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Warum Ihre Daten wichtig sind

Warum Ihre Daten wichtig sind
Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

In einer vor kur­zem von der Com­pu­ter­wo­che ver­öf­fent­li­chen Stu­die zum The­ma Data Manage­ment gab nur jedes ach­te Unter­neh­men an, mit der Qua­li­tät sei­ner Daten nicht zufrie­den zu sein. Die­ses Ergeb­nis hat unser Team stut­zig gemacht. Denn für uns als Spe­zia­lis­ten im Busi­ness & Inno­va­ti­on Con­sul­ting, die sich tag­täg­lich mit dem Mehr­wert von Daten in allen Bran­chen beschäf­ti­gen, stellt sich die Situa­ti­on ganz anders dar. Es gibt in prak­tisch jedem Unter­neh­men Poten­zia­le in Bezug auf die Daten­qua­li­tät. Und um die­se Poten­zia­le umzu­set­zen, emp­feh­len wir die Wahl eines stra­te­gi­schen Ansat­zes. Die­ser bezieht von Beginn an Fach­be­rei­che, IT und Kun­den­an­for­de­run­gen mit ein und sorgt für Trans­pa­renz und Akzep­tanz.

Es gibt aller­dings eine gute Erklä­rung für die­sen Wider­spruch zwi­schen den Stu­di­en­ergeb­nis­sen und der von uns erleb­ten Rea­li­tät: Den Gegen­warts­ef­fekt.

Daten im Spannungsfeld zwischen Gegenwart und Zukunft

Im Rah­men der Bera­tung erar­bei­ten wir bei­spiels­wei­se gemein­sam mit unse­ren Kun­den Sze­na­ri­en, wel­che Inno­va­tio­nen zukünf­tig das Geschäfts­mo­dell prä­gen wer­den. Dabei spie­len die Daten oft eine tra­gen­de Rol­le, die im Hier und Jetzt den zukünf­ti­gen Anfor­de­run­gen nicht genü­gen wür­den oder noch über­haupt nicht vor­han­den sind. Auf der ande­ren Sei­te, und das erklä­ren die wei­te­ren Ant­wor­ten in der Stu­die, haben Unter­neh­men einen star­ken Bezug zur Gegen­wart, müs­sen dort Her­aus­for­de­run­gen meis­tern und die Bedürf­nis­se der Kun­den erfül­len. Dies ist in vie­len Fäl­len gera­de noch mit bestehen­den Daten und deren Qua­li­tät mög­lich.

Es besteht somit ein Span­nungs­feld zwi­schen heu­ti­gen und zukünf­ti­gen Geschäfts­pro­zes­sen in Bezug auf Daten, auf das mög­lichst früh­zei­tig reagiert wer­den soll­te. Ins­be­son­de­re im Rah­men einer fort­schrei­ten­den Digi­ta­li­sie­rung erwar­ten die Kun­den mehr Fle­xi­bi­li­tät, Trans­pa­renz und Indi­vi­dua­li­sie­rung. Genau für die­se The­men sind qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Daten sehr wich­tig und die­se Rele­vanz soll­te recht­zei­tig erkannt wer­den. War­um das so ist, möch­ten wir anhand eines Pra­xis­bei­spiels auf­zei­gen.

Auf eine veränderte Nachfrage reagieren

In den letz­ten Wochen waren wir im Rah­men eines Bera­tungs­auf­tra­ges bei einem Maschi­nen­bau­un­ter­neh­men tätig. Dort ging es unter ande­rem um die Fra­ge, wel­che Ser­vices das Unter­neh­men sei­nen Kun­den zukünf­tig bie­ten muss, um im Wett­be­werb bestehen zu kön­nen. Bis­her konn­te man die End­kun­den mit einer hohen Fer­ti­gungs­qua­li­tät und gerin­gen Aus­fall­zei­ten von sich über­zeu­gen. Bei­des sind The­men, bei denen Daten eine gro­ße Rol­le spie­len kön­nen, z. B. durch den Ein­satz von Pre­dic­ti­ve Main­ten­an­ce. Auf­grund der hohen Kun­den­zu­frie­den­heit lag der Fokus jedoch auf ande­ren The­men und somit spiel­ten sie zusam­men mit der Daten­qua­li­tät zunächst nur eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le. Das Unter­neh­men wäre ver­mut­lich in der ein­gangs erwähn­ten Stu­die nicht in dem Ach­tel der Befrag­ten gewe­sen, die ange­ben, dass die Qua­li­tät ihrer Daten nicht stimmt.

Doch auch vor die­sem Unter­neh­men machen die Digi­ta­li­sie­rung und der all­ge­mei­ne Fort­schritt nicht Halt. Gene­rell müs­sen sich die Unter­neh­men in der fer­ti­gen­den Indus­trie eben­so wie alle ande­ren der ver­än­der­ten Nach­fra­ge ihrer Kun­den anpas­sen und dafür ihre Pro­duk­te und Pro­zes­se indi­vi­dua­li­sie­ren. Das wirkt sich wie­der­um auf den Ein­satz der Maschi­nen und damit das gesam­te Unter­neh­men aus. Um die­sen Bedarf zu decken und Indi­vi­dua­li­sie­run­gen in der Fer­ti­gung zu ermög­li­chen, die sich nicht mehr nur auf klei­ne­re Anpas­sun­gen erstre­cken, wer­den zukünf­tig erst­mals in einem gro­ßen Umfang Daten benö­tigt.

Datenbasierte Ansätze für passende Lösungen

Aber nicht nur der End­kun­de hat sei­ne Ansprü­che ver­än­dert. Auch die Kon­kur­renz hat die Zei­chen der Zeit erkannt und Künst­li­che Intel­li­genz in ihre Pro­duk­te inte­griert. Dies ermög­licht es den Maschi­nen, kom­ple­xe Ent­schei­dun­gen selbst­stän­dig zu tref­fen, Pseu­d­ofeh­ler zu redu­zie­ren und auf­wän­di­ge Pro­zes­se deut­lich zu ver­ein­fa­chen. Damit das funk­tio­niert, wer­den – je nach Ver­fah­ren – dann mehr oder weni­ger gro­ße Men­gen, aber immer qua­li­ta­tiv mög­lichst hoch­wer­ti­ge Daten benö­tigt. So stand unser Auf­trag­ge­ber nun unter Hand­lungs­druck, sowohl durch den Wett­be­werb als auch durch die eige­nen Kun­den.

Im Rah­men unse­rer Bera­tung haben wir daher daten­ba­sier­te Ansät­ze erar­bei­tet, wie dem neu­en Wett­be­werb und den ver­än­der­ten Ansprü­chen der End­kun­den begeg­net wer­den kann. Dies dient als ers­ter Impuls zur Inno­va­ti­on und wird nun in einen stra­te­gi­schen Ansatz ein­ge­bet­tet.

Daten als Asset zur Wertschöpfung

Bei neu­en, auf Daten basie­ren­den Initia­ti­ven kann der Grat zwi­schen Erfolg und Schei­tern ein sehr schma­ler sein. Des­halb ist es so wich­tig, recht­zei­tig einen stra­te­gi­schen Ansatz zu wäh­len.

Das kann in einem ers­ten Schritt bedeu­ten, sich ein Bild von den Daten zu machen, die zum aktu­el­len Zeit­punkt in einem Unter­neh­men vor­han­den sind. Im wei­te­ren Ver­lauf über­le­gen wir uns dann in Ein­klang mit der Geschäfts­stra­te­gie, wo sich das Unter­neh­men in ein paar Jah­ren sieht und wel­che Rol­le Daten dabei spie­len könn­ten. Dabei tre­ten eini­ge wich­ti­ge Fra­gen auf: Wie kön­nen die Daten zum Vor­teil genutzt wer­den, wel­che Busi­ness Cases gibt es und wel­che Zie­le wer­den ver­folgt? Kön­nen Daten in der Zukunft sogar ein stra­te­gi­sches Asset in der Wert­schöp­fung dar­stel­len, das ent­spre­chend genutzt und ins­be­son­de­re geschützt wer­den muss? Und wie steht es um den Wett­be­werb?

Daten als zentraler Geschäftswert

Anhand die­ser Rah­men­be­din­gun­gen defi­nie­ren wir anschlie­ßend eine Daten­stra­te­gie, aus wel­cher wir im nächs­ten Schritt kon­kre­te Maß­nah­men ablei­ten. Dar­auf fol­gend unter­stüt­zen wir unse­re Kun­den außer­dem bei der Ent­wick­lung der zukünf­ti­gen Daten­ar­chi­tek­tur sowie bei der Imple­men­tie­rung eines effi­zi­en­ten Daten­ma­nage­ments für Edge, Core und Cloud. Hier­bei stel­len wir uns gemein­sam mit dem jewei­li­gen Unter­neh­men Fra­gen dazu, wie die Erfül­lung der SLAs sicher­ge­stellt wer­den kann bzw. im nächs­ten Schritt auch Daten­si­cher­heit und Daten­ver­füg­bar­keit. Sind die­se Details ein­mal defi­niert und geplant, steht einer effi­zi­en­ten Nut­zung von Künst­li­cher Intel­li­genz und Data Sci­ence nichts mehr ent­ge­gen. Auf die­sem Weg errei­chen wir, dass die Daten zu einem zen­tra­len Geschäfts­wert wer­den.

Es ist im gesam­ten Pro­zess wich­tig, eine rea­lis­ti­sche Sicht auf den aktu­el­len und den zukünf­ti­gen Umgang mit Daten zu ent­wi­ckeln, wel­che dann in einer greif­ba­ren Daten­stra­te­gie fest­ge­hal­ten wird. Dar­auf auf­bau­end wer­den die benö­tig­ten Maß­nah­men Schritt für Schritt umge­setzt, ohne das Unter­neh­men ins­ge­samt zu über­for­dern. Außer­dem stel­len wir durch unse­re lang­jäh­ri­ge Erfah­rung sicher, dass alle Maß­nah­men auf ein gemein­sa­mes Ziel ein­zah­len, nicht dem Selbst­zweck die­nen und das Vor­ge­hen wirt­schaft­lich belast­bar ist. Ent­schei­dend ist es, Rele­vanz und Wert der Daten zu erken­nen und die­se am Ende zum eige­nen Geschäfts­vor­teil zu nut­zen.

Haben Sie noch Fragen?

Gehö­ren Sie auch zu dem Ach­tel der Unter­neh­men, die mit ihrer Daten­qua­li­tät nicht zufrie­den sind? Oder haben Sie den Ver­dacht, dass zwar aktu­ell alles gut aus­sieht – Sie aber viel­leicht nicht opti­mal auf die Zukunft vor­be­rei­tet sind? Wir unter­stüt­zen Sie ger­ne – spre­chen Sie mich ein­fach an:

Pas­cal Hess
Seni­or Data Sci­en­tist
Pascal.Hess@tds.fujitsu.com

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