close

Ada Lovelace steht als erste Programmiererin der Welt für Frauenpower in technischen Berufen

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
Ada Lovelace
Zwar zeigt die­se Abbil­dung nicht Ada Love­lace, aber eine Frau leg­te den Grund­stein für die heu­ti­ge Programmiersprache

Tat­säch­lich geht das ers­te Pro­gramm der Welt auf eine Frau zurück. Augus­ta Ada Byron King, Countess von Love­lace, ver­öf­fent­lich­te als Ers­te um 1840 ein kom­ple­xes Pro­gramm für einen nie fer­tig gestell­ten Com­pu­ter – die „Ana­ly­ti­cal Engi­ne” von Charles Bab­ba­ge. Die Mathe­ma­ti­ke­rin galt als ihrer Zeit weit vor­aus. Ada Love­lace über­schritt mit ihrem Pro­gramm die Gren­zen zwi­schen Rechen­ma­schi­ne und Com­pu­ter und unter­teil­te sei­ne Kom­po­nen­ten erst­mals in Hard­ware und Soft­ware. Zwar konn­te Charles Bab­ba­ge sei­ne „Ana­ly­ti­cal Engi­ne” zu Leb­zei­ten nie fer­tig stel­len, Ada Love­lace jedoch gilt noch immer als der ers­te Mensch der Welt, der ein Com­pu­ter­pro­gramm schrieb. Auf dem „Ada Love­lace Day” tra­fen sich dem­zu­fol­ge aus­schließ­lich Mit­ar­bei­te­rin­nen im Fuji­tsu Office Lon­don, um span­nen­de Ein­bli­cke in alle Berei­che der IT zu erhalten.

Zwei Bereiche, ein Highlight – die Kraft der Geschichten

Beson­ders gut an kamen bei den Teil­neh­me­rin­nen die Erfah­rungs­be­rich­te und Work­shops sowie das inter­na­tio­na­le „Net­wor­king”. Cin­de­rel­la Dell, SAP Tech­ni­cal Con­sul­tant, fasst ihre Ein­drü­cke für uns zusammen:

Ich fand die­se Akti­on klas­se und habe mich sehr gefreut, vie­le inter­es­san­te Damen ken­nen zu ler­nen. Im All­tag haben wir ja doch weni­ger Berüh­rungs­punk­te mit ande­ren Abtei­lun­gen und Kol­le­gen, hier habe ich neue Ein­bli­cke in ande­re Berei­che erhal­ten und durf­te auch ein­mal den Stand­ort Lon­don sehen. Mich per­sön­lich hat das wei­ter gebracht. Mei­ne High­lights waren der Work­shop zum The­ma „Sto­ry­tel­ling” und ein Erfah­rungs­be­richt von Sophie Deen über ihre Geschäfts­idee „Bright Litt­le Labs”. 

Ada LovelaceBei­de High­lights haben etwas gemein­sam – ihre Geschich­ten. Sto­ry­tel­ling gilt als Hype in den Social Media und tat­säch­lich soll­ten wir sei­ne Macht nicht unter­schät­zen. Hin­ter dem Begriff Sto­ry­tel­ling steckt jedoch weit mehr, als eine blo­ße Geschich­te zu erzäh­len und „irgend­was” mit sozia­len Medi­en zu machen. Mit der Kom­bi­na­ti­on einer moder­nen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gie und der jahr­tau­sen­de­al­ten Pra­xis Wis­sen sowie Emo­tio­nen zu ver­mit­teln, kom­men wir dem Begriff näher. Als neu gilt Sto­ry­tel­ling damit nicht. Bereits im Mit­tel­al­ter fas­zi­nier­ten Hof­nar­ren, Trou­ba­dou­re und Min­ne­sän­ger ihre Zuhö­rer­schaft. Ver­än­dert hat sich jedoch der Weg, den die Geschich­ten neh­men und der Einsatzbereich. 

Ada Lovelace – eine Frau die ihrer Zeit vorauseilte

Unter­neh­men haben Sto­ry­tel­ling längst für sich ent­deckt. Mit einer Geschich­te bekom­men tro­cke­ne Infor­ma­tio­nen einen Sinn und eine Bedeu­tung. Sie wecken Emo­tio­nen und blei­ben län­ger im Gedächt­nis. Gute Geschich­ten tei­len wir gern, aber eine zu erzäh­len, gilt als gar nicht so ein­fach. Was alles hin­ter dem Trend­the­ma Sto­ry­tel­ling steckt, hat Cin­de­rel­la Dell auf dem Ada Love­lace Day gelernt und ist beein­druckt. Auch „Bright Litt­le Labs” setzt auf Geschich­ten und Kin­der als Bot­schaf­ter. Hin­ter der Geschäfts­idee steckt ein Medi­en­un­ter­neh­men, wel­ches geschlechts­neu­tra­le und ethi­sche Bücher, Apps und Spie­le her­stellt. Geschich­ten beglei­ten uns unser Leben lang, sie prä­gen uns. Sie zei­gen uns, wie wir unse­re Welt wahr­neh­men (sol­len). Ada Love­lace hielt sich mit ihren „Notes” nicht an die­se Regeln. 

Keine Gemeinsamkeit mit schlichten Rechenmaschinen

Sie leg­te einen schrift­li­chen Plan zur Berech­nung der Ber­noul­li-Zah­len in Dia­gramm­form vor und ver­öf­fent­lich­te damit das ers­te for­ma­le Pro­gramm welt­weit. Bereits damals bezeich­ne­te sie die Ana­ly­ti­cal Engi­ne als ein­ma­lig. Sie erkann­te die „höchst inter­es­san­ten” Mög­lich­kei­ten und stell­te fest: die Gren­zen der Arith­me­tik wur­den in dem Augen­blick über­schrit­ten, in dem die Idee zur Ver­wen­dung der (Programmier)Karten ent­stand und die „Ana­ly­ti­cal Engi­ne” hat kei­ne Gemein­sam­keit mit schlich­ten Rechen­ma­schi­nen. Genau wie die übri­gen Teil­neh­mer zeigt sich Cin­de­rel­la Dell beein­druckt von so viel Frauenpower.

Wir hof­fen, ein sol­ches Event auch ein­mal in Deutsch­land beglei­ten zu dürfen! 

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , ,

Story Page