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Statement of the Month: „IT made in Germany“

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Vera SchneevoigtLängst gilt Deutsch­land im inter­na­tio­na­len Ver­gleich als zu hoch­prei­sig für die Hard­ware-Pro­duk­ti­on. Doch ist das tat­säch­lich so?

Laut Vera Schnee­voigt, Exe­cu­ti­ve Vice Pre­si­dent Pro­duct Sup­ply Ope­ra­ti­ons bei Fuji­tsu, geht es auch anders. Lesen Sie im nach­fol­gen­den State­ment of the Mon­th, wie Fuji­tsu im Werk Augs­burg beweist, dass ech­te „IT made in Ger­ma­ny“ ren­ta­bel mög­lich ist.

Auto­mo­bil- und Maschi­nen­bau, che­mi­sche Indus­trie, Elek­tro­tech­nik und Metall­ver­ar­bei­tung – das waren im Jahr 2012 die umsatz­stärks­ten Indus­trie­zwei­ge in Deutsch­land. Dar­an wird sich auch 2014 nichts ändern, so der Tenor der rund 200 Ver­tre­ter aus Wirt­schaft und Poli­tik, die sich am 6. Novem­ber 2013 zum ifo Bran­chen­dia­log des Insti­tuts für Wirt­schafts­for­schung (ifo) tra­fen. Die Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie (IT) hin­ge­gen, die welt­weit für Mil­li­ar­den­um­sät­ze sorgt und aktu­ell gan­ze Indus­trien auf den Kopf stellt, taucht unter den Top-Bran­chen gar nicht auf.

Deutsch­land ist zwar die Hei­mat eini­ger (weni­ger) Soft­ware­fir­men von Welt­rang, bei­spiels­wei­se der SAP oder der Soft­ware AG, aber mit der Pro­duk­ti­on von Hard­ware bringt man das Land im 21. Jahr­hun­dert nicht mehr in Verbindung.

Tat­säch­lich gibt es kaum noch Anbie­ter von PCs, Ser­vern, Spei­cher­sys­te­men und Netz­werk­kom­po­nen­ten, die ihre Pro­duk­te in Deutsch­land ent­wi­ckeln und fer­ti­gen. Bei den weni­gen Fir­men, die mit „IT made in Ger­ma­ny“ wer­ben, han­delt es sich in der Regel um rei­ne „Assem­blie­rer“: Das heißt, sie las­sen die Kom­po­nen­ten ihrer IT-Sys­te­me in ande­ren Län­dern fer­ti­gen, meist in Fern­ost, und ledig­lich die End­mon­ta­ge fin­det in Deutsch­land statt. Momen­tan gestat­tet die Euro­päi­sche Uni­on die­sen Her­stel­lern noch, ihre Sys­te­me mit einem „Made in Germany“-Etikett zu ver­se­hen. Der Grund: Laut EU-Recht gilt als „Her­kunfts­land“ das Land, in dem die letz­te wesent­li­che Be- und Ver­ar­bei­tung eines Pro­dukts vor­ge­nom­men wur­de. Und „wesent­lich“ ist die End­mon­ta­ge von Rech­nern mit Sicherheit.

Wett­be­werbs­vor­teil durch Fle­xi­bi­li­tät und Kundennähe

Längst gilt Deutsch­land – nicht zuletzt wegen sei­nes hohen Niveaus bezüg­lich des Umwelt­schut­zes, der Arbeits­si­cher­heit sowie höhe­rer Stun­den­löh­ne  –  im inter­na­tio­na­len Ver­gleich als zu hoch­prei­sig für die Hard­ware-Pro­duk­ti­on. Doch ist das tat­säch­lich so? Fuji­tsu zeigt in Augs­burg, dass es auch anders geht. In der Stadt am Lech unter­hält der IT-Anbie­ter einen der welt­weit moderns­ten und umwelt­freund­lichs­ten Pro­duk­ti­ons­stand­or­te. Fuji­tsu in Augs­burg ist damit – deutsch­land- und euro­pa­weit – die noch ein­zi­ge voll­stän­di­ge PC-Ent­wick­lung und Fer­ti­gung. Rund 1.500 Mit­ar­bei­ter stel­len im Werk Augs­burg täg­lich bis zu 21.000 Ein­hei­ten her. Dazu zäh­len End­ge­rä­te für den Arbeits­platz wie Note­books, Thin Cli­ents oder PCs eben­so wie Ser­ver und Spei­cher­sys­te­me sowie Sys­tem-Boards und Racks, die in der Indus­trie zum Ein­satz kommen.

Außer­dem unter­hält Fuji­tsu in  Deutsch­land an den Stand­or­ten Augs­burg, Mün­chen und Pader­born sei­ne größ­te For­schungs- und Ent­wick­lungs­ab­tei­lung außer­halb von Japan. Mehr als 1.000 Inge­nieu­re arbei­ten dort unter ande­rem an neu­en Note­book- und PC-Genera­tio­nen sowie an der Wei­ter­ent­wick­lung von Spei­cher­sys­te­men der Rei­he ETERNUS oder von Ser­vern der Rei­he PRIMERGY.

Hin­zu kom­men rund 400 Ent­wick­ler im Bereich Soft­ware und Solu­ti­ons. Sie arbei­ten eng mit Kol­le­gen in der Fer­ti­gung und im Sup­port sowie mit Part­ner­fir­men zusam­men, um die Lösun­gen von Fuji­tsu kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Und min­des­tens eben­so wich­tig ist ein wei­te­rer Fak­tor: Die Mit­ar­bei­ter von Fuji­tsu ste­hen in engem Kon­takt zu den Kun­den in Zentraleuropa.

Der enge Kon­takt, den die Ent­wick­ler, Sup­port-Mit­ar­bei­ter und Ver­triebs­ex­per­ten von Fuji­tsu mit Kun­den pfle­gen, hilft, Pro­duk­te wei­ter zu ent­wi­ckeln, gezielt zu ver­bes­sern und die­se exakt auf die Anfor­de­run­gen des Mark­tes abzu­stim­men. Die­se unmit­tel­ba­re Umset­zung von Kun­den­wün­schen kann nur auf Grund der räum­li­chen und kul­tu­rel­len Nähe so rasch erfolgen.

Indi­vi­du­el­le Fer­ti­gung – auch in klei­ner Stückzahl

Kun­den­ori­en­tie­rung bedeu­tet auch, dass ein IT-Her­stel­ler höchst fle­xi­bel auf Son­der­wün­sche reagie­ren kann. Dank hoch moder­ner und extrem fle­xi­bler Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se ist Fuji­tsu in der Lage, Ser­ver, Sto­rage-Sys­te­me, Note­books und PCs auch in kleins­ten Stück­zah­len und nach indi­vi­du­el­lem Auf­trag zu fer­ti­gen („Build to Order“). Dass der Markt die­ses Kon­zept hono­riert, zeigt bei­spiels­wei­se die Umsatz­ent­wick­lung bei Arbeits­platz­rech­nern. Hier konn­te Fuji­tsu in Deutsch­land im ver­gan­ge­nen Jahr gegen den Trend wach­sen. Hin­zu kommt die Mög­lich­keit, in Augs­burg Sys­te­me indi­vi­du­ell mit BIOS-Stän­den, Betriebs­sys­te­men, Anwen­dun­gen und Vor­ein­stel­lun­gen anzu­pas­sen („Cus­to­mi­zing“). Mit­ar­bei­ter von Kun­den erhal­ten so Note­books und PCs, mit denen sie sofort arbei­ten kön­nen („rea­dy to run“) – und dies inner­halb weni­ger Tage nach Auftragseingang.

Mit den For­schungs- und Ent­wick­lungs­stand­or­ten in Augs­burg, Mün­chen und Pader­born, dem Betrieb hoch­si­che­rer Rechen­zen­tren hier­zu­lan­de sowie der Pro­duk­ti­on im Werk Augs­burg beweist Fuji­tsu, dass ech­te „IT made in Ger­ma­ny“ ren­ta­bel mög­lich ist – und das zu fai­ren Arbeits­be­din­gun­gen und unter Ein­hal­tung stren­ger Umwelt­schutz­auf­la­gen. Dies sind Aspek­te, die von Kun­den in letz­ter Zeit wie­der deut­lich stär­ker bei der Kauf­ent­schei­dung berück­sich­tigt wer­den. Der IT-Stand­ort Deutsch­land – hat allen Unken­ru­fen zum Trotz – eine Zukunft.

Wei­te­re Details zur IT-Fer­ti­gung in Augsburg

Video zum Werk Augsburg
Vir­tu­el­le Füh­rung Werk Augsburg

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