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Fujitsu Forum 2015: „Die Digitalisierung aussitzen ist keine Option” – Keynote Rupert Lehner

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Das Inter­net der Din­ge ist bereits jetzt schnel­ler vor­an geschrit­ten, als wir es uns vor eini­gen Jah­ren über­haupt vor­stel­len konn­ten. Und die Pro­gno­sen zu den in fünf Jah­ren mit­ein­an­der ver­netz­ten Din­ge bewe­gen sich in Span­nen von 12 bis 212 Mil­li­ar­den – Ten­denz stei­gend. Wie sehr sich unse­re Welt schon ver­än­dert hat und noch ver­än­dern wird, stel­le Rupert Leh­ner, Geschäfts­füh­rer Deutsch­land, Vice Pre­si­dent & Head of Sales Cen­tral Euro­pe, Fuji­tsu in sei­ner Key­note ges­tern Abend um 18.00 Uhr auf dem Fuji­tsu Forum schnell klar. Es ging dabei nicht nur um die Chan­cen in einer digi­ta­len Welt, son­dern auch um die Risi­ken, die eine Hyper­ver­net­zung mit sich bringt. Wuss­ten Sie, dass eine harm­lo­se E‑Zigarette ein gan­zes Fir­men­netz infi­zie­ren kann?

Die Digi­ta­li­sie­rung aus­sit­zen zu wol­len, ist für Rupert Leh­ner kei­ne Opti­on, die der Markt gestat­ten wür­de. Ob wir es wol­len oder nicht – das Inter­net der Din­ge wird zukünf­tig ein zen­tra­ler Bestand­teil unse­res Lebens und Han­dels sein. Für IT-Ver­ant­wort­li­che bedeu­tet das: wer sei­ne Sys­te­me zu weit öff­net, kann zum Angriffs­ziel wer­den. Wer sich hin­ge­gen der Digi­ta­li­sie­rung ver­schließt, wird vom Markt ver­schwin­den. Alle Geschäfts­pro­zes­se basie­ren auf einer immer stär­ke­ren Ver­net­zung von Men­schen, Din­gen und Maschi­nen. IT-Ver­ant­wort­li­che ste­hen somit vor dem Spa­gat, die sich über­all durch­set­zen­den digi­ta­len Pro­zes­se zu unter­stüt­zen und aus­zu­bau­en sowie auf der ande­ren Sei­te für die not­wen­di­ge Sicher­heit, das Ver­trau­en und den Daten­schutz zu sor­gen. Wie aber kann uns das gelingen?

Der Trend geht nicht zum Patent­re­zept, son­dern zu einer Mischung 

Zunächst müs­sen Unter­neh­mer Rupert Leh­ner zufol­ge eine Ent­schei­dung tref­fen: die klas­si­sche make-or-buy-Ent­schei­dung. „Buy” ste­he dabei mitt­ler­wei­le in den meis­ten Fäl­len für die Cloud, die in den unter­schied­lichs­ten Betriebs­mo­del­len in der IT-Welt Ein­zug hält. Der Trend gehe zu einem bun­ten Mix aus all die­sen Model­len – zu Hybrid IT. Grün­de gebe es dafür vie­le, auf drei ging Rupert Leh­ner genau­er ein. Für Hybrid-IT spre­chen die Kos­ten und die Fle­xi­bi­li­tät. 70 bis 80 Pro­zent des IT-Bud­gets eines Unter­neh­mens ste­cken in der Auf­recht­erhal­tung des Sta­tus Quo, damit blei­ben ledig­lich 20 bis 30 Pro­zent für Inno­va­tio­nen und Wei­ter­ent­wick­lung. Als wei­te­ren Grund nann­te Leh­ner den Fach­kräf­te­man­gel. Geeig­ne­tes Per­so­nal stel­len zu kön­nen, gestal­te sich immer schwie­ri­ger. Wel­chen Stel­len­wert die The­men „Cloud” und  „Hybrid IT” mitt­ler­wei­le ein­neh­men und den Trend zum „Mix” demons­trier­te Rupert Leh­ner am Bei­spiel der Kun­den VBH und SupplyOn.

Unab­hän­gig davon, wel­ches Betriebs­mo­dell zum Ein­satz kommt – Daten ste­hen den Unter­neh­men heu­te jede Men­ge zur Ver­fü­gung und das Daten­vo­lu­men wächst jeden Tag rasant. Gera­de ein­mal fünf Pro­zent der ihnen zur Ver­fü­gung ste­hen­den Daten wer­ten Unter­neh­men laut Leh­ner heu­te aus. Wirk­li­ches Poten­ti­al lie­ge dem­zu­fol­ge in den Big Data Ana­ly­sen. Zum Bei­spiel für Online­shop-Betrei­ber: 70 Pro­zent ihrer Bestel­lun­gen bre­chen Kun­den ab, obwohl die Ware bereits im Waren­korb liegt. Mit Echt­zeit-Ana­ly­sen könn­ten Betrei­ber recht­zei­tig Impul­se set­zen, um den Kauf abzu­schlie­ßen. Echt­zeit sei gefragt, um den maxi­ma­len Wert zu erzielen.

Wenn sich Din­ge ver­netz­ten, ent­steht ein „gewis­ser Wildwuchs”

In der rasant wach­sen­den Daten­men­ge, den „Sie­ges­zug der intel­li­gen­ten Maschi­nen” und den sich ver­net­zen­den Din­gen lie­gen jedoch nicht nur unglaub­lich Poten­tia­le, son­dern auch Gefah­ren. Alle Sys­te­me die online sind, kön­nen von über­all­her ange­grif­fen wer­den. Am Bei­spiel eines beängs­ti­gen­den und beein­dru­cken­den Sze­na­ri­os zeig­te Rupert Leh­ner, wel­che Aus­ma­ße digi­ta­le Angrif­fe neh­men kön­nen. Angrei­fer ver­schaff­ten sich Zugriff auf das Büro­netz eines Stahl­wer­kes und arbei­te­ten sich bis in das Pro­duk­ti­ons­netz vor. Gezielt setz­ten die Hacker Steue­rungs­kom­po­nen­ten außer Kraft. Schließ­lich konn­ten die Mit­ar­bei­ter einen Hoch­ofen voll mit flüs­si­gem Stahl nicht mehr kon­trol­lie­ren. Ein zer­stör­ter Ofen und ein Scha­den in Mil­lio­nen­hö­he blie­ben als trau­ri­ge Bilanz des Hacker­an­griffs am Ende übrig. Angrif­fe auf Strom­net­ze könn­ten sogar gan­ze Regio­nen und Län­der lahm­le­gen. Vor dem so gen­an­ten „Black Out” war­nen Sicher­heits­ex­per­ten eindringlich.

Damit es gar nicht erst zu sol­chen Sze­na­ri­en kommt, arbei­tet Fuji­tsu mit Hoch­druck an den The­men Sicher­heit und Ver­trau­en. Wie Sicher­heit im Rechen­zen­trum aus­se­hen kann und was er mit einem „gewis­sen Wild­wuchs” im Bezug auf ver­netz­te Din­ge meint, sehen Sie im oben ein­ge­bun­de­nen Video. Genie­ßen Sie eine hal­be Stun­de vol­ler Impul­se, Infor­ma­tio­nen und Inno­va­tio­nen – mit Rupert Leh­ner auf dem Fuji­tsu Forum 2015. Wie könn­te unse­re Zukunft aus­se­hen? 12 bis 210 Mil­li­ar­den ver­netz­te Din­ge, die unter­ein­an­der auto­ma­tisch kom­mu­ni­zie­ren – in jedem Fall sto­ßen wir in Dimen­sio­nen vor, die wir so noch nicht erfas­sen kön­nen. Will­kom­men in der Zukunft.

Fujitsu Forum 2015 Human Centric Inno­va­ti­on in Action In Fuji­tsu Aktu­ell erhal­ten Sie vor, wäh­rend und nach dem Event Infor­ma­tio­nen über das Fuji­tsu Forum am 18. und 19. Novem­ber im ICM Mün­chen. Erfah­ren Sie, wie eine siche­re und erfolg­rei­che Zukunft durch Inno­va­tio­nen in der Infor­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gie erreicht wer­den kann. IT-Stra­te­gen, Ent­schei­dungs­trä­ger und Exper­ten prä­sen­tie­ren in zukunfts­wei­sen­den Key­notes, pra­xis­na­hen Exper­ten­run­den und zahl­rei­chen Dis­kus­si­ons­fo­ren die Inno­va­tio­nen der IT und deren prak­ti­schen Nutz­wert für Sie und Ihr Unternehmen.

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