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Wie Sie die richtige Datenarchitektur für eine „Data-Driven Transformation” schaffen

Wie Sie die richtige Datenarchitektur für eine “Data Driven Transformation” schaffen
Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Es über­rascht wohl nie­man­den mehr: Daten sind zu einem Wett­be­werbs­fak­tor für jedes Unter­neh­men gewor­den. Sie hel­fen Kos­ten zu spa­ren, die Effi­zi­enz zu stei­gern und bestehen­de Geschäfts­zwei­ge aus­zu­bau­en. Sie ermög­li­chen es sogar, neue Ein­nah­me­quel­len zu erschlie­ßen – zum Bei­spiel durch die Mone­ta­ri­sie­rung der Daten selbst. Neben dem Erfolg in ange­stamm­ten Märk­ten ermög­li­chen sie auch die Eröff­nung neu­er Geschäfts­fel­der. Nut­zen Unter­neh­men die­se Chan­ce nicht, lau­fen sie Gefahr, hin­ter ihrer Kon­kur­renz zurück zu blei­ben.

Las­sen Sie uns einen Blick auf Ama­zon wer­fen. Das Unter­neh­men hat, frü­her als sei­ne Kon­kur­ren­ten, damit begon­nen, auf die Macht der Daten zu set­zen. Auf der Grund­la­ge einer Daten­bank mit meh­re­ren Mil­lio­nen Kun­den imple­men­tier­te Ama­zon vor­aus­schau­en­de Ana­ly­sen und intel­li­gen­te Vor­schlag­s­al­go­rith­men, die die Besu­cher der Web­sei­te zu Impuls­käu­fen ver­lei­ten sol­len. Das funk­tio­niert her­vor­ra­gend: In der Anfangs­zeit wur­de sogar eine phä­no­me­na­le jähr­li­che Umsatz­stei­ge­rung von 30 % erzielt. Durch die Nut­zung der Daten am Point of Sale defi­nier­te Ama­zon sei­ne Wett­be­werbs­fä­hig­keit neu. Es konn­te die Art und Wei­se beein­flus­sen, wie Kun­den ihr Geld aus­ge­ben.

Durch den immer schnel­le­ren Wan­del sind Ent­schei­dungs­trä­ger in Orga­ni­sa­tio­nen auf die immer schnel­le­re Bereit­stel­lung von Infor­ma­tio­nen ange­wie­sen. Doch dafür reicht es nicht, bekann­te Werk­zeu­ge sowie Künst­li­che Intel­li­genz auf belie­bi­ge Daten­sät­ze anzu­wen­den. Viel wich­ti­ger sind eine kla­re Stra­te­gie und eine weit­rei­chen­de Initia­ti­ve zur Digi­ta­len Trans­for­ma­ti­on. Nur so kön­nen die Inves­ti­tio­nen im Ein­klang mit den lang­fris­ti­gen Geschäfts­zie­len ste­hen. Die vor­han­de­nen Daten müs­sen gesam­melt, bereit­ge­stellt, aggre­giert und schließ­lich ana­ly­siert wer­den – eine müh­sa­me Auf­ga­be. Oft erfor­dert sie den Ein­satz von Spe­zi­al­res­sour­cen und Fach­wis­sen, wel­che in den inter­nen IT-Teams nicht vor­han­den sind.

Das richtige Ökosystem für die benötigten Fähigkeiten

Da viel auf dem Spiel steht, soll­te die Digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on immer auf einem ganz­heit­li­chen Ansatz beru­hen. IT-Ver­ant­wort­li­che sehen sich dabei vor der Her­aus­for­de­rung, die vor­han­de­nen Res­sour­cen sinn­voll ein­zu­pla­nen und Prio­ri­tä­ten zu set­zen. Der aus­ge­wähl­te Part­ner bringt dann Erfah­rung, Fach­wis­sen, Tech­no­lo­gien und ein eige­nes, gro­ßes Öko­sys­tem ein. Das ist not­wen­dig, da die Pla­nung und Imple­men­tie­rung einer groß ange­leg­ten Trans­for­ma­ti­ons­in­tia­ti­ve nur mit einer Viel­zahl von ver­schie­de­nen Fähig­kei­ten funk­tio­nie­ren kann. Weder eine ein­zel­ne IT-Abtei­lung noch der größ­te IT-Anbie­ter ver­fü­gen allei­ne über die gesam­te Palet­te an not­wen­di­gen Fähig­kei­ten.

Die Lösung: Co-crea­ti­on. In gemein­sa­men Ent­de­cker-Work­shops spre­chen der IT-Anbie­ter und sei­ne Kun­den über die Erwar­tun­gen des zu trans­for­mie­ren­den Unter­neh­mens, die damit ver­bun­de­nen Her­aus­for­de­run­gen und die erwünsch­ten Geschäfts­er­geb­nis­se. Auf die­ser Grund­la­ge kann der Anbie­ter dann skiz­zie­ren, wie eine Kom­bi­na­ti­on aus eige­nen Tech­no­lo­gien und denen von Öko­sys­tem-Part­nern bei der Errei­chung der Zie­le hel­fen kann. Co-crea­ti­on unter­stützt die Sta­ke­hol­der im Unter­neh­men, die mit gro­ßen Digi­ta­len Trans­for­ma­ti­ons­in­itia­ti­ven betraut sind, aber intern nicht über genü­gend Res­sour­cen oder Fähig­kei­ten ver­fü­gen.

Aufbau einer modernen verteilten Datenarchitektur für die Digitale Transformation

Längst gibt es nicht mehr nur eine zen­tra­le IT-Infra­struk­tur. Im Lau­fe des letz­ten Jahr­zehnts wur­den Daten mehr und mehr zwi­schen Edge, Core und Cloud auf­ge­teilt. Das führ­te zu einer kon­stan­ten Daten­ver­wal­tung, aber auch zu neu­en Sicher­heits­her­aus­for­de­run­gen für IT-Teams. Nati­ve Cloud-Anwen­dun­gen für das CRM wer­den in Sales­for­ce aus­ge­führt. Arbeits­las­ten wer­den zwi­schen dem loka­len Rechen­zen­trum und einer oder meh­re­rer Public Clouds ver­scho­ben. All das bedeu­tet eine brei­te Ver­tei­lung von Daten auf ver­schie­de­ne Core‑, Cloud- und Edge-Infra­struk­tu­ren.

Aktu­el­le Unter­su­chun­gen, die die Ana­lys­ten­fir­ma Free­form im Auf­trag von Fuji­tsu durch­ge­führt hat, zei­gen, dass 74 % der IT-Abtei­lun­gen in den letz­ten zwei Jah­ren Arbeits­las­ten von loka­len Rechen­zen­tren in Public Clouds ver­la­gert haben. 32 % wähl­ten den umge­kehr­ten Weg. Und 21 % der Befrag­ten haben Arbeits­las­ten zwi­schen ver­schie­de­nen Clouds ver­scho­ben. Es ist zudem sehr wahr­schein­lich, dass sich die­ser Trend fort­setzt. 68 % der Befrag­ten gaben an, Arbeits­las­ten vom Rechen­zen­trum in Public Clouds ver­schie­ben zu wol­len, 32 % wol­len die­se von der Cloud zurück ins Rechen­zen­trum holen. Rund 30 % wäh­len den Weg einer Ver­schie­bung zwi­schen Clouds.

Nicht nur die Ver­tei­lung der Daten kann kom­plex sein, son­dern auch die Ver­wal­tung der Quel­len. Sie stam­men von den ver­schie­dens­ten Orten: den Smart Devices der Mit­ar­bei­ter, Sen­so­ren in Fer­ti­gungs­an­la­gen, von Video­ka­me­ras mit Inter­net­ver­bin­dung, die Bil­der aus einer Zweig­stel­le sen­den … die Lis­te ist lang. Der wah­re Wert der jewei­li­gen Daten wird zudem oft erst dann sicht­bar, wenn sie mit­ein­an­der in Bezie­hung gesetzt wer­den.

Um ver­teil­te Daten sinn­voll und gewinn­brin­gend nut­zen zu kön­nen, benö­ti­gen Sie eine Archi­tek­tur, die alle Daten – egal woher sie stam­men und wo sie gespei­chert sind – von einem zen­tra­len Stand­ort aus ver­wal­tet. Dazu benö­ti­gen Sie eine Stra­te­gie, die an den gewünsch­ten Geschäfts­er­geb­nis­sen aus­ge­rich­tet ist. Wich­tig: Berück­sich­ti­gen Sie das gesam­te Unter­neh­mens­öko­sys­tem, statt nur iso­lier­te Geschäfts­zwei­ge zu betrach­ten. Eben­so soll­ten Sie über die Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tur und Data Gover­nan­ce ver­fü­gen, die Ihre Zie­le unter­stützt – ergänzt durch eine IT-Visi­on, die sich an die vor­han­de­nen Mög­lich­kei­ten anpasst und auf die­se reagiert.

Management-Optionen für einen einheitlichen Datenzugriff in Hybrid IT

Wie bereits erwähnt kann kein ein­zel­ner Lösungs­an­bie­ter sol­che Daten­ar­chi­tek­tu­ren im Allein­gang ver­wal­ten. Viel­mehr müs­sen eine umfas­sen­de Inte­gra­ti­on auf der Hard­ware- und Soft­ware-Ebe­ne sowie die Zusam­men­ar­beit mit Cloud-Anbie­tern erfol­gen. Dar­aus erge­ben sich vier Haupt­op­tio­nen:

Soft­ware-defi­ned Sto­rage: Mit die­ser Ver­wal­tungs­op­ti­on kön­nen Sie einen logi­schen Spei­cher­pool über Ser­ver an meh­re­ren Stand­or­ten – den Core und meh­re­re Cloud-Instan­zen – erstel­len. Soft­ware-defi­ned Sto­rage eig­net sich beson­ders für „daten­las­ti­ge Sze­na­ri­en” wie zum Bei­spiel unstruk­tu­rier­te Daten.

Soft­ware-defi­ned Plat­forms: Hier erfolgt der Auf­bau einer hyper­kon­ver­gier­ten Infra­struk­tur mit inte­grier­ter, nicht dedi­zier­ter Spei­cher­funk­tio­na­li­tät. Die­se Lösung ist ide­al, wenn Rechen­leis­tung und Spei­cher­ka­pa­zi­tät gemein­sam ska­liert wer­den sol­len.

Con­tai­ner: Unab­hän­gig davon, wie die dar­un­ter lie­gen­de Infra­struk­tur aus­sieht, kön­nen Sie die Ver­wen­dung von Con­tai­nern in Erwä­gung zie­hen, um die Ver­tei­lung, den Neu­start, die Aktua­li­sie­rung und das Roll­back über Stand­or­te hin­weg zu auto­ma­ti­sie­ren. Con­tai­ner tra­gen dazu bei, die Anwen­dungs­ent­wick­lung zu ver­ein­fa­chen, die Bereit­stel­lung und Ver­tei­lung zu beschleu­ni­gen und die Agi­li­tät zu erhö­hen. Sie eig­nen sich ide­al für Mikro-Ser­vices und Dev­Ops oder immer dann, wenn eine stand­ort­über­grei­fen­de Por­ta­bi­li­tät erfor­der­lich ist.

Ser­vice Cata­log Manage­ment: Die­se Opti­on bie­tet eine ein­heit­li­che Sicht auf Daten- und Anwen­dungs­res­sour­cen und ist ide­al für Geschäfts­an­wen­der, die IT-Ser­vices über ein Self-Ser­vice-Por­tal anfor­dern. Die Kata­log­ver­wal­tung macht es für den End­be­nut­zer völ­lig trans­pa­rent, wo Daten und Anwen­dun­gen gespei­chert sind.

Es ist ein wich­ti­ger Teil des Co-crea­ti­on-Pro­zes­ses, die bes­te Opti­on für den jewei­li­gen Kun­den und sei­ne bestehen­de Infra­struk­tur zu iden­ti­fi­zie­ren.

Ausblick in die Zukunft

Um in einer Welt ver­netz­ter Men­schen und ver­netz­ter Din­ge schnell Ent­schei­dun­gen tref­fen zu kön­nen, brau­chen Orga­ni­sa­tio­nen einen bes­se­ren Über­blick dar­über, was inner­halb und außer­halb ihres Netz­werks geschieht. Daher sind Daten zu einem wich­ti­gen Kata­ly­sa­tor für den Geschäfts­er­folg gewor­den. Manch­mal sind sie sogar aus­schlag­ge­bend dafür, ob ein Unter­neh­men wei­ter­hin besteht. Wenn Sie also über­le­ben wol­len, müs­sen Sie jetzt han­deln – und jede Ent­schei­dung muss daten­ba­siert sein.

Längst geht es im Wett­be­werb nicht mehr nur um tra­di­tio­nel­le Pro­duk­te oder Dienst­leis­tun­gen. Der wah­re Kampf dreht sich um die Daten, wel­che die rele­van­tes­ten und sach­dien­lichs­ten Erkennt­nis­se schaf­fen kön­nen. Denn sie sind die Grund­la­ge für die Ent­wick­lung neu­er Geschäfts­mo­del­le – und damit wert­vol­ler als alles ande­re.

Die Fähig­keit, mit neu­en Markt­be­glei­tern in Ihrer Bran­che mit­zu­hal­ten – und viel­leicht selbst in neue Bran­chen ein­zu­stei­gen – hängt stark von einem geschäfts­ori­en­tier­ten Ansatz ab. Sie brau­chen die Tech­no­lo­gie. Aber sie brau­chen auch eine kohä­ren­te, unter­neh­mens­wei­te Stra­te­gie, die alle Betei­lig­ten ein­be­zieht. Kom­bi­nie­ren Sie digi­ta­le Tech­no­lo­gien mit einem star­ken Trans­for­ma­ti­ons­ma­nage­ment – und wach­sen Sie durch Ihre Daten.

Mehr Infor­ma­tio­nen zu Ihrer erfolg­rei­chen Data-Dri­ven Trans­for­ma­tio­nen fin­den Sie auf unse­rer Web­sei­te.

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