close

CeBIT 2015: „Heute bieten Computer die Intelligenz einer Maus” – Interview mit Knuth Molzen

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Wo und wie arbei­ten wir in Zukunft? Eins ist sicher: Im Zuge der Digi­ta­li­sie­rung ver­än­dert sich alles – auch unser Arbeits­platz. Dabei set­zen Kun­den bei den Pla­nun­gen immer öfter den Mit­ar­bei­ter ins Zen­trum – das ist unse­re Visi­on der „Human Centric Inno­va­ti­on”. Auf der CeBIT prä­sen­tie­ren wir mit dem „Human Centric Work­place” den Arbeits­platz der Zukunft. Was genau dahin­ter steckt, frag­ten wir Knuth Mol­zen, Seni­or Direc­tor Cli­ent Com­pu­ting Devices Ger­ma­ny, Mit­glied der Geschäfts­lei­tung, Fuji­tsu,  in einem Inter­view. Wir spra­chen mit ihm über die anste­hen­den Ver­än­de­run­gen in der IT-Welt, über die Quint­essenz der „Human Centric Inno­va­ti­on” und die tie­ri­sche Intel­li­genz von Com­pu­tern.

*

Hal­lo Herr Mol­zen, vie­len Dank dass Sie sich die Zeit für die­ses Inter­view genom­men haben. Um uns her­um ent­steht der Arbeits­platz der Zukunft – der „Human Centric Work­place“. Was genau ver­än­dert sich, wie sieht die­ser Arbeits­platz aus? 

Wenn ich wis­sen will, wie der Arbeits­platz in Zukunft aus­sieht, dann muss ich wis­sen wie sich die Arbeit selbst zukünf­tig ver­än­dert. Die letz­ten Jah­re haben wir kör­per­li­che Arbeit auto­ma­ti­siert. Jetzt ste­hen wir vor der Auto­ma­ti­sie­rung des Den­kens! Heu­te bie­ten Com­pu­ter die Intel­li­genz einer Maus. Wis­sen­schaft­ler pos­tu­lie­ren für 2023, dass „Smart Machi­nes“ den Men­schen in sei­ner Hirn­leis­tung über­tref­fen wer­den. Unse­re Arbeit wird ver­mehrt von wie­der­keh­ren­den Rou­ti­ne-Tätig­kei­ten ent­schlackt wer­den. Wozu brau­chen wir dann noch den Men­schen? Ganz ein­fach: Frü­her haben wir Stahl geschmie­det, heu­te schmie­den wir Infor­ma­tio­nen! Das Eisen­erz des Infor­ma­ti­ons­ar­bei­ters ist die Krea­ti­vi­tät, die Inspi­ra­ti­on! Wir „krea­ti­vie­ren” sozu­sa­gen den Men­schen durch unse­re Pro­duk­te und Lösun­gen!

Kön­nen Sie uns mit drei bis vier Stich­wor­ten die „Human Centric Inno­va­ti­on“ beschrei­ben?

Es fin­det bei unse­ren Kun­den ein Para­dig­men­wech­sel statt. IT wird längst nicht mehr dik­ta­to­risch zen­tral vom Rechen­zen­trum aus auf­ok­troy­iert, son­dern vom Front­end und über den Use Case defi­niert. Die Usa­bi­li­ty des Arbeits­plat­zes und die Per­form­anz des Mit­ar­bei­ters ste­hen dabei im Mit­tel­punkt und lösen die rei­ne Kos­ten­be­trach­tung als Ent­schei­dungs­pa­ra­me­ter ver­mehrt ab.

The­men wie Big Data beschäf­ti­gen momen­tan die IT-Welt. Wel­che Top-The­men spie­len am Arbeits­platz der Zukunft eine ent­schei­den­de Rol­le? 

Big Data ist ein brei­tes The­men­feld. Hier ist zum einen ele­men­tar, dass die Daten sicher ver­wahrt und bereit­ge­stellt wer­den. Zum ande­ren wird das „Fin­den“ ins Zen­trum rücken: Das Fin­den ein­zel­ner benö­tig­ter Daten­sät­ze, oder das Fin­den von Ver­läu­fen, logi­schen Ver­knüp­fun­gen oder sogar Vor­her­sa­gen aus rie­si­gen Daten­men­gen. Unse­re Tech­no­lo­gie ist hier­für das Werk­zeug.

„Bring Your Own Device“ (BYOD) ist ein wei­te­rer Trend, der immer mehr Raum gewinnt. Wie pas­sen BYOD und die Human Centric Inno­va­ti­on zusam­men? Ergän­zen sie sich?

BYOD ist für mich KEIN Mega­trend, son­dern eine Reak­ti­on der User auf unzu­läng­li­che Aus­stat­tun­gen am Arbeits­platz. Die Dyna­mik des Wan­dels und die Digi­ta­li­sie­rung der Pri­vat­haus­hal­te stellt Arbeit­ge­ber vor die Her­aus­for­de­rung, dass eta­blier­te Zer­ti­fi­zie­rungs- und Beschaf­fungs­pro­zes­se als zu lang­at­mig emp­fun­den wer­den und an den Bedürf­nis­sen der User vor­bei gehen. Es wird meist das bil­ligs­te und nicht das bes­te Pro­dukt beschafft. Zudem lei­den vie­le User unter einem zu hohen Stan­dar­di­sie­rungs­grad ihrer Arbeits­platz­aus­stat­tung. Die benö­tig­te Diver­si­fi­zie­rung und die rol­len­ba­sier­te Indi­vi­dua­li­sie­rung fehlt oft. Aus die­sem Grund bie­ten wir eine per­so­na­li­sier­te Betan­kung und Cus­to­mi­zing Ser­vices bereits in der Fabrik an. IT-Abtei­lun­gen haben ohne die­se Tech­ni­ken oft kei­ne Mög­lich­keit das selbst zu leis­ten und es kommt zu BYOD auf­grund des feh­len­den „Human Centric“ Ansat­zes.

Was ver­ste­hen Sie unter einem „Work­place Any­whe­re“?

Es ist mitt­ler­wei­le Usus, dass wir nicht mehr nur im Büro arbei­ten, son­dern über­all. Die­se Tech­ni­ken stel­len vie­le Mög­lich­kei­ten und Frei­heits­gra­de dar, die z.B. die Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf erleich­tern, oder dabei hel­fen, dem all­mor­gend­li­chen Stau zu ent­flie­hen. Wir unter­stüt­zen unse­re Kun­den bei der Bereit­stel­lung und beim Betrieb der dafür benö­tig­ten Infra­struk­tu­ren.

Mit wel­chen Pro­duk­ten auf der CeBIT ver­hel­fen wir unse­ren Kun­den zu einem sol­chen „Work­place Any­whe­re“? 

Mit allem, was wir zei­gen! Wich­tig ist nicht nur ein ein­zel­nes tol­les Pro­dukt, son­dern die End-to-End-Betrach­tung. Fuji­tsu hat das gro­ße Glück von der Gestal­tung des Pro­duk­tes, über Roll Out und Betrieb bis zu Main­ten­an­ce und Ent­sor­gung als Full­sor­ti­men­ter agie­ren zu kön­nen. Das macht uns ein­zig­ar­tig und schafft unheim­lich viel Fle­xi­bi­li­tät und Indi­vi­dua­li­tät für den Kun­den. 

Es ist nicht immer ein­fach, das Gleich­ge­wicht zu hal­ten zwi­schen dem, was Nut­zer als idea­len Arbeits­platz erwar­ten und dem, was für sau­be­re Abläu­fe in Unter­neh­men wich­tig ist.  Wie kann FUJITSU hel­fen, die­ses Gleich­ge­wicht her­zu­stel­len?

Doch, die­ses Gleich­ge­wicht gibt es. Man kann schon nach dem heu­ti­gen Stand der Tech­nik gang­ba­re Sze­na­ri­en gemein­sam mit der IT- und den Fach­ab­tei­lun­gen des Kun­den ent­wi­ckeln. Wich­tig ist dabei die Ska­lier­bar­keit und die Benutz­bar­keit eben­so zu betrach­ten, wie die Bezahl­bar­keit. User wer­den etwas Neu­es immer dann akzep­tie­ren und mit­tra­gen, wenn ihr Tages­ge­schäft dadurch posi­tiv ver­bes­sert wird. Das ist übri­gens die Quint­essenz von „Human Centric Inno­va­ti­on“.

Auf wel­che High­lights freu­en Sie sich dabei am meis­ten?

Mein High­light, auf das ich mich ganz beson­ders freue, ist der Kon­takt zu den Kun­den und Part­nern. Das macht eine Mes­se aus und schafft ein hohes Maß an Inti­mi­tät und Markt­nä­he. Uns ist es wich­tig, ein Her­stel­ler zum Anfas­sen zu sein. Wir wol­len uns nicht hin­ter digi­ta­len Pro­zes­sen und Bestell­por­ta­len ver­ste­cken, son­dern gemein­sam mit dem Kun­den die Zukunft gestal­ten.

Herr Mol­zen, vie­len Dank für die­ses Inter­view!

Abbinder-CeBIT-2015 Human Centric Inno­va­ti­on Ver­net­zen Sie sich mit Fuji­tsu Aktu­ell und erfah­ren Sie alles über die CeBIT 2015, die vom 16. bis 20. März in Han­no­ver statt­fin­det. Blei­ben Sie am Puls der Zeit und ent­de­cken Sie mit uns die Zukunft – die d!conomy im Team mit der „Human Centric Inno­va­ti­on”. Wir berich­ten über die Top­the­men Human Centric Work­place, Busi­ness Centric Data Cen­ter, Big Data, Ser­vices, Secu­ri­ty und Public Sec­tor.  Mit Fuji­tsu Aktu­ell und unse­rer CeBIT-Sei­te im Inter­net blei­ben sie up to date und erfah­ren Neu­ig­kei­ten direkt von der CeBIT – direkt aus der Zukunft der IT-Welt. Ent­de­cken, infor­mie­ren, mit­re­den – dabei sein!  

Schlagwörter: , , , , , ,

Keine Trackbacks
Story Page