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Wann Sie auf All-Flash setzen sollten – und wann nicht

Wann Sie auf All-Flash setzen sollten – und wann nicht
Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten

Die fort­schrei­ten­de Digi­ta­li­sie­rung bringt viel Neu­es mit sich: Neue Geschäfts­mo­del­le, neue Tech­no­lo­gien – und vor allem eine immer grö­ßer wer­den­de Men­ge an Daten, die gesam­melt, über­tra­gen, ver­ar­bei­tet und gespei­chert wer­den müs­sen. Für die nächs­ten drei Jah­re pro­gnos­ti­zie­ren Exper­ten sogar ein Wachs­tum die­ser Daten­men­ge um den Fak­tor zehn. Ein solch enor­mer Anstieg bringt hohe Anfor­de­run­gen an Rechen­zen­tren mit sich – und damit auch an die dort befind­li­chen Sto­rage Devices.

Pro und Contra All-Flash: Zwei wichtige Fragen

Je nach Art und Nut­zung der gespei­cher­ten Daten kön­nen die­se Anfor­de­run­gen vari­ie­ren. In man­chen Fäl­len sind kur­ze Ant­wort­zei­ten ent­schei­dend, in ande­ren die Ska­lier­bar­keit des Rechen­zen­trums. Auch das zur Ver­fü­gung ste­hen­de Bud­get hat einen wich­ti­gen Ein­fluss. Es gilt, die Kos­ten je Tera­byte zu sen­ken. Außer­dem spielt der Lebe­ny­zy­klus von Devices eine nicht unwich­ti­ge Rol­le: Die Migra­ti­on hun­der­ter Tera- oder gar Peta­byte ist eine gro­ße Her­aus­for­de­rung, der sich kein Unter­neh­men öfter als not­wen­dig stel­len möch­te.

Skalierbarkeit & Zugriffszeiten - wann ist All-Flash die beste Wahl?Um den Anfor­de­run­gen an moder­ne Rechen­zen­tren gerecht zu wer­den, zie­hen vie­le Unter­neh­men All-Flash in Betracht. Doch wann ist der Ein­satz der Tech­no­lo­gie sinn­voll? Gene­rell gilt: Es gibt vie­le sinn­vol­le Anwen­dungs­zwe­cke. Es gibt jedoch bestimm­te Sze­na­ri­en, in denen es sei­ne Stär­ken beson­ders gut aus­spie­len kann. Die­se möch­ten wir Ihnen heu­te zei­gen – und Ihnen ver­ra­ten, wann Sie auf All-Flash set­zen soll­ten.

Wenn Sie über einen Umstieg nach­den­ken, soll­ten Sie sich zunächst zwei wich­ti­ge Fra­gen stel­len: Müs­sen die Bestand­tei­le Ihrer Archi­tek­tur unab­hän­gig von­ein­an­der wach­sen kön­nen? Und: Wel­che Zugriffs­ge­schwin­dig­kei­ten muss das Rechen­zen­trum ermög­li­chen?

Anforderungen an die Skalierbarkeit

Stel­len Sie sich vor, die Daten­men­ge, die Ihr Rechen­zen­trum bewäl­ti­gen muss, wächst ste­tig an. Irgend­wann ist der zur Ver­fü­gung ste­hen­de Spei­cher­platz erschöpft. Wenn Sie die Sto­rage-Leis­tung nun erwei­tern – muss die vor­han­de­ne Rechen­leis­tung line­ar mit­wach­sen? Ent­steht durch eine grö­ße­re Men­ge an Daten also auch zwin­gend die Not­wen­dig­keit, die­se schnel­ler abruf­bar zu machen oder eine grö­ße­re Zahl an Abru­fen par­al­lel zu ermög­li­chen? Oder kön­nen die bei­den Bestand­tei­le rela­tiv unab­hän­gig von­ein­an­der wach­sen?

Letz­te­res ist bei einer klas­si­schen 3‑Tier-Archi­tek­tur mit Ser­vern, Sto­rage Devices und Netz­werk­ein­hei­ten der Fall. Durch die Mög­lich­keit des unab­hän­gi­gen Wachs­tums erhal­ten Sie eine hohe Fle­xi­bi­li­tät. Solan­ge Sie nur mehr Spei­cher­platz und nicht gleich­zei­tig eine höhe­re Leis­tung benö­ti­gen, kön­nen Sie die­se Inves­ti­ti­on zunächst ein­spa­ren und bei Bedarf ein­fach nach­ho­len.

Anders sieht es bei Hyper­con­ver­ge­red Infra­st­ruc­tures (HCI) aus. Hier sind Rechen- und Spei­cher­funk­tio­nen nicht in getrenn­ter Hard­ware, son­dern in einem gemein­sa­men „Buil­ding Block“ mit inte­grier­tem Manage­ment-Sys­tem rea­li­siert. Die Ska­lie­rung erfolgt durch das Hin­zu­fü­gen neu­er Blocks. Das Wachs­tum von Spei­cher- und Rechen­leis­tung lässt sich nicht tren­nen. Dafür sind die ein­zel­nen Bestand­tei­le von HCI „vom Werk aus“ best­mög­lich auf­ein­an­der abge­stimmt.

Anforderungen an die Zugriffsgeschwindigkeit

Die zwei­te Fra­ge, die Sie sich stel­len soll­ten: wie sieht es mit der Zugriffs­ge­schwin­dig­keit aus? Wer­den kur­ze Ant­wort­zei­ten zwin­gend benö­tigt oder geht es vor allem um die Bereit­stel­lung gro­ßer Daten­men­gen zu mög­lichst gerin­gen Kos­ten?

Zugriffszeiten im Data CenterTypi­sche Anwen­dun­gen für Archi­tek­tu­ren mit hoher Zugriffs­ge­schwin­dig­keit sind Desk­top-Vir­tua­li­sie­run­gen, Daten­ban­ken oder Trans­ak­ti­ons-Appli­ka­tio­nen. Auch bei klas­si­schen CRM, ERP und SCM sowie etli­chen Arten von ana­ly­ti­schen Anwen­dun­gen kommt es auf mög­lichst kur­ze Ant­wort­zei­ten an. Zudem ist eine hohe Ver­läss­lich­keit wich­tig, um das Time­out von Anwen­dun­gen zu ver­mei­den.

Für ande­re Anwen­dun­gen hin­ge­gen spielt die Zugriffs­zeit eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le. So liegt bei Online-Archi­ven, Con­tent Depots, his­to­ri­schen Daten für Ana­ly­sen und Anwen­dun­gen für das Strea­ming der Fokus deut­lich auf gro­ßen Men­gen an unstruk­tu­rier­ten Daten, auf die aber ver­hält­nis­mä­ßig sel­ten zurück­ge­grif­fen wird. Das Ziel sind hier mög­lichst gerin­ge Kos­ten je Ein­heit.

Wann Sie auf All-Flash setzen sollten

Für wel­ches Sze­na­rio ist All-Flash nun die bes­te Wahl? Die ein­fa­che Ant­wort: Immer dann, wenn eine hohe und ver­läss­li­che Leis­tung benö­tigt wird, sind All-Flash Sto­rage Arrays wie zum Bei­spiel die ETERNUS AF-Serie, die idea­le Spei­cher­lö­sung.

Die Sto­rage-Medi­en lie­fern die nied­rigs­te Latenz und sind nicht-mecha­nisch. Durch das Feh­len der beweg­li­chen Mecha­nik redu­ziert sich die Aus­fall­quo­te bei SSD daher deut­lich im Ver­gleich zu klas­si­schen HDD. Die Ska­lier­bar­keit wird durch das Hin­zu­fü­gen wei­te­rer Shel­ves erreicht (Sca­le Up). Die Sys­tem-Soft­ware ist für den Ein­satz von SSD opti­miert und schnel­le, inter­ne High-Speed-Ver­bin­dun­gen ver­mei­den Fla­schen­häl­se. Gene­rell gilt: Je höher die benö­tig­te Geschwin­dig­keit ist, des­to eher soll­ten sie auf All-Flash Sto­rage set­zen.

Liegt der Fokus hin­ge­gen eher auf einer gro­ßen Men­ge an schnell­wach­sen­den Daten, ist Sca­le-Out Soft­ware Defi­ned Sto­rage (SDS) wie die ETERNUS CD10000 die bes­se­re Wahl. Dadurch, dass das Gesamt­sys­tem unkom­pli­ziert um neue Kno­ten ergänzt wer­den kann, ist eine hohe Ska­lier­bar­keit gege­ben. Doch für eine ange­mes­se­ne Kon­fi­gu­ra­ti­on von SDS wird eine gewis­se Anzahl an Kno­ten benö­tigt. Wirk­lich effi­zi­ent sind sol­che Sys­te­me ab 200 oder 300 Tera­byte an Daten, nach oben hin gibt es kaum Gren­zen. In grö­ße­ren Umge­bun­gen ist auch eine Kom­bi­na­ti­on von All-Flash für die Per­for­mance und Sca­le-Out SDS für die benö­tig­te Kapa­zi­tät denk­bar – zum Bei­spiel in Form einer ETERNUS DX.

All-Flash, Hybrid oder SDS – wann sollten Sie auf welche Devices setzen?
All-Flash, Hybrid oder SDS – wann soll­ten Sie auf wel­che Devices set­zen?

 

All-Flash ist teurer – aber nur auf den ersten Blick

Auf den ers­ten Blick wirkt es ver­lo­ckend: SSD sind noch immer dop­pelt so teu­er wie her­kömm­li­che Fest­plat­ten – da ist es doch auf jeden Fall bes­ser, auf das Bewähr­te zu set­zen. Oder? Doch die Preis­dif­fe­renz ist nur eine Moment­auf­nah­me. In den nächs­ten zwei Jah­ren wird der Unter­schied erheb­lich schrump­fen. Wer­den einem Sys­tem also im Lau­fe der Jah­re neue Kom­po­nen­ten hin­zu­ge­fügt, ent­ste­hen die­sel­ben Kos­ten – egal ob für All-Flash oder für klas­si­sche Fest­plat­ten.

Doch im Ver­gleich zu her­kömm­li­chen Fest­plat­ten haben All-Flash Arrays dann deut­lich gerin­ge­re ope­ra­tio­na­le Kos­ten. Sie benö­ti­gen rund 95% weni­ger Ener­gie und durch eine höhe­re Dich­te 95% weni­ger Raum für die­sel­be Kapa­zi­tät. Tech­no­lo­gien zur Daten­re­duk­ti­on wie Dedu­pli­zie­rung und Kom­pres­si­on unter­stüt­zen dies zusätz­lich.

Auch wenn die Anschaf­fungs­kos­ten von SSD zu Beginn höher erschei­nen: Am Ende benö­ti­gen Sie für die­sel­be Leis­tung eine deut­lich gerin­ge­re Stück­zahl als es bei den nor­ma­len Fest­plat­ten der Fall ist. Damit ein­her gehen gerin­ge­re Lizenz­kos­ten (durch weni­ger Ser­ver) und das Ent­fal­len von not­wen­di­gen Leis­tungs­op­ti­mie­run­gen oder Tuning. Die Fol­ge: Die Kos­ten je Tera­byte sin­ken deut­lich.

Ihr Einstieg in All-Flash mit der ETERNUS AF150

Bei Ihrem Ein­stieg ste­hen wir Ihnen ger­ne zur Sei­te – zum Bei­spiel mit der ETERNUS AF150 S3. Der kos­ten­güns­ti­ge All-Flash-Sto­rage der Ein­stiegs­klas­se ist ein­fach zu ver­wal­ten, ska­lier­bar, hoch­ver­füg­bar und kann effi­zi­ent mit gro­ßen  Daten­vo­lu­men arbei­ten. Möch­ten Sie mehr wis­sen? Alle Infor­ma­tio­nen zur ETERNUS AF150 fin­den Sie auf unse­rer Web­sei­te – oder spre­chen Sie uns ein­fach an.

Mehr zu den Vor­tei­len von ETERNUS AF All-Flash Sto­rage erfah­ren Sie außer­dem in unse­rem Video:

 

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