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Fujitsu World Tour: Auftakt mit Vollgas in Düsseldorf – im Zuge der Digitalisierung bleibt nur eine Option

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Im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes mit Voll­gas eröff­ne­te Dr. Rolf Wer­ner, Head of Cen­tral Euro­pe, Geschäfts­füh­rer Deutsch­land, Fuji­tsu, heu­te die Fuji­tsu World Tour in Düs­sel­dorf. Nicht umsonst wähl­te er in sei­ner gemein­sa­men Key­note mit Dr. Joseph Reger, Chief Tech­no­lo­gy Offi­cer, Fuji­tsu, den Renn­sport als Leit­mo­tiv. Meh­re­re hun­dert Sen­so­ren ste­cken heut­zu­ta­ge in einem For­mel-1-Boli­den und gene­rie­ren Daten im Sekun­den­takt. Bis zu 300 Tera­bytes an Daten gehen allein auf das Kon­to eines Renn­stalls wäh­rend eines Grand Prix. For­mel-1-Teams beschäf­ti­gen mitt­ler­wei­le mehr IT-Exper­ten als Mecha­ni­ker und die Digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on gibt gera­de im Renn­sport Gas. Dabei spie­gelt die For­mel 1 die tief­grei­fen­den Ver­än­de­run­gen der Digi­ta­li­sie­rung per­fekt wie­der: Neue Renn­stre­cken, ver­än­der­te Umge­bun­gen und ande­re Regeln schaf­fen immer wie­der neue Bedin­gun­gen. Der Wett­be­werb gleicht mitt­ler­wei­le einer „For­mel IT” – aber warum?

Auf den ers­ten Blick geht es bei der For­mel 1 dar­um, dut­zen­de Male im Kreis zu fah­ren und letzt­end­lich mög­lichst schnell dort anzu­kom­men, wo man los­ge­fah­ren ist. Auf den zwei­ten Blick geht es dar­um, an die Spit­ze zu kom­men und dort zu blei­ben. Um nichts ande­res dreht sich der Wett­be­werb der IT-Indus­trie und auch die Her­aus­for­de­run­gen las­sen sich durch­aus mit­ein­an­der ver­glei­chen. Wie gelingt es uns, Pro­zes­se bezie­hungs­wei­se gan­ze Berei­che oder Unter­neh­men digi­tal zu trans­for­mie­ren? Mit ande­ren Wor­ten, wie blei­ben wir an der Spit­ze, wenn sich die Bedin­gun­gen jeden Tag dras­tisch ver­än­dern? Auf die­se ele­men­ta­ren Fra­gen ant­wor­te­te Dr. Rolf Wer­ner in sei­ner Key­note mit einer neu­en, euro­pa­weit ein­heit­li­chen Struk­tur, die es Fuji­tsu ermög­licht, ins­be­son­de­re Ser­vices inter­na­tio­nal ein­heit­lich anzu­bie­ten. Eben­falls eine Rol­le spie­len Cloud Ser­vices und ein inno­va­ti­ves Team aus schnel­ler „fast IT” und wider­stands­fä­hi­ger „robust IT”. Nur der CIO, der es schafft, die­se ver­schie­de­nen Ansät­ze ein­heit­lich, effi­zi­ent und weit­ge­hend auto­ma­ti­siert zu steu­ern und zu ver­wal­ten, pro­fi­tiert am Ende von den Vor­tei­len einer sol­chen „Hybrid IT”.

Sowohl in der IT-Bran­che als auch in der For­mel 1 bleibt nur eine Opti­on: Gas geben

Betrach­ten wir den Begriff „Hybrid IT” und sei­nen Stel­len­wert in der Digi­ta­li­sie­rung genau­er, müs­sen wir uns zwangs­läu­fig die Fra­ge nach der Sicher­heit stel­len. IT-Ver­ant­wort­li­che ste­hen zuneh­mend vor dem Spa­gat, digi­ta­le Geschäfts­pro­zes­se zu unter­stüt­zen und zeit­gleich einen hohen Sicher­heits­stan­dard zu garan­tie­ren. Dr. Rolf Werner:

Wer sei­ne Sys­te­me zu weit öff­net, kann nicht ganz dicht sein. Wer aber alles dicht macht, kann bald ganz zusperren.

Als Ant­wort auf die drin­gen­de Sicher­heits­fra­ge stell­te Dr. Rolf Wer­ner das Sicher­heits­kon­zept Fuji­tsu SURIENT vor, wel­ches sich sowohl auf den Schutz von klas­si­schen IT-Umge­bun­gen spe­zia­li­siert, als auch auf kom­ple­xe IoT-Umge­bun­gen mit zahl­rei­chen Sen­so­ren, die Mas­sen an Daten pro­du­zie­ren. Das geschieht jeden Tag und das nicht nur im Renn­sport. Allein die Bun­des­agen­tur für Arbeit digi­ta­li­siert jeden Tag 600.000 Doku­men­te. Der Welt­mo­tor­sport­ver­band (FIA) schreibt ange­sichts der wach­sen­den Bedeu­tung der IT in der For­mel 1 mitt­ler­wei­le eine Begren­zung der IT-Res­sour­cen vor und ver­hin­dert so ein gegen­sei­ti­ges „über­run­den” der Renn­stäl­le. Genau hier liegt laut Dr. Rolf Wer­ner der mar­kan­tes­te Unter­schied zwi­schen dem Renn­sport und der IT: jeder IT-Anbie­ter kann sei­nen Kon­kur­ren­ten durch eine schlag­kräf­ti­ge­re IT und Pro­zess­op­ti­mie­rung über­ho­len und es bleibt nur eine Opti­on: Gas geben. Abwar­ten könn­te bedeu­ten, den Anschluss zu verlieren.

„Digi­ta­li­sie­rung” und „digi­tal” bedeu­ten nicht dasselbe

Die Digi­ta­li­sie­rung aus­sit­zen kommt auch für Dr. Joseph Reger nicht infra­ge. In sei­ner anschlie­ßen­den Key­note fand er auf die grund­le­gen­de Fra­ge, war­um sie uns inter­es­sie­ren soll­te, eine ein­fa­che Ant­wort: sie ist unver­meid­bar und wir müs­sen uns mit ihr beschäf­ti­gen. Wie wir im Daten­meer den rich­ti­gen Kurs fin­den, bleibt laut der Fuji­tsu Stu­die „Der digi­ta­le Draht­seil­akt” jedoch unklar. Das Ver­trau­en in den Pro­zess der Digi­ta­li­sie­rung bezeich­ne­te Reger als „sehr mager”. Auf der Suche nach einem geeig­ne­ten Tech­no­lo­gie­part­ner erwar­ten Unter­neh­men „ech­te Hil­fe” – aber wie kann die­se aus­se­hen? Ein Patent­re­zept dafür gibt es nicht. Im Zuge der „Human Centric Inno­va­ti­on” strebt Fuji­tsu eine Welt an, in der jeder von digi­ta­ler Tech­no­lo­gie profitiert.

Für die Eltern eines zu früh gebo­re­nen Babys in Aus­tra­li­en bleibt zum Bei­spiel auf­grund der gro­ßen Ent­fer­nun­gen oft nur der digi­ta­le Weg, um dem Nach­wuchs stän­dig nah sein zu kön­nen. Ein­fach eine güns­ti­ge Web­cam zu instal­lie­ren, ebnet jedoch den Weg für digi­ta­le Angrei­fer. In die­sem spe­zi­el­len Fall lag der Fokus auf einer Video­über­tra­gung in einer siche­ren Umge­bung. Wie wir auf die jewei­li­gen Anfor­de­run­gen reagie­ren, gestal­tet sich genau­so indi­vi­du­ell wie die Digi­ta­li­sie­rung selbst. Die Gren­zen zwi­schen der phy­si­schen und der digi­ta­len Welt ver­blas­sen und den­noch bedeu­ten die Begrif­fe „Digi­ta­li­sie­rung” und „digi­tal” nicht das­sel­be. Reger ver­deut­lich­te die­sen Aspekt anhand sei­ner Rei­se nach Düsseldorf.

Digi­ta­li­sie­rung als Wei­ter­ent­wick­lung der zuneh­men­den Vernetzung 

Obwohl das Flug­zeug über unzäh­li­ge Sen­so­ren ver­fügt, bleibt es ana­log. In einem digi­ta­len Flie­ger kön­ne man schließ­lich nicht sit­zen. Dr. Jospeh Reger reis­te in einem „digi­ta­li­sier­ten” Flie­ger zur Fuji­tsu World Tour nach Deutsch­land. Die Digi­ta­li­sie­rung selbst bezeich­ne­te er als „Wei­ter­ent­wick­lung der zuneh­men­den Ver­net­zung”, denn dank sei­ner Sen­so­ren agie­ren sei­ne Bestand­tei­le im Inter­net und tau­schen Infor­ma­tio­nen unter­ein­an­der und mit Men­schen aus. Die­se „3. Wel­le” der all­ge­mei­nen IT-Ent­wick­lung mar­kiert unse­ren jet­zi­gen Stand­ort auf dem Weg in eine digi­ta­li­sier­te Welt. Nicht nur IT-typi­sche Gerä­te, son­dern auch ande­re „Din­ge”, agie­ren im Netz und wer­den so zum Bestand­teil der Hypervernetzung.

Unter ande­rem um die Hyper­ver­net­zung mit ihren Chan­cen und Risi­ken ging es auch in der anschlie­ßen­den Podi­ums­dis­kus­si­on „Digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on – Per­spek­ti­ven”. Dr. Rolf Wer­ner (Fuji­tsu), Ste­phan Kai­ser (PAC), Astrid Stein­grüber (Intel), Jörg Heß­ke (NetApp) und Kun­de Andre­as Lez­gus beleuch­te­ten die Mög­lich­kei­ten einer ver­än­der­ten, digi­ta­li­sier­ten Welt unter der Mode­ra­ti­on von IT-Fach­au­tor Sven Han­sel. Der gan­zen Tech­no­lo­gie zum Trotz soll­te immer der Mensch im Mit­tel­punkt der Digi­ta­li­sie­rung ste­hen. Um ein Unter­neh­men zu ver­än­dern, braucht es gute Mit­ar­bei­ter, beton­te Dr. Rolf Wer­ner. Ohne den Men­schen steht auch eine digi­ta­le Welt – still.

Sie möch­ten die Podi­ums­dis­kus­si­on und die Key­notes in vol­ler Län­ge mit­ver­fol­gen? Beglei­ten Sie uns jetzt auf Peri­scope! Noch bis mor­gen früh kön­nen Sie sich alle drei Vor­trä­ge aus Düs­sel­dorf anschau­en. Hier kom­men unse­re Impres­sio­nen des Vor­mit­tags in Düsseldorf:

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