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Corporate Digital Responsibility im Unternehmen konzeptionell gestalten und mit Leben füllen

Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Human Centric Innovation: Von der Vision über die Produktentwicklung bis zum Service

Armut, Man­gel an Nah­rungs­mit­teln und Was­ser, Kli­ma­wan­del und Umwelt­zer­stö­rung, Natur­ka­ta­stro­phen, Ungleich­ge­wich­te bei sozia­len Sys­te­men und Infra­struk­tu­ren, Defi­zi­te in der Bil­dung und im Gesund­heits­we­sen, altern­de Gesell­schaf­ten, eine wach­sen­de Welt­be­völ­ke­rung.1 Die Welt steht vor enor­men Her­aus­for­de­run­gen. Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie kann bei der Lösung die­ser zen­tra­len Pro­blem­fel­der eine Schlüs­sel­rol­le spie­len, wenn sie ver­ant­wor­tungs­be­wusst ent­wi­ckelt und genutzt wird. Eine Grund­vor­aus­set­zung hier­für ist Cor­po­ra­te Digi­tal Respon­si­bi­li­ty. Was sich dahin­ter ver­birgt, lesen Sie in dem eng­lisch­spra­chi­gen Opi­ni­on Paper von Vera Schnee­voigt und Dr. Rolf Wer­ner.

Unternehmensverantwortung in der Digitalen Welt

Digi­ta­le Tech­no­lo­gien sind für sich genom­men weder gut noch schlecht. Es kommt dar­auf an, wofür sie ent­wi­ckelt wer­den und wie sie von wem genutzt wer­den. Des­we­gen hat Fuji­tsu in sei­ner Tech­no­lo­gy und Ser­vice Visi­on sein Selbst­ver­ständ­nis und sei­ne Vor­stel­lun­gen über die Inno­va­ti­ons­kraft digi­ta­ler Tech­no­lo­gien beschrie­ben.2 Human Centric Inno­va­ti­on lau­tet dar­in das zen­tra­le Motiv: Neue Tech­no­lo­gien müs­sen auf die Men­schen aus­ge­rich­tet wer­den. Sie sol­len dazu bei­tra­gen, die Sicher­heit zu erhö­hen, wirt­schaft­li­ches Wachs­tum und Wohl­stand zu unter­stüt­zen und eine nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung zu för­dern. Damit soll die Ent­wick­lung zu einer Human Centric Intel­li­gent Socie­ty unter­stützt wer­den – eine auf die Men­schen aus­ge­rich­te­te, intel­li­gen­te Gesell­schaft.

Praxisbeispiel Gesundheitswesen

fujitsu-aktuell-opinion-paper-2Wir alle wol­len lan­ge leben, eine hohe Lebens­qua­li­tät genie­ßen und gesund sein. Durch die Ver­bin­dung und Ver­net­zung von Diens­ten über vie­le ver­schie­de­ne Sek­to­ren und Bran­chen hin­weg gelingt das künf­tig bes­ser als bis­her. Ärz­te und Ange­stell­te aus ver­schie­de­nen Ein­rich­tun­gen des Gesund­heits­we­sens kön­nen auf digi­ta­le Kran­ken­da­ten zugrei­fen und sich aus­tau­schen. Die Daten kön­nen mit ande­ren Infor­ma­tio­nen – mobil und in Echt­zeit – kom­bi­niert und ana­ly­siert wer­den. Nicht zuletzt hel­fen Big Data-Ana­ly­sen – etwa in der Krebs­for­schung – umfang­rei­che und kom­ple­xe bio­me­di­zi­ni­sche Daten­sät­ze schnell und zuver­läs­sig zu ana­ly­sie­ren.3 Die Behand­lungs­qua­li­tät erhöht sich deut­lich, Gene­sungs­pro­zes­se ver­bes­sern sich. Hier schafft die Digi­ta­li­sie­rung neue Wer­te. Des­we­gen ist es wich­tig, die unter­schied­li­chen Dienst­leis­tun­gen im Sin­ne einer Human Centric Intel­li­gent Socie­ty zu ver­bin­den und zu sichern.

Von der Vision zum Handeln

Wir erle­ben heu­te so etwas wie einen „digi­ta­len Draht­seil­akt“: Wird die Digi­ta­li­sie­rung zu mehr Nach­hal­tig­keit, gerin­ge­rem Res­sour­cen­ver­brauch und zu mehr Wohl­stand füh­ren? Oder wer­den wir zu Opfern digi­ta­ler Erpres­sun­gen, von Cyber-Mob­bing oder Wirt­schafts­kri­mi­na­li­tät? Cor­po­ra­te Digi­tal Respon­si­bi­li­ty bedeu­tet, Span­nungs­ver­hält­nis­se aus­zu­ba­lan­cie­ren und ver­meint­li­che Gegen­sät­ze als zwei Sei­ten einer Medail­le mit­ein­an­der zu ver­söh­nen. Die Basis hier­für liegt dar­in, sich den eige­nen Stand­ort bewusst zu machen und im Arbeits­all­tag in allen Unter­neh­mens­be­rei­chen und dar­über hin­aus im gesam­ten Wert­schöp­fungs­netz­werk zu leben. Dar­in liegt ein Erfolgs­ge­heim­nis von Cor­po­ra­te Digi­tal Respon­si­bi­li­ty.


1 Vgl. u. a.: Bericht des Gene­ral­se­kre­tärs über die Tätig­keit der Ver­ein­ten Natio­nen, A/70/1, Gene­ral­ver­samm­lung, Offi­zi­el­les Pro­to­koll der Sieb­zigs­ten Tagung, Bei­la­ge 1, New York 2015; https://www.unric.org/de/images/stories/2015/a‑70–1.pdf.

2 Fuji­tsu Limi­ted: Fuji­tsu Tech­no­lo­gy and Ser­vice Visi­on 2016, Tokyo 2016, http://www.fujitsu.com/global/vision/

3 Das Deut­sche Krebs­for­schungs­zen­trum in Hei­del­berg setzt eine Big Data-Lösung ein, um das Tur­m­or­gut von Pati­en­ten zu unter­su­chen; https://blog.de.fujitsu.com/produkte-services-loesungen/rundumsrechenzentrum/zeit-gewinnen-um-rechtzeitig-zu-helfen-primeflex-for-hadoop-in-der-deutschen-krebsforschung/

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