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Digitalisierung: drei Herausforderungen für den Mittelstand

Digitalisierung – drei Herausforderungen für den Mittelstand
Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Ein Blog von Mat­thi­as Arm­brus­ter, Stra­te­gic Ser­vice Account Mana­ger, und Chris­ti­an Gro­te­fendt, Head of Sales Mit­tel­stand Pri­va­te Sec­tor CE bei Fujitsu

Klei­ne­re und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men wol­len sich digi­ta­li­sie­ren, ste­hen aber vor drei typi­schen Her­aus­for­de­run­gen. Der rich­ti­ge Mix aus Tech­no­lo­gie und Bera­tung hilft, die­se zu meis­tern und das eige­ne Poten­zi­al zu heben.

„Wir wol­len uns schnell digi­ta­li­sie­ren, um wett­be­werbs­fä­hig zu blei­ben.” Die­sen Satz unter­schrei­ben 80 Pro­zent der deut­schen Mit­tel­ständ­ler. Das belegt eine Stu­die des Markt­for­schers Inno­fact unter 323 Entscheider*innen im Auf­trag der Bera­ter­fir­ma Con­sult­port. Dabei erklä­ren aber nur 12 Pro­zent, sie sähen „kei­ne geson­der­te Her­aus­for­de­rung” für die Digi­ta­li­sie­rung sei­nes Angebotes.

Wir bei Fuji­tsu erle­ben in unse­rem Arbeits­all­tag, wie stark gera­de der Mit­tel­stand in Bewe­gung gera­ten ist. Und wir sehen vie­le posi­ti­ve Impul­se. Dabei betrach­ten wir Tech­no­lo­gie nie als Selbst­zweck, son­dern immer im gro­ßen wirt­schaft­li­chen und gesell­schaft­li­chen Zusammenhang.

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Der Mit­tel­stand ist das Rück­grat unse­res Lan­des. Je nach Defi­ni­ti­on zäh­len 99 Pro­zent aller Unter­neh­men in Deutsch­land zu die­sem. Klei­ne und mitt­le­re Betrie­be bil­den vie­le jun­ge Men­schen aus und zah­len gro­ße Sum­men in die Sozi­al­ver­si­che­run­gen ein. Die­se Fir­men ste­hen vor drei Herausforderungen:

Herausforderung 1: Recruiting

Digi­ta­li­sie­rung heißt für den Mit­tel­stand nicht nur, Pro­zes­se und Port­fo­lio zu ver­bes­sern. Es geht auch um die Mitarbeiter*innen und deren Rekru­tie­rung. Wäh­rend für jun­ge Talen­te gro­ße Unter­neh­men mit bekann­ten Brands schnell als attrak­ti­ver Arbeit­ge­ber erschei­nen, müs­sen sich mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men anders inter­es­sant machen. Damit sind wir beim The­ma Arbeits­platz, des­sen Aus­ge­stal­tung für vie­le jun­ge Talen­te eine gro­ße Rol­le spielt. Nicht nur ein schi­ckes Note­book ist wich­tig, son­dern auch die naht­lo­se Inte­gra­ti­on in den Lebensalltag.

Herausforderung 2: Innovation am Beispiel Retail

Eben­falls typisch für den Mit­tel­stand ist der enor­me Inno­va­ti­ons­druck, der für die Enduser*innen meis­tens kaum sicht­bar ist. So ist es zum Bei­spiel für Omnichannel-Händler*innen von unter­neh­mens­kri­ti­scher Bedeu­tung, auch lang­jäh­ri­ge Kund*innen stän­dig neu zu erobern. Das gelingt, indem Bestell­we­ge mög­lichst ein­fach sind oder Emp­feh­lun­gen zu Cross Sel­ling-Ange­bo­ten unkom­pli­ziert und indi­vi­du­ell ein­ge­bracht werden.

Ideen müs­sen schnell und unkom­pli­ziert aus­pro­biert und gege­be­nen­falls auch wie­der ver­wor­fen wer­den kön­nen („fail fast”). Dafür stel­len cloud­ba­sier­te Sys­te­me schnell und fle­xi­bel Res­sour­cen bereit, wäh­rend die Kern­sys­te­me eher sta­bil und hoch­ver­füg­bar sein müs­sen. Hier bie­tet sich ein Hybrid-Kon­zept an.

Konsument*innen infor­mie­ren sich außer­dem schnell über glo­ba­le Trends und ver­än­dern ihr Ver­hal­ten inner­halb der gan­zen Ket­te von der Aus­wahl ihrer Pro­duk­te bis zum After-Sales. Ein Bei­spiel aus der Mode­bran­che: Der spon­ta­ne Kauf unter­wegs. Die­ser erfolgt mit grö­ße­rer Wahr­schein­lich­keit, wenn auf einem Kanal wie Insta­gram ein auf die User*innen per­so­na­li­sier­ter Wer­be­post für Klei­dung im Feed läuft und das Ange­bot mit der inte­grier­ten Kre­dit­kar­te in weni­ger als zehn Sekun­den bestellt wer­den kann.

Zukunfts­ori­en­tier­te Retailer*innen inves­tie­ren des­we­gen nicht nur in Tech­no­lo­gien, son­dern auch in eine Ver­schlan­kung und Moder­ni­sie­rung ihrer Pro­zes­se. Sie ver­än­dern ihre Kul­tur hin zu mehr Agi­li­tät und mehr Geschwin­dig­keit bei der Ein­füh­rung von Inno­va­tio­nen. Der Digi­tal Core ist das zen­tra­le Ele­ment der IT-Infra­struk­tur – und nur, wenn die­se trans­for­miert ist, kann auch im Store eine Digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on effek­tiv umge­setzt werden.

Wer das Kun­den­in­ter­face in der Cloud betreibt, sichert sich Vor­tei­le in Sachen Ver­füg­bar­keit und Ska­lier­bar­keit. Die Kern­sys­te­me kön­nen im eige­nen Rechen­zen­trum bleiben.

Wich­tig ist auch die Ver­bin­dung von Online- und Off­line­welt. Neh­men wir zum Bei­spiel den Lager­be­stand online und den Lager­be­stand in der Filia­le, die in enger Ver­bin­dung ste­hen müs­sen. Verbraucher*innen wol­len sich online infor­mie­ren und dann im sta­tio­nä­ren Geschäft kau­fen. Oder sie bestel­len online und tau­schen vor Ort im Laden um. Händler*innen müs­sen also ihre Pro­zes­se chan­nel­über­grei­fend End-to-End gestal­ten – für Trans­pa­renz und Kun­den­ser­vice. Das Sys­tem muss zum Bei­spiel online eine Benach­rich­ti­gung aus­lö­sen, wenn in der Filia­le Man­gel besteht.

Die­se Bei­spie­le aus dem Han­del las­sen sich natür­lich auch auf ande­re Bran­chen über­tra­gen. Denn für jedes Unter­neh­men gilt: die Kun­den­er­fah­rung steht im Fokus, egal ob B2C oder B2B. Jede Cus­to­mer Jour­ney beginnt bereits mit den ers­ten Ein­drü­cken, die das Unter­neh­men ver­mit­telt – über sei­ne Mar­ken, über den Online-Auf­tritt oder über die Prä­senz auf Mes­sen und ande­ren Ver­an­stal­tun­gen. Dar­in unter­schei­det sich der Retailer nicht vom Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rer oder Berater.

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Herausforderung 3: Know-how und Veränderungsbereitschaft

Unse­re Erfah­run­gen zei­gen, dass sol­che Kon­zep­te im Mit­tel­stand oft zügig umge­setzt wer­den – ohne eige­ne Stra­te­gie­ab­tei­lun­gen oder gro­ße Bera­tungs­häu­ser. Die­se sind in vie­len Fäl­len zu unfle­xi­bel oder den Unter­neh­men zu teu­er. Viel­mehr wird auf bestehen­de Part­ner­schaf­ten gesetzt, die die­se kon­zep­tio­nel­len Her­aus­for­de­run­gen sehr prag­ma­tisch nicht nur theo­re­tisch erfas­sen, son­dern auch hands on rea­li­sie­ren kön­nen. Gera­de Mit­tel­ständ­ler sehen sich hier oft vor der Her­aus­for­de­rung, dass intern die Skills fehlen.

Dazu noch­mals die Inno­fact-Stu­die: 57 Pro­zent der befrag­ten Entscheider*innen erklä­ren, Digital-Expert*innen zu suchen. Mehr als 60 Pro­zent sagen offen, dass eine Digi­ta­li­sie­rung ohne Berater*innen nicht umzu­set­zen sei. Wor­an es hapert, wis­sen die Unter­neh­men: Fast jeder Zwei­te spricht von feh­len­dem Know-how (48 Pro­zent) und feh­len­den inter­nen Res­sour­cen (46 Pro­zent). Gut drei von zehn (31 Pro­zent) geben außer­dem an, dass die Mitarbeiter*innen wenig Inter­es­se an Wei­ter­qua­li­fi­ka­ti­on haben.

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Wir ste­hen ger­ne bei der Digi­ta­li­sie­rung an Ihrer Sei­te, sowohl in der Bera­tung als auch in der Umset­zung. Wir brin­gen tech­no­lo­gi­sche Skills aus bei­den Wel­ten ein – On-Prem und Cloud – sowie Pro­zess­wis­sen und Erfah­rung aus vie­len Kun­den­pro­jek­ten. Damit der „famous Ger­man Mit­tel­stand“ wei­ter sei­ne Hid­den Cham­pions ausbildet!

Für wei­te­re Infor­ma­tio­nen besu­chen Sie unse­re Web­site oder kon­tak­tie­ren Sie uns via Mail oder Tele­fon: 00800 37210000*

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