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Solution Design Architect bei Fujitsu: Die beste Lösung im Blick

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Was macht eigent­lich ein Solu­ti­on Design Archi­tect? Die­se Fra­ge haben wir Ralph Stern, Solu­ti­on Design Archi­tect bei Fuji­tsu, in unse­rem Inter­view gestellt. Wenn er nicht gera­de mit sei­nem Ver­ein Schu­len in Bur­ki­na Faso baut oder mit sei­ner Kame­ra unter­wegs ist, ent­wirft er indi­vi­du­el­le IT-Lösun­gen für unse­re Kun­den. Wir stel­len Ihnen den viel­sei­ti­gen Solu­ti­on Desi­gner in unse­rer Inter­view­rei­he über die Men­schen bei Fuji­tsu näher vor.

Willkommen bei Fujitsu! Du bist seit April 2017 dabei. Was hast du vor deiner Zeit bei Fujitsu gemacht?

Ich kom­me ursprüng­lich aus dem The­ma Enter­pri­se Con­tent Manage­ment (ECM) und Doku­men­ten­ma­nage­ment (DMS). Hier war ich vie­le Jah­re schwer­punkt­mä­ßig im Con­sul­ting und Pre­sa­les unter­wegs. Ich war lan­ge Jah­re bei einem Soft­ware­her­stel­ler im Gesund­heits­we­sen und anschlie­ßend bei einem Unter­neh­men tätig, das Soft­ware­lö­sun­gen für ECM, elek­tro­ni­sche Ein­gangs­rech­nungs­ver­ar­bei­tung und Robo­tic Pro­cess Auto­ma­ti­on (RPA) ent­wi­ckelt. Die The­men DMS, ECM und Pro­zess­au­to­ma­ti­sie­rung haben mich daher eigent­lich schon immer beglei­tet.

Das klingt nach einem vielseitigen Arbeitsfeld. Wie kam es dazu, dass Du Dich schließlich für Fujitsu entschieden hast?

Ja, das ist ein viel­sei­ti­ges Arbeits­feld, aber mit einem begrenz­ten Radi­us. Um die­sen zu erwei­tern und auch nah bei den aktu­el­len Ent­wick­lun­gen dabei zu sein, habe ich mich bei Fuji­tsu bewor­ben.

Was mich direkt ange­spro­chen hat, war die Wahr­neh­mung der geleb­ten Fuji­tsu-Wer­te: Respekt und Fair­ness, aber natür­lich auch das The­ma Kun­den­fo­kus­sie­rung und vor allen Din­gen eine über­grei­fen­de und kol­le­gia­le Team­zu­sam­men­ar­beit. Hier gibt es kein Ein­zel­kämp­fer­tum, son­dern eine über die ent­spre­chen­den Funk­ti­ons­be­rei­che hin­aus gehen­de Zusam­men­ar­beit.

Auch der Recrui­t­ing-Pro­zess war ein High­light in mei­nem Berufs­le­ben. Ich habe mor­gens um 10 Uhr im Online­por­tal mei­ne Bewer­bung ein­ge­stellt und hat­te 2 Stun­den spä­ter bereits mei­nen zukünf­ti­gen Chef am Tele­fon. Und das ging bis zu mei­ner Anstel­lung so wei­ter und hat mich über­zeugt und begeis­tert – Schnel­lig­keit und Zuver­läs­sig­keit. Wenn gesagt wur­de: „Wir mel­den uns über­mor­gen.“, dann hat Fuji­tsu sich sogar schon am Fol­ge­tag gemel­det.

Schön, dass Du Dich bei uns so wohl fühlst. Was genau machst Du als Solution Design Architect eigentlich bei uns?

All­ge­mein gespro­chen geht es im Kern dar­um, dass man als Solu­ti­on Design Archi­tect alle exis­tie­ren­den Kun­den­an­for­de­run­gen in eine Lösung trans­for­miert. In mei­nem Kon­text bedeu­tet das, dass wir uns als Bereich um das The­ma Out­sour­cing für Daten­ban­ken und Non-SAP Busi­ness Appli­ka­tio­nen küm­mern. Wir ent­wi­ckeln und kal­ku­lie­ren die Lösung für den Umzug, das Hos­ting und den Betrieb in unse­ren Rechen­zen­tren, inklu­si­ve Moni­to­ring der Kun­den IT-Infra­struk­tur und der zuge­hö­ri­gen Appli­ka­tio­nen. Alter­na­tiv dazu besteht die Mög­lich­keit, dass wir im Rah­men eines Chan­ge of con­trol einen Remo­te-Manage­ment-Betrieb beim Kun­den in sei­nen Räu­men über­neh­men.

Hier­bei beschäf­ti­ge ich mich mit den unter­schied­lichs­ten Fra­ge­stel­lun­gen. Es geht einer­seits um rein tech­ni­sche Aspek­te wie zum Bei­spiel: Auf wel­cher Betriebs­sys­tem-Platt­form set­zen wir auf? Ande­rer­seits klä­re ich auch Fra­gen zur Logis­tik: Wie kom­men Kun­den­da­ten wie Daten­ban­ken und Archiv-Doku­men­te im Rah­men des Umzugs zu uns? Per Kurier, per Lei­tung?

Ein Solu­ti­on Design Archi­tect küm­mert sich somit auch um die Zufrie­den­heit des Kun­den und das Kun­den­ver­trau­en für eine lang­fris­ti­ge Bin­dung an FUJITSU. Nach dem Umzug der Infra­struk­tur muss alles wie­der genau­so zuver­läs­sig und sicher lau­fen wie vor­her – oder natür­lich bes­ser. Wenn wir mit unse­rer Erfah­rung auch noch Opti­mie­run­gen, zum Bei­spiel für das The­ma Lizen­zen, mit ein­ge­bracht haben, dann ist das ein nicht zu unter­schät­zen­der Aus­wahl­fak­tor für eine posi­ti­ve Kun­den­ent­schei­dung.

Du sprichst die Harmonie der einzelnen Elemente untereinander an: Gibt es vielleicht Gemeinsamkeiten zwischen der klassischen Baukunst und Solution Design Architektur?

Auf jeden Fall, ein Archi­tekt der Bau­kunst macht im Grun­de genom­men das Glei­che wie ein Solu­ti­on Design Archi­tect. Er küm­mert sich dar­um, dass die Sta­tik für die Gebäu­de­si­cher­heit stimmt, der Kun­de sich in dem gebau­ten Gebäu­de zurecht­fin­det, es funk­tio­nal nutz­bar ist und es eine Ver­kehrs­an­bin­dung sowie Park­plät­ze gibt, aber auch dass bei­spiels­wei­se die neu­es­ten bau­phy­si­ka­li­schen Anfor­de­run­gen berück­sich­tigt sind. Zu guter Letzt soll der Kun­de auch noch einen Gebäu­de­ent­wurf erhal­ten, der ihm gefällt.

Ein gutes Bei­spiel für den Ver­gleich ist der Reichs­tags­bau in Ber­lin mit sei­nen alten und neu­en Bau­ele­men­ten wie der Glas­kup­pel. Auch ein Solu­ti­on Design Archi­tect macht nicht immer alles kom­plett neu. Es ist sinn­voll, auf bestehen­de und bewähr­te Din­ge auf­zu­bau­en und nicht unbe­dingt jedem Trend sofort hin­ter­her zu ren­nen. Wenn man bestimm­te Din­ge erst in einer zwei­ten Run­de mit an Bord nimmt, kann das für den Kun­den mehr Sicher­heit und Ver­füg­bar­keit bedeu­ten. Denn wir reden ja dar­über, dass ein Kun­de einen Teil oder den kom­plet­ten Betrieb zu uns ver­la­gert und sich dar­auf ver­lässt, dass sei­ne Sys­te­me rund um die Uhr erreich­bar sind und zuver­läs­sig funk­tio­nie­ren.

Wie stellst du dir IT-Lösungen in 30 Jahren vor?

Das ist natür­lich extrem schwer zu sagen. 30 Jah­re sind in der IT drei Ewig­kei­ten. Es wird inter­es­sant sein zu sehen, wohin sich das The­ma Cloud ent­wi­ckelt hat, ob das Inter­net der Din­ge unser Leben voll­stän­dig bestimmt und natür­lich auch wie mit unse­ren sen­si­blen Daten und Infor­ma­tio­nen umge­gan­gen wird. Natür­lich wird es auch noch Solu­ti­on Design Archi­tects geben. Denn ich glau­be, dass der mensch­li­che Erfah­rungs­schatz und die mensch­li­che Gedan­ken­welt uner­setz­bar blei­ben und dass künst­li­che Intel­li­genz hier nur unter­stüt­zen kann.

Für welche Herausforderung würdest du in deinem weiteren Berufsleben gern die Lösung designen?

Ich fän­de es eine inter­es­san­te Her­aus­for­de­rung, für den neu­en Ber­li­ner Flug­ha­fen einen Reset-Knopf für einen kom­plet­ten Neu­start drü­cken zu kön­nen. Zwar ist das kei­ne ori­gi­nä­re Trans­for­ma­ti­ons­auf­ga­be, aber es wäre span­nend zu sehen, ob mit dem Wis­sen von Solu­ti­on Archi­tects nicht ein schnel­le­res und bes­se­res Ergeb­nis mög­lich wäre.

Vielen Dank für das Interview, Ralph!

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