close

„Das Meer an Daten ist nicht nur ein mehr an Daten” – Interview mit Johannes Schöniger, Teil 2

Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten

Johannes_SchönigerUnse­re Rei­se in die fas­zi­nie­ren­de Welt der Geo­in­for­ma­tio­nen geht wei­ter. Im zwei­ten Teil des Inter­views erklärt uns Johan­nes Schö­ni­ger, Stra­te­gic Account Direc­tor Geo­in­for­ma­tio­nen Deutsch­land, Fuji­tsu, wie unse­re Visi­on, die „Human Centric Inno­va­ti­on”, mit Geo­in­for­ma­ti­on in enger Ver­bin­dung steht. Was erwar­tet uns in einer hyper­ver­netz­ten Welt, in der Geo­in­for­ma­tio­nen vor allem im Team mit den Schlag­wör­tern der Zukunft ihr vol­les Poten­ti­al ent­fal­ten? Wohin geht die Ent­wick­lung, wie stärkt das Unter­neh­men Fuji­tsu den Bereich Geo­in­for­ma­tio­nen und was steckt hin­ter dem Gespann „Big Data und Geo­in­for­ma­tio­nen”? Unser Kol­le­ge fin­det auf die­se span­nen­den Fra­gen eben­so span­nen­de Ant­wor­ten – unter­neh­men Sie mit uns und Johan­nes Schö­ni­ger eine Zeit­rei­se in eine voll­kom­men neue Welt, in der ein Meer an Daten eben mehr ist. Den ers­ten Teil des Inter­views mit Johan­nes Schö­ni­ger – „Geo­in­for­ma­tio­nen als „Roh­stoff der digi­ta­len Gesell­schaft” –  fin­den sie hier!

*

Hal­lo Herr Schö­ni­ger, noch ein­mal vie­len Dank für Ihre Zeit. Beim letz­ten Mal spra­chen wir über mög­li­che Ein­satz­sze­na­ri­en für Geo­in­for­ma­tio­nen. Blei­ben wir bei der Zukunft – wel­che Berei­che pro­fi­tie­ren Ihrer Mei­nung nach am stärks­ten vom geziel­ten Ein­satz von Geoinformationen?

Geo­in­for­ma­ti­on ist ein aus­ge­wie­se­nes Quer­schnitt­sche­ma, sämt­li­che Berei­che pro­fi­tie­ren durch sie. Ohne Geo­in­for­ma­tio­nen kann in die­sen Berei­chen kei­ne siche­re und trans­pa­ren­te Pla­nung und Ana­ly­se erfol­gen und auch kei­ne Ent­schei­dung gefällt wer­den. Klar wird die­ses im The­men­kom­plex Col­la­bo­ra­ti­on & Sharing. Geo­in­for­ma­tio­nen stär­ken die inter­dis­zi­pli­nä­re Zusam­men­ar­beit sowohl inner­halb von Insti­tu­tio­nen  – sprich in der Öffent­li­chen Ver­wal­tung, der Wirt­schaft und zwi­schen den Bür­gern – als auch ver­mehrt und ver­stärkt zwi­schen den Insti­tu­tio­nen und das sogar weltweit. 

Ver­mehrt wird auch der Social Media-Bereich von Geo­in­for­ma­tio­nen pro­fi­tie­ren, die hier in einer App als akti­ver Input­ge­ber genutzt wer­den kön­nen. Neben stand­ort­be­zo­ge­nen Diens­ten die­nen sie wie­der­um als Infor­ma­ti­ons­quel­le für deren App-Anbie­ter, unter ande­rem in Form von Sen­so­ren, Bewe­gungs­pro­fi­len und der Über­mitt­lung nut­zer­spe­zi­fi­schen Contents.

Geo­in­for­ma­tio­nen brin­gen eben­falls den Bereich Busi­ness Intel­li­genz (BI & Geo­in­for­ma­ti­on) nach vorn. Mit­tels intel­li­gen­ter Inte­gra­ti­on von ver­schie­dens­ten Geo­in­for­ma­tio­nen kön­nen räum­li­che und zeit­li­che Zusam­men­hän­ge zwi­schen Unter­neh­mens­in­for­ma­tio­nen, Ver­wal­tungs­in­for­ma­tio­nen und wei­te­ren exter­nen Daten auf­ge­deckt wer­den. Die­se Zusam­men­hän­ge kön­nen aktiv bei der Ent­schei­dungs­fin­dung unterstützen. 

Eine Beson­der­heit bzw. enor­mer Nut­zen­fak­tor von Geo­da­ten: sie lie­gen vom Mikro- bis zum Makro­be­reich vor, von Detail­plä­nen bis hin zu welt­um­span­nen­den Fern­erkun­dungs­da­ten. Ins­ge­samt kann jeder Bereich, der Geo­in­for­ma­ti­on aktiv in sei­nen Ana­ly­sen, Pla­nun­gen und Ent­schei­dun­gen ein­setzt, nur pro­fi­tie­ren. Des­halb gewinnt ja auch der Bereich Geo­in­for­ma­ti­on in der digi­ta­li­sier­ten Gesell­schaft immer mehr an Bedeu­tung – ein „Meer” an Infor­ma­tio­nen ist ein „mehr” an Content. 

Sie haben Zusam­men­hän­ge eben bereits ange­spro­chen – eine Team­fra­ge. Auf ver­gan­ge­nen Ver­an­stal­tun­gen fiel oft das Schlag­wort „Big Data” im Team mit Geo­in­for­ma­tio­nen. Was macht gera­de die­ses Gespann so stark?

Schau­en wir uns zunächst ein­mal an, was hin­ter dem Schlag­wort „Big Data” steckt, näm­lich die Erlan­gung neu­er Infor­ma­tio­nen und Erkennt­nis­se mit­tels der Kom­bi­na­ti­on viel­fäl­tigs­ter Infor­ma­tio­nen (struk­tu­rier­te und unstruk­tu­rier­te Daten) aus ver­schie­dens­ten Quel­len. Was also „kann” das Gespann? Es kann sehr gro­ße Daten­men­gen schnell und mög­lichst auto­ma­ti­siert zusam­men­füh­ren, ana­ly­sie­ren und die Ergeb­nis­se dar­stel­len. Da sehr vie­le Daten einen Raum­be­zug besit­zen, wird die­ser in der Ana­ly­se mit­be­rück­sich­tigt und auch die­se Ergeb­nis­se wer­den wie­der­um mit­tels Geo­in­for­ma­tio­nen visua­li­siert. Damit wird auch die Inter­pre­ta­ti­on die­ser deut­lich erleich­tert und transparenter. 

Bei­spiel Smart Far­ming: die intel­li­gen­te Ver­knüp­fung der Feld­da­ten, dar­un­ter fal­len die Sen­so­ren am Boden oder Auf­nah­men mit einer Dro­ne, mit aktu­el­len Wet­ter­da­ten und Markt­da­ten, aktu­el­le Boden­kenn­wer­te wie Feuch­tig­keit, Struk­tur und Nähr­stoff­ge­halt, die Kopp­lung zu Land­ma­schi­nen, Früh­warn­sys­te­me, die Aus­spra­che von Emp­feh­lun­gen – all das wird ein­be­zo­gen, ana­ly­siert, geschätzt und opti­miert. Das Team „Big Data” und Geo­in­for­ma­tio­nen bie­tet eine ech­te Ent­schei­dungs­hil­fe. Auch die Bereit­stel­lung der Ergeb­nis­se in Real­time zur Wei­ter­ver­wer­tung, auch im Sin­ne neu­er Ser­vices und Diens­te zäh­len zu den Stär­ken des Teams. 

Das Meer an Daten ist nicht nur ein „mehr” an Daten, son­dern das Poten­ti­al steckt in deren Ver­knüp­fung und Bear­bei­tung, bil­det doch die Ver­knüp­fung ver­schie­dens­ter Daten die Kom­ple­xi­tät unse­rer Natur, unse­res Lebens und unse­res Han­delns ab.  Diver­se Fach­sys­te­me kön­nen mit­ein­an­der gekop­pelt wer­den: zum Bei­spiel Daten über den Stra­ßen­zu­stand, Unfall­zah­len unter Ein­be­zie­hung des durch­schnitt­li­chen täg­li­chen Ver­kehrs und Extrem­wet­ter­la­gen wie Frost oder Starkregen.… 

Ein wei­te­res hoch­ak­tu­el­les Bei­spiel sind Smart Cities und Umwelt: Ver­schie­dens­te Geo­in­for­ma­tio­nen wie regel­mä­ßi­ge Auf­nah­men von Satel­li­ten und Luft­bil­dern oder punk­tu­el­le Sen­sor­tas­ten kön­nen zum Moni­to­ring und zum Repor­ting der Fein­staub­be­las­tung genutzt wer­den. Die­se Daten kön­nen wie­der­um in augen­blick­li­che Ent­schei­dun­gen, wie die aktu­el­le Ver­kehrs­pla­nung oder Infor­ma­tio­nen über eine Bür­ger-App ein­flie­ßen, sowie in lang­fris­ti­ge Pla­nungs­ent­schei­dun­gen mit ein­be­zo­gen wer­den und über einen län­ge­ren Zeit­raum betrach­tet werden.

Ich kom­me noch ein­mal auf das The­ma Social Media zurück. Mit unse­rer Lösung PRIMEFLEX for Hado­op zeig­ten wir auf der dies­jäh­ri­gen CeBIT ein Bei­spiel für die­ses Gespann. Ver­schie­de­ne sozia­le Medi­en wur­den nach bestimm­ten Stich­wör­tern im Sin­ne der Bewer­tung von zuvor aus­ge­wähl­ten Städ­ten ana­ly­siert. Die erziel­ten Ergeb­nis­se wie­der­um wur­den räum­lich dar­ge­stellt – ein Ver­gleich war umge­hend möglich. 

Wel­che wei­te­ren Schlag­wor­te, die der­zeit die IT-Welt bewe­gen, spie­len im Bereich der Geo­in­for­ma­ti­on eine gro­ße Rol­le und warum?

Da fällt mir als ers­tes „Cloud Com­pu­ting” ein. Damit kann eine fle­xi­ble Infra­struk­tur (IaaS), Geo-Soft­ware (SaaS) und Geo­da­ten (GaaS) bereit­ge­stellt und an die tat­säch­li­che Nut­zung ange­passt wer­den. Die­se Tech­no­lo­gie wird welt­weit genutzt. Die­se fle­xi­ble, dyna­mi­sche und sta­bi­le Bereit­stel­lung von IT‑, GIS und Geo­da­ten­res­sour­cen set­zen auch ver­mehrt zen­tra­le „Dat­a­cen­ter” um. Nach dem Grund­satz „GIS goes Dat­a­cen­ter” stel­len sie mit­tels „Geo IT-Leit­stel­len” effi­zi­ent und effek­tiv die IT‑, GIS und Geo­da­ten­res­sour­cen sowie deren Betrieb sicher. Ein zuneh­men­der erfolgs­kri­ti­scher Fak­tor für die zuneh­men­den Anfor­de­run­gen durch die wach­sen­de Anzahl an Nut­zern, Ein­satz­sze­na­ri­en und Inte­gra­ti­on die­ser in die Pro­zes­se bei den Nutzern. 

Außer­dem spielt die „Digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät” eine gro­ße Rol­le, die siche­re End2End Über­tra­gung hoch­sen­si­bler Geo­in­for­ma­tio­nen vom Rechen­zen­trum auf mobi­le End­ge­rä­te und natür­lich auch zurück.

Apro­pos mobil, „Mobi­li­ty”, die Nut­zung mobi­ler End­ge­rä­te zur Visua­li­sie­rung, Erhe­bung und Fort­füh­rung möch­te ich an die­ser Stel­le eben­falls erwäh­nen. Dazu gehö­ren Loca­ti­on Awa­re App­li­ca­ti­ons, eine moder­ne Tech­nik für die Bereit­stel­lung und Nut­zung orts­be­zo­ge­ner Anwen­dun­gen. Zum Bei­spiel Aug­men­ted Rea­li­ty, Tracking, Loca­ti­on based Ser­vices (LBS), Geo-App, Crowdsourcing/Crowdfunding. 

Auch für das „Inter­net of Things” wird die Geo­in­for­ma­ti­on eine wich­ti­ge Basis­quel­le sein. Nicht zu ver­ges­sen „Open Data” – die Bereit­stel­lung (amt­li­cher) Geo­in­for­ma­tio­nen zur mög­lichst kos­ten­frei­en Sekun­där­nut­zung durch die Wirt­schaft. Dazu gehö­ren unter ande­rem Start Up-Unter­neh­men, die Geo­in­for­ma­tio­nen in ihre App’s inte­grie­ren. Als letz­tes Schlag­wort: 3D/4D ober­halb und unter­halb der Erd­ober­flä­che und ins­be­son­de­re für Simu­la­tio­nen und Pla­nungs­vor­ha­ben. Wie wäre es, wenn in einem 3D-Stadt­mo­dell wei­te­re Infor­ma­tio­nen sicht­bar wären, zum Bei­spiel die Wär­me­ef­fi­zi­enz einer zur Mie­te oder Kauf ste­hen­den Woh­nung in einem Mehrfamilienhaus?

Wir spre­chen hier über enorm viel Poten­ti­al. Fuji­tsu hat die­ses Poten­zi­al von Geo­in­for­ma­tio­nen schon früh erkannt. Wie machen wir uns im Unter­neh­men stark für die­sen Geschäftsbereich?

Wir posi­tio­nie­ren den The­men­be­reich Geo­in­for­ma­ti­on als ein stra­te­gi­sches Geschäfts­feld im Bereich Öffent­li­che Auf­trag­ge­ber. Über die­sen Bereich erfolgt sowohl die inter­ne wie auch exter­ne Ver­knüp­fung zu diver­sen IT- und Lösungs­the­men, Lösungs­part­nern und Kun­den­an­for­de­run­genÜber die Jah­re haben wir das The­ma aus­ge­wei­tet von der IT-Infra­struk­tur, also Cli­ent Ser­ver und Sto­rage, bis hin zur Geo IT-Bera­tung. Dahin­ter ste­cken die Kon­zep­ti­on und das Design von Geo IT-Archi­tek­tu­ren und deren Betrieb in zen­tra­len Dat­a­cen­tern der Öffent­li­chen Ver­wal­tung. Ergänzt wird dies um Geo-Solu­ti­on Stack mit Geo-Lösungs­part­nern. Zwei kon­kre­te Bei­spie­le: die „Digi­ta­le Geo­da­ten­bi­blio­thek”. Sie dient der rechts­si­che­ren Lang­zeit­si­che­rung von teils his­to­ri­schen Geo­da­ten unter der Nut­zung der Midd­le­wa­re Sec­Docs von Fuji­tsu und dem Auf­satz­pro­dukt unse­res Part­ners M.O.S.S. Außer­dem bie­ten wir Lösun­gen und Ser­vices mit unse­rem Part­ner grit in Zusam­men­hang mit INSPIRE Diens­ten unter Nut­zung der Fuji­tsu Cloud. 

Wir ver­ste­hen uns als Bin­de­glied und Mode­ra­tor zwi­schen GIS-Fir­men, geo­af­fi­nen Ver­wal­tun­gen und zen­tra­len IT-Betrei­bern, also Rechen­zen­tren. Dazu möch­te ich Ihnen ger­ne fol­gen­des Bild zeigen:

Geoinformatioen_Folie1

Geo­in­for­ma­tio­nen haben sich mitt­ler­wei­le als Schlüs­sel­tech­no­lo­gie eta­bliert. Schau­en wir wei­ter in die Zukunft – wohin geht die Ent­wick­lung, was kann die Tech­no­lo­gie in Zukunft mög­lich machen?

In Zukunft wer­den wir die neu­es­ten Tech­no­lo­gien, unter ande­rem Satel­li­ten, für die Aktua­li­sie­rung von Geo­ba­sis­da­ten und flä­chen­de­cken­des Umwelt­mo­ni­to­ring nut­zen kön­nen. Es wird kaum noch eine Ana­ly­se, Pro­gno­se und Ent­schei­dung ohne die Ver­wen­dung von Geo­in­for­ma­tio­nen durch­ge­führt bezie­hungs­wei­se getrof­fen. Immer schnel­ler rei­fen die Mög­lich­kei­ten mit Geo­in­for­ma­tio­nen her­an, immer grö­ßer ist deren Nut­zungs­po­ten­ti­al und damit auch deren Nut­zungs­grad, immer umfas­sen­der und tie­fer­grei­fen­der deren Inte­gra­ti­on in die digi­ta­len Pro­zes­se – Geo­in­for­ma­tio­nen wer­den bewusst und unbe­wusst Mit­tel­punkt unse­res täg­li­chen Han­delns und damit einer der Erfolgs­fak­to­ren unser Zukunft – Geo 4.0. Die Nut­zung von GIS-Tools wird auch für den GIS-Lai­en zugäng­lich; die­se Ent­wick­lung kann man aktu­ell bei App-Frame­works beobachten.

Über­ein­stim­mend haben die Ver­ant­wort­li­chen von Goog­le, Micro­soft und Apple erklärt, dass jeder Ser­vice, jede Anwen­dung ihre Basis in Kar­ten­diens­ten hat. Ohne Geo­in­for­ma­tio­nen, auf wel­chem Niveau auch immer, ent­ste­hen kei­ne neu­en Appli­ka­tio­nen. Die­ses bedingt im Umkehr­schluss die Bereit­stel­lung und den effi­zi­en­ten wie auch effek­ti­ven Betrieb von umfas­sen­der ITK, also Ser­ver, Spei­cher und Netzwerklösungen. 

Auch die Indus­trie 4.O benö­tigt unbe­dingt ver­schie­dens­te hoch­ak­tu­el­le Geoinformationen!

Der Slo­gan eines bekann­ten Auto­mo­bil­her­stel­lers „Vor­sprung durch Tech­nik” passt auch gut in die Geo-Com­mu­ni­ty: „Vor­sprung durch Geoinformationen!”

Brin­gen wir die­se Zukunfts­per­spek­ti­ve doch ein­mal mit unse­rer Visi­on zusam­men und kon­zen­trie­ren uns auf die drei Haupt­säu­len der „Human Centric Inno­va­ti­on”. Was bedeu­ten Geo­in­for­ma­tio­nen kon­kret im Bezug auf Men­schen – Infor­ma­tio­nen – Infrastrukturen?

Der Mensch fun­giert als han­deln­de Per­son, die Geo­da­ten ent­we­der aktiv (zum Bei­spiel über Mobi­le End­ge­rä­te Daten erfasst, ergänzt) oder pas­siv (Sen­sor) lie­fert und unter Ein­be­zie­hung von Geo­in­for­ma­tio­nen Ent­schei­dun­gen trifft.

Über die Geo­in­for­ma­ti­on in ihrer Funk­ti­on haben wir bereits gespro­chen. Um die­se Daten zu erfas­sen, fort­zu­füh­ren, zu inte­grie­ren, zu kom­bi­nie­ren, zu ana­ly­sie­ren und bereit zu stel­len, brau­chen wir Tools. So kön­nen wir neu­es Wis­sen, neue Infor­ma­tio­nen gene­rie­ren – gera­de durch die Kom­bi­na­ti­on bzw. Ver­schnei­dung diver­ser Geo- und Sach­in­for­ma­tio­nen wer­den kom­ple­xe und ggf. neue Zusam­men­hän­ge erkenn­bar und transparent.

Infol­ge der ste­tig wach­sen­den Bedeu­tung der Geo­in­for­ma­tio­nen kön­nen wir die zuge­hö­ri­ge IT-Infra­struk­tur nicht mehr sin­gu­lär betrach­ten. Die­ses gilt für die Kon­zep­ti­on, die IT-Archi­tek­tur, als im Beson­de­ren für den Betrieb.

Interview_Schöniger_FolieBei­de Berei­che sind Quer­schnitts­the­men mit hoher gesell­schaft­li­cher Rele­vanz, wobei die IT die bestehen­de und wach­sen­de Viel­fäl­tig­keit der Geo­in­for­ma­ti­on umfas­send unter­stützt – sie teil­wei­se sogar erst ermöglicht!

Bei­de ste­hen in bila­te­ra­ler Abhän­gig­keit zuein­an­der – die Ver­füg­bar­keit, Schnel­lig­keit und Sta­bi­li­tät der zahl­rei­chen Geo-Diens­te, zum Bei­spiel INSPI­RE-Diens­te, sind wich­ti­ge Qua­li­täts­pa­ra­me­ter für die Nutzer. 

IT und deren effi­zi­en­ter Betrieb wird zum kri­ti­schen Erfolgs­fak­tor, zur Achil­les­fer­se. Die­se Achil­les­fer­se rückt aber meist erst dann in den Fokus, wenn es Pro­ble­me gibt oder wir vor beson­de­ren Anfor­de­run­gen ste­hen. Ein klei­ner Ver­gleich: Hal­ten Sie neben dem Licht­schal­ter eine Taschen­lam­pe oder Ker­ze für alle Fäl­le bereit? Funk­tio­niert eine der Kom­po­nen­ten nicht oder nur ein­ge­schränkt, hat die­ses mög­li­cher­wei­se weit­rei­chen­de Auswirkungen. 

Pro­vo­ka­tiv gespro­chen: Geo­in­for­ma­tio­nen und ihr Ein­satz ste­hen und fal­len mit einer sta­bi­len, zuver­läs­si­gen Geo IT-Infra­struk­tur und inno­va­ti­ven Betreibermodellen!

Der ent­schei­den­de Fak­tor ist und bleibt: die opti­ma­le Orches­trie­rung der ver­schie­dens­ten Betei­lig­ten und Res­sour­cen: der Daten, der Sys­te­me, der IT … Kom­ple­xi­tät ist unse­re Chan­ce und zugleich Auf­ga­be für die Zukunft! Hier steckt das wei­te­re und enor­me Poten­ti­al von Geoinformationen!

Herr Schö­ni­ger, vie­len Dank für die­ses Interview!

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

1 Trackback anzeigen

1 Trackback

  • Bernhard Bartels
    6. Juli 2015

    Hallo Johannes, ich finde es wirklich erstaunlich, wieviel man aus dem Geo-Thema machen kann. Ich finde das Interview sehr gut. Gruß Bernhard

Story Page