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„Auf einmal werden ganz andere Dinge wichtig”: Vereinbarkeit von Familie und Beruf – Pflege und Beruf bei Fujitsu

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Kin­der und Job unter den berühm­ten einen Hut zu brin­gen, fällt uns an man­chen Stel­len bereits schwer genug. Was aber tun wir, wenn jemand aus unse­rer Fami­lie schwer erkrankt und lang­fris­tig Hil­fe braucht? Mit der Auf­ga­be, Pfle­ge und Beruf auf einen Nen­ner zu brin­gen, gera­ten wir see­lisch und kör­per­lich an unse­re abso­lu­ten Gren­zen. Auf die Fra­ge, lässt sich das über­haupt ver­ein­ba­ren, wür­den man­che aus einem ers­ten Impuls her­aus sogar mit einem kla­ren „Nein” antworten.

Den­ken wir all­ge­mein über die Ver­ein­bar­keit nach, kommt uns die­ses, mit vie­len Tabus beleg­te The­ma sicher nicht als ers­tes in den Sinn. Tref­fen kann es jeden von uns den­noch und das jeder­zeit. Wir möch­ten uns an die­ser Stel­le für den Mut drei­er Mit­ar­bei­ter bedan­ken. *Peter, Car­la und Rita spre­chen mit uns über ihre Erfah­run­gen in einem von Krank­heit und Leid gepräg­ten All­tag, über die psy­chi­sche Belas­tung, über Dank­bar­keit und über die „klei­nen Din­ge”, die in einer sol­chen Situa­ti­on eine gro­ße Rol­le spielen.

*Zum Schutz der Pri­vat­sphä­re haben wir die Namen der Betrof­fe­nen geändert.

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Eine schwe­re Krank­heit wirft unse­re Plä­ne durcheinander

Als die Part­ne­rin von Peter schwer erkrank­te, muss­te er sich nicht nur um sie, son­dern auch um die bei­den Klein­kin­der küm­mern. Gera­de auf­grund häu­fi­ger Kran­ken­haus­auf­ent­hal­te sei­ner Frau blieb Peter trotz Krip­pe und Kin­der­gar­ten bei der Kin­der­be­treu­ung oft auf sich allei­ne gestellt. Beson­ders gehol­fen hat ihm in die­ser schwie­ri­gen Zeit sei­ne Füh­rungs­kraft, die ihn jeder­zeit über sei­ne Mög­lich­kei­ten infor­mier­te, Ver­ständ­nis zeig­te und bereit­wil­lig Arbeits­aus­fäl­le durch Umver­tei­lung der Auf­ga­ben im Team über­brück­te. Peter konn­te sich so auf das Wich­tigs­te kon­zen­trie­ren – auf die Unter­stüt­zung für sei­ne Part­ne­rin und sei­ne Kin­der. Für sie woll­te und konn­te er dank die­ser Rege­lung voll da sein.

Erst mal habe ich natür­lich Urlaub und Über­stun­den abge­baut und immer wenn es nötig war, habe ich wochen­wei­se unbe­zahl­ten Urlaub genom­men. Das ging jeder­zeit spon­tan und unbü­ro­kra­tisch. Dank fle­xi­bler Arbeits­zei­ten und der Mög­lich­keit, von zu Hau­se aus zu arbei­ten, konn­te ich eben­falls Eini­ges über­brü­cken. Fuji­tsu bot mir den Rah­men, aber ohne mei­ne gut infor­mier­te und ent­ge­gen­kom­men­de Füh­rungs­kraft wäre es sicher­lich deut­lich kom­pli­zier­ter gewor­den, durch die­se schwie­ri­ge Zeit zu kommen.

„In der letzten Phase konnte ich ausschließlich von zu Hause aus arbeiten”

28615_Lifestyle_Pictures_-_Office_hprEben­so wie Peter saß Car­la oft zwi­schen den Stüh­len. Hin und her geris­sen zwi­schen beruf­li­chen und pri­va­ten Ver­pflich­tun­gen muss­te auch sie einen Weg fin­den. Car­las Ehe­mann erkrank­te unheil­bar und unse­re lang­jäh­ri­ge Mit­ar­bei­te­rin muss­te sich ein hal­bes Jahr lang sprich­wört­lich zwei­tei­len. Als Allein­ver­die­ne­rin kam unbe­zahl­ter Urlaub für Car­la nicht in Fra­ge, den­noch woll­te sie ihrem Mann in den schwe­ren Zei­ten so gut es geht beistehen.

Dank der engen Abstim­mung mit mei­ner Füh­rungs­kraft, die selbst vie­le Auf­ga­ben über­nahm, und der kur­zen Ent­schei­dungs­we­ge konn­te ich die vol­le zeit­li­che Fle­xi­bi­li­tät nut­zen. Nach­dem Urlaub und Über­stun­den auf­ge­braucht waren, durf­te ich ohne wei­te­res Minus­stun­den auf­bau­en. In der letz­ten Pha­se konn­te ich pro­blem­los aus­schließ­lich von zu Hau­se arbei­ten. Auf mei­ne Situa­ti­on nah­men alle immer Rücksicht.

Im sel­ben Span­nungs­feld wie Car­la befand sich auch Rita drei Jah­re lang. Ihre Toch­ter kam mit mehr­fa­chen Behin­de­run­gen zur Welt und Rita fühl­te sich in der Sche­re zwi­schen dem Berufs- und Pri­vat­le­ben gefan­gen. Dank der Mög­lich­keit des Home Office mit fle­xi­bler Zeit­ein­tei­lung konn­te Rita die gesam­te Zeit über in ihren anspruchs­vol­len beruf­li­chen Auf­ga­ben bleiben.

Ich war in einem inter­na­tio­na­len, von Zah­len getrie­be­nen Umfeld tätig und auf ein­mal wer­den ganz ande­re Din­ge wich­tig, die Men­schen gewin­nen wie­der an Bedeu­tung. Man ent­wi­ckelt Dank­bar­keit für die Unter­stüt­zung ande­rer und ein aus­ge­präg­tes Bewusst­sein für die „klei­nen Dinge”.

Soziales Engagement als Hilfe für die Auseinandersetzung mit Leid und Tod

Das furcht­ba­re Leid in den Pfle­ge­hei­men, mit dem sich Rita kon­fron­tiert sah, und die stän­di­ge Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Tod präg­ten sie stark. Bei Fuji­tsu hat­te Rita immer die Mög­lich­keit, sich neben ihrem Beruf ehren­amt­lich für Men­schen zu enga­gie­ren und eine Neben­tä­tig­keit auf­zu­neh­men. Die­ses Enga­ge­ment half Rita, mit ihrer eige­nen Situa­ti­on umzu­ge­hen. Außer­dem betont sie die Schlüs­sel­be­deu­tung einer stim­mi­gen Füh­rungs­kul­tur im Unter­neh­men und wie wich­tig es sein kann, ande­re wach­sen zu lassen.

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Im Team und mit einer stim­mi­gen Füh­rungs­kul­tur las­sen sich schwie­ri­ge Situa­tio­nen meistern

Alle drei sind sich einig: Den Rah­men und die Mög­lich­kei­ten in einer sol­chen Situa­ti­on muss das Unter­neh­men bie­ten, aber ohne eine gut infor­mier­te und tat­kräf­tig unter­stüt­zen­de Füh­rungs­kraft, die einem den Rücken frei hält, geht es nicht. Sie bleibt das A und O und eine Schlüs­sel­fi­gur, wenn es dar­um geht, Pfle­ge und Beruf mit­ein­an­der zu ver­ein­ba­ren. Ohne­hin gleicht die­se Auf­ga­be einem Draht­seil­akt, den Car­la, Peter und Rita gemein­sam mit Fuji­tsu bewäl­tigt haben – wir sagen Dan­ke für ihren Mut und für ihre Offenheit.

Mit unse­rer Serie „Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf” betrach­ten und beleuch­ten wir die Ver­ein­bar­keit von vie­len Per­spek­ti­ven aus und das Wich­tigs­te rückt für uns immer wie­der deut­lich in den Vor­der­grund: auf die Team­ar­beit kommt es an. Egal, ob es um Väter oder Müt­ter in Eltern­zeit, um Schwan­ger­schaft oder um ein sen­si­bles The­ma wie Pfle­ge geht, alle Betei­lig­ten müs­sen jeder­zeit an einem Strang zie­hen. Sie möch­ten wis­sen, wie eine Füh­rungs­kraft, ein Vater oder eine Mut­ter über Ver­ein­bar­keit denkt? Alle bis­her erschie­nen Blog­bei­trä­ge zu die­sem The­ma fin­den Sie hier noch ein­mal im Überblick:

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