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Fujitsu forscht – wie arbeiten wir in zehn Jahren?

Heinz Wagner
Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Heinz WagnerWie wer­den wir zukünf­tig arbei­ten und leben? Was moti­viert den Mit­ar­bei­ter von mor­gen und för­dert Leis­tung und Inno­va­tio­nen nach­hal­tig?

Eines ist klar: Damit Unter­neh­men und Mit­ar­bei­ter im glo­ba­len Wett­be­werb den mas­siv stei­gen­den Anfor­de­run­gen an Leis­tungs­fä­hig­keit, Effi­zi­enz und Inno­va­ti­ons­fä­hig­keit bestehen kön­nen, muss sich die Arbeits­um­ge­bung wan­deln.

Um Ihr Unter­neh­men noch bes­ser in der Ent­wick­lung und Orga­ni­sa­ti­on zukunfts­fä­hi­ger Arbeits­plät­ze unter­stüt­zen zu kön­nen, schlos­sen wir uns dem Ver­bund­for­schungs­pro­jekt Office 21® an. In der For­schungs­in­itia­ti­ve Office 21® unter Feder­füh­rung des Fraun­ho­fer-Insti­tuts für Arbeits­wirt­schaft und Orga­ni­sa­ti­on IAO ver­ei­nen sich rund 20 Pro­jekt­part­ner aus den unter­schied­lichs­ten Bran­chen, um gemein­sam die Anfor­de­run­gen an eine moder­ne Arbeits­in­fra­struk­tur zu erfor­schen.

Dar­über wie wir in 10 Jah­ren arbei­ten und leben wer­den, spra­chen wir mit unse­rem Kol­le­gen Heinz Wag­ner, Seni­or Busi­ness Deve­lo­per Sales Com­pe­tence Cen­ter Prac­tice Work­place Sys­tems bei Fuji­tsu.

Hal­lo Herr Wag­ner, vie­len Dank, dass Sie sich Zeit genom­men haben für ein kur­zes Inter­view.

Wer­den wir in 10 Jah­ren noch ohne Smart­pho­ne leben kön­nen?

Leben wer­den wir auch ohne Smart­pho­ne kön­nen, jedoch wer­den wir immer mehr über ver­schie­dens­te Mobi­le Devices kom­mu­ni­zie­ren und arbei­ten. Cloud Com­pu­ting wird sich noch mehr durch­set­zen. Wir wer­den naht­los und draht­los von über­all auf Infor­ma­tio­nen und Daten zugrei­fen kön­nen. Uns wird eine digi­ta­le Aura umge­ben.

Auf wel­che Ände­run­gen müs­sen sich Unter­neh­men auf jeden Fall ein­stel­len und vor­be­rei­ten bzw. wel­che Trends wer­den die Zukunft bestim­men?

Unter­neh­men wer­den sich in den kom­men­den Jah­ren immer mehr mit einem vor­herr­schen­den Arbeits­kräf­te­man­gel beschäf­ti­gen müs­sen. Laut Exper­ten befin­den wir uns aktu­ell in der Tal­sen­ke der Welt­wirt­schafts­kri­se, gepaart mit dem demo­sko­pi­schen Wan­del zeich­net sich ein Bild von ‑30% Arbeits­kräf­te bis 2050 ab. Der Gestal­tung des Arbeits­plat­zes wird daher aus meh­re­ren Grün­den eine zen­tra­le Bedeu­tung zukom­men. Zum einen wird er maß­geb­lich über die Leis­tungs­fä­hig­keit des Mit­ar­bei­ters ent­schei­den. Außer­dem wer­den Arbeit­neh­mer sich nur dann für einen Arbeit­ge­ber ent­schei­den, wenn er bestimm­te Erwar­tungen an Aus­stat­tung und Fle­xi­bi­li­tät der Arbeits­platz­kon­zep­te erfüllt.

Wir sehen außer­dem ver­mehrt einen Trend zu Apps, auch im Busi­ness­um­feld. Alte unter­neh­mens­kri­ti­sche Lösun­gen kön­nen meist nicht oder nur sehr schlecht von einem moder­nen Front­end benutzt wer­den. Apps kön­nen hier eine Lösung sein. Tablets wer­den wei­ter Markt­an­tei­le gewin­nen, jedoch las­sen sich noch nicht alle Arbeits­plät­ze sinn­voll mit einem Tablet aus­stat­ten.

Wie kön­nen wir es schaf­fen, noch effek­ti­ver zu arbei­ten? Wird es Pro­gram­me geben, die für uns die läs­ti­gen Auf­ga­ben erle­di­gen, so dass wir uns mehr auf die krea­ti­ven Arbeits­pro­zes­se kon­zen­trie­ren kön­nen?

Wenn wir uns heu­te die erfolg­rei­chen Unter­neh­men anse­hen, fällt auf, dass sie alle­samt eine hohe Inno­va­ti­ons­ge­schwin­dig­keit besit­zen. Daher wird die Inno­va­ti­ons­kraft eines Unter­neh­mens ent­schei­den­der für den wirt­schaft­li­chen Erfolg sein denn je. Arbeit­ge­ber sind daher gezwun­gen sich mit der Per­for­mance-Stei­ge­rung der Mit­ar­bei­ter zu beschäf­ti­gen. Per­form­anz hat dabei nicht nur eine quan­ti­ta­ti­ve, son­dern vor allem eine qua­li­ta­ti­ve Kom­po­nen­te. Deutsch­land wird immer sel­te­ner der idea­le Stand­ort für eine güns­ti­ge Mas­sen­pro­duk­ti­on sein. Selbst Pre­mi­um-Pro­duk­te wie deut­sche Auto­mo­bi­le besit­zen nur noch eine gerin­ge Eigen­fer­ti­gungs­ra­te. Im Umkehr­schluss wer­den die meis­ten Kom­po­nen­ten aus einem glo­ba­len Lie­fe­ran­ten­pool zuge­lie­fert.

Wir wer­den immer mehr Arbeits­plät­ze für Infor­ma­ti­ons­ar­bei­ter schaf­fen, zu unguns­ten von klas­si­schen Pro­duk­ti­ons­ar­beits­plät­zen. Anstatt Eisen, wer­den immer öfter Infor­ma­tio­nen geschmie­det. Läs­ti­ge Rou­ti­ne­ar­bei­ten wie zum Bei­spiel „Suchen“, „Archi­vie­ren“ oder „Doku­men­tie­ren“ müs­sen ver­stärkt weg­fal­len und der Mit­ar­bei­ter soll­te sich auf Inno­va­ti­on und Krea­ti­on kon­zen­trie­ren kön­nen.

Wird ein Mit­ar­bei­ter noch sei­nen eige­nen Arbeits­platz im Büro haben oder wer­den wir nur noch indi­vi­du­ell von unter­wegs, zuhau­se oder in ange­mie­te­ten Büro­um­ge­bun­gen arbei­ten?

Es wird sicher­lich Arbeits­plät­ze geben, die eine bestimm­te Loka­li­tät bedin­gen, wie z.B. auf­grund von For­schungs­auf­bau­ten, die ein Inge­nieur bedie­nen muss, oder Arbeits­plät­ze mit Kun­den­kon­takt an einem Point of Sale. Aber die meis­ten Infor­ma­ti­ons­ar­bei­ter wer­den sich frei ent­schei­den kön­nen, wo sie arbei­ten. Arbeit­ge­ber kön­nen nach Schät­zun­gen von Exper­ten davon aus­ge­hen, dass sich zukünf­tig 1,3 Mit­ar­bei­ter einen Arbeits­platz tei­len kön­nen. Cloud Com­pu­ting kommt dabei eine Schlüs­sel­rol­le zu, um das Arbei­ten mit Tablets, Smart­pho­nes und Note­books sicher zu ermög­li­chen.

Arbeits­plät­ze müs­sen hoch­wer­ti­ger wer­den, um die vom Gesetz­ge­ber gefor­der­ten län­ge­ren Arbeits­zeit­räu­me bis hin ins hohe Alter sicher­stel­len zu kön­nen. Um das dezen­tra­le Arbei­ten zu ermög­li­chen, ohne die inter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on zu ver­schlech­tern, müs­sen Kola­bo­ra­ti­ons­platt­for­men eta­bliert wer­den. Bei­spiels­wei­se soll­ten Docu­ment Sharing, Mee­ting­por­ta­le oder Mee­tin­g­räu­me mit gro­ßen Touch­screens zur Aus­stat­tung gehö­ren.

Beschrei­ben Sie unse­ren Lesern doch ein­mal die Auf­ga­ben von Fuji­tsu bei die­sem Pro­jekt. Wie fun­giert Fuji­tsu als Inno­va­ti­ons­mo­tor?

Die neu­en benö­tig­ten Tech­no­lo­gi­en stei­gern zwar die Usa­bi­li­ty für die User, schaf­fen aber im Gegen­zug mehr Kom­ple­xi­tät in der IT-Infra­struk­tur. Die IT wird so im dop­pel­ten Sin­ne zum „Cri­ti­cal Suc­cess Fac­tor“. Um nun neue Struk­tu­ren zu trag­ba­ren Kos­ten eta­blie­ren zu kön­nen, müs­sen ganz­heit­li­che Kon­zep­te zusam­men mit der IT-Abtei­lung erstellt wer­den. Zusätz­lich muss das neue Kon­zept pas­sen wie ein Maß­an­zug! Idea­ler­wei­se arbei­tet dazu die haus­ei­ge­ne IT-Abtei­lung dafür mit einem Volll­sor­ti­men­ter zusam­men, der ange­fan­gen bei Pro­duk­ten, über Ser­vices, bis hin zu Solu­ti­ons alles aus einer Hand lie­fern kann und somit die Kom­ple­xi­tät redu­ziert. Dabei ist wich­tig, dass unter Berück­sich­ti­gung der vor­han­de­nen Tech­no­lo­gi­en, Skills und Part­ner­land­schaf­ten eine äußerst fle­xi­ble und modu­la­re Deli­very zur Ver­fü­gung steht. Genau das ist Fuji­tsu!

Im Video Arbeits­wel­ten 4.0 – Wie wir mor­gen arbei­ten und leben erfah­ren Sie mehr über das Pro­jekt.

Mehr Infor­ma­tio­nen:

INNOVATIONSOFFENSIVE OFFICE 21® For­schungs­pha­se 2012–2014

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