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Wenn Küche und Bad miteinander sprechen: Mit Fujitsu und Susann für ein Jahr nach Tokio, Japan

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

globalKen­nen Sie das? Sie freu­en sich auf ein war­mes Bad, stei­gen in die Bade­wan­ne – und ver­bren­nen sich prompt die Zehen. Ein Ther­mo­me­ter haben Sie nicht gefun­den. Wäre es nicht prak­tisch, wenn Ihre Woh­nung Ihnen die Tem­pe­ra­tur des Warm­was­sers vor­her ansa­gen wür­de? Was futu­ris­tisch klingt, sorg­te bei unse­rer Kol­le­gin Susann für einen ordent­li­chen Schre­cken. Für ein Jahr tauscht Sie ihren Schreib­tisch bei Fuji­tsu in Mün­chen gegen ein Groß­raum­bü­ro mit­ten in Tokio. Bereits nach zwei Wochen konn­te Susann ihre Kof­fer im Hotel packen und ein neu­es Apart­ment bezie­hen – und sich mit Ihrer neu­en Woh­nung unter­hal­ten. So wohnt es sich in einem ech­ten „Smart Home” mit all sei­nen Tücken.

Ein­fach gestal­tet sich die Woh­nungs­su­che in der japa­ni­schen Metro­po­le nicht. Auf dem Markt für „kurz­zei­ti­ges Woh­nen” domi­nie­ren die so genann­ten „Ser­viced Apart­ments” mit dem Stan­dard eines Hotels. Möblier­te Woh­nun­gen gibt es nur sel­ten. Ser­vice kos­tet auch in Japan viel Geld und für Früh­stück und Rei­ni­gungs­ser­vice & Co hät­te Susann tief in die Tasche grei­fen müs­sen. Mit Hil­fe von Mak­lern konn­te sie sich eini­ge Apart­ments anse­hen, die aus ver­schie­de­nen Grün­den eben­falls nicht in Fra­ge kamen.

Die schöns­ten Woh­nun­gen lagen ent­we­der weit von der nächs­ten Bahn­sta­ti­on ent­fernt oder wie­sen einen hohen Lärm­pe­gel auf und gaben mir das Gefühl, direkt unter der Bahn­sta­ti­on zu woh­nen. Dabei das Rich­ti­ge zu fin­den ist eine Fra­ge der Geduld – und natür­lich des Budgets.

UmzugSusann bewies Geduld und fand eine pas­sen­de Woh­nung. Da es sich um einen Wohn­sitz auf Zeit han­delt, nutz­te unse­re Kol­le­gin die Mög­lich­keit, die Aus­stat­tung zu mie­ten, anstatt zu kau­fen. Damit ent­deck­te sie eine wei­te­re japa­ni­sche Beson­der­heit: vie­le Fir­men ver­mie­ten Möbel und bie­ten je nach Bud­get Second Hand oder neu­wer­ti­ge Ware an. So kann Susann beru­higt ihre neue Woh­nung bezie­hen – nach einem Jahr holt die Miet­fir­ma alles wie­der ab. Als beson­ders span­nend beschreibt sie den Tag ihres Umzugs. Moder­ne japa­ni­sche Apart­ments bie­ten jede Men­ge Ser­vice, an den sich auch Susann erst ein­mal gewöh­nen muss­te. Für unse­re Kol­le­gin hielt das Apart­ment die ein oder ande­re Über­ra­schung bereit und was ein ech­tes Smart Home kann, erleb­te sie haut­nah. Haben Sie schon ein­mal mit Ihrer Woh­nung gesprochen?

Neben der (mitt­ler­wei­le übli­chen) luxu­riö­sen, beheiz­ten Toi­let­te gab es viel zu ent­de­cken. Plötz­lich hat mei­ne Woh­nung mir die Tem­pe­ra­tur des Warm­was­sers ange­sagt. Ich habe natür­lich nichts ver­stan­den und mich, als das zwei Tage spä­ter noch ein­mal pas­sier­te, unheim­lich erschrocken.

Susanns Woh­nung spricht also mit ihr und sie kann von der Küche aus das Was­ser in der Bade­wan­ne ein­las­sen. Auch eine Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Küche und Bad wäre denk­bar, wür­de sie nicht allei­ne woh­nen. Die wirk­li­che Her­aus­for­de­rung war­te­te aller­dings abends auf Susann: eine Woh­nung wie ihre zum „Schwei­gen” zu brin­gen. Vor dem Ein­schla­fen muss­te  sie erst ein­mal alle Schal­ter für Kli­ma­an­la­gen, Lüf­ter und Co finden.

Erst ein­mal kann Susann jedoch beru­higt schla­fen und im nächs­ten Bei­trag berich­tet sie uns von der „Fuji­tsu Inno­va­ti­on Hall” in Kawa­sa­ki. Wir freu­en uns dar­auf! Alle Bei­trä­ge unse­rer Kol­le­gin fin­den Sie unter dem Schlag­wort „Rei­se­ta­ge­buch Japan”. Wir möch­ten Susann an die­ser Stel­le noch ein­mal herz­lich für so viel Begeis­te­rung und span­nen­de Erleb­nis­se aus Japan danken!

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