2014-03-11-CeBIT-Fujitsu-IntelInnovationAward

Wir erhielten heute auf der CeBIT 2014 den Intel Innovation Award für ein richtungsweisendes, neues Konzept im Bereich der Rechenzentrumstechnik. Unser Kollege Jens-Peter Seick, Senior Vice President der Product Development Group von Fujitsu, nahm den Preis entgegen.

Für Fujitsu ist die Auszeichnung mit dem Intel Innovation Award eine große Ehre und zugleich Ansporn, gemeinsam mit Intel auch künftig an wegweisenden Technologien für das Rechenzentrum zu arbeiten. Die Silizium-basierte Photonik ist eine Technologie, mit der Rechenzentren die bislang geltenden Leistungsgrenzen überschreiten können. Damit definieren Fujitsu und Intel die Rolle von Rechenzentren komplett neu, nämlich als serviceorientierte Lieferanten von Rechenleistung für Unternehmen, die mehr denn je ihre Geschäfte in Echtzeit betreiben müssen. Die Trennung von Servern und Speichersystemen mit Hilfe von Silicon Photonics ist ein wichtiger Schritt, um die Effizienz von Rechenzentren zu steigern und damit Unternehmen die Mittel an die Hand zu geben, in einer durch einen harten globalen Wettbewerb geprägten Geschäftswelt zu bestehen,“ so Jens-Peter Seick, Senior Vice President der Product Development Group von Fujitsu


Den renommierten Preis erhielten wir für eine Technologie, die das Rechenzentrum der Zukunft maßgeblich prägen wird: die Hochgeschwindigkeitstechnologie „Silicon Photonics“, deren Produktivierung wir zusammen mit Intel entwickelten. Die Silizium-basierte Photonik beseitigt in Verbindung mit Lichtwellenleitern Einschränkungen beim Design von Rechenzentren und eliminiert Leistungsengpässe in Rechenzentren, die durch die enge Kopplung von Server-Systemen und Storage-Ressourcen über ein konventionelles Netzwerk entstehen. Mit Hilfe von „Silicon Photonics“ ist es möglich, Server-Prozessoren, Storage-Arrays und Netzwerkkomponenten über Lichtwellenleiter miteinander zu koppeln, die eine Übertragungsrate von bis zu 1,6 Terabit pro Sekunde ermöglichen.

„Silicon Photonics“  ermöglicht Auslagerung von heißen Komponenten

Die Entfernung zwischen allen Komponenten kann bis zu 300 Meter betragen. Dadurch können zum Beispiel wärmeerzeugende Komponenten wie die Recheneinheiten von Servern sowie passive Speichersysteme, die wenig Kühlung erfordern, in getrennten Räumen eines Rechenzentrums untergebracht werden. In Rechenzentren, in denen die Klimatisierung oft die Hälfte des Stromverbrauches ausmacht, lässt sich durch die Auslagerung von heißen Komponenten der Kühlprozess optimieren. Das wiederum senkt die Kosten und schont zudem die Umwelt. Darüber hinaus ist es dank „Silicon Photonics“ einfacher, neue Server-Knoten oder Storage-Systeme an einen Server anzubinden. Sie werden in externe Boxen ausgelagert und über Lichtwellenleiter an das Server-System angekoppelt.

Fujitsu hat mit der weltweit ersten Serverlösung auf Grundlage der Intel Silicon Photonics Technologie eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sich mit Hilfe eines innovativen Systemdesigns im Rechenzentrum eine massive Leistungssteigerung erzielen lässt. Zusätzlich zeigt der Machbarkeitsnachweis, wie sich mit Hilfe innovativer Ansätze Engpässe bei Server- und Storage-Leistung beseitigen lassen. Damit haben Intel und Fujitsu die Basis für das Rechenzentrum der Zukunft gelegt. Mit dem Intel Innovation Award möchten wir diese herausragende Leistung von Fujitsu würdigen und Fujitsu danken,“ so Christian Lamprechter, Geschäftsführer Intel GmbH und Country Manager Deutschland und Österreich

Langfristig ermöglicht diese Technologie ein völlig neues Aufbaukonzept für Server in Rechenzentren. Im Grunde können nun die Hauptprozessoren (Core Processing Units, CPU, Rechenleistung) , die RAM Streifen (Memory) und die PCIe Karten (Input/Output) in getrennten Racks oder Gehäusen untergebracht werden. Mit einer dynamischen Zuordnung von Hauptprozessoren, Speicher und Input/Output wird damit ein „Server nach Bedarf“ konfiguriert und bereitgestellt. Dieses „disaggregated System“ ist damit ein echter Software Defined Server.

Vorteile von „Silicon Photonics“ 

Die Vorteile dieses Aufbaus sind neben der vollen Flexibilität bei der Nutzung aller vorhandenen Ressourcen auch die Kombinierbarkeit mehrerer verschiedener Hauptprozessoren, Memory oder Input/Output-Typen, die sich in Alter und Leistungsfähigkeit unterscheiden. Dem Administrator wird damit ermöglicht, verschiedene Typen an Servern zu definieren, die verschiedene Service Level Agreements (SLA) erfüllen. „Silicon Photonics“ ist die grundlegende Technologie, die benötigt wird, um eine solche Server-Architektur zu ermöglichen. Gemeinsam mit Intel zeigen wir schon heute, wie die Zukunft von Servern in Rechenzentren aussehen kann.

Im November 2013 zeigten wir auf dem Fujitsu Forum den weltweit ersten Server auf Basis von Intel Optical PCIe Express und der „Silicon Photonics“ Technologie. Dabei handelte es sich um einen Machbarkeitsnachweis mit zwei Server-Systemen der Reihe Fujitsu PRIMERGY RX200. Die Server waren über Lichtwellenleiter mit einem externen System (PCI Expansion Box) verbunden, das Solid State Drives (SSDs) als Speichermedien und mehrere Coprozessoren enthielt. Dadurch ist es möglich, die Storage-Kapazitäten des Servers auf einfache Weise zu erhöhen. Zudem können die PRIMERGY RX200 auf die Rechenleistung der Xeon-Coprozessoren zurückgreifen und damit die Server-Leistung nochmals steigern.

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CeBIT 2014



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