Digitale Schule: Securon for Schools an der Beruflichen Oberschule Passau - Symbolbild: Jugendliche an einem digitalen Arbeitsplatz von Fujitsu

Die modulare End-to-End-Lösung Securon for Schools ist bereits in zahlreichen Schulen im Einsatz, so auch in der Beruflichen Oberschule Passau. Die FOS-BOS bietet Unterricht für die Klassen 11 bis 13 in den Ausbildungsrichtungen Technik, Wirtschaft, Sozialwesen und Gesundheit an, um die Fachhochschulreife bzw. die allgemeine Hochschulreife zu erwerben. Die insgesamt gut 600 Schülerinnen und Schüler verteilen sich in der Stadt Passau auf zwei Standorte.

Wir haben Thomas Bumes, Lehrer und gleichzeitig auch IT-Administrator der Oberschule Passau, eingeladen, um mit ihm über seine Erfahrungen mit digitaler Schule und der Implementierung der Hybrid Cloud-Plattform Securon zu sprechen. Mit dabei war auch Christian Groß, Senior Technical Consultant und der technische Betreuer der beruflichen Oberschule seitens Fujitsu.

Warum hat sich Ihre Schule dazu entschlossen, ein digitales Lernsystem aufzusetzen und aufzubauen?

Thomas Bumes: Es gehört zum Profil unserer Schule, dass wir uns bereits sehr früh mit der Digitalisierung befasst haben. Aufgrund unserer unter anderem technischen Ausrichtung haben wir schon seit den 80er Jahren explizite Informatikräume. Im Laufe der Jahre wurde die Vernetzung der Schule immer weiter ausgebaut und damit stiegen natürlich auch die Zahlen der zu verwaltenden Clients, sowohl für die Schülerschaft als auch den Lehrkörper. So kamen wir schnell zu der Erkenntnis, dass der damit verbundene Aufwand nicht ohne einen externen Dienstleister zu bewältigen ist.

Welche Aspekte haben Sie in der Planung bzw. der Definition Ihrer Anforderungen berücksichtigt?

Thomas Bumes: Wir wollten in jedem Klassenzimmer einen Rechner mit Internetzugang haben, auf den das ganze Kollegium Zugriff hat, um digitale Inhalte in den Unterricht einzubinden. Zusätzlich war es uns sehr wichtig, dass sowohl die Lehrerinnen und Lehrer als auch die Schülerinnen und Schüler von zu Hause aus auf Lerninhalte zugreifen können. Aber auch technische Aspekte spielten eine große Rolle – wir wollten und konnten auch nicht für die verschiedenen Gebäude und Standorte unterschiedliche Netzwerke einrichten. Denn das wäre für das gesamte Kollegium und die Wartung bzw. Administration zu umständlich gewesen. Es sollte ein ganzheitliches Netzwerk sein, das sich flexibel an zukünftige Anforderungen anpassen lässt.

Warum hat sich die Schule dann für Securon entschieden?

Thomas Bumes: Wir hatten bereits im Vorfeld sehr gute Erfahrungen mit Fujitsu im Zuge des Projektes „Digitales Bildungsnetz für Bayern“ gemacht, an dem Fujitsu federführend beteiligt war. Als das Projekt eingestellt wurde, bot uns Fujitsu die Lösung Securon als Alternative an.

Uns hat besonders der Aspekt der Securon Cloud sehr imponiert. Dadurch haben wir eine einheitliche Benutzeroberfläche, egal ob der Zugang über das Klassenzimmer oder von zu Hause aus erfolgt. Die Cloud-Lösung hat automatisch mit sich gebracht, dass teurere Varianten wie Standleitungen zwischen den unterschiedlichen Standorten nicht ausgebaut werden mussten. Fujitsu konnte uns hier eine technische Lösung anbieten, die Cloud-basiert ist und gleichzeitig einen sicheren Datenaustausch gewährleistet – Schulen haben hier schließlich besonders hohe Anforderungen.

Welche ersten Schritte waren auf dem Weg zur digitalen Schule für Sie zu gehen?

Thomas Bumes: Wir haben zunächst Schulungen für das Kollegium durchgeführt und gleichzeitig nach und nach die Lösung implementiert. Im Vorfeld mussten noch einige Anpassungen und Modernisierungen in der Vernetzung der einzelnen Gebäude durchgeführt werden. Die unterschiedlichen Standorte mit ihren jeweiligen eigenen Gegebenheiten haben uns hierbei vor große Herausforderungen gestellt. Fujitsu stand uns während des gesamten Prozesses unterstützend zur Seite – wofür ich sehr dankbar war.

Herr Groß, Sie betreuen Securon und die Berufliche Oberschule Passau. Wie sahen die ersten Schritte seitens Fujitsu aus?

Christian Groß: Ich stimme Herrn Bumes voll und ganz zu – die Netzwerkbasis war zu Beginn die größte Herausforderung. Diese musste zunächst auf einen einheitlichen Stand gebracht werden, um eine Dokumentation und störungsfreie Wartung der Netzstruktur zu gewährleisten. Nachdem die Infrastruktur angepasst wurde, konnte dann die Implementierung der Securon-Lösung starten. Wichtig hierbei ist, dass das System dynamisch ist und sich nach den Wünschen und Bedürfnissen der Schule weiterentwickelt.

Die Implementierung beginnt mit den Lehrerrechnern in den Klassenzimmern sowie dem Einrichten der Computerräume. Dann geht es weiter über Themen wie WLAN, BYOD (Bring Your Own Device) etc. – je mehr das System genutzt wird bzw. werden soll, desto mehr Anforderungen werden in das System integriert.

Die IT-Infrastruktur der Schule spielt hier also eine wichtige Rolle. Wie dürfen wir uns die konkrete technische Umsetzung vorstellen? Ein Teil der Technik steht vor Ort und der andere Teil steht in einem deutschen Rechenzentrum?

Christian Groß: Richtig. Es gibt an der Schule vor Ort Serverkomponenten, die Netzwerkinfrastruktur, die Rechnerräume und die jeweiligen Lehrerrechner in den Klassenzimmern. Zur Orientierung: Im Netzwerk der Beruflichen Oberschule Passau sind in Summe 200 Rechner eingebunden. Der Faktor Hybrid Cloud spielt hier eine große Rolle. Befindet sich der User zum Beispiel im Schulnetzwerk, wird zunächst auf den lokalen Server zugegriffen. Der lokale Server synchronisiert sich regelmäßig mit der Cloud, wodurch der User auch von außerhalb des lokalen Netzwerkes Zugriff auf die Inhalte hat. Die Benutzeroberfläche ist in beiden Fällen identisch.

Um auch eine kritische Frage zu stellen: Was passiert zum Beispiel, wenn ein Client ausfällt? Oder das Internet nicht funktioniert? Oder eine Lehrkraft Probleme hat?

Thomas Bumes: Wenn Probleme dieser Art auftreten sollten, versuche ich zunächst, den Fehler selbständig zu beheben. Im Laufe der letzten Jahre konnte ich mir einiges an IT-Wissen aneignen. Wenn ich allerdings merke, dass ich bei einem Problem nicht weiterkomme – wenn beispielsweise eine neue Software aufgespielt werden muss – bin ich über ein Ticketsystem im ständigen Austausch mit der Securon-Abteilung. Nach Erstellung eines Tickets ist der Fehler in der Regel in 1-2 Tagen behoben. Fujitsu unterstützt uns hier als Dienstleister bei allen Fragen rund um das System sehr gut – auch telefonisch, wenn es einmal schnell gehen muss.

Ich wurde bereits vor einigen Jahren in einer Passauer Zeitung zitiert mit den Worten: „Hätte ich keinen externen Dienstleister wie Fujitsu und die Securon-Lösung, müsste ich wohl ein Zelt in der Schule aufschlagen und wäre 24/7 im Dienst“. Daher bin ich für den Support sehr dankbar.

Christian Groß: Das freut mich und das Team. So wünschen wir uns, dass unsere Arbeit Früchte trägt. Um noch weitere Beispiele zu nennen: Falls das Internet ausfallen sollte, ist die Plattform auf Grund des hybriden Ansatzes weiterhin voll einsatzfähig. Die Schülerinnen und Schüler und auch der Lehrkörper können weiterhin auf alle Inhalte innerhalb der Plattform zugreifen. In jedem Fall ist es uns wichtig, immer einen Ansprechpartner vor Ort zu haben, der uns über mögliche Probleme informiert. Herr Bumes löst viele Anfragen durch sein IT-Know-How bereits selbst. Das ist für uns natürlich eine sehr positive Situation, aber bei weitem keine Voraussetzung. Auch Lehrerinnen oder Lehrer mit weniger IT-Erfahrung sind für uns fähige Ansprechpartner, denen wir für alle Fragen jederzeit zur Verfügung stehen.

Herr Bumes, wie konnten Sie das Kollegium in diesen Prozess involvieren und auf dem Weg der Nutzung begleiten?

Thomas Bumes: Das Kollegium hat weniger nach den technischen Hintergründen gefragt – wichtig war und ist ihnen, dass die Technik einsatzbereit im Klassezimmer steht. Die kompletten Funktionen der Securon-Lösung waren zum Beispiel vielen zu Beginn der Implementierung gar nicht bewusst. Hier musste natürlich zunächst in Form von Schulungen und Gesprächen Aufklärungsarbeit geleistet werden. An dieser Stelle möchte ich jedoch noch besonders betonen, dass neben dem Betrieb der Securon-Plattform auch das Clientmanagement und die Verbesserung der IT-Infrastruktur ein sehr breites Betätigungsfeld einnahm. Das kann nur von einem Dienstleister wie Fujitsu mit dem nötigen Know-how bewerkstelligt werden. Auch hierfür musste zunächst ein Bewusstsein im Kollegium geschaffen werden, das bis dato lieber mit einzelnen Personen oder kleinen Firmen zusammengearbeitet hat, die jedoch nur Teillösungen anbieten konnten.

Wie hat sich die Nutzung der Plattform in den letzten Wochen im Zuge der Covid-19 Pandemie verändert?

Thomas Bumes: Eine „Intensivnutzung“ der Plattform wäre hier wahrscheinlich die richtige Beschreibung. Zügig konnten viele Kolleginnen und Kollegen ihren Unterricht komplett auf die Plattform verlagern. Und auch Fachbereiche an der Schule, die traditionell das digitale Angebot vorher weniger genutzt hatten, haben Securon schnell in allen Facetten für sich entdeckt und genutzt. Auch die integrierte Videochat-Lösung wurde sehr gut angenommen. In der letzten Zeit waren wir wirklich sehr dankbar für die Securon-Lösung, denn sie ist nicht nur stabil, sondern besitzt zusätzlich eine intuitiv begreifbare Oberfläche. Aufgrund der übersichtlichen Gestaltung waren keine expliziten Tutorials zur Bedienung mehr erforderlich.

Neben dem Kollegium, wie nahmen die Schüler die Securon Plattform an? Im Vergleich vor und nach der Corona-Pandemie?

Thomas Bumes: Vor der Corona-Problematik wurde die Plattform bereits gut genutzt. Wie intensiv war hier jedoch noch sehr vom Ausbildungszweig abhängig. Fachrichtungen wie Technik oder Wirtschaft nutzten Securon bereits für viele Projekte, um von zu Hause aus weiter daran zu arbeiten.

Schüler mit Profilfächern, die sich im Vorfeld wenig auf die IT-Systeme stützten, begannen erst während der Corona-Krise, die Plattform ausgiebig zu nutzen. Denn auch in den allgemeinbildenden Fächern musste nun der Dateiaustausch auf die Plattform verlagert werden. Und ich bin überzeugt, dass diese Situation allen die Augen geöffnet hat, wie einfach, zuverlässig und intuitiv das System in der Bedienung ist.

Wie wir jetzt sehen, ändern sich die Ansprüche an den Unterricht stetig. Wie können Sie sich die Securon-Lösung in zum Beispiel fünf Jahren vorstellen?

Thomas Bumes: Die Securon-Lösung werde ich auch in den kommenden Jahren weiter präferieren. Ich bin überzeugt, dass die Lösung mit der Zeit gehen und benötigte Features implementieren wird, wie es in der Vergangenheit auch der Fall war. Ich bin mir auch sicher, dass wir in Zukunft nicht mehr auf solche Lösungen verzichten können.

Christian Groß: Der modulare Aufbau der Lösung, ebenso wie die hybride IT-Struktur sind zwei wichtige Voraussetzungen, um Securon weiterhin flexibel einzusetzen und an den jeweils notwendigen Punkten Modernisierungen und Erweiterungen vorzunehmen. Wir setzen auf jeden Fall auf einen langfristigen Ausbau und Support.

Was können Sie Schulen mitgeben, die in der Digitalisierung noch nicht so weit fortgeschritten sind und vielleicht noch zögern, eine E-Plattform zu verwenden?

Thomas Bumes: Ich kann die Digitalisierung der Schule nur empfehlen. Ich sehe die Notwendigkeit besonders bei höheren weiterbildenden Schulen, bei denen die Finanzkraft keinen Einsatz von eigenen professionellen IT-Fachkräften zulässt. Im Vorfeld sind auf jeden Fall keine besonderen IT-Kenntnisse erforderlich, auch wenn es an den Schulen oft Lehrkräfte gibt, die sich bereits mit dem Thema beschäftigen. Diese sollte man auch mit einbeziehen. Aber darüber hinaus kann ich Schulen nur die Befürchtung nehmen, dass sie bereits IT-Profis sein müssen. Um die Akzeptanz gegenüber der dann eingesetzten Lösung von vornherein zu erhöhen, empfehle ich abschließend die frühzeitige Involvierung und Schulung des ganzen Kollegiums.

Vielen Dank an Thomas Bumes und Herrn Groß, dass sie sich Zeit für uns genommen haben!

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Einen Auszug der Lösung in der Securon Light Variante steht derzeit allen Bildungseinrichtungen 120 Tage zur Verfügung. Die Nutzung ist für diesen Zeitraum kostenfrei und unverbindlich. Nach Ablauf dieses Zeitraums wird ihr Mandant inklusive der zugehörigen Daten automatisch gelöscht. Es erfolgt keine automatische Verlängerung. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.securon.eu.



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