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I‑Global Intelligence for the CIO — Interview mit Big Thinker Kirill Tatarinov

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

I – Global Intelligence for the CIO

In dieser Aus­gabe des englis­chsprachi­gen Online-Mag­a­zins „I – Glob­al Intel­li­gence for the CIO“ auf I‑CIO.com stellen wir Ihnen den Big Thinker und Cit­rix-CEO Kir­ill Tatari­nov vor.

Die Dig­i­tale Trans­for­ma­tion ist all­ge­gen­wär­tig. Sie ist eine, wenn nicht sog­ar DIE treibende Kraft für wirtschaftliche und gesellschaftliche Verän­derun­gen. Die Auf­gabe der Unternehmen, egal wie groß oder klein, ist es nun, sie mit offe­nen Armen zu begrüßen und mit ihrer Hil­fe neue Poten­ziale zu erschließen. Wie das geht und wer dafür zuständig ist, erk­lärt Kir­ill Tatari­nov in drei span­nen­den Video-Inter­views.

Bere­its zur ersten zen­tralen Frage bezieht er klar Stel­lung. Auch wenn es in manchen Unternehmen einen CDO (Chief Dig­i­tal Offi­cer) gibt, betont Tatari­nov, wie wichtig es sei, dass der CIO selb­st alle Fäden in der Hand hält und die Verän­derun­gen von der Spitze aus durch­set­zt. Er muss erken­nen, dass er die Ver­ant­wor­tung für einen der­art essen­tiellen Bere­ich nicht abgeben kann. Denn nur, wer mit der Geschwindigkeit der neuen Tech­nolo­gien mithal­ten kann, wird siegen.

Der Arbeitsplatz der Zukunft

Ein wichtiger Aspekt der Dig­i­tal­en Trans­for­ma­tion ist auch die Umset­zung des Arbeit­splatzes der Zukun­ft. Längst ist der Arbeit­splatz für viele Men­schen kein per­ma­nen­ter, physikalis­ch­er Ort mehr, son­dern ein Konzept. Dank der Cloud kön­nen sie von jedem Ort der Welt aus auf ihre Dat­en zugreifen und arbeit­en, zu jed­er Zeit. Tatari­nov hat eine ganz konkrete Vorstel­lung, in welche Rich­tung sich der Arbeit­splatz durch neue Tech­nolo­gien noch verän­dern kön­nte: „Stellen Sie sich vor, eine Per­son kommt zur Arbeit. In der Lob­by des Gebäudes zieht sie ihre Karte über ein Lesegerät. Sie erhält dann eine Nachricht auf ihr Mobil­gerät, die ihr sagt: Heute arbeitest du in diesem Team und dein Schreibtisch ist in jen­em Raum. Und wenn die Per­son dort ankommt, sind ihr kom­plet­ter Desk­top und alle benötigten Tools bere­its voll­ständig ein­gerichtet.“

Um mit der Dig­i­tal­en Trans­for­ma­tion erfol­gre­ich zu sein, ist jedoch mehr nötig als nur die Nutzung neuer Tech­nolo­gien. Das ist beson­ders bei einem Phänomen zu beobacht­en, dass der Cit­rix-CEO inter­essiert beobachtet. Seit der Finanzkrise in den USA stag­niert dort das jährliche Wach­s­tum bei etwa 0,5%. Vor der Finanzkrise, die ab 2007 begann, lag es jahrzehn­te­lang sta­bil bei etwa 2,2 %. Was ist passiert?

Neue Technologien alleine reichen nicht

Citrix CEO Kirill TatarinovTatari­nov sieht zwei mögliche Gründe. Der eine ist eine große Welle von neuen Tech­nolo­gien, die in den 1990ern durch die Unternehmen zog. Mit den Tech­nolo­gien kamen lange Erneuerungszyklen in die Unternehmen, teil­weise liegen diese bei bis zu 20 Jahren. Somit sind in der Gegen­wart viele Unternehmen ger­ade am Ende eines Zyk­lus und begin­nen nun langsam, sich über neue Tech­nolo­gien Gedanken zu machen. Die Chan­cen, die sich in den let­zten Jahren bere­its boten, haben sie damit ver­passt. Statt an lan­gen Zyklen festzuhal­ten, so Tatari­nov, soll­ten die Unternehmen flex­i­bel bleiben, ihre Prozesse kon­tinuier­lich in Frage stellen und neue Tech­nolo­gien inte­gri­eren. Und das kon­se­quent: Statt müh­sam vorhan­dene und neue Sys­teme zu koor­dinieren und so die Prozesse zu ver­langsamen, müssten Unternehmen den Mut haben, voll­ständig auf neue Tech­nolo­gien und vor allem auf neue Ideen und Prozesse zu set­zen.

Egal, ob es um den generellen Umgang mit der Dig­i­tal­en Trans­for­ma­tion geht, den Arbeit­splatz der Zukun­ft oder das Hin­ter­fra­gen beste­hen­der Prozesse – Tatari­nov betont, dass die Tech­nolo­gie alleine nicht alle Prob­leme lösen kann. Ihre Ein­führung muss von ein­er offe­nen Ein­stel­lung der CIOs begleit­et wer­den. Sie müssen die neuen Tech­nolo­gien willkom­men heißen und sie in ihrem Unternehmen mit dazu passenden neuen Prozessen nutzen wollen. So kön­nen sie zu Helden des Unternehmens wer­den – den Busi­ness Heros.

Die einzelnen englischsprachigen Big Thinker-Interviews im Überblick:

  • How dig­i­tal trans­for­ma­tion turns CIOs into busi­ness heroes
    Dig­i­tal­iza­tion is chang­ing the stand­ing of IT lead­ers, says Cit­rix CEO Kir­ill Tatari­nov, allow­ing them to excel in broad­er busi­ness roles, yet ward off dig­i­tal own­er­ship chal­lenges from else­where in the C‑suite.
  • The tech­nolo­gies shap­ing the future of the work­place
    Kir­ill Tatari­nov, CEO at Cit­rix, shares insight into how cloud, mobile, IoT and AI are trans­form­ing the world of work.
  • Why it’s time to reimag­ine busi­ness process­es and boost pro­duc­tiv­i­ty
    Dig­i­tal tech­nol­o­gy alone is not the solu­tion to the low pro­duc­tiv­i­ty evi­dent across many orga­ni­za­tions, says Cit­rix CEO Kir­ill Tatari­nov. Its adop­tion needs to be com­ple­ment­ed by a rethink of how work gets done.

Erfahren Sie auf I‑CIO.com eben­falls, wie McDon­alds für ein dig­i­tales Essenser­leb­nis sorgt, welche Büch­er aus dem Jahr 2016 CIOs unbe­d­ingt ken­nen soll­ten und warum Embraer seine ERP-Strate­gie gründlich auf den Kopf stellte. Ein weit­eres The­ma ist das Fujit­su Forum im Novem­ber 2016, auf dem Fujit­su seine Fortschritte im Bere­ich Cloud Infra­struc­ture, Inter­net of Things, Cyber­se­cu­ri­ty und Kün­stliche Intel­li­genz vorstellte.

Alle Inter­views und Beiträge find­en Sie auf I‑CIO.com.

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