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„Willkommen im Zeitalter der Digitalen Schizophrenie“ – Chancen und Risiken der Digitalisierung im Gespräch

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
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Wohin geht unsere Reise? Um erfolgreich aus dem Pool der Digitalisierung schöpfen zu können, müssen wir uns am Menschen orientieren.

Zugegeben, dem Begriff „Digitale Schizophrenie“ begegnet man nicht jeden Tag. Eher stolpert man darüber und fragt sich vielleicht, ob und wie die Worte „digital“ und „schizophren“ überhaupt zusammenpassen. Mit einer gespaltenen Persönlichkeit hat die „Digitale Schizophrenie“ nichts zu tun, genauso wenig wie mit der Krankheit selbst. Es geht nicht um „Dr. Jekyll und Mister Hyde“. Hinter einer Schizophrenie steckt im psychischen Sinne ein Realitätsverlust und wir müssen uns bewusst machen, dass die Digitale Transformation nicht auf uns zu kommt – wir stecken mittendrin. Im Rahmen einer zukunftsweisenden Veranstaltung unter dem Motto „Willkommen im Zeitalter der Digitalen Schizophrenie“ beleuchteten IT-Experten die Chancen und Risiken sowie neue Business-Potenziale genauer. Mit dabei: Wilhelm Petersmann, Vice President, Managing Director Austria and Switzerland, Fujitsu.

Viele innovative Beispiele, aber ebenso sachliche Fakten belegen die Veränderungen im Zuge der Digitalisierung, die unsere gesamte Gesellschaft betreffen. Können Sie sich vorstellen, ihr Essen im Restaurant dankend von einer Drone entgegen zu nehmen? Oder mit einer Brille Dinge zu sehen und mit ihnen zu interagieren, obwohl sie gar nicht da sind? Werbung springt uns nicht länger nur von Plakatwänden bzw. Leuchtreklamen entgegen, sondern Dronen lassen die Werbebanner durch die Lüfte schweben. Essen und sogar menschliches Gewebe können wir – mit einem 3D-Drucker einfach drucken. Bereits heute existieren mehr Mobiltelefone als Menschen auf der Erde. Diese Beispiele und Fakten selbst gehören bereits jetzt zu unserer Realität und zu einer veränderten Welt. In seiner Keynote verdeutlichte Nick Sohnemann, Europas führender Experte im Bereich der Trend- und Innovationsforschung, wie tief wir bereits in der Digitalen Transformation stecken. Daraus ergibt sich dringender Handlungsbedarf für alle Unternehmen in jeder Branche. Sohnemann:

Es geht um den Aufbau von neuen Geschäftsfeldern und Wertschöpfung. En entscheidender Faktor ist, dass eine neue Kultur und Denkweise mehr Einzug hält!

Wohin die Reise geht, entscheidet immer noch der Mensch

Dennoch besteht Unsicherheit. Das hob auch Wilhelm Petersmann in seinem Impulsvortrag hervor. Laut der Fujitsu Studie „Der digitale Drahtseilakt“ scheint eines klar: Wir alle müssen umdenken, aber welchen Kurs soll das Schiff im Datenmeer ansteuern? Wohin geht die Reise und vor allem – wie kommen wir ans Ziel? Die Ergebnisse der Studie belegen, dass an manchen Stellen der Kompass fehlt. Wir wollen und müssen handeln. Dennoch sprach der Wirtschaftsteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in einem Kommentar ebenfalls von „Digitaler Schizophrenie“ und einem „verschlafen der digitalen Revolution“. 50 Prozent der befragten 600 CEOs und CIOs aus Deutschland konzentrieren sich laut dieser Studie zu stark auf die Technologie und sehen die Verantwortung in der IT.

Alexander Wallner, Vize President NetApp, konzentrierte sich in seinem Vortrag auf die Herausforderungen der bimodalen IT. Auf der einen Seite brauchen Unternehmen eine solide IT und auf der anderen Seite einen konkreten Mehrwert, der das Unternehmen nach vorne bringt. Konkret bedeutet „bimodale IT“, das Beste aus zwei Welten auf einen Nenner zu bringen – skalierbare, traditionelle Infrastrukturen („Robust IT“) im Team mit einer schnellen Reaktion auf neue Geschäftsanforderungen („Fast IT“).

Ein ganzheitliches Konzept streben auch wir von Fujitsu an: Eine Welt, in der jeder zu Innovationen beitragen kann, denn im Mittelpunkt der digitalen Transformation muss der Mensch stehen. An ihm müssen sich Unternehmen orientieren – wir nennen das „Human Centric Innovation“. Unsere Ideen tragen zu einer technologisch unterstützten Welt bei. Der Mensch produziert mit seinem Handeln unaufhörlich Fluten von Daten und stützt sein Wissen sowie seine Entscheidungen darauf. Eine Alternative zur hypervernetzten Welt gibt es nicht, wir leben bereits in ihr und auf das „wie“ kommt es an.  Wohin die Reise geht, entscheidet immer noch der Mensch.

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