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Auch Helden brauchen Unterstützung – „AFL neo” greift ein, wenn die Psyche „Stopp” sagt

Auch Helden brauchen Unterstützung - "AFL neo" greift ein, wenn die Psyche "Stopp" sagt
Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Hel­den kön­nen uns täg­lich auf der Stra­ße begeg­nen. Oft erken­nen wir sie jedoch nicht, denn sie tra­gen kein beson­de­res Out­fit und besit­zen auch kei­ne Super­kräf­te. Jeden Tag set­zen sich Men­schen für ande­re Men­schen in Not ein und vie­le davon hel­fen ehren­amt­lich. Sozia­les Enga­ge­ment hat vie­le Gesich­ter, es kann aus einer war­men Mahl­zeit, einem Hän­de­druck, einer Spen­de, Zeit oder ein­fach nur aus trös­ten­den Wor­ten bestehen. Unse­re Hel­den enga­gie­ren sich, weil sie hel­fen möch­ten und als Dan­ke erwar­ten sie ein Lächeln oder – gar nichts. Wir nen­nen sie „SEIC-Cham­pions” und dahin­ter ste­cken unse­re Chan­nel-Part­ner, die sich für ein sozia­les Pro­jekt in Deutsch­land einsetzen.

Mit die­ser Serie stel­len wir Ihnen die „SEIC-Cham­pions” und ihre Pro­jek­te vor. SEIC steht für „Sozia­les Enga­ge­ment im Chan­nel” und mit unse­rem SEIC-Pro­gramm rei­chen wir den Hel­fern eine hel­fen­de Hand, denn auch Hel­den brau­chen manch­mal Unter­stüt­zung. Zum Bei­spiel wenn man eine Krank­heit nicht auf den ers­ten Blick erkennt.

Die Zahlen belegen einen Trend, auf den „AFL neo” reagiert

Zah­len bele­gen einen Trend, auf den die­ses SEIC-Pro­jekt reagiert. Laut dem DAK-Gesund­heits­re­port 2016 ste­hen bei den Frau­en der­zeit erst­mals nicht mehr die Mus­kel- und Ske­let­ter­kran­kun­gen an ers­ter Stel­le, son­dern die Psy­che. Immer mehr Men­schen las­sen sich auf­grund psy­chi­scher Lei­den krank schrei­ben und kön­nen ihrer Arbeit nicht mehr nach­kom­men. In den ver­gan­ge­nen 20 Jah­ren habe sich laut dem Ärz­te­blatt die Zahl der Fehl­ta­ge auf­grund die­ser Dia­gno­se mehr als ver­drei­facht. Betrof­fe­ne haben es in einer sol­chen Situa­ti­on beson­ders schwer, denn man sieht ihnen ihre Krank­heit nicht an. Sie lässt sich nicht mit klas­si­schen kli­ni­schen Daten bele­gen und der Weg bis zur Dia­gno­se gestal­tet sich für man­che Betrof­fe­ne lang und schwierig.

Eine psy­chi­sche Krank­heit kann jeden tref­fen, Berufs­an­fän­ger genau­so wie Men­schen am Ende ihres Arbeits­le­bens – oder mit­ten­drin. Der Sozi­al­dienst Katho­li­scher Frau­en und Män­ner Mett­mann e.V. küm­mert sich beson­ders um jun­ge Men­schen im Alter von 18–25 Jah­ren in einer schwie­ri­gen Lebens­la­ge. So schwie­rig, dass die Betrof­fe­nen den Start ins Arbeits­le­ben allein nicht bewäl­ti­gen kön­nen. Mit indi­vi­du­el­ler För­de­rung beglei­tet der Sozi­al­dienst Betrof­fe­ne über einen lan­gen Zeit­raum hin­weg und sichert so ein auf lan­ge Sicht gese­hen eigen­ver­ant­wort­li­ches Leben. Je nach Situa­ti­on arbei­ten die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer in Arbeits­pro­jek­ten wie der Wäsche­rei oder der Holzwerkstatt.

Von den Symptomen bis zur Diagnose liegt manchmal ein langer Weg

Was sie leis­ten kön­nen, hängt sowohl von den indi­vi­du­el­len Gege­ben­hei­ten als auch von der psy­chi­schen Situa­ti­on ab. Genau wie die Dia­gno­se selbst gestal­tet sich die Behand­lung eines see­li­schen Lei­dens manch­mal lang­wie­rig und schwie­rig. Es geht in klei­nen Schrit­ten vor­wärts, bis zum Start in das eigent­li­che Berufs­le­ben. Das ist der Grund­ge­dan­ke des SEIC-Pro­jekts „AFL neo”. Ganz gezielt umfasst das Pro­jekt Trai­nings- und För­der­maß­nah­men mit einer gere­gel­ten Tages- und Wochen­struk­tur. Zusätz­lich kön­nen die Betrof­fe­nen in Prak­ti­ka rea­le Berufs­luft schnup­pern.  Wie ein­gangs gesagt, ein see­li­sches Lei­den kann jeden tref­fen. Umstän­de dafür exis­tie­ren vie­le. Ent­schei­dend bleibt der Schritt zurück ins Leben.

Dabei kön­nen Sie hel­fen, genau wie unser Part­ner IT-On.NET GmbH aus Düs­sel­dorf. Der Sozi­al­dienst freut sich nicht nur über Geld­spen­den und Zeit. Auch Din­ge aus dem All­tag hel­fen den Betrof­fe­nen, die­sen zu bewäl­ti­gen. Ob Besteck, Schreib­ma­te­ri­al, eine Kaf­fee­ma­schi­ne oder der Was­ser­ko­cher – all das fin­det garan­tiert sei­nen Platz in den Räum­lich­kei­ten in Mett­mann. Zum ers­ten Mal star­te­te das Pro­jekt „AFL neo” am 1. Sep­tem­ber 2016 und seit­dem zählt jeder klei­ne Schritt. Oft­mals fällt es den Betrof­fe­nen nicht eben leicht, Hil­fe auch anzu­neh­men. Aktu­ell 150 Mit­ar­bei­ter geben ihr Bes­tes, damit die­se Men­schen im Leben wie­der Fuß fas­sen kön­nen. Was Sie kon­kret für den Sozi­al­dienst tun kön­nen, erfah­ren Sie auf unse­rer SEIC-Web­site (Part­ner Log­in not­wen­dig) oder direkt beim SKFM – Sozi­al­dienst Katho­li­scher Frau­en und Män­ner Mett­mann e.V.

Im Fal­le einer psy­chi­schen Erkran­kung zählt eben auch die Zeit – und jede klei­ne Geste.

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