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I‑Global Intelligence for the CIO – Interview mit Big Thinker Carlo Ratti

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

I – Global Intelligence for the CIO

In die­ser Aus­ga­be des eng­lisch­spra­chi­gen Online-Maga­zins „I – Glo­bal Intel­li­gence for the CIO” auf I‑CIO.com stel­len wir Ihnen den MIT Pro­fes­sor, Visio­när und Big Thin­ker Car­lo Rat­ti vor.

Gera­de ein­mal zwei Pro­zent unse­rer Erd­krus­te machen unse­re Städ­te aus. Den­noch ent­fal­len 50 Pro­zent der Welt­be­völ­ke­rung auf die­se Kno­ten­punk­te unse­rer Zivi­li­sa­ti­on. Allein in der Metro­pol­re­gi­on Tokio leben rund 37,5 Mil­lio­nen Men­schen und schau­en wir nur auf die Ein­woh­ner­zahl, steht Tokio unan­ge­foch­ten an der Spit­ze der größ­ten Städ­te der Welt. So wie in der japa­ni­schen Haupt­stadt ver­brau­chen die Men­schen einer Metro­po­le Ener­gie. Sat­te 75 Pro­zent unse­res gesam­ten Ener­gie­ver­brauchs fal­len auf unse­re Städ­te zurück.

In sei­nem Video­in­ter­view beschäf­tigt sich Big Thin­ker Car­lo Rat­ti mit einer zen­tra­len Fra­ge im Hin­blick auf die Zukunft unse­res Pla­ne­ten: Wie kön­nen wir unse­re Bal­lungs­ge­bie­te effi­zi­en­ter und nach­hal­ti­ger gestal­ten, ohne den Men­schen dabei als Mit­tel­punkt aus den Augen zu ver­lie­ren? Für Rat­ti besteht eine „Smart City” eben nicht nur aus Tech­no­lo­gie und dem all­ge­gen­wär­ti­gen Inter­net der Din­ge, son­dern vor allem auch aus den posi­ti­ven Erleb­nis­sen der Bewoh­ner einer Stadt.

Ohne­hin mag Car­lo Rat­ti den Begriff „Smart City” nicht beson­ders. Dabei geis­tert er im Zuge der Digi­ta­li­sie­rung jeden Tag durch unse­re Medi­en. Was aber steckt hin­ter einer Smart City, was kann die „intel­li­gen­te Stadt von mor­gen”? Wodurch unter­schei­det sie sich von einer Metro­po­le von heu­te? Im Fokus der Ver­än­de­run­gen steht auch für Car­lo Rat­ti das Inter­net der Din­ge. Immer mehr Gerä­te gehen online und bis zum Jahr 2020 rech­nen Exper­ten mit 50 Mil­li­ar­den ver­netz­ten Din­gen. Dar­aus ergibt sich für den Big Thin­ker eine gigan­ti­sche Chan­ce: die Chan­ce des Tei­lens. Eine gemein­sa­me Nut­zung der Res­sour­cen spart am Ende Ener­gie und schafft wei­te­re Mög­lich­kei­ten für eine bes­se­re Welt. In sei­nem Inter­view stellt Rat­ti drei Aspek­te einer digi­tal ange­trie­be­nen Stadt in den Vor­der­grund: Nach­hal­tig­keit, Effi­zi­enz und den Men­schen als Mit­tel­punkt eines Mega-Netz­wer­kes.

Warum nicht das Nachtleben von Rio de Janeiro – die ideale Stadt von morgen

Bei all den tief­grei­fen­den Ver­än­de­run­gen bleibt das äußer­li­che Bild unse­rer Zen­tren jedoch gleich. Auch im Zuge der Digi­ta­li­sie­rung benö­ti­gen Men­schen Wän­de für die Pri­vat­sphä­re und einen Boden, auf dem sie ste­hen kön­nen. Um hin­aus zu schau­en, braucht es ein Fens­ter. Nach die­sem Grund­prin­zip funk­tio­nie­ren unse­re Städ­te seit dem Mit­tel­al­ter. Mit dem Inter­net der Din­ge ver­än­dert sich also vor allem das „wie”. Wie leben und arbei­ten wir, wo tref­fen wir uns und was macht unse­ren All­tag aus? Eine Ant­wort auf die­se Fra­gen zu fin­den, gestal­tet sich auf­grund des gewal­ti­gen Poten­ti­als von IoT gar nicht so ein­fach. Sicher scheint heu­te nur Eines: es wird anders sein.

Eben­falls schwer tut sich Rat­ti mit der Defi­ni­ti­on der „idea­len Stadt von mor­gen”. Bei die­ser Fra­ge hält sich Big Thin­ker Car­lo Rat­ti an die Defi­ni­ti­on des fran­zö­si­schen Schrift­stel­lers Geor­ges Perec. Sei­ne idea­le Stadt besä­ße die Topo­gra­phie von Prag, das Wet­ter von Nea­pel, die Archi­tek­tur von Lon­don, die inter­na­tio­na­le Küche von San Fran­cis­co und, war­um nicht, das Nacht­le­ben von Rio de Janei­ro.

Die einzelnen englischsprachigen Big Thinker-Interviews im Überblick:

  • The digi­tal can­vas pre­sen­ted by smart cities: The Inter­net of Things has the poten­ti­al to revo­lu­tio­ni­ze urban infra­st­ruc­tu­re, making cities less con­ge­sted, less pol­lu­t­ed and more ener­gy effi­ci­ent, says Car­lo Rat­ti, head of MIT’s Sen­se­ab­le City Lab.
  • How the digi­ta­li­za­ti­on of cities empowers peop­le: The forces sha­ping tomorrow’s urban envi­ron­ments — from plan­ners and archi­tec­ts to tech­no­lo­gy com­pa­nies — need to adopt a human-centric approach to smart cities, argues MIT pro­fes­sor Car­lo Rat­ti.
  • What makes a gre­at cyber­ci­ty? As digi­ta­li­za­ti­on pro­gres­si­ve­ly res­ha­pes key ele­ments of metro­po­li­tan life, we ask MIT pro­fes­sor and smart cities expert Car­lo Rat­ti how his ide­al city might evol­ve.

Vie­le Fra­gen der Digi­ta­li­sie­rung las­sen sich nicht mit einem Patent­re­zept beant­wor­ten. Wie IT-Ent­schei­der auf der gan­zen Welt die Rei­se in die Zukunft mit Hybrid-IT unter­stüt­zen, erfah­ren Sie eben­falls in die­ser Aus­ga­be. Mit einer gro­ßen Umfra­ge haben wir für Sie „geforscht” und die­se span­nen­den Bei­trä­ge war­ten eben­falls auf Sie:

Alle Inter­views und Bei­trä­ge fin­den Sie auf I‑CIO.com.

Sie möch­ten gern über alle Bei­trä­ge bei I‑CIO auf dem Lau­fen­den blei­ben? In regel­mä­ßi­gen Abstän­den bie­ten wir Ihnen eine kur­ze Zusam­men­fas­sung der High­lights in Fuji­tsu Aktu­ell an, die Sie auch als News­let­ter abon­nie­ren kön­nen – so sind Sie immer aktu­ell infor­miert.

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