Mobility Daten
Dash­board – Live Shared-Mobi­li­ty Daten

 

Das Dash­board zeigt eine Ist-Situa­ti­on von E‑Scootern, E‑Rollern und Lei­fahr­rä­dern für das Stadt­ge­biet. Und die­ses, wenn die Daten der Anbie­ter der Stadt und Kom­mu­ne zur Ver­fü­gung ste­hen, für alle aktu­ell akti­ven Anbie­ter. Neben der Anzahl der gesam­ten zur Ver­fü­gung ste­hen­den Fahr­zeu­ge ste­hen auch Infor­ma­tio­nen zu Akku­ka­pa­zi­tä­ten, Reser­vie­rungs­sta­tus und wei­te­ren Infor­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung. Die Expert*innen und Entscheidungsträger*innen der Fach­be­hör­de kön­nen ein ein­zel­nes Fahr­zeu­ge aus­wäh­len und erhal­ten in einem Tool wei­te­re rele­van­te Infor­ma­tio­nen. Mit dem Dash­board kann eben­falls auch her­vor­ra­gend die Ein­hal­tung von ver­ein­bar­ten fes­ten oder auch tem­po­rär ein­ge­rich­te­ten Park­be­schrän­kun­gen über­prüft werden.

Dashboard – Historische Shared-Mobility Daten
Dash­board – His­to­ri­sche Shared-Mobi­li­ty Daten

 

Beim Sam­meln von Mobi­li­täts­da­ten im Lau­fe der Zeit sind die Struk­tu­rie­rung der Daten und die Bereit­stel­lung von Tools zum Fil­tern der Daten ein Schlüs­sel zur Gewin­nung von Erkennt­nis­sen. Die Abbil­dung zeigt Hot­spots von Anmie­tun­gen über einen gewähl­ten Zeit­raum. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen wie unter ande­rem das ÖPNV-Netz (Stra­ßen­bahn, U- / S‑Bahn, Bus­hal­te­stel­len) kön­nen in das Dash­board inte­griert wer­den. Damit kön­nen Erkennt­nis­se über die Miet­ak­ti­vi­tä­ten in Ver­bin­dung mit ÖPNV-Hal­te­stel­len gewon­nen wer­den – an wel­chen Hal­te­stel­len wur­den häu­fig in wel­chem Tages- / Wochen-Zeit­raum die Sharing-Ange­bo­te genutzt; wie sieht das Nut­zungs­ver­hal­ten an Stadt­rand­ge­bie­ten aus?

Density-Grid der summierten Aktivitäten pro definierter Zelle
Den­si­ty-Grid der sum­mier­ten Akti­vi­tä­ten pro defi­nier­ter Zelle

 

Mit die­sem Dash­board wer­den die Akti­vi­tä­ten in einem Ras­ter auf­sum­miert. Mit der Farb­ko­die­rung sind schnell loka­le Schwer­punk­te von Akti­vi­tä­ten erkenn­bar. Durch die Akti­vie­rung eines Kreis­ab­schnit­tes wer­den auto­ma­tisch dann nur die Ras­ter der gewähl­ten Kate­go­rie ange­zeigt. Auch die­se Daten las­sen sich wie­der mit wei­te­ren Infor­ma­tio­nen ver­bin­den, z. B. ÖPNV-Netzdaten.

Die Iden­ti­fi­zie­rung von falsch plat­zier­ten Fahr­zeu­gen wird anhand von Stand­ort­da­ten durch Anwen­dung von Geo­fen­cing-Kon­zep­ten auto­ma­ti­siert. Auf­grund von Posi­ti­ons­ab­wei­chun­gen wer­den Kan­di­da­ten ange­zeigt, die den Park­be­schrän­kun­gen wider­spre­chen könn­ten, im Ver­gleich zu sol­chen, bei denen kein Zwei­fel besteht. Dabei ist es sinn­voll, Puf­fer­zo­nen zu berück­sich­ti­gen, die z. B. auf­grund von Reflek­tio­nen von Gebäu­den auf­tre­ten. Im Zuge eines Arbeits­ab­lau­fes wer­den die­se falsch plat­zier­ten Fahr­zeu­ge direkt an den Anbie­ter gemel­det und er freund­lich an sei­ne Ver­pflich­tun­gen erin­nert. Par­al­lel zu dem Anbie­ter erhält auch die Stadt eine „Kopie”. Die Mel­dung kann sei­tens des Bür­gers auch um Infor­ma­tio­nen über die Art und Wei­se, wie geparkt ist (auf­recht bis weg­ge­wor­fen) ange­rei­chert sein. Damit wer­den gleich wei­te­re wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen über die Dring­lich­keit einer Behe­bung übermittelt.

Easy to relate – Easy to use – Easy to operate

Die Inte­gra­ti­on und Nut­zung des Smart-Moni­to­ring-Eco­sys­tems ist dabei denk­bar ein­fach. Bestehen­de Ver­fah­ren der jewei­li­gen Ver­wal­tung blei­ben unbe­ein­flusst. Die Stadt behält wei­ter­hin die Daten­ho­heit bzw. ‑sou­ve­rä­ni­tät, da nur die von ihr bereit­ge­stell­ten Daten für die Ana­ly­se und Visua­li­sie­rung ver­wen­det wer­den. Außer­dem erfol­gen die Inter­pre­ta­ti­on und die dar­aus abge­lei­te­ten Maß­nah­men wei­ter­hin durch die Expert*innen und Entscheidungsträger*innen der Fach­be­hör­de.

Das Smart-Moni­to­ring-Eco­sys­tem unter­stützt die Fachanwender*innen dabei direkt und stellt die Lösung ihrer Fra­ge­stel­lun­gen und Her­aus­for­de­run­gen in den Mit­tel­punkt. Über intui­ti­ve, kar­ten­ba­sier­te Dash­boards kön­nen die Anwender*innen auf die Ana­ly­se­er­geb­nis­se zugrei­fen – auf allen Devices, vom Brow­ser bis zur mobi­len Anwen­dung. Zusätz­lich kön­nen detail­lie­re Ergeb­nis­se per E‑Mail, SMS oder Social Net­wor­king zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Ein wei­te­rer Vor­teil sind das ein­fa­che Manage­ment und der Zugriff von jedem Ort und zu jeder Zeit. Die Bereit­stel­lung der Soft­ware benö­tigt dar­über hin­aus kei­ne „loka­le” Instal­la­ti­on. Damit die eige­nen Daten und Infor­ma­tio­nen geschützt sind, ist die Zugangs- und Pri­vat­sphä­ren­kon­trol­le gewährleistet.

Mehr Informationen

Johannes Schöniger, Strategic Account Director Geoinformation Central Europe bei Fujitsu.
Johan­nes Schöniger

Das Smart-Moni­to­ring-Eco­sys­tem ist eine App­li­an­ce, die wir in enger Koope­ra­ti­on mit unse­rem Part­ner Hexa­gon auf­ge­baut haben und anbie­ten. In die­ser Part­ner­schaft wer­den die Schlüs­sel­be­rei­che IT-Infra­struk­tur und ‑Betrieb sowie Geo­in­for­ma­ti­on (Inte­gra­ti­on, Ana­ly­se, Visua­li­sie­rung) opti­mal zu einer sys­tem­ge­här­te­ten App­li­an­ce gebün­delt („One stop Solu­ti­on bzw. Ser­vice”). Über das The­ma Moni­to­ring von Shared Mobi­li­ty hin­aus kön­nen mit dem Smart Eco­sys­tem auch wei­te­re raum­zeit­li­che Fra­ge- und Auf­ga­ben­stel­lun­gen bewerk­stel­ligt wer­den. Dies wur­de bereits erfolg­reich in zahl­rei­chen wei­te­ren Kun­den­pro­jek­ten nachgewiesen.

„Grund­la­ge von Ent­schei­dun­gen sind Erkennt­nis­se, die wie­der­um aus Daten abge­lei­tet wer­den. Das Smart-Moni­to­ring-Eco­sys­tem ist die idea­le Lösung, die wach­sen­de Daten­viel­falt, den Daten­um­fang und deren Ana­ly­se von Geo- und mul­ti­moda­len Mobi­li­täts­da­ten in den Griff zu bekom­men. Ein Muss für rich­ti­ge und zukunfts­wei­sen­de Ent­schei­dun­gen und Kon­zep­te im Mobi­li­täts­be­reich von Smart Cities.” Johan­nes Schö­ni­ger, Stra­te­gic Account Direc­tor Geo­in­for­ma­ti­on Cen­tral Euro­pe bei Fuji­tsu.

Möch­ten Sie mehr zum The­ma Smart Mobi­li­ty und unser Smart-Moni­to­ring-Eco­sys­tem erfah­ren? Dann spre­chen Sie uns ein­fach an. Außer­dem möch­ten wir Sie zu unse­rem vir­tu­el­len Event „Meet the Public Sec­tor – Digi­tal” ein­la­den. Wie sieht die Zukunft der digi­ta­len und intel­li­gen­ten Behör­de aus? Wel­che Grund­la­gen wer­den für eine ganz­heit­li­che und effi­zi­en­te Digi­ta­li­sie­rung der Ver­wal­tung benö­tigt? Und wel­che Her­aus­for­de­run­gen müs­sen hier bewäl­tigt wer­den? Dis­ku­tie­ren Sie am 27. Janu­ar mit unse­ren Expert*innen über die­se und wei­te­re span­nen­de Fra­gen rund ums digi­ta­le Daten­ma­nage­ment in der Ver­wal­tung. Wir freu­en uns auf Sie!

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