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Innovationspotenzial: IoT im Einzelhandel

Innovationspotenzial: IoT im Einzelhandel
Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Die Gren­zen ver­schwim­men: Das Inter­net der Din­ge (Inter­net of Things, IoT) ver­bin­det naht­los rea­le und vir­tu­el­le Wel­ten, ver­netzt Men­schen und Gegen­stän­de und lässt Sys­te­me mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren (Machi­ne-to-Machi­ne, M2M). Teil­au­to­no­me Autos, Weara­bles wie Fit­ness­tra­cker und Smart­wat­ches sowie eine Viel­zahl an Smart-Home-Funk­tio­nen sind heu­te bereits Teil unse­res All­tags.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten für das Internet of Things

In der Indus­trie wer­den kom­plet­te Fer­ti­gungs­an­la­gen über Sen­so­ren, Kame­ras und intel­li­gen­te Ana­ly­sen über­wacht und gesteu­ert, um prä­ven­tiv War­tungs­be­darf (Pre­dic­ti­ve Main­ten­an­ce) sowie Defek­te erken­nen zu kön­nen. Die Logis­tik­bran­che setzt IoT in Form von Asset Tracking ent­lang der Wert­schöp­fungs­ket­te ein. Kun­den sind es mitt­ler­wei­le gewohnt, den Ver­sand­weg ihrer bestell­ten Pake­te online ver­fol­gen zu kön­nen. Ähn­li­ches soll künf­tig für Ziga­ret­ten gel­ten: Eine aktu­el­le EU-Vor­ga­be for­dert, „Packun­gen von Tabak­erzeug­nis­sen mit einem indi­vi­du­el­len Erken­nungs­merk­mal (Rück­ver­folg­bar­keit) und einem fäl­schungs­si­che­ren Sicher­heits­merk­mal zu ver­se­hen“. Auf die­se Wei­se sol­len Schmug­gel und Fäl­schun­gen unter­bun­den wer­den. Die Her­stel­ler sind ver­pflich­tet, ab Mai 2019 den Weg jeder Schach­tel lücken­los offen­le­gen zu kön­nen, qua­si in Echt­zeit vom Moment der Pro­duk­ti­on an – ein ide­al­ty­pi­scher IoT-Anwen­dungs­fall.

Mit Blick auf die Wirt­schaft pro­gnos­ti­zie­ren Exper­ten, dass sich das Inter­net der Din­ge in den nächs­ten Jah­ren ins­ge­samt spür­bar posi­tiv aus­wir­ken wird. Schät­zun­gen gehen von einem Mehr­wert in Höhe von rund 3,2 Mrd. Euro aus, der über IoT bis 2025 gene­riert wer­den könn­te.

Anwendungsbereiche im Handel

Wie aber kann der Ein­zel­han­del von den Mög­lich­kei­ten und Vor­tei­len der neu­en Tech­no­lo­gien pro­fi­tie­ren? Schon heu­te gibt es ver­schie­de­ne Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten. Sie unter­stüt­zen den Händ­ler ins­be­son­de­re dabei, Kauf­ver­hal­ten prä­zi­se aus­zu­wer­ten, den Waren­be­stand ent­spre­chend anzu­pas­sen und Lager­flä­che ein­zu­spa­ren – und damit weni­ger Kapi­tal zu bin­den. Die Ergeb­nis­se sol­cher Ana­ly­sen hel­fen zudem, Wün­sche und Erwar­tun­gen von Kun­den punkt­ge­nau zu erken­nen, auf sie ein­zu­ge­hen und damit eine tie­fer gehen­de und lang­fris­ti­ge Bezie­hung auf­zu­bau­en.

Inventar-Tracking

Innovationspotenzial: IoT im Einzelhandel - Inventar-TrackingDie Inven­tar­ver­wal­tung stellt eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung für vie­le Han­dels­un­ter­neh­men dar. Sie müs­sen zu jedem Zeit­punkt in der Lage sein, nach­zu­voll­zie­hen, wo sich ihre Ware gera­de befin­det. Ein Tracking der Pro­duk­te über den gesam­ten Lebens­zy­klus hin­weg ist hier eine effi­zi­en­te Lösung, die zugleich ein­her­geht mit einer bes­se­ren Vor­aus­pla­nung der Lager­hal­tung. Ein­zel­händ­ler erhal­ten auf die­se Wei­se einen umfas­sen­den Über­blick über Bestän­de und even­tu­el­le Eng­päs­se.

Dar­über hin­aus kön­nen bei­spiels­wei­se Sen­so­ren im Lebens­mit­tel­han­del die Mit­ar­bei­ter von manu­el­len Kon­trol­len ent­las­ten, die zur Sicher­stel­lung der Kühl­ket­te erfor­der­lich sind. Wei­te­re Lösun­gen in der Lager­ver­wal­tung, die zu einer orga­ni­sa­to­ri­schen Ver­ein­fa­chung füh­ren, ver­schaf­fen den Mit­ar­bei­tern zusätz­lich wert­vol­le Zeit für das Wesent­li­che. Statt admi­nis­tra­ti­ve Auf­ga­ben im Auge behal­ten zu müs­sen, kön­nen sie sich stär­ker auf ihre Kun­den kon­zen­trie­ren.

Optimierung des Einkaufserlebnisses

Dass der Online­han­del welt­weit wei­ter wächst, ist unstrit­tig – doch auch im sta­tio­nä­ren Han­del liegt ein gro­ßes Poten­zi­al. Kun­den wis­sen die Nähe und das unmit­tel­ba­re Ein­kaufs­er­leb­nis, das ihnen in den Geschäf­ten vor Ort gebo­ten wird, zu schät­zen. Dort kom­men sie in Dia­log und Aus­tausch, es wer­den Waren mit allen Sin­nen erfahr­bar und es ent­steht eine per­sön­li­che Bezie­hung. Eine fach­kun­di­ge Bera­tung, der indi­vi­du­el­le Stil und die Wohl­fühl­at­mo­sphä­re eines Ladens kön­nen im Zusam­men­spiel gute Argu­men­te lie­fern, um Kun­den auch in Zukunft zu über­zeu­gen und an den sta­tio­nä­ren Han­del zu bin­den.

Beacons

Beacons zäh­len zu den Mit­teln, mit denen sich das Ser­vice­an­ge­bot erwei­tern und die Attrak­ti­vi­tät eines Geschäfts stei­gern lässt. Sie regis­trie­ren, wenn sich ein Kun­de an einem zuvor defi­nier­ten Punkt befin­det und kön­nen bei­spiels­wei­se genutzt wer­den, um dann über eine App pas­sen­de Cou­pons zu akti­vie­ren. Mög­li­che Alter­na­ti­ven sind NFC-Tags oder QR-Codes. Bei die­sen Vari­an­ten ent­schei­det der Kun­de, wel­che Cou­pons oder Infor­ma­tio­nen er tat­säch­lich abru­fen möch­te und wird ent­spre­chend selbst aktiv.

Innovationspotenzial: IoT im Einzelhandel - Retail AnalyticsRetail Analytics

Kun­den zu ver­ste­hen, zu wis­sen, was sie sich wün­schen und auf wel­che Wei­se das eige­ne Geschäft ihre Erwar­tun­gen erfül­len kann, sind Kern­fra­gen, die sich jeder Kauf­mann stellt. Der Online­han­del sam­melt und bün­delt längst schon gro­ße Daten­men­gen über jeden ein­zel­nen Kun­den. Doch auch im sta­tio­nä­ren Han­del hal­ten sol­che Ana­ly­sen immer mehr Ein­zug.

Mit Hil­fe von Kame­ras, Beacons oder WiFi ist es mög­lich, die Lauf­we­ge der Kun­den zu ana­ly­sie­ren. Es kann gemes­sen wer­den, vor wel­chen Rega­len sie sich wie lan­ge auf­hal­ten, und aus­zu­wer­ten, wie vie­le von ihnen nicht nur stö­bern, son­dern letzt­lich auch kau­fen. Die neu­en Tech­no­lo­gien lie­fern damit wert­vol­le Ein­bli­cke in das gesam­te Kun­den­ver­hal­ten. Anhand der Ergeb­nis­se kön­nen Händ­ler Ange­bot, Kon­zept und Gestal­tung eines Geschäfts an den tat­säch­li­chen Bedarf anpas­sen und opti­mie­ren.

Große Chancen durch den Einsatz von IoT im Einzelhandel

Durch den Ein­satz von IoT-Lösun­gen errei­chen das gesam­te Fili­al­ma­nage­ment und die zugrun­de lie­gen­den Geschäfts­pro­zes­se, der Ein­satz von Wer­bung und Mer­chan­di­sing sowie die Mit­ar­bei­ter­prä­senz einen höhe­ren Effi­zi­enz­grad. Auf die­ser Basis kann sich der Ein­zel­han­del ziel­ge­rich­tet auf das Ver­hal­ten und die Ansprü­che der Kun­den ein­stel­len. Homo­ge­ne Käu­fer­grup­pen sind heu­te nur noch sel­ten zu fin­den – umso wich­ti­ger ist es für alle Markt­teil­neh­mer, fle­xi­bel agie­ren zu kön­nen. Das Poten­zi­al, Waren mit Dienst­leis­tun­gen zu kom­bi­nie­ren und inno­va­ti­ve Ser­vice­an­ge­bo­te auf den Weg zu brin­gen, ist hier längst noch nicht aus­ge­schöpft.

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