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Statement of the Month: Auch der Mittelstand braucht einen IT-Partner mit globaler Kragenweite

Jörg Brünig
Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Jörg Brünig

Jörg Brü­nig, Seni­or Direc­tor Chan­nel Deutsch­land und Head of Cor­po­ra­te Mid Mar­ket Sales bei Fuji­tsu Tech­no­lo­gy Solutions

Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie vom Mit­tel­stand für den Mit­tel­stand“. Mit die­sem Slo­gan wirbt so man­ches klei­ne IT-Sys­tem­haus um Kun­den. Mit­tel­stän­di­sche IT-Dienst­leis­ter argu­men­tie­ren häu­fig, dass klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men hier­zu­lan­de kei­nen IT-Dienst­leis­ter brau­chen, der sich glo­bal auf­stellt und sei­ne Ser­vices welt­weit anbietet.

Das ist zu kurz gedacht. War­um? Fakt ist, dass der Mit­tel­stand wesent­lich dazu bei­trägt, dass Deutsch­land in der Rang­lis­te der export­stärks­ten Natio­nen auf Platz 3 liegt. Über­flü­gelt nur vom Spit­zen­rei­ter Chi­na und den USA. Eben­falls Fakt: Von den deut­schen Aus­fuh­ren im Wert von 1,1 Bil­lio­nen Euro ent­fie­len 2012 rund 200 Mil­li­ar­den auf mit­tel­stän­di­sche Fir­men. Und natür­lich ori­en­tiert sich der deut­sche Mit­tel­stand auch inter­na­tio­nal. Das belegt eine Stu­die der Com­merz­bank. Dem­nach haben 33 Pro­zent der mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men lang­fris­ti­ge Rah­men­ver­trä­ge mit Part­nern im Aus­land geschlos­sen. An die 25 Pro­zent unter­hal­ten sogar Nie­der­las­sun­gen oder eine Toch­ter­ge­sell­schaft in ande­ren Län­dern, und neun Pro­zent betrei­ben ein Joint-Ven­ture mit einem aus­län­di­schen Part­ner. Was heißt das jetzt für die IT-Infra­struk­tur eines Mit­tel­ständ­lers? Ganz einfach:

IT-Infra­struk­tur eines Mit­tel­ständ­lers muss „glo­bal“ werden

Wenn der Mit­tel­stand sich inter­na­tio­nal auf­stellt, muss sei­ne IT-Infra­struk­tur auch glo­ba­li­siert wer­den. Ein Bei­spiel: Wenn eine Außen­stel­le in Bra­si­li­en an das Rechen­zen­trum in der Zen­tra­le in Deutsch­land ange­bun­den wer­den soll oder ein Auf­trags­fer­ti­ger in Chi­na Zugang zu bestimm­ten Daten im Fir­men-Intra­net erhal­ten soll, sto­ßen loka­le IT-Dienst­leis­ter schnell an ihre Gren­zen. Denn mal eben schnell IT-Fach­leu­te nach Sao Pau­lo oder Wuhan zu ent­sen­den, damit die­se vor Ort Ser­ver, Anwen­dun­gen und Netz­werk­sys­te­me ein­rich­ten, ist nicht so ein­fach und über­steigt oft deren Fähig­kei­ten. Ganz zu schwei­gen von kniff­li­gen Auf­ga­ben wie dem Ein­rich­ten von siche­ren Weit­ver­kehrs­ver­bin­dun­gen, Col­la­bo­ra­ti­on-Ser­vices oder der Absi­che­rung der IT-Sys­te­me in den Außen­stel­len gegen Angrif­fe von Hackern und Datenspionen.

Ein­fach einen neu­en IT-Dienst­leis­ter vor Ort suchen? Das ist kei­ne trag­fä­hi­ge Lösung. Ein­fa­cher, effi­zi­en­ter, siche­rer und letzt­lich kos­ten­güns­ti­ger ist es, einen IT-Part­ner zu wäh­len, der welt­weit aktiv ist. Die­ser stellt an jedem Stand­ort die gewünsch­ten IT-Dienst­leis­tun­gen bereit, und die­se in der­sel­ben Qua­li­tät, die der Anwen­der von zu Hau­se gewohnt ist. Rei­bungs­ver­lus­te und Zusatz­kos­ten, die mit dem Enga­ge­ment neu­er Part­ner in den ent­spre­chen­den Län­dern ver­bun­den sind, ent­fal­len bei die­sem Modell. Wei­te­re Vor­tei­le: Bei Ser­vices, die über Gren­zen hin­weg zum Ein­satz kom­men, sind so die glei­chen Zugriffs­tools und die glei­chen Reak­ti­ons­zei­ten gewährleistet.

Dass glo­ba­le Geschäfts­mo­del­le sich immer mehr eta­blie­ren, zeigt auch die Ent­wick­lung im Sys­tem­haus­um­feld. Hier sind bereits sehr vie­le der grö­ße­ren Anbie­ter euro­pa­weit aktiv. Und auch sie brau­chen wie­der­um IT-Part­ner auf Her­stel­ler- bezie­hungs­wei­se Anbie­ter­sei­te, die euro­pa­weit aktiv sind. Denn nur so kön­nen sie iden­ti­sche Pro­duk­te, Lösun­gen und Ser­vices grenz­über­schrei­tend anbie­ten, wie Fuji­tsu dies bereits macht.

Cloud Com­pu­ting – ja bitte!

Für einen glo­bal auf­ge­stell­ten IT-Dienst­leis­ter spricht außer­dem ein wei­te­res Argu­ment: sei­ne Kom­pe­tenz in Sachen Cloud Com­pu­ting. Gera­de die­se Tech­no­lo­gie bie­tet agi­len, mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men erheb­li­che Vor­tei­le. Denn wer schnell auf neue Markt­ent­wick­lun­gen reagie­ren will, benö­tigt eine IT-Umge­bung, die sich eben­so schnell und unkom­pli­ziert an geän­der­te Gege­ben­hei­ten anpas­sen lässt.

Die neue Toch­ter­ge­sell­schaft in Bra­si­li­en benö­tigt wei­te­re Ser­ver und Sto­rage-Kapa­zi­tä­ten, weil sich die Zahl der Mit­ar­bei­ter deut­lich erhöht hat? Kein Pro­blem, dann wer­den die ent­spre­chen­den Res­sour­cen in der Cloud bereit­ge­stellt, bei­spiels­wei­se über den Fuji­tsu Cloud IaaS Pri­va­te Hos­ted-Ser­vice. Die Rech­ner der Mit­ar­bei­ter in den Ver­triebs­bü­ros in Fern­ost sol­len bes­ser gegen Cyber-Angrif­fe geschützt wer­den? Dann bucht der Mit­tel­ständ­ler bei sei­nem IT-Dienst­leis­ter eben einen Cloud-gestütz­ten IT-Secu­ri­ty-Ser­vice, bei­spiels­wei­se Fuji­tsu Cloud End User Pro­tect. Soll eine Außen­stel­le in ein ande­res Land ver­la­gert wer­den? Kein Pro­blem, dann wan­dern die IT-Ser­vices in der Cloud ein­fach mit.

Angst davor, dass sei­ne Geschäfts­da­ten, die er in der Cloud spei­chert oder ver­ar­bei­tet, in frem­de Hän­de gelan­gen, muss kein Nut­zer sol­cher IT-Ser­vices haben. Vor­aus­ge­setzt, er wählt den rich­ti­gen Part­ner. Denn im Gegen­satz zu eini­gen Ser­vice Pro­vi­dern, die von den Behör­den ihres Hei­mat­lands gezwun­gen wer­den kön­nen, Kun­den­da­ten her­aus­zu­ge­ben, ist das bei Anbie­tern mit Haupt­sitz in Deutsch­land oder Japan nicht der Fall.

Fazit: Do-it-yourself ist “out”

Und noch etwas zum The­ma Sicher­heit: Ein Fak­tor, den vie­le mit­tel­stän­di­sche Fir­men unter­schät­zen, ist der Auf­wand, der mit dem Auf­bau und Betrieb einer kom­ple­xen IT-Infra­struk­tur ver­bun­den ist. Das gilt vor allem dann, wenn Mit­ar­bei­ter in aus­län­di­schen Außen­stel­len in die­se Infra­struk­tur ein­ge­bun­den wer­den sol­len. Das ist nicht nur auf­wän­dig, son­dern durch­aus auch ris­kant, denn je kom­ple­xer eine Infra­struk­tur, des­to häu­fi­ger weist sie Sicher­heits­lü­cken auf.

Letzt­end­lich gilt: Das Geld, das vie­le Mit­tel­ständ­ler dafür aus­ge­ben, ein welt­wei­tes Unter­neh­mens­netz zu betrei­ben, lässt sich ziel­ge­rich­te­ter ein­set­zen: näm­lich für den Aus­bau ihres Kern­ge­schäfts. Und um die IT-Umge­bung in den Filia­len und Toch­ter­ge­sell­schaf­ten küm­mert sich der IT-Dienst­leis­ter. Davon pro­fi­tie­ren alle: Der Mit­tel­ständ­ler kann sich auf das kon­zen­trie­ren, was er am bes­ten kann – die Ent­wick­lung und Ver­mark­tung von Pro­duk­ten. Und die haus­in­ter­ne IT-Abtei­lung sieht sich nicht mit Auf­ga­ben kon­fron­tiert, die zu viel Zeit, Geld und Know-how erfor­dern. Die Kol­le­gen in Sao Pau­lo, Wuhan oder an ande­ren Stand­or­ten wer­den dafür dank­bar sein. Sie kön­nen schluss­end­lich auf die­sel­ben IT-Res­sour­cen zugrei­fen, wie ihre Kol­le­gen in der Firmenzentrale.

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