Rückverfolgbarkeit

Nachhaltige und ethische Lieferketten erfordern Transparenz und Vertrauen zwischen allen Beteiligten. Verlässliche, manipulationssichere Daten über alle Rohstoffe, Prozesse und Produkte innerhalb eines Ökosystems helfen nicht nur, den Ressourcenverbrauch zu optimieren, sondern offenbaren Verbesserungspotenziale bis hin zu neuen Geschäftsmodellen. Auf Basis transparenter Daten können Unternehmen ebenso wie Verbraucher*innen fundierte Entscheidungen treffen. Inspirierende Case Studies sowie praktische Tipps für mehr Rückverfolgbarkeit lesen Sie im neuen Whitepaper: „Keine Nachhaltigkeit ohne Rückverfolgbarkeit“.

Greenwashing war gestern – immer mehr Verbraucher*innen ziehen Marken in die Verantwortung und erwarten belastbare Nachweise für das nachhaltige und ethische Handeln von Unternehmen. Zudem fordern immer striktere Compliance-Standards lückenlose Transparenz über die Lieferketten von Hersteller*innen.

Mehr als Nachhaltigkeit: Vorteile der Rückverfolgbarkeit für Unternehmen

Wirkungsvolle Nachhaltigkeitsstrategien leben von der Rückverfolgbarkeit: Nur mit belastbaren Informationen über die gesamte Lieferkette können Unternehmen zuverlässig beurteilen, welche Partner*innen, Prozesse und Rohstoffe wirklich auf ihre Nachhaltigkeitsstrategie einzahlen und wo es noch Potenziale gibt, Ressourcen, Energie sowie Treibhausgasemissionen einzusparen. Zudem können sie Engpässe und Qualitätsprobleme proaktiv adressieren, bevor diese zu Unterbrechungen in der Lieferkette führen oder gar das Markenimage schädigen.

Nicht nur für die Umwelt, auch für die Unternehmen selbst ergeben sich signifikante Vorteile aus der End-to-End-Rückverfolgbarkeit. Als wirksamer Teil der Unternehmenskommunikation kann das nachweisbare Engagement für Nachhaltigkeit sowie ethisch einwandfreie Bezugsquellen Unternehmen helfen, sich von vergleichbaren Marken abzuheben und Verbraucher*innen langfristig zu binden. Aus den detaillierten Einblicken in alle vor- und nachgelagerten Prozesse in der Lieferkette können Hersteller zudem sogar Ideen für neue Geschäftsmodelle gewinnen.

Single Source of Truth als Basis für die Rückverfolgbarkeit

Rückverfolgbarkeit, die an den Unternehmensgrenzen endet, führt nicht zum Ziel. Für eine tiefgehende Transformation sind Unternehmen daher auf die Kooperation aller Partner*innen in der Lieferkette angewiesen. Neben dem Commitment aller Akteur*innen benötigt Rückverfolgbarkeit die richtige organisatorische sowie technische Infrastruktur. Dabei muss das Change Management in der Organisation bereits lange vor dem Sondieren passender digitaler Lösungen ansetzen. Die Kultur des Unternehmens, ja, des gesamten Ökosystems, muss transformiert werden, um alle Mitarbeiter*innen und Partner*innen auf die gemeinsamen Rückverfolgbarkeitsziele einzuschwören und ihre Kooperation zu sichern. Dazu müssen sich alle Beteiligten auf gemeinsame Werte sowie einen klar umrissenen Zielzustand einigen.

Auf technischer Ebene muss eine gemeinsame Datenbasis geschaffen werden, die alle Teile der Lieferkette vom Rohstoff bis zu den Verbraucher*innen umspannt – eine Single Source of Truth. Die Daten in dieser Single Source of Truth müssen anhand dezidierter Mechanismen validiert und vor Manipulation geschützt werden. Als besonders erfolgsversprechend haben sich in diesem Kontext Distributed-Ledger-Technologien wie die Blockchain herauskristallisiert – unter anderem, weil die Blockchain die Unveränderlichkeit der Datensätze gewährleistet. Der dezentrale Ansatz der Blockchain ermöglicht es einer Vielzahl von Partner*innen in der Lieferkette, validierte Informationen über ihre Materialien, Prozesse und Produkte beizusteuern.

Doch woher kommen die Daten, die in eine Blockchain-Rückverfolgbarkeitsplattform fließen? Digitale Track-and-Trace-Systeme können helfen, den manuellen Aufwand für die Beteiligten in der Lieferkette hinsichtlich der Dateneingabe zu minimieren und so auch die Akzeptanz für Rückverfolgbarkeitsmaßnahmen zu steigern.

Aufgrund der technologischen und fachspezifischen Unterschiede zwischen den verschiedenen Branchen kann es in punkto Rückverfolgbarkeit keine „One Size fits all“-Technologie geben. Vielmehr sind Unternehmen gefragt, anhand von den Besonderheiten in ihrem spezifischen Ökosystem den Technologie-Mix zu ermitteln, der zu ihrer Fragestellung passt.

Keine Nachhaltigkeit ohne Rückverfolgbarkeit

Eine Rückverfolgbarkeitsplattform, wie sie oben skizziert wurde, gibt es inzwischen für die Textilindustrie. Valide Daten zur Beschaffung und Herkunft von Kleidungsstücken helfen hier, die Bedenken der Verbraucher*innen hinsichtlich der Nachhaltigkeit und Ethik zu zerstreuen. Und einem Getränkehersteller ist es im Rahmen einer Initiative für die End-to-End-Rückverfolgbarkeit gelungen, ein neues Geschäftsmodell zu entwickeln, in dem überschüssiges Prozesswasser auf nachhaltige und wirtschaftliche Weise weiterverwertet wird.

Details dieser beiden Case Studies finden Sie im neuen Whitepaper „Keine Nachhaltigkeit ohne Rückverfolgbarkeit“. Außerdem haben wir dort konkrete Handlungsempfehlungen und Tipps zusammengestellt, wie Sie mehr Rückverfolgbarkeit, Transparenz und Vertrauen innerhalb Ihrer eigenen Lieferkette schaffen können.



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